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Skinheads 88

zur OFDb   OT: Rossiya 88

Herstellungsland:Russland (2009)
Genre:Drama
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,75 (4 Stimmen) Details
20.09.2012
Jason
Level 19
XP 7.781
Vergleichsfassungen
Keine Jugendfreigabe
Label KSM, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK keine Jugendfreigabe
Laufzeit 95:25 Min. (91:57 Min.) PAL
BBFC 18 ofdb
Label Safecracker Pictures, DVD
Land Großbritannien
Freigabe BBFC 18
Laufzeit 103:38 Min. (100:13 Min.) PAL
Der Film


Im Stile einer - zumindest vom Handlungsverlauf her - fiktiven Dokumentation (auch "Mockumentary" genannt) zeigt der bereits 2008 entstandene Rossiya 88 am Beispiel einer kleinen russischen Skinheadgruppe ein durchweg schonungsloses, sehr detailliertes Bild der sich rasant in der ehemaligen Sowjetunion verbreitenden rechtsradikalen Szene und den von ihr ausgehenden Gewalttaten. Dabei dokumentiert der Film die Dummheit & Selbstzerstörerischkeit des krampfhaften Festhaltens an dieser faschistischen Ideologie ebenso eindrucksvoll wie den direkten Zusammenhang zwischen diesem sich in Russland stetig weiter ausbreitenden Phänomen und der durchaus System habenden Untätigkeit von Staat & Staatsgewalt dem gegenüber.
Eindrucksvoll deshalb, weil dies ausschließlich mit Hilfe des schlichten Blicks auf das Alltagsgeschehen der "Täter" durch eben deren Augen geschieht - ganz ohne den mahnenden Zeigefinger, das in jeder größeren Filmproduktion kaum wegzudenkende "Und die Moral von der Geschicht'...!". Man dokumentiert sich pausenlos selbst - logischerweise entsprechend wertfrei - und dabei die eigene, komplette Demontage: Es bricht nach und nach alles in sich zusammen bzw. auseinander, weil es schlichtweg nicht funktionieren KANN.

Es bedarf wahrlich keines messerscharfen Verstandes, entsprechende Elemente von Rossiya 88 zu deuten. Wenn man zu Propagandazwecken das Aufeinandertreffen zweier Skinheadgruppen auf einer langen Brücke inszenieren will und sich dabei derart stümperhaft anstellt, dass man irgendwann den synchron gedachten Hitlergruß & das laute, einstimmige "SIEG HEIL!" einfach entnervt weglässt und sich lediglich kurz die Hand gibt oder der Hauptdarsteller, seines Zeichens Gruppenführer der Kameraden, gnadenlos beim Versuch scheitert, vor laufender Kamera überzeugend konkrete Hetzanweiungen zur Jagd auf alle Andersartigen aufzusagen, weil diese für ihn offensichtlich schon "zu sachlich" vorformuliert wurden etwa.
Nichtsdestotrotz erscheint all dies, auch und gerade aufgrund des dokumentarischen Stils des Streifens, rein oberflächlich betrachtet zunächst gänzlich unreflektiert. Man muss als Zuschauer seine Schlüsse schon selber ziehen; an manchen Stellen könnte man dabei auch durchaus zwischen dem logischen Sachverstand und der teils ein-/mitnehmenden Darbietung der Thematik hin und hergrissen sein. Dennoch: Wenn die Jungs eine gefühlte halbe Ewigkeit sinnlos in die sie umgebende Einöde starren, sich betrinken und kein vernünftiges Wort füreinander finden (wenn überhaupt), außer Parolen brüllen, feige in der Gruppe auf einzelne Ausländer/Migranten losgehen und sich dabei stets gegenseitig auf die Schulter klopfen im Grunde rein gar nichts zu Wege bringen, entweder den Hohn oder den Zorn ihrer Familienmitglieder auf sich ziehen und letzten Endes im großen Stil gegenseitig im Stich lassen - nun, dann würde man kaum auf den Gedanken kommen, Rossiya 88 ernsthaft Attribute wie naziverherrlichend und/oder provokativ anzudichten.


Die Fassungen (respektive die politischen Hintergründe)


Was uns zur hiesigen Freigabenbehöre FSK bringt, welche den Streifen vom Grundtenor als her naziverherrlichend, gewalttätig und provokativ einstufte und ihm eine Freigabe verweigerte. In Anbetracht der ungeschnittenen Fassung ließ das zu dem Zeitpunkt am ehesten erahnen, dass es wohl keine Veröffentlichung in Deutschland geben würde; ein Gang zur Juristenkommission der SPIO (oder einer unabhängigen solchen) hätte hier nichts eingebracht, weil man sich nicht nur § 131 (Gewaltdarstellung), sondern offensichtlich wohl auch § 130 (Volksverhetzung) gegenüber sah. Etwa vier Monate später fand aber doch ein Eintrag den Weg in die FSK-Datenbank, welcher anhand der angegebenen Laufzeit deutlich machte, dass es sich lediglich um eine um einige Minuten gekürzte Fassung handelte. Was sollte man sich darunter vorstellen: Ein Neonazi-Drama ohne rechte Parolen, faschistisches Liedgut und Gewalt gegen Ausländer?
An dieser Stelle wollen wir mal etwas tun, was hier sonst eher Seltenheitswert hat: Eine Lanze für die dt. Freigabenbehörde brechen, und das sogar gleich doppelt. Denn a) kam es fassungstechnisch in Wahrheit längst nicht "so schlimm", wie man im Vorfeld hätte erwarten können und b) stellt die FSK hierzulande bestenfalls das Ende einer recht programmatischen Kette von Umgangsformen seitens aller amtlichen Stellen bzw. Institutionen und Personen öffentlichen Interesses mit dieser Thematik dar - insbesondere bei allen Einrichtungen und Menschen, die in irgendeiner Art & Weise mit den Medien zu tun haben.

Punkt a) lässt sich relativ schnell abhandeln. Geschnitten wurden rein von der Anzahl her nur drei Szenen, und denen lag ganz offenbar immer das faschistische/nationalsozialistische Liedgut zu Grunde, an welchem sich die FSK störte und bei denen sie zur ihrer Einschätzung in Sachen Gewalttätigkeit, Naziverherrlichung und Provokation kam. Und das macht in gewisser Weise sogar Sinn, denn: Einer der vielen Kniffe von Rossiya 88 besteht darin, dass ausschliesslich reell tatsächlich vorhandene Parolen, Graffities, Kleidungen und eben auch Liedtexte verwendet wurden - Material, dass im Internet, auf dem Schwarzmarkt oder eben auch in ganz normalen Geschäften relativ problemlos überall in Russland verfügbar ist. Gerade in Bezug auf die sehr wirkungsvolle Ideologienverbreitung durch entsprechende Musik(texte) wollte man gewissen Gruppen wohl keinen "neuen" Ideenanreize vermitteln.
Nun sind wir uns zwar einig, dass Zensuren generell keine schöne Sache sind und gerade auch im Zusammenhang mit dieser Thematik IMMER einen sehr faden Beigeschmack haben. Andererseits aber bleiben alle durchaus wertvollen Grundgehalte des Films unangetastest, so dass man auch die deutsche Schnittfassung problemlos empfehlen kann.

Punkt b) dagegen muss man schon etwas differenzierter betrachten.
In Russland bspw. ist man Deutschland gegenüber im Hinblick auf den Umgang mit der sich dort rasenden Verbreitung faschistischer Ideologien und rechtsradikaler Gewalt "schon einige Schritte weiter". Letztlich lassen sich alle Ansammlungen von sämtlichen Gründen für solch unschöne Entwicklungen auf wenige, wesentliche Hauptursachen reduzieren. Eine davon ist miserabel betriebene Politik und die unweigerlichen Auswirkungen für viele Betroffene.
Anders als bei uns wird im seit dem Zerfall der ehemaligen Sowjetunion mehr und mehr im Moloch von Korruption, Menschenrechtsverletzungen und riesigem Gefälle zwischen Arm und Reich versinkenden Russland diese Entwicklung nicht nur nicht öffentlich wirksam thematisiert und/oder bekämpft - sie wird sogar von höchsten Kreisen bis weit in den Kreml hinein bewusst gefördert. Denn: Wenn sich der Hass aufgrund der desolaten Arbeits-, Lebens- & Rechtssituation gegen Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund richtet, muss man sich auf politischer Ebene nicht respektive deutlich weniger für all das verantworten. Dies ist ebenfalls eines der Kernthemen von Rossiya 88, und wie man sich vorstellen kann, waren weder Regierungskreise noch Unterstützung von dort dankend angenommen habende Skinheadgruppierungen von soviel schonungloser Offenheit sonderlich begeistert.
So wurde der Film auf diverseren Festivals wie der Berlinale 2009, dem Weekend of Fear oder dem goEast Filmfestival 2011 (im Rahmen des Symposiums zur Neuen Rechten in Osteuropa) zwar sehr wohlwollend aufgenommen, hat im Heimatland selbst veröffentlichungstechnisch aber nach wie vor einen äußerst schweren Stand. Die Vergabe des Hauptpreises an Rossiya 88 auf dem Spirit of Fire Filmfestival in Chanty-Mansijsk etwa wurde offenkundig durch massive Drohungen von Regierungsebene gegenüber den Betreibern verhindert (stattdessen gab es zwei "Trostpreise"), und auch Skinheads wissen sich gegen die Aufführung des Films zu wehren - ein entsprechender Aufmarsch in St. Petersburg (eine Woche vor dem Termin auf dem goEast Filmfestival in Wiesbaden) bspw. ließ die dortige Aufführung platzen.

In Deutschland dagegen setzt man sich durchaus mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit und eben auch mit den diverseren Entwicklungen bis in unsere Zeit auseinander, auch wenn oft und gerne das Gegenteil behauptet wird. Hier macht allerdings das WIE den entscheidenden Unterschied.
So kommt nach dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, französischer Sonnengott- & "Ab mit dem Kopf!"-Mentalität, Weberaufständen und Kartoffelkriegen in unseren Geschichtsbüchern unweigerlich das Dritte Reich - und bleibt dort, bis zum Schluß. Es vergeht kein Tag, an dem man sich nicht irgendwo im TV eine Doku über Hitler (Genie des Bösen, Feldherr, Privatmensch, Wahnsinniger) oder seine treuen Gefolgsleute anschauen kann, und wer dann noch nicht genug hat, besucht Museumsveranstaltungen, Kunstausstellungen, Mahnwachen und Mahnmale.
Darüber hinaus folgt allerdings nicht sehr viel mehr als Einschränkungen und Verbote oder, sofern noch nicht vorhanden, der laute Ruf nach jeweiligen solchen. Eine intelligente Auseinandersetzung mit unreflektierten (Medien-) Inhalten ist nicht wirklich erwünscht, weil man damit bei "anfälligen Bevölkerungsgruppen" u.U. nicht den gewünschten oder gar den komplett gegenteiligen Effekt erzielen könnte.
Heißt: Solange die üblen Schandtaten als Schwarz-Weiß-Rückblenden daherkommen und der gänzlich geläuterte Übeltäter nach der Dusche mit wehmütigem Dackelblick in den Spiegel schaut bzw. das groß auf die Brust tätowierte Hakenkreuz traurig-verschämt mit der Hand abdeckt, um schließlich auch im weinerlichen Zusammenbruch alle Schuld für die Fehlleitung der eigenen Familie großmütig auf sich zu nehmen, ist alles in bester Ordnung. Ein Wertvermittlung im Stile des Endes einer alten Folge He-Man ("Kinder, heute haben wir gelernt, dass Nationalsozialismus schlecht ist!") wird da gerne mit einer FSK-Freigabe ab 16 oder gar ab 12 bedacht.

Bei einem ungeschönten, auf den ersten Blick dahingehend kommentar- & wertfreien Film wie Rossiya 88 darf man freigabentechnisch dagegen grundsätzlich richtig Angst haben, was die zuvor schon zitierten Meldungen, den Film erst einmal gar nicht und später nur stark zensiert veröffentlichen zu können, zunächst noch unterstrichen.
Um so erstaunlicher (und erfreulicher), dass es hierbei vergleichsweise "glimpflich" ausging und man auch mit der deutschen Keine Jugendfreigabe DVD noch sehr gut bedient ist. Eine anderweitige Behandlung hätte der Streifen definitiv auch nicht verdient gehabt.


3 Geschnittene Szenen = 8 Min. 15 Sec.

Meldungen:
Skinheads 88 bekommt keine Freigabe von der FSK (16.02.2012)
Skinheads 88 mit starken Zensuren für die FSK-Freigabe (13.06.2012)

20:27
Der Umschnitt in den Wagen von Sashas Gang erfolgt schon viel früher. Eddie erklärt wütend, dass er die derben "Scherze", welche er andauernd ertragen muß, gründlich satt hat und nicht mehr ständig "Abraham" genannt werden will. Sasha erwidert, dass sie ihm lediglich ihre Aufmerksamkeit zollen und er ja nach Hause zu seiner Mami laufen kann, wenn er möchte. Eddie lenkt relativ kleinlaut ein.
Danach hören die Jungs lautstark einen recht nationalistischen Song ihrer Lieblingsband Kolovrat (rus.: Hakenkreuz) und gehen dabei ordentlich ab.
65 Sec.


47:30
Begleitet von Sashas Geburtstagsgeschenk, der Gitarre, singen die Kameraden ein verhältnismäßig "gemäßigtes" nationalistisches Lied. Danach steht Kliment auf, mahnt die Jungs an, diesen Freudentag nicht dadurch zu ruinieren, indem sie irgendwelchen Mist bauen, und verlässt daraufhin den Klub.
Alle warten angespannt, bis Kliment zur Tür hinaus ist, dann lässt Sasha die Tische auseinander schieben und gibt nach einer lautstarken Ankündigung eines Kameraden ein paar Songs zum Besten (von Eddie immer nur stückhaft gefilmt) - die sind dann allerdings längst nicht mehr ganz so "gemäßigt". Sprich: Das Liedgut wird von Zeilen wie "Tötet sie alle! Lasst eurem Haß freien Lauf!" über "Es ist eine heilige Wut, ihr habt das Recht dazu!" bis hin zu "Lasst den unreinen Abschaum verrecken!" bestimmt. Die angetrunkenen Jungs springen dabei laut mitgrölend wild umher.
298 Sec.


1:10:55
Ein paar der Kameraden absolvieren das zuvor angesprochene Schusstraining. Im Anschluss wird vor der Hakenkreuzfahne gepost und Fotos geschossen, später am Lagerfeuer noch ein nationalistisches Lied gesungen.
Schliesslich wird der geplante Anschlag auf den Cherkiz Markt besprochen. Kliment fragt Sasha, ob er eine Karte auftreiben konnte, der verneint. Daraufhin erteilt Kliment Eddie den Auftrag, sich in den Zug zu setzen und den Markt vor Ort auszukundschaften.
132 Sec.


1:31:57
Der Abspann unterscheidet sich in den jeweiligen Fassungen etwas: In der DF ist die Aufzählung der Opfer rechter Gewalt in Russland anno 2008 eingedeutscht, in der englischen Fassung wurde sie in der Originalsprache belassen. Zudem gibt es in der DF am Ende des Abspanns ein weiteres, kurzes Logo zu sehen, weshalb diese hier geringfügig länger läuft.
3 Sec. KJ länger

Keine Jugendfreigabe:BBFC 18:
Die gekürzte Keine Jugendfreigabe DVD wurde uns freundlicherweise von KSM zur Verfügung gestellt.



Cover der ungeschnittenen BBFC 18 DVD:





Cover der geschnittenen Keine Jugendfreigabe DVD:


Kommentare

20.09.2012 00:06 Uhr - Guinness
hm die kürzungen stören mich persönlich jetzt echt nicht, kann auf die szenen verzichten. werdn mir mal in de videothek ausleihen un schaun ob er was taugt

20.09.2012 00:18 Uhr - executor
4x
Aus der Einleitung: "In Deutschland dagegen setzt man sich durchaus mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit und eben auch mit den diverseren Entwicklungen bis in unsere Zeit auseinander, auch wenn oft und gerne das Gegenteil behauptet wird."

Welcher .... nicht denkende Mensch behauptet denn so einen Schwachsinn?!? Gerade (West-)Deutschland beschäftigt sich extremst eingehend mit der eigenen, nationalsozialistischen Vergangenheit. Im Osten liegt da leider bis in die frühen 90er so Einiges im Argen, aber generell arbeitet Deutschland schon zu übertrieben vorsichtig paranoid ihre Vergangenheit auf. Aber wen wundert das, bei der Vergangenheit?

20.09.2012 00:22 Uhr - Chrizzee Pfeiffer
9x
Nazis sind schlechtmkaaay...

20.09.2012 01:04 Uhr - Dissection78
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@ Protiva:

Sehr interessanter Kommentar.
Nur "Scheiß Nazis" oder "Nazis raus" nachzuskandieren ist in der Tat keine gesunde Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.


EDIT: Wo ist denn der Kommentar von Protiva abgeblieben?

@ Jason:

Übrigens: Gute Einleitung!

20.09.2012 06:31 Uhr - Trollhunter
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20.09.2012 00:18 Uhr schrieb executor
..... Im Osten liegt da leider bis in die frühen 90er so Einiges im Argen, aber generell arbeitet Deutschland schon zu übertrieben vorsichtig paranoid ihre Vergangenheit auf. ......


gern behauptet, aber zumindest ich habe das anders erlebt...der Geschichtsunterricht war voll davon, Schulausflüge nach Buchenwald gehörten zum guten Ton, also wusste jeder halbwegs Interessierte gut über die Geschichte Bescheid ..... aber Klischees pflegen ist so herrlich einfach, nicht ? ;-)

20.09.2012 07:03 Uhr - ParamedicGrimey
3x
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Ich glaube, wir sind seit gut zwei Jahrzehnten ein Land. Und Nazis sind überall Idioten, egal ob West oder Ost.

20.09.2012 07:04 Uhr - babayarak
7x
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lächerlich, das sage ich als türke. Hackenkreuze muss man nicht aus Filmen oder spielen raus schneiden, ganz ehrlich, deswegen wird niemand zum Rassisten.

20.09.2012 07:40 Uhr - neothechosenone
7x
20.09.2012 07:04 Uhr schrieb babayarak
lächerlich, das sage ich als türke. Hackenkreuze muss man nicht aus Filmen oder spielen raus schneiden, ganz ehrlich, deswegen wird niemand zum Rassisten.


Du meinst wohl eher "Hakenkreuze". Und nur weil Du ein Türke bist, macht dich das noch lange nicht zu einer moralischen Instanz, wenn es um den Nationalsozialismus geht. Ganz im Gegenteil.

20.09.2012 08:43 Uhr - VINDICATOR
4x
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Geht das schon wieder los.....:(

20.09.2012 08:53 Uhr - Raskir
2x
20.09.2012 07:40 Uhr schrieb neothechosenone
Und nur weil Du ein Türke bist, macht dich das noch lange nicht zu einer moralischen Instanz, wenn es um den Nationalsozialismus geht. Ganz im Gegenteil.


Watt haben´se dir denn in den Kaffee gemischt?????

20.09.2012 09:23 Uhr - Dale_Cooper
Der obige einleitende Artikel zu dem Thread hier gefällt mir sehr gut...!

Den Film möchte ich nicht sehen, glaube ich. Hat so etwas mega-reisserisches wie "A serbian film" etc.

20.09.2012 09:57 Uhr - Rage93
2x
Oh man... 2015 wäre es 70 Jahre her. Wann wollen die denn endlich mal die Flinte ins Korn werfen? Zu rechtsradikalen Filmen sind nun mal Hakenkreuze, Hitlergrüße usw. bei Nazis üblich. Durch Zensuren machen die das auch nicht besser. Jeder normale Mensch kennt Hitler und seine Gefolgsleute. Ich bin der Meinung, dass sich die Deutschen immer noch für das schämen, was sie getan haben, obwohl ja die in der heutigen Zeit nichts dafür können. Der Film stellt halt nun mal das Leben der Nazis da und da muss ich nicht erst an etlichem Zeug rumschnippeln, um das Alles zu vertuschen, denn jeder hat das Recht, zu erfahren was ein Nazi ist und wer Hitler überhaupt war. Ist zwar ein unangenehmes Thema und man spricht nicht gern darüber, aber trotzdem. Also da hätten die Briten den Film auch gleich behalten können und er wäre nicht erst bei uns erschienen, wenn den Deutschen schon das Thema so unangenehm ist, mal ganz ehrlich.

20.09.2012 11:13 Uhr - Matt²
1x
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20.09.2012 00:18 Uhr schrieb executor
Welcher .... nicht denkende Mensch behauptet denn so einen Schwachsinn?!? Gerade (West-)Deutschland beschäftigt sich extremst eingehend mit der eigenen, nationalsozialistischen Vergangenheit. Im Osten liegt da leider bis in die frühen 90er so Einiges im Argen, aber generell arbeitet Deutschland schon zu übertrieben vorsichtig paranoid ihre Vergangenheit auf.

Sehe ich auch so.
20.09.2012 07:40 Uhr schrieb neothechosenone
20.09.2012 07:04 Uhr schrieb babayarak
lächerlich, das sage ich als türke. Hackenkreuze muss man nicht aus Filmen oder spielen raus schneiden, ganz ehrlich, deswegen wird niemand zum Rassisten.


Du meinst wohl eher "Hakenkreuze". Und nur weil Du ein Türke bist, macht dich das noch lange nicht zu einer moralischen Instanz, wenn es um den Nationalsozialismus geht. Ganz im Gegenteil.

Den Zusammenhang verstehe ich jetzt auch nicht ganz, hat er ja auch gar nicht behauptet.

20.09.2012 12:23 Uhr - Chriz66
2015 wre es 70 Jahre her.


Ja und? Bei den Amis ist bspw. die "diplomatische Grundstücksverteilung mit den Ureinwohnern" gefühlte 800 jahre her. Dennoch ist es dort auch heute immer noch Thema.

20.09.2012 13:35 Uhr - macbletal
2x
zum film: kann man sich mal anschauen. ist jetzt kein filmisches meisterwerk aber doch ziemlich solide.
zu den schnitten:ich hätte erwartet das er mehr federn lassen muss.
zu der begründung: naziverherrlichend finde ich persönlich lächerlich, gewalttätig und provokativ stimmt aber. mir war nur nicht bewusst das provokativ ein grund ist die freigabe zu verweigern.
zu der diskussion die hier in den kommentaren läuft: das thema jetzt ist mal gut vs wider dem vergessen ist langsam ziemlich ermüdend.

20.09.2012 14:49 Uhr - NoCutsPlease
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Das Intro beschreibt den Film sehr gut: alles wertfrei "präsentiert", aber am Ende offenbart sich wie zerstörerisch das doch alles ist.

Und dass russische Skinheads von dem Film "alles andere als begeistert" waren, beweist eindeutig, dass es nun einmal kein Propagandafilm für diese Szene ist.

Jeder Normaldenkende, der die Szenen mit den Parolen und den Liedern sieht, denkt sich zudem: Was für ein Schwachsinn, den diese Leute dort abziehen.

20.09.2012 15:55 Uhr - Faisst
Skinheads 88 - Ihr Hass ist ihnen heilig... Mir sind die 1,75€ zum Leihen des Mokudrecks heiliger.

20.09.2012 18:47 Uhr - Splattered Cadaver
1x
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Im heutigem (MEINE Zeit ist das sowieso nicht!) Informations-Alltag kann ich gar keinen Kommentar mehr HIERZU schreiben---es ist teilweise nicht zu fassen,was manche faseln...

20.09.2012 18:54 Uhr - crankster
Wird hier auch mal über den eigentlichen Film geredet?
Der is nämlich so prollig,schlecht,peinlich das einem fast jeder Kommentar vergeht.

20.09.2012 19:34 Uhr - Critic
Und die Fortsetzung: Hakenkreuz 18 - noch mehr verschleierte Propaganda

BTW: Fuck yeah keine mods hier die die Nazikommentare entfernen.

20.09.2012 20:09 Uhr - Laughing Vampire
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Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 339
20.09.2012 19:34 Uhr schrieb Critic
BTW: Fuck yeah keine mods hier die die Nazikommentare entfernen.

"Fuck yeah"? Na, dann.

20.09.2012 22:32 Uhr - Sonny Chibba
1x
warum haben die nich den org. titel : russia 88 gelassen?
stattdessen skinhead 88?
gibts da n grund?

find den org. titel besser, da er besser zum inh. past: rus. skins.
...na ja, das mit den filmtitel is ja immer so ne sache

20.09.2012 22:33 Uhr - The Cruel
Ich kann mich noch daran erinnern diesen Film mal im Internet aus neuger, wegen der Meldungen geguckt zu haben. Da waren die Untertitel noch zu schlampig gewessen. Aber dennoch muss ich sagen, dass darin echt die Scheiße ablief.

20.09.2012 23:26 Uhr - Guinness
1x
20.09.2012 22:32 Uhr schrieb Sonny Chibba
warum haben die nich den org. titel : russia 88 gelassen?
stattdessen skinhead 88?

denk mal mas errechnet sich so mehr käufer, klingt halt kontroverser un spricht tendenziell mehr leute an...würd ich sagen

21.09.2012 10:02 Uhr - Amok-666
Was mir gerade auffällt ist folgendes :
Das erste Lied (bei der Szene im Auto) ist eine Coverversion der Band Kolovrat(wie im Intro bereits erwähnt) von "Pulling on the Boots" aus Romper Stomper,der ist nun vom Index runter,aber hier wird das selbe(bzw. fast das selbe) Lied rausgeschnitten.Wo ist da wieder mal der Sinn?

Eventuell kommt er ja doch noch über Österreich...moment...Nazis...Österreich...Irgendwas war da doch,oder? ;-)

Offtopic:Seit wann ist das Forum eigentlich zum BVB 09 Forum mutiert ?Oder was soll das Logo oben Links? o_O*

23.09.2012 11:31 Uhr - Präsident Clinton
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20.09.2012 20:09 Uhr schrieb Laughing Vampire
20.09.2012 19:34 Uhr schrieb Critic
BTW: Fuck yeah keine mods hier die die Nazikommentare entfernen.

"Fuck yeah"? Na, dann.


AMERICA, FUCK YEAH ! :-)


23.09.2012 20:25 Uhr - Stubbs
Entschuldigung, aber mir kommt immer wieder die Galle hoch bei so unbewiesenen, demagogischen Behauptungen, dass es in der DDR (bzw. später dem Anschlussgebiet) keine antifaschistische Erziehung gegeben hätte, in der achso freiheitlich demokratischen BRD hingegen schon. Die DDR (bzw. vorher die SBZ) hat GANZ IM GEGENSATZ zu Westdeutschland von Anfang eine konsequente antifaschistische Erziehung ins Leben gerufen. Während in der BRD die Naziratten und ihre Finanziers mit Führungspositionen zugeschissen wurden, sind sie in der DDR für ihre Untaten zur Verantwortung gezogen worden. Bereits der erste Defa Film von 1946 "Die Mörder sind unter uns" hat sich mit der Thematik befasst und viele weitere antifaschistische Filme, die knallhart die Warheit enthüllten folgten. Das sollte den Cineasten unter uns bekannt sein! In dieser Zeit wurde die BRD-Bevölkerung lieber mit Heimatfilmen eingelullt und eingeschläfert. In der DDR wurde der 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus gefeiert, während man in der BRD noch bis in die 80er darüber diskutiert hat, ob dieser Tag nicht eine Niederlage war. Widerstand gegen Hitler galt ebenfalls bis tief in die 80er wenn nicht darüber hinaus immer noch als Hochverrat und Tabuthema in der BRD! In der DDR wurden der heldenhafte Widerstand gegen den Hitlerfaschismus völlig selbstverständlich gefeiert. In Ostberlin gab es regelmäßig einen Wachwechsel am Mahnmal zur Ehrung der Opfer des Faschismus und Militarismus. Dieses wurde nach der sog. Wiedervereinigung natürlich platt gemacht, passte schließlich auch nicht mehr zu den neuen militaristischen Plänen, um ganz in Hitlers Tradition zum dritten mal im 20. Jahrhundert Jugoslawien zu überfallen! Ahnungslose Wessis, fasst euch mal lieber an die eigene Nase.

23.09.2012 21:13 Uhr - Dissection78
2x
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Erfahrungspunkte von Dissection78 3.898
Stubbs: (ist zwar Off-Topic, aber unerwidert kann ich das nicht stehen lassen).

Jaja, die gute alte DDR. Hoffentlich kommt sie bald wieder.

Mal im Ernst: Sehr einseitige und ideologisch geprägte Aussagen, die Du da tätigst.
Damit widerspreche ich nicht, wenn Du meinst, dass alte Nationalsozialisten in West-Deutschland in politischen und wirtschaftlichen Führungspositionen tätig waren. Das waren sie ja.

Doch dasselbe gilt auch für die DDR. Dort sind ebenfalls ehemalige NSler als Abgeordnete in der Volkskammer sowie in gehobenen Positionen im Staate untergekommen (K.-H. Bartsch, Kurt Nier).
Ist ja nicht so, dass alle "Ehemaligen" nach Deutschland West geflüchtet sind, um die sogenannte BRD als "faschistoiden bzw. faschistischen Staat" zu unterstützen.

Was den Widerstand betrifft, so wurden in der Deutschland Ost vor allem sozialistische und kommunistische Gegner des NS-Systems gefeiert. Bürgerliche bzw. (national-)konservative Widerständler ließ man da natürlich außen vor.

Übrigens: In meinen Augen war die "glorreiche DDR" auch nix anderes als ein obrigkeitshöriges, totalitäres, militaristisch-faschistoides System - und dies trotz "antifaschistischer Erziehung und Aufklärung".

23.09.2012 23:05 Uhr - Stubbs
1x
Ich möchte zu gerne wissen, wie man unideologisch über Ideologien sprechen kann? Das ist wohl die gleiche Illusion die auch besagt, das über dem Karlsruher Bundesverfassungsgericht nur noch der Himmel steht. Ich stehe ganz offen zu meiner Parteilichkeit, ich gebe offen zu nicht neutral zu sein und versuche auch gar nicht erst - wie bürgerliche Ideologen es hingegen gerne tun - den Anschein zu erwecken es zu sein. Habe nichts unter dem Anschein der Neutralität zu verschleiern...

Zur Totalitarismusdoktrin muss ich wohl kaum noch etwas sagen, wer die verwendet disqualifiziert sich ohnehin sofort und was die Adjektive militaristisch und faschistoid bedeuten, solltest du lieber erstmal nachlesen, statt sie ihrer Bedeutung zu berauben und wie Phrasen zu benutzen.

Zum Thema BRD und Faschismus solltest du dir mal die Aussagen des ideologisch unverdächtigen, sicher nicht gerade sozialismusfreundlichen Adenauer-Intimfreundes Rudolf Augstein zu Gemüte führen, dann weißt du auch, zu welchem Zweck die BRD gegründet wurde.
„Die neue deutsche Armee wurde nicht gegründet, um den Bonner Staat zu schützen, sondern der neue Staat wurde gegründet, um eine Armee gegen die Sowjets ins Feld zu stellen - mag diese Ratio den Paten im In- und Ausland auch nicht voll bewusst gewesen sein.“ (Rudolf Augstein in „Bilanz der Bundesrepublik“, Köln 1961)]

Es stimmt übrigens tatsächlich, dass in der DDR NSDAP-Angehörige eine zweite Chance bekamen, aber sie konnen im Gegensatz zur BRD niemals neue Angriffskriege vorbereiten (siehe einen Abatz hierüber).

Was die Widerständler angeht: z. B. in der mir bekannten DDR Dokumentation "Du und mancher Kamerad, DDR 1956", (siehe an dieser Stelle http://www.youtube.com/watch?v=BoocJSMec4o ), werden sehr wohl bürgerliche und sogar kirchliche Widerständler gewürdigt. Auch hier wieder eine nicht bewiesene Behauptung. Man sollte sich schon etwas besser als vom Hörensagen oder Verronika Ferres Schmonzetten informieren, denn die sind irgendwie auch ideologisch bedenklich ;-)

24.09.2012 16:54 Uhr - Dissection78
2x
DB-Co-Admin
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Erfahrungspunkte von Dissection78 3.898
Ich möchte dies nicht zu einem politischen Diskurs ausarten lassen, da das alles nicht viel mit dem eigentlichen Thema "Russia 88" zu tun hat, doch schlussendlich möchte ich noch was schreiben:

Nun gönne ich Dir natürlich Deine Ideologie, und es ist schön, dass Du so ehrlich bist. Dann will ich auch so ehrlich sein und schreiben, dass ich mich keiner Ideologie zugehörig fühle - auch keiner bürgerlichen.
Ich muss aber gestehen, dass ich die Theorie des Marxismus zumindest interessant finde, auch wenn ich denke, dass Marx angesichts der Pervertierung seiner illusionären Idee durch den "real existierenden Sozialismus", der nur dem Machterhalt der jeweiligen KPs diente, jahrzentelang in seinem Grab rotierte (ja, ich weiß... alles imperialistische und kapitalistische Systempropaganda, die mir eine Gehirnwäsche verpasst hat).

Dass Du das Wort Totalitarismusdoktrin (erinnert mich irgendwie an die Sozialfaschismusthese ... wer das verwendet disqualifiziert sich ohnehin sofort :-)) benutzt war absehbar, ändert - genauso absehbar - für mich nichts an der Tatsache, dass die Begriffe "militaristisch" (da half auch keine "Deutsche Friedensunion" und keine "Friedensbewegung", die sich zu einem Teil von DKP und SED benutzen ließ), "totalitär" und "faschistoid" - deren Bedeutung mir in der Tat und überraschenderweise bekannt sind - auf die DDR und den kommunistischen Block passen wie Dogmen sowohl zum Kommunismus als auch zur katholischen Kirche gehören (hach, ich oller Polemiker).

Die Verwendung jener drei Begriffe ist in meinen Augen und in diesem Zusammenhang keine bloße Phrasendrescherei, doch bemerkenswerterweise werden sie gerade von (natürlich gewaltlosen, haha!) Antifascistas ihrer Bedeutung beraubt und verkommen tatsächlich zu leeren Phrasen, indem Andersdenkende - egal mit welcher politischen Einstellung - oder ungeschickt formulierende Menschen als "Nazis" oder "Faschos" bezeichnet und "gewaltlos und friedlich" angegriffen werden.

Ebenso bemerkenswert ist die Tatsache, dass Du - vermutlich um die Friedfertigkeit Deiner Ideologie zu unterstreichen^^ - in Deinem ersten Kommentar schreibst: "... passte schließlich auch nicht mehr zu den neuen militaristischen Plänen, um ganz in Hitlers Tradition zum dritten mal im 20. Jahrhundert Jugoslawien zu überfallen!". Damit kritisierst Du die NATO (nicht zu unrecht), im selben Atemzug verschweigst Du aber den sozialistischen Ultranationalisten Milošević und verharmlost den anderen Ultranationalisten Hitler.

Was Veronica-Ferres-Schmonzetten damit zu tun haben, entzieht sich sich momentan meiner Kenntnis. Ich vermute, Du meinst, sie sind auf demselben Niveau wie Propagandamachwerke à la "Du und mancher Kamerad"? Da finde ich Michail Romms "Der gewöhnliche Faschismus" (UdSSR, 1965) ansprechender.
Aber, hey, vielleicht bin ich unbewusst doch nur ein Teil der BRD-Bourgeoisie.
Ach, und demzufolge möchte ich meiner von Dir kritisierten Aussage noch hinzufügen: "DEN GRÖßTEN TEIL DER bürgerlichen bzw. (national-)konservativen Widerständler ließ man da natürlich außen vor."

Dein Augstein-Zitat ist im Übrigen sehr nett, ändert aber nicht viel an der Tatsache, dass ich weder mit den Herren Adenauer und Augstein noch mit der teutschen Armee was am Hut habe. Aber mit Zitaten kann auch ich um mich schmeißen, z. B. "Die "Rechten" prahlen mit ihrer Intoleranz, während die "Linken" häufig gar nicht merken wie intolerant sie sind" oder "Ich glaube, Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren. Und wer die vom Leben ausgehenden Impulse - die von der Gesellschaft ausgehenden Impulse aufgreift und dementsprechend seine Politik gestaltet, der dürfte keine Schwierigkeiten haben, das ist eine normale Erscheinung".
Letzteres ist von 'nem bekannten "Konterrevoluzzer" mit Feuermal.

Nun, Du hast Deine Standpunkte, ich habe meine. Verurteile mich; das hat nichts zu bedeuten; die Geschichte wird mich freisprechen. - Denn... "panta rhei" ;-)

24.09.2012 18:30 Uhr - Stubbs
1x
Hitler und Milošević als Ultranationalisten in einen Topf zu werfen ist Verharmlosung des einen und eine unsinnige Dämonisierung des anderen, um einen Krieg unter dem Deckmantel der Humanität zu rechtfertigen. Dass die Kriegsgründe gegen Jugoslawien von unserem Ex-Kriegsminister Rudolf Scharping frei erfunden wurden, muss ich dir denke ich mal nicht ins Gedächtnis zurückrufen, wo doch selbst die ARD zur Jahrtausendwende berichtet hat, dass im Gefecht getötete bewaffnete UCK-Separatisten in zivile Kleidung gesteckt wurden und dann auf einem Haufen zusammengeschoben und abfotografiert wurden. Ebenso dürfte dir bekannt sein, dass der berüchtige Hufeisenplan gefälscht war. Weniger bekannt dürfte dir hingegen sein, dass diese UCK Separatisten aus dem Ausland finanziert und mit Waffen versorgt wurden. Gezielt wurde hier ein ethnischer Konflikt auch unter Mithilfe der BRD provoziert. Man könnte zu den UCK Separatisten auch sagen, sie waren ordinäre Terroristen oder auch "Freiheitskämpfer", je nachdem, von wessen Interesse man ausgeht (vergl. Taliban). Ähnliches geschah übrigens vor nichtallzulanger Zeit in Libyen und zurzeit immer noch in Syrien. Wenn du Milošević bewertest, dann nach dem Kriterium, dass in seinem Land bewaffnete Terroristen ihr Unwesen trieben. Das gebe ich dir gerne als Rat mit auf den Weg: Analysiere die Dinge nach ihrem materiellen Ursprung statt nur nach der oberflächlichen Erscheinung.

24.09.2012 19:16 Uhr - Amok-666
1x
Oh man...eigentlich hab ich so die Schnauze voll das das hier ständig wieder von vorne beginnt aber ein paar Sachen kann ich hier einfach nicht so stehen lassen.
1.Die Mörder sind unter uns - DEFA 1946 :Diesen Film als "Verteidigung" der Antifaschismustheorie der DDR ins Feld zu führen ist ja schon mal recht merkwürdig da selbige zu diesem Zeitpunkt noch garnicht existierte,genauso wenig wie die BrD.
2.Das was wir damals zum Thema Widerstand zuhören bekammen war "Ruhmreiche Sowjetarmee die den Hitlerfaschismus beseitigte" und eventuell war noch von "Teddy" Thälmann und einigen wenigen anderen zuhören ansonsten nix.
Allerdings muss ich an der Stelle zugeben das ich es nicht weiter als zum Jungpionier "geschafft" hab...eventuell kam ja später noch was,ich wage aber zu behaupten(zumindestens vom hörensagen her) das das nicht allzuviel war.
3.Zum Thema"totalitäres, militaristisch-faschistoides System" : meine Oma,die immerhin Jahrgang 1913 war hatte mir mal gesagt "..das der Unterschied zwischen "Weimar" und "Dritten Reich" grösser war als zwischen DDR und "Dritten Reich",was sich hauptsächlich geändert hat waren die Leute an der Macht,die einen sagten sie wären Nationalsozialisten und die anderen Internationalesozialisten,Verbrecherische Machtmissbrauchende Irre gab es unterm Hakenkreuz genauso wie unter Hammer-Zirkel-Ehrenkranz,trotzallem ist eine Epoche nie ganz schlecht oder ganz gut nur weil das Sytem das darauf folgen durfte so etwas behauptet..."Die gute Frau ist immerhin 96 geworden,also traue ich ihre doch zu das sie wusste von was sie da geredet hat.
4.Die Behauptung das in der BrD die ganzen "bösen Nazis und Militaristen" waren und die DDR nur von "Guten Menschen auf ihrem Weg zum Sozialismus" aufgebaut wurde ist ja nunmal FALSCH wie jeder mit ein wenig Verstand auch nachprüfen kann :
Sowohl die NVA als auch die Bundeswehr wurde von ehemaligen Wehrmachtsangehörigen aufgebaut inklusive Waffen-SS´lern,Ritterkreuzträgern,Offizieren,usw.
In der DDR genauso wie in der BrD stiegen Ehemalige NSDAP Mitglieder in hohe und höchste Ämter auf.
In beiden Besatzungszonen waren weiterhin Künstler,Schriftsteller,Wissenschaftler usw. aktiv die auch schon im "Dritten Reich" aktiv waren.
Das ganze lässt sich hier noch beliebig fortsetzen und jeder der das gegenteil behauptet weiss es entweder nicht besser oder LÜGT schlichtweg.
5.Wer sich freiwillig das System der DDR zurück wünscht hatte anscheinend nie das Vergnügen in ihr zu leben oder hat seinen Platz am Futtertrog verloren.In beiden Fällen bitte nach Nordkorea auswandern solche Leute werden da immer gerne genommen.
6.Hab ich mich in letzter Zeit sehr mit Faschismus beschäftigt bzw. bin immernoch dabei,der Terminus passt meiner Meinung nach einfach nicht zu "Dritten Reich" und DDR,nur weil Antifa und CO. gerne mit diesem Begriff um sich schmeissen bzw. einige Pseudo-Rechte von "Rotfaschisten" oder ähnlichem sprechen.Die Politischen Ziele von Kommis und Nazis waren nun mal andere als Mussolinis oder meinetwegen Francos,"Eiserne Garde" und Dollfuss.
..............................
So und wer jetzt immernoch darüber diskutieren will kann das gerne mit mir per PN machen,lasst uns hier Bitte über Filme reden und nicht über Politik.Danke

Nachtrag: Das was Stubbs hier als letztes hinterlassen hat dem kann ich fast uneingeschränkt zustimmen.Dafür gibts n´Daumen hoch von mir.

24.09.2012 21:30 Uhr - Präsident Clinton
1x
User-Level von Präsident Clinton 2
Erfahrungspunkte von Präsident Clinton 36
Schön, dass hier mal eine politische Diskussion geführt wird, ohne "Ihr seid alle dumm"-Parolen. Weiter so !

24.09.2012 21:50 Uhr - Amok-666
Gelegentlich scheint sowas zu funktionieren...

12.11.2012 21:26 Uhr - Splattered Cadaver
DB-Helfer
User-Level von Splattered Cadaver 4
Erfahrungspunkte von Splattered Cadaver 252
...alles klar.....hüstel...

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