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Sie verkaufen den Tod

zur OFDb   OT: Ragione per vivere e una per morire, Una

Herstellungsland:Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland (1972)
Genre:Western
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (9 Stimmen) Details
28.03.2011
Bob
Level 17
XP 5.897
Vergleichsfassungen
Comedy-Fassung
Label e-m-s, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 16
Laufzeit 78:06 Min. (ohne Abspann) PAL
Ungekürzte Fassung
Label e-m-s, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 16
Laufzeit 112:54 Min. (111:48 Min.) PAL
Sie verkaufen den Tod hat einen schwer durchzustehenden und elendig langen Beginn. Auf der Suche nach etwas zu Essen oder etwas anderem Wertvollen, schleicht Bud Spencer durch ein heruntergekommenes Städtchen kurz vor dem Geisterstatus, während andernorts noch der amerikanische Bürgerkrieg tobt. Der Zuschauer wird erst dann von diesem Elend zumindest teilweise erlöst, als er versucht, James Coburn reinzulegen und von Soldaten in einem nahegelegenen Fort festgesetzt wird. Hier übernimmt dann James Coburn die Aufgabe von Lee Marvin und führt 5 Jahre später ein annähernd dreckiges Dutzend in die Berge, um dort die Festung von Telly Savalas einzunehmen. Was folgt, sind erneut 60 Minuten Langeweile und Belanglosigkeiten, die durch die Synchronisation nur noch schlimmer zu ertragen sind. Weder Spannung, noch Unterhaltung vermag aufzukommen. Der Film langweilt in den ersten 90 Minuten.

Irgendwann kommt man dann endlich am Fort an und Bud Spencer infiltriert, als wichtiger Bote getarnt, die Festung. Als er dann aber gleich wieder zu seinem Regiment zurück geschickt werden soll, inszeniert Spencer den peinlichsten Moment des Films und wohl auch des ganzen Genres, als er darum bittet, bleiben zu dürfen, das mit einem glühenden Hintern begründet und ihn Telly Savalas am liebsten auch noch zeigen möchte. Das geschieht dann zwar zum Glück nicht, aber trotzdem ist Spencer einen Großteil der folgenden 10 Minuten damit beschäftigt, zu pinkeln, während ihm andere dabei zusehen. Der Tiefpunkt ist also erreicht, nicht mehr lange und der Showdown kann beginnen. Der ist dann zumindest in der ungekürzten Fassung recht ausufernd mit jeder Menge Toter, aber vermag den Film auch nicht mehr zu retten. Die hier gezeigten Actionszenen kennt man aus einigen Dutzend anderen Italo-Western, die oft auch noch eine bessere Geschichte und vor allem Charaktere bieten, für die man sich wirklich interessiert.

Zu den verglichenen Fassungen

Der Film erschien in Deutschland in einer um mehr als 33 Minuten gekürzten Comedy-Fassung und entsprechender Synchronisation unter dem Titel "Der Dicke und das Warzenschwein" und ist so auf VHS, DVD und regelmäßig im TV zu sehen. Das lustige gelbe Cover oben versucht diesem Konzept einer Bud Spencer-Westernkomödie gerecht zu werden. Aber selbst in den gekürzten Fassung repräsentiert das gewählte Titelmotiv den Film nicht einmal annähernd. Versuche von Humor gibt es auch in der ungekürzten Fassung, so streckt Bud Spencer ab und an den anderen doch tatsächlich die Zunge raus, aber funktionieren tut es hier nicht wirklich. Die ungekürzte Fassung samt eigener Synchronisation gab es in den 80ern erstmals im ZDF. Erst 2005 fand diese Fassung ihren Weg auf eine DVD. Egal, ob es dann die Version aus der Bud Spencer-Box sein soll oder die Einzel-DVD vom Label 3L. Beide DVDs sind qualitativ identisch und unter aller Kanone.

Am gravierendsten sind die Fassungsunterschiede im Finale. Nicht nur, dass hier massiv zensiert wurde. Nein, nur in der ungekürzten Fassung tötet Pembroke Ward mit dessen Säbel. In der gekürzten Warzenschwein-Fassung lässt er ihn am leben, was man natürlich nur durch die abgeänderte Synchronisation so ablaufen lassen konnte. Alternatives Material gibt es hier nicht. Man sieht Ward nur in der letzten Einstellung, in der er noch lebt und dann hört man in der nächsten Szene aus dem Off, wie er weggeht. Laut eines Eintrags in der OFDb gibt es auch noch eine dritte Variante, in der Ward Selbstmord begeht. Diese soll die ursprüngliche Kinoversion gewesen und auch in der Super 8-Fassung zu sehen sein. Ob der Selbstmord hier tatsächlich mit alternativem Material zu sehen ist oder einfach nur durch geschickten Schnitt und geänderte Synchronisation der Eindruck erweckt wird, dass Ward sich selbst tötete, ist mir nicht bekannt, da ich die Fassung nicht kenne. Aber man kann wohl davon ausgehen, dass nur Letzteres der Fall ist.

Die Unterschiede belaufen sich auf 22 Schnitte mit 33:37 Minuten (+ 66s zusätzlicher Abspann)

Auf die Unterschiede in der Synchronisation soll im Verlauf des Schnittberichts nicht weiter eingegangen werden. Exemplarisch aber nur ein Teil der Eröffnungsszene.

Aus dem Off ist die Ankündigung des Kriegsrechts zu hören.

Comedy-SynchroZDF-Synchro
Eli: [in Gedanken] Das kann sich die Schnapsdrossel Ballard doch nur im Vollrausch ausgedacht haben. Naja, vielleicht übersehen sie mich. wenn ich die Leber falte und den Biermuskel 'nen bisschen einzieh'. Oh Gott, ich hab' schon wieder Hunger. Ajajaj. Ich werd' mal den Spargeltarzan dort drüben ableuchten. Vielleicht hat der was zum Knabbern unter'm Paleto. ...
Tachchen.
Ganove: Tachchen Kumpel. Sag mal, sag mal, hast du einen Schimmer, wo hier ein gutes Restaurant ist? Ich äh ... Ich möcht' dich einladen. Ich hab' nämlich ein paar Dollar.Ganove: Mal 'ne Frage. Du siehst so satt aus, kann man irgendwo gut essen? ... Ich lass mich auch einladen. Kannst du mir 'nen Dollar geben?
Eli: Und wenn du gemampft hast, gehst du pinkeln und kommst nicht wieder.Eli: Hmm. Es gehört 'ne Nase dazu, 'nen Dummen zu finden. Du hast sie nicht. Du hast nur ein langes Kinn.
Eli: Hast du das glesen? [Er meint das Plakat an der Wand]Eli: Was steht da?
Ganove: Ja, ich hab' auch schon gehört, dass sie dabei sind, Löcher für die dicken fetten Vagabunde zu buddeln. Als klau' dir ein Korsett und schnürr dir die Wampe weg, Kumpel. Sonst fährst du in die Grube. [Er stottert dabei etwas]Ganove: Wer hat heute noch Zeit zum Lesen. Aber ich hab' gehört, hier braucht man nur 'nen Apfel zu klauen und schon baumelt man.
Eli: Ach, meinst du?Eli: Und das glaubst du?
0:00
Die ungekürzte Fassung hat einen längeren Vorspann. Außerdem sind alternative Titeleinblendungen über die Fotos gelegt.
78s

9:23
Der Dicke (Eli) ist länger in der Tür zu sehen, nachdem er sie möglichst leise geöffnet hat.
5,5s



25:46
Col. Pembroke rekrutiert seine Männer für den Einsatz aus Verbrechern, die kurz davor stehen, gehängt zu werden. Jeder wird einzeln gefragt und bei jedem wird sein oft sehr banales Verbrechen verlesen, für das er sterben soll. Der letzte Kandidat ist in der gekürzen Fassung allerdings nicht zu sehen. Es ist der Priester aus dem Städchen, der von der der Armee der Nordstaaten zum Tode verurteilt wurde, weil er gegen den Krieg demonstriert und offensichtlich andere für seine Sache angeworben hat. Die Militärs nennen das eine Rebellion. Konsequenterweise ist der Priester dann auch nicht bereit, sich Pembroke anzuschließen.
47,5s



27:14
Der Priester, der nicht am Himmelfahrtskommando teilnehmen wollte, wird für seine Friedensbemühungen gehängt. Col. Pembroke und seine Einheit beobachten die Szene und reiten dann davon.
80,5s



28:32
Der Trupp reitet weiter Richtung Osten. Dabei macht man sich erst über den Fluss Rio Puerco lustig, durch den man gerade reitet und der eigentlich nur ein Bach ist, dann wechselt das Ziel des Spotts und man zieht über Col. Pembroke her. Alle bis auf einen beteiligen sich daran, als es darum geht, den Col. zu beleidigen und ihm damit zu drohen, ihn bei der erstbesten Gelegenheit umzubringen. Pembroke sagt kein Wort und verzieht auch keine Miene. Für einen Moment fasst er aber an seinen Revolver, um zu überprüfen, dass er noch da ist.
121s



29:07
Der Trupp ist länger im Nachtlager zu sehen.
37s



34:57
Nachdem der Zug in den Tunnel gefahren ist, dauert es ein wenig, dann kommen die Helden rausgerannt.
33s



35:26
Da der Kollege, der nach der Zugfahrt die Maultiere stehlen sollte, zu lange braucht, suchen Pembroke und seine Mannen die nähere Umgebung ab und statten auch einer nahen Farm einen Besuch ab, um einen Happen zu sich zu nehmen. Um nicht aufzufallen, sagen sie dem Farmer, dass sie sich den Konföderierten anschließen wollen und fragen nach deren nächstem Stützpunkt. Dann stellt einer der Männer das Dynamit zur Sprengung des Forts neben den Ofen und Brent (der Soldat, der Pembroke zu Beginn das Kreuz abgenommen hat) wird nervös und schreit den anderen an, dass er aufpassen soll, sonst sprengen sie nicht das Fort in die Luft, sondern sich selbst. Pembroke wird wütend, schließlich hat Brent soeben ihre Mission verraten. Man weiß nicht, was man jetzt mit dem Farmer, seinem Sohn und seiner Schwiegertochter machen soll. Leben lassen oder die Zeugen beseitigen.
227s



37:33
Pembroke sieht sich auf dem Markt um und kauft Whiskey und andere Nahrungsmittel sowie Lunte und Pulver. Damit er nicht versehentlich jemanden erschießt, lässt er seine Waffe beim Dicken zurück. Eine Einheit der Konföderierten reitet in die Stadt und Pembroke wird nervös. Er will schleunigst verschwinden, aber der Händler braucht ewig, um die Gesamtsumme der Einkäufe auszurechnen. Der Kommandant der Konföderierten spricht im Anschluss an die Szene mit dem Händler und der geschwätzige Mann verrät ihm, dass er gerade Lunte und Pulver an zwei verdächtige Kerle verkauft hat, die auch noch mit Nordstaatengeld bezahlt habe.



Pembroke wird folgich vom Kommandanten abgefangen und zur Rede gestellt, als er den Ort verlassen will. Der Dicke startet ein Ablenkungsmanöver, um ihn wieder freizubekommen, da Pembroke mittlerweile einem Revolver gegenübersteht und Gefahr besteht, dass er aus der Situation nicht mehr heil rauskommt. Eli rennt also euphorisch auf der Straße herum und behauptet, dass der Krieg zu Ende ist. Mit seinem wilden Geschrei steckt er die ganze Stadt an und sie tanzen ausgelassen auf der Straße. Auch reichlich Alkohol fließt. Pembroke ist frei.



Der Trupp ist zurück in ihrem Lager. In modernen Zeiten sind Campingausflüge mit Lagerfeuer beliebte Teambildungsmaßnahmen in Unternehmen, hier will der Trupp aber noch immer nicht so recht zusammenfinden und streitet sich um den letzten Alkohol. Als Pembroke versehentlich das Abendessen der anderen verschüttet, bedrohen ihn die anderen, auch Brent, mit der Waffe und zwingen ihn, die Bohne vom Boden zu essen. Viel Respekt hat der Teamleiter in dieser Gruppe nicht. Nur der Dicke macht sich für ihn stark. Wenigstens hier haben sich zwei Freunde gefunden.

704s



56:26
Der Dicke unterhält sich länger mit einer der Wachen an der Brücke, u.a. auch über Pembroke und dessen Beziehung zu Ward, der seinen Sohn entführte, um Pembroke in einem früheren Gefecht zu zwingen, sich zu ergeben. Pembrokes Sohn starb.
53s



56:59
Teile des Dialogs wie oben. Wieder mehr über Wards und Pembrokes Vergangenheit.
60s



64:38
Der Dicke ist aufgeflogen, kann sich aber herausreden, indem er sich als Rach, der Festungstester, ausgibt und sich über die schlechte Sicherheit im Fort beschwert. Immerhin gelang es ihm leicht, bis zum Kommandanten Ward vorzudringen. Als er den Raum verlässt, fehlt in der gekürzten Fassung ein Gespräch Wards mit seinen Offizieren. Die sehen es nämlich gar nicht ein, dass Rach sie beim Oberkommando wegen der angeblich schlechten Sicherheit des Forts verpfeifen soll. Das war mit Eyeworks so nicht abgesprochen. Nach einigen Überlegungen beschließt man, Rach zu erschießen und dann allen zu erzählen, dass man einen Spion erwischt hat. Somit wäre auch bewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen des Forts ausreichen.
53s



66:53
Nachdem der Alarm losging, rennen die Soldaten wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend. Ward sorgt für etwas Disziplin und lässt die Maschinengewehre in Stellung bringen und den Tunnelausgang bewachen.
58s



67:47
Ward erschießt einen seiner Soldaten, der nicht mehr kämpfen will und sein Gewehr auf den Boden wirft. Pazifisten haben in diesem Film nichts zu lachen. Kurioserweise hat zu diesem Zeitpunkt die Schlacht noch nicht einmal begonnen. Dass dem Mann so früh schon die Lust vergangen ist, mag wohl an der eher unbefriedigenden Gefechtschoreographie des Films gelegen haben.
20,5s



73:59
Da die Deckung als wichtiges Prinzip in Feuergefechten erst in den Schützengräben des 1. Weltkriegs erfunden wurden, sind die zahlreichen Konföderierten, die durch die Höfe der Festung hin und her rennen, natürlich ein leichtes Ziel für die Angreifer, denen es gelingt, drei wichtige MG-Stellungen zu besetzen. Da es wirklich ständig Aufnahmen von rennenden Konföderierten gibt und die Menge an toten Gegnern am Ende eigentlich recht überschaubar ist, ist zu vermuten, dass manche auch mehrmals von einem Ende der Festung zum anderen gerannt sind, vorausgesetzt, sie haben den 1. Hofgang überlebt. Ward und seine 2 Offiziere bleiben aber noch versteckt. Während sie das tun, landet Pembroke im Pferdestall und balgt sich ein wenig mit einem schmucken Südstaatler im Stroh, bevor er sein Bajonett auspackt und es kräftig in den anderen Mann stößt.
111,5s



74:15
Die Konföderierten rennen immer noch ziemlich ziellos durch die Gegend, während Eli und Brent am MG weiter versuchen, so viel Moorhühner wie möglich zu erwischen, bevor das Zeitlimit abgelaufen ist oder der Vorstand ins Gefängnis muss. Die Südstaatler fangen an, über ihre Situation nachzudenken und müssen sich entweder entscheiden, endlich Deckung zu suchen und dort zu bleiben oder sich zu ergeben. Sie entscheiden sich für die Kapitulation, werfen ihre Waffen weg und ... rennen weiter durch den Innenhof. Es dauert eine Weile, bis die Kapitulation vom Dicken und Brent registriert wird. Der Dicke stellt dann das Feuer ein, sein Kamerad sieht das nicht ein und ballert weiter in die hilflose Menge. Ein anderer des dreckigen Dutzends sichert sein MG und kommt zu Pembroke in den Hof, während der einen weiteren Gegner erschießt.
54,5s


76:30
Während Pembroke und Ward aufeinander zulaufen, schießt Brent ihnen vor die Füße. Ihn interessiert Pembrokes Rache nicht, er will endlich wissen, wo das Gold ist.
20,5s



76:33
Der Dicke erschießt daraufhin Brent, als der gerade sein MG nachlädt. Pembroke kann sich also an Ward rächen.
24s



77:01
Pembroke hebt den Säbel auf, den Ward gerade auf den Boden geworfen hat.
17,5s



77:06
Pembroke ersticht Ward. "Rache für meinen Sohn". Ward sackt langsam zu Boden. Sehr langsam. Wirklich sehr langsam.
92,48s



77:27
Die Schlacht ist geschlagen. Nur noch zwei sind am Leben. Zeit für die Moral der Geschichte. Der Dicke meint, dass er heute zum ersten Mal jemanden umgebracht hat. Das ist überraschend. Pembroke meint darauf, dass er es heute zum letzten Mal getan hat. Nicht so sehr.
46,44s



78:06
Nachdem der Dicke und Pembroke es verlassen haben, ist das Schlachtfeld noch länger zu sehen. Viel länger. Wirklich viel länger.
72,24s



78:06
Der Abspann.
65,92s

Kommentare

28.03.2011 00:04 Uhr - Lykaon
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Mist, dann werd ich meine aufgezeichnete Version von gestern Abend doch löschen, ohne sie anzuschauen -.-

28.03.2011 02:23 Uhr - gniwerj
kuk doch erstmal ;)

28.03.2011 05:17 Uhr - dok
1x
warum nicht mal eine comedy-synchro von "schindler's list" ?

wie kann man seinen filmn nur für sowas hergeben ? auf die idee , einen film mittels synchro ins gegenteil zu verkehren , kann man auch nur in deutschland kommen . echt , diese ganze branche gehört restlos ausgelöscht ...

28.03.2011 07:35 Uhr - Pollution
Die Neu-Synchro zu "Vier Fäuste für ein Halleluja" bescherte uns den meiner Meinung nach besten Spencer/Hill-Film und einen der lustigsten Filme überhaupt.
Was diesen Film hier betrifft kenne ich weder das Original noch die Comedy-Fassung und habe auch eigentlich bei keinem von beiden den Bedarf was nachzuholen. Dennoch finde ich es immer wieder faszinierend, mit welcher Inbrunst man sich gegen etwas aussprechen kann.

28.03.2011 10:37 Uhr - Lykaon
1x
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mir gehts ja nicht um die Synchro, sondern dass soviel fehlt -.-

28.03.2011 11:46 Uhr - Kroczinsky
So lobenswert deine Arbeit mit diesem leider stark zerstückelten Film ist, so daneben ist die Einleitung. Du nennst keinen Grund warum der Film dir missfallen hat, außer geschmäklerischem Gejammere wie blöd er doch sei. Tatsächlich gehört Tonino Valeris Film zu den besseren Italo-Western mit existenzialistischem Anstrich. Ebenso ist Bud Spencer hier mal angenehm anders besetzt.

28.03.2011 13:17 Uhr - Bob
DB-Helfer
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28.03.2011 - 11:46 Uhr schrieb Kroczinsky
... so daneben ist die Einleitung. Du nennst keinen Grund warum der Film dir missfallen hat...


Die Gründe warum der Film mir nicht gefallen hat, stehen da. Du akzeptierst sie nur nicht als solche. Du hattest ja schon anderer Stelle (Point Blank) Verständnisprobleme.

Ich kenne genügend Italo-Western und bin in der Lage diesen Film hier in der Gesamtmenge jener passend einzuordnen. Vielleicht hast du aber viel mehr Filme gesehen und auch viel mehr schlechte als ich und kommst so zu einem anderen Stellenwert für das Warzenschwein. Oder du bist dem Genre gegenüber generell wohlwollender gesinnt. Oder du siehst in manchen Themen eine Stärke des Films, die ich als Schwäche wahrnehmen.

Vielleicht ist ein Teil meiner Begründung aber auch zu abstrakt und du konntest sie deshalb nicht als solche wahrnehmen. Es gibt im Text eine Anspielung auf einen anderen Titel, die erkannt werden will, dann aber sehr bei der Einordnung und Beurteilung vom Warzenschwein hilft.

Aber du kannst ja alles leicht verständlich für den kleinsten gemeinsamen Nenner formulieren. Ergänze also wenn du es so möchtest:

28.03.2011 - 11:46 Uhr schrieb Kroczinsky
Tatsächlich gehört Tonino Valeris Film zu den besseren Italo-Western mit existenzialistischem Anstrich, weil...



28.03.2011 14:04 Uhr - kalle
Ich kann die Meinung des Autors ebenfalls überhaupt nicht teilen. Es handelt sich vielleicht nicht um Valeriis (einer der besten Regisseure des Genres)besten Film aber dennoch um einen guten bis sehr guten Italowestern. Es gibt ja einige Italowestern-"dreckiges Dutzend"-Klone. Von diesen ist dieser meiner Meinung nach der beste.
Ich finde auch, dass sarkastische und überspitzt formulierte Szenenbeschreibungen bei trashigen Filmen ganz witzig sein mögen aber bei einem Film dieser Art eher unpassend sind.

28.03.2011 14:36 Uhr - Kroczinsky
@ Bob

Ich muss jetzt nichts erklären, da ich den Film nicht besprochen habe. Ich habe lediglich durch die Spiegelung einer entgegengesetzten geschmäcklerischen Meinung deutlich gemacht, dass man die Sache auch genau andersrum sehen kann. Tatsächlich versuchst Du mich ja jetzt schon wieder in eine Geschmacksdiskussion zu verwickeln und versuchst sogar noch zu psychologisieren. Wenn du mit dem angedeuteten Titelspiel Aldrichs Film meinst, dann weiß ich nicht, inwiefern dass etwas mit der Qualität von "Sie verkaufen den Tod" zu tun hat. Liegt es an den Einstellungsgrößen, an der Kadrage (allein deine Screenshots zeigen tolle Kompositionen, trotz ranzoomen auf 1.85:1), an der Montage, an der Charakterentwicklung, mangelnder Conclusio der literarischen Ebene oder eben nur daran, dass Bud Spencer nicht so ist wie sonst, nicht komisch ist oder zu lange uriniert. Die letzten 3 Punkte kommen über den Status des diffusen Empfindens nicht hinaus. Wenn du den Film aufgrund deiner Empfindungen schlecht findest, dann ist das völlig legitim. Nur wenn du dich darüber so dermaßen auslässt wie in diesem Schnittbericht, musst du dir auch Gegenwind gefallen lassen. Dass ich jetzt keine Lust habe dir näheres zu meinem Gefallen des Filmes zu erläutern, ist für dich genauso unbefriedigend, wie für mich eine unbegründete Abkanzelung eines Filmes. ;)

Außerdem hat Valeri uns MEIN NAME IST NOBODY beschert. Er kann also schon was.

@ kalle

So sieht's aus.

P.S.: Meine letzte Betrachtung des Films liegt auch schon etwas zurück (irgendwann in den 80ern), so dass ich mich nicht mehr so so gut an Details erinnern kann.

28.03.2011 15:14 Uhr - Bob
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28.03.2011 - 14:36 Uhr schrieb Kroczinsky
Ich muss jetzt nichts erklären, da ich den Film nicht besprochen habe.


Ich habe auch nicht gesagt, dass du musst. Ich habe geschrieben, dass du es kannst, wenn du es "möchtest". Es liegt an dir zu beurteilen ob du damit deiner vorherigen Aussage etwas mehr Substanz verleihen möchtest.

28.03.2011 - 14:36 Uhr schrieb Kroczinsky
... dass man die Sache auch genau andersrum sehen kann.


Ich hoffe du glaubst nicht wirklich, dass ich ausschließe, dass andere Meinungen zu diesem Film existieren und diese auch ihre Berechtigung haben. Insbesondere nachdem ich genau darauf ja in meiner Anwort eingegangen bin.

Deine Kritik an meinem Text verliert aber an Wert, wenn du nicht einmal in einem Nebensatz das bieten kannst, was du bei mir nicht gesehen haben willst - nämlich die Gründe einer Meinung.

28.03.2011 - 14:36 Uhr schrieb Kroczinsky
... musst du dir auch Gegenwind gefallen lassen.


Gegenwind ist etwas Herrliches. Daraus resultieren häufig hochinteressante Diskussionen. Nur war dir halt mehr an einem kurzen trotzigen Windstoß gelegen, keinem ernstzunehmen Wind, der die Saat der Erkenntnis verbreitet. (STOP)

28.03.2011 - 14:36 Uhr schrieb KroczinskyIch habe lediglich durch die Spiegelung einer entgegengesetzten geschmäcklerischen Meinung


Was viele halt dann immer überrascht ist, dass wir häufig bereit sind auf Kritik einzugehen und die eigene Position vertreten. Und hier suchen sie dann lieber die Flucht. Sie wollten nur mal ihre Meinung sagen, aber nicht verteidigen. Man kann es ja leicht begründen:

28.03.2011 - 14:36 Uhr schrieb Kroczinsky
Dass ich jetzt keine Lust habe dir näheres zu meinem Gefallen des Filmes zu erläutern...


Denk aber bitte beim nächsten mal daran. Es gibt ein paar Autoren, die auf Kritik reagieren.

28.03.2011 15:27 Uhr - Kroczinsky
Nun, offensichtlich liest du auch nicht so genau. Bzgl. der Kamerakompositionen habe ich schon ein Argument gebracht. Ihre Symbolkraft in den Galgenfotos erfüllt präzise Winkelanordnungen in puncto Objektverlagerung, Abstand und Metaphorik. Jetzt habe ich aber schon genug gesagt, denn schließlich hängst du dich jetzt an genau dem auf, woran ich mich bei deiner Einleitung gestört habe: Mangelnde Auseinandersetzung, die du mir ironischerweise jetzt vorwirfst, in der Hoffnung, ich bemerke diesen kleinen rhetorischen Schlenker nicht. Ein kleiner Schlingel bist du! ;)

Bleiben wir also im Symmetriekonzept dyadischer Ping-Pong-Kommunikation. Schreibe du mir erst Gründe, die abseits einer reinen geschmäcklerischen Abkanzelung sind und ich sehe mir noch mal "Sie verkaufen den Tod" an, um dir dann die Gründe meines Gefallens zu schreiben.

28.03.2011 16:42 Uhr - Bob
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Bob 5.897
28.03.2011 - 15:27 Uhr schrieb Kroczinsky
Nun, offensichtlich liest du auch nicht so genau. [...] Mangelnde Auseinandersetzung, die du mir ironischerweise jetzt vorwirfst, in der Hoffnung, ich bemerke diesen kleinen rhetorischen Schlenker nicht. Ein kleiner Schlingel bist du! ;)

Doch, ich hab schon gelesen, was du angeführt hast. Einerseits hast du angefangen zu argumentieren. Anderseits hast, du geschrieben, dass du keine Lust hast deine Meinung weiter zu erläutern.

Ich habe mich auf den Teil deines Postings konzentriert, bei der die geringste Gefahr besteht, dass ich Zeit und Energie verschwende. Und das war der, in dem du sagst, dass du keine Lust mehr hast.

Es war also kein rhetorischer Schlenker, sondern eine notwendige Abwägung zwischen dem, was eine Flucht vor der Diskussion war und dem argumentativen Gestammel, welches ihr wohl als Rückendeckung dienen sollte und jetzt im zweiten Anlauf besonders absurd wurde, als du tatsächlich diese prätentiöse Grausamkeit ausgekotzt hast.

28.03.2011 - 15:27 Uhr schrieb Kroczinsky
Ihre Symbolkraft in den Galgenfotos erfüllt präzise Winkelanordnungen in puncto Objektverlagerung, Abstand und Metaphorik.


Ich leiste erneut Hilfestellung bei deinem Ausstieg:

28.03.2011 - 15:27 Uhr schrieb Kroczinsky
Schreibe du mir erst Gründe, die abseits einer reinen geschmäcklerischen Abkanzelung sind und ich sehe mir noch mal "Sie verkaufen den Tod" an, um dir dann die Gründe meines Gefallens zu schreiben.


Ich denke meine Gründe für meine Meinung zum Film sind da und nachvollziehbar - auch wenn andere Leute, anderer Meinung sein können. Ich werde sie speziell für dein Verständnis und deine Akzeptanz nicht noch einmal anders formulieren.

Du musst dich also nicht genötigt fühlen, dass zu tun, wozu du keine Lust hast. Du hast dir diese Ausstiegsklausel selbst eingeräumt. Nutze sie!

28.03.2011 17:21 Uhr - Kroczinsky
Wenn ich meine Meinung so wie du zum Film kund tun würde, bräuchte ich dein Phrasenkorsett ja nur um die entsprechenden Worthülsen austauschen. Das sähe dann so aus:

Sie verkaufen den Tod hat einen gut durchzustehenden und schönen, langen Beginn. Auf der Suche nach etwas zu Essen oder etwas anderem Wertvollen, schleicht Bud Spencer durch ein heruntergekommenes Städtchen kurz vor dem Geisterstatus, während andernorts noch der amerikanische Bürgerkrieg tobt. Diese spannende Konstellation löst sich erst auf, als er versucht, James Coburn reinzulegen und von Soldaten in einem nahegelegenen Fort festgesetzt wird. Hier übernimmt dann James Coburn die Aufgabe von Lee Marvin und führt 5 Jahre später ein annähernd dreckiges Dutzend in die Berge, um dort die Festung von Telly Savalas einzunehmen. Was folgt, sind erneut 60 Minuten Spannung und Action, die durch die Synchronisation noch aufgewertet werden. Weder Langeweile, noch Unmut vermag aufzukommen. Der Film nimmt sich in den ersten 90 Minuten angenehm viel Zeit.

Irgendwann kommt man dann am Fort an und Bud Spencer infiltriert, als wichtiger Bote getarnt, die Festung. Als er dann aber gleich wieder zu seinem Regiment zurück geschickt werden soll, inszeniert Spencer den besten Moment des Films und wohl auch des ganzen Genres, als er darum bittet, bleiben zu dürfen, das mit einem glühenden Hintern begründet und ihn Telly Savalas am liebsten auch noch zeigen möchte. Das geschieht dann zwar leider nicht, aber trotzdem ist Spencer einen Großteil der folgenden 10 Minuten damit beschäftigt, zu pinkeln, während ihm andere dabei zusehen. Damit ist der Höhepunkt erreicht, nicht mehr lange und der Showdown kann beginnen. Der ist dann in der ungekürzten Fassung recht ausufernd mit jeder Menge Toter, und rundet den perfekten Film ab. Die hier gezeigten Actionszenen hat man so in noch keinem Italo-Western gesehen, die selten eine bessere Geschichte oder bessere Charaktere zu bieten hatten.

28.03.2011 18:19 Uhr - Death Race 2000
Nun ja ich hab beide Fassungen auf DVD und auch beide gesehen!
die ernste fassung war aber deutlich besser! absoluter blödsinn einen ernsten film auf comedy zu machen! fehlt nur noch das von "die 120 tage von sodom" eine comedy fassung kommt.
und wie schon des öfteren ist der titel "der dicke und das warzenschwein" für den a.....!

28.03.2011 19:25 Uhr - Hosenrolle
77:06
Pembroke ersticht Ward

Hehe, Telly Savallas sieht auf dem ersten Bild dem Zauberer Sokurah aus dem Film "The 7th voyage of Sinbad" verblüffend ähnlich ...

http://www.google.at/imgres?imgurl=http://www.badmovies.org/movies/sinbad7th/sinbad7th6.jpg&imgrefurl=http://www.badmovies.org/movies/sinbad7th/index.html%3Fstart%3D16&usg=__DOzGz9eJnl2bt-Ej903GtdjBeO8=&h=250&w=500&sz=32&hl=de&start=69&zoom=1&tbnid=q2V--vD9dBhQeM:&tbnh=92&tbnw=183&ei=PMSQTZ3wH4jbsgbPsdWYCg&prev=/search%3Fq%3Dsinbad%2Bsokurah%26hl%3Dde%26biw%3D1362%26bih%3D595%26gbv%3D2%26tbm%3Disch0%2C1616&itbs=1&iact=hc&vpx=678&vpy=245&dur=219&hovh=159&hovw=318&tx=190&ty=111&oei=FcSQTfSeNYO0tAafq7SXCg&page=4&ndsp=20&ved=1t:429,r:16,s:69&biw=1362&bih=595

28.03.2011 19:27 Uhr - spannick
@Kroczinsky: ich finde NOBODY absolut beschissen, überlang und völlig unlustig; die Deutsche Synchro versucht noch was zu retten, was bei dem Müllfilm aber absolut hoffnunslos ist. Und der hier dargebrachte Film is auch ein Langweiler vor dem Herrn. Hier wäre warscheinlich die Kinosynchro Nummer 1 die einzige erträgliche Version, da sie keine grauenvoll langweilige TV-Synchro hatte und zu Recht an Langeweile gekürzt wurde. Leider müssen wir uns mit der zweiten, absolut beschissenen Comedysynchro als Alternative krückstützen. Ich verweise hier auf JOE, DER GALGENVOGEL, der ähnlich behindert zurechtgezimmert wurde. (wobei jener Originalfilm um Längen besser ist als jeder hier in den Comments hochgelobte Kackfilm)

28.03.2011 20:06 Uhr - Kroczinsky
@ spannick

Ist doch i.O. Du lieferst nur keinen Grund, außer deinen Gefühlsäußerungen bzw. lieferst du nicht mehr als eine Meinungsbekundung. Mir ist in einem Schnittbericht, der mir eine Einleitung präsentiert, eine etwas sachlichere Art eben lieber. Die liefert Bob nicht. Es ist nicht sachlich sich permanent in wertenden Adjektiven zu ergehen. Aber weder deine noch seine Meinung streite ich euch ab. Ich stimme euch lediglich nicht zu. Mit den Galgenfotos habe ich versucht ein bildkompositorisches Element ins Spiel zu bringen. Zum Beispiel die wechselnde Treppenform der Galgenknoten wenn auf dem Bild wo Coburn ins Fort zurückblickt mit der Tiefenschärfe gearbeitet wird. Aber ihr geht auf nichts ein, sondern habt eigentlich nur Angst, man könne eure Meinung anzweifeln. Tatsächlich seid ihr es, die damit jede Diskussion im Keim ersticken. Im Grunde könnten wir auch einen Wettbewerb veranstalten, wer am lautesten brüllen kann.

28.03.2011 21:48 Uhr - Mike Lowrey
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Irgendwie wünsche ich Krozcinsky, dass er keine Freundin/Frau hat. Er würde wahnsinnig werden bei der oft vorherrschenden Argumentationsstruktur der weiblichen Mitbürger. Da hilft auch das oberlehrerhafte Einbetten von Fachtermini nichts.

28.03.2011 21:54 Uhr - Muck47
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28.03.2011 - 20:06 Uhr schrieb Kroczinsky
Tatsächlich seid ihr es, die damit jede Diskussion im Keim ersticken.

Alter, einer von euch hat doch gemeint, dass er keine Lust hat zu diskutieren. Werdet euch mal einig wer hier Wortführer sein soll oder legt eucht getrennte Accounts zu.

28.03.2011 22:39 Uhr - oni
@Kalle
Valerii als einen der besten Regisseure des Genres zu bezeichnen empfinde ich, trotz der hervorragenden Arbeit bei "Nobody" (wo ja sein Mentor Leone angeblich viel mit beigetragen haben soll) etwas weit gegriffen.
Ausser "Sie verkaufen den Tod" und "Nobody" hat er nur noch mit "Der Tod ritt dienstags" und "Blutiges Blei" Western ohne wirklich grossen Status gedreht.

@Kroczinsky
Bob hat einen guten Bericht abgeliefert und (wie viele Autoren) seine Einschätzung vom Film abgegeben. Lasst es dabei gut sein. Die muss nicht jeder teilen, ist in diesem Fall aber sicher nicht ganz unrichtig.

Gründe nennt er auch dafür - eine sehr lange Exposition, weitere retardierende Elemente, die den Film in die Länge ziehen, wenig Spannung - dazu kommt das sehr offensichtliche Aufgreifen von Themen aus "Dirty Dozen" und "Wild Bunch" (Schlussszene).

Dass manche Autoren einen reinen Bericht abliefern, andere etwas wertend sind, ist dabei, denke ich, kein Minuspunkt, denn beides hat seine Berechtigung, besonders weil die Berichte freiwillig und ehrenamtlich erstellt werden. Hat sich also jemand sehr lange mit einem Film befasst und bekundet nun seine Meinung dazu, dann gestehe ich sie ihm zu als das was sie ist - eine persönliche Einschätzung.


Das einzige was ich hier anmerken möchte ist, dass die Kameraarbeit bei dem vorliegenden Film sicher solide, aber nie herausstechend ist, so dass sie sich nie von bekannten Vorbildern löst oder sogar eine eigene entwickelt. Das reine Spielen mit der Schärfe ist leider kein Novum und auch die Bildkompositionen sind ´nur´ normal.

29.03.2011 06:54 Uhr - Kroczinsky
@oni

Stimme dir weitgehend zu, außer beim letzten Satz. Um das zu beurteilen müsste man erst mal ein Sequenzprotokoll machen. Was "nur normal" sein soll und inwiefern die Beeinflussung von Vorbildern etwas über die individuelle Komposition im Zusammenhang mit den anderen filmische Mittel etwas aussagt, ist fraglich. Außerdem geht es nicht um ein Spielen mit der Tiefenschärfe, sondern, dass die Galgenknoten wechselseitig angeordnet sind, Coburn rechts vorne im Bild ist, sich zum zentrierten Ereignis zurückwendet. Das hat ja nun auch etwas mit Raumgestaltung und Erfassung zu tun. Auch wenn Coburn mit dem Priester spricht gibt es dieses schöne Bild vom Geistlichen mit der Schlinge um, Coburn in der rechten Diagonale und zentriert in der Entfernung ein Wachmann auf dem Turm. Die Verwendung solch klassischer Elemente ist ja lediglich die Basis für weitere Aspekte, die sich in der Komplexität der anderen Elemente ergibt. Auch die Parallelisierung mit Coburns Truppe und den Galgen. Eine schöne Metapher für ihr Himmelfahrtskommando.

Wie gesagt, ich habe den Film seit mehr als 20 Jahren nicht gesehen, aber bekomme tatsächlich immer mehr Lust auf ihn. Dafür vielen Dank! :)

29.03.2011 14:14 Uhr - kalle
@oni
Hätte vielleicht besser schreiben sollen, dass Valerii für mich einer der besten Regisseure des Genres ist - das klingt weniger allgemeingültig. Dass es einige anders sehen, weiss ich spätestens seit einigen Diskussionen in einem anderen Forum.

Ausser "Sie verkaufen den Tod" und "Nobody" hat er nur noch mit "Der Tod ritt dienstags" und "Blutiges Blei" Western ohne wirklich grossen Status gedreht.

"Der Tod ritt dienstags" ist fester Bestandteil der Top 20 eines Großteils der Italowesternfans - das halte ich für einen großen Status. "Blutiges Blei" halte ich für klasse und "Lanky Fellow" finde ich gut.
Ich wäre da also bei 5 guten Western (wovon sich mindestens 2 allgemein einer sehr großen Beliebtheit erfreuen). Wie viele Italowestern-Regisseure können noch auf so eine Zahl zurückblicken? Das rechtfertigt meiner Meinung nach schon die Bewertung als einen der besten Regisseure des Genres.

29.03.2011 15:08 Uhr - burzel
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28.03.2011 - 05:17 Uhr schrieb dok

wie kann man seinen filmn nur für sowas hergeben ? auf die idee , einen film mittels synchro ins gegenteil zu verkehren , kann man auch nur in deutschland kommen . echt , diese ganze branche gehört restlos ausgelöscht ...


die Filmemacher haben wohl den webigsten Einfluß auf due Synchro in "Exportländer". Nimm als Beispiel mal die Serie "Die 2" mit Toni Curtis undRoger Moore. Lt. Synchro-Redaktion soll die Original-Fassung so "unhumorvoll" gewesen sein, dass man fürchtete, eine Synchro nah an den Original-Dialogen könnte im TV nicht gut laufen. Also drehte man die Dialoge "auf Links" und machte eine "Comedy-Synchro" draus. Und diese funktionierte bestens....

29.03.2011 16:21 Uhr - Flufferine
3. 28.03.2011 - 05:17 Uhr schrieb dok

warum nicht mal eine Comedy-Synchro von "Schindler's Liste" ?

wie kann man seinen Film nur für sowas hergeben ? auf die Idee , einen Film mittels Synchro ins Gegenteil zu kehren , kann man auch nur in Deutschland kommen . Echt , diese ganze Branche gehört restlos ausgelöscht ...


Das gibt und gab es auch schon bei anderen Filmen in anderen Ländern, bei der Vermarktung geht es um Geld (liegt doch auf der Hand), wenn die Lizenzinhaber der Meinung waren, dieses durch die Synchro besser plazieren zu können, macht es aus geschäftlicher Seite schon Sinn ...

Ich kann mich noch gut an CUT AND RUN oder STAGE FRIGHT erinnern, bei denen auch schon während des Drehs entschieden wurde 2 Versionen anzufertigen (für die Zensur behafteteren Länder und jene welche es nicht ganz so eng sehen).


30.03.2011 17:25 Uhr - oni
@Kroczinsky
OK, verstehe.

Aber vielleicht solltest du tatsächlich erst den Film mal wieder anschauen, bevor du die Kameraarbeit als besonderes Merkmal betonst, denn wenn das tatsächlich 20 Jahre her ist, dann machen viele Argumente hin und her gar keinen Sinn.

Ich habe den Film erst vor ca. einem halben Jahr gesehen, hab da also noch recht gute Erinnerungen daran. Ein Protokoll etc. braucht man da nicht machen, da man beim einfachen Anschauen feststellen wird, dass die Bildsprache selten alleinig dominierend ist.

Ausserdem ist ein individuelles Merkmal der Bildsprache oder eine Lösung von Vorbildern sehr wohl ein wichtiger Punkt.

Die Arbeit ist hier definitiv schön, grundsolide und besser als bei vielen B-Western, aber ein Hauptmerkmal des Filmes ist sie nicht. Dazu gibt´s auch im gleichklassigen Genre weitaus bessere Beispiele für eine herausragende Kameraarbeit.

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