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    Dark Star - Finsterer Stern

    zur OFDb   OT: Dark Star

    Herstellungsland:USA (1974)
    Genre:Komödie, Science-Fiction
    Bewertung unserer Besucher:
    Note: 7,42 (12 Stimmen) Details
    16.08.2011
    NUR DIE RUHE
    Level 2
    XP 90
    Vergleichsfassungen
    Australische DVD: Original Release ofdb
    Label Umbrella, DVD
    Land Australien
    Freigabe M
    Laufzeit 72:41 Min. PAL
    Erweiterte Kinofassung ofdb
    Label Umbrella, DVD
    Land Australien
    Freigabe M
    Laufzeit 82:23 Min. PAL
    John Carpenter
    Man hätte 1974 bereits ahnen können, dass mit Dark Star die Karriere von einem der großen Filmemacher des Horror- und Science-Fiction-Films beginnen würde. Mit Filmen wie Assault on Precinct 13 (Assault - Anschlag bei Nacht, 1973), The Fog (Fog - Nebel des Grauens, 1980), Escape From New York (Die Klapperschlange, 1981), The Thing (Das Ding aus einer anderen Welt, 1982), Christine (1983), Prince of Darkness (Der Fürst der Dunkelheit, 1987), They Live (Sie leben, 1988), In the Mouth of Madness (Die Mächte des Wahnsinns, 1994) oder Vampires (Vampire, 1998) schuf John Carpenter v. a. in den 80er-Jahren einen Erfolg bei Genre-Fans nach dem anderen. Das bedeutendste Werk seines Schaffens ist Halloween (Halloween - Die Nacht des Grauens, 1978), mit dem er bis heute Maßstäbe im Slasher- und Horrorgenre gesetzt hat. Wer sieht nicht Michael Myers in der Maske atmend mit einem Messer in der Hand am Ende der Straße stehen, wenn er die Synthesizer-Klänge der weltberühmten Titelmusik hört? Denn Carpenter ist bei seinen Filmen nicht nur als Regisseur tätig, sondern übernimmt meist auch die Produktion, schreibt das Drehbuch und komponiert die Filmmusik. Dadurch tragen die Filme seine besondere Handschrift.

    Dark Star
    Schon bei seinem ersten Spielfilm, den er als Filmstudent abgedreht hat, ist John Carpenter für fast alle Produktionsbereiche verantwortlich gewesen. Die Musik ist größtenteils von ihm komponiert und das Drehbuch hat er zusammen mit Dan O'Bannon verfasst. Der 2009 verstorbene O'Bannon spielt im Film wiederum Sgt. Pinback, schnitt den Film und ist zuständig gewesen für Produktionsdesign und Special Effects. Ebender schrieb 1979 auch das Skript zu Alien (Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt), in dem Elemente aus Dark Star zu finden sind.
    Dark Star zeichnet sich durch Effekte und Kulissen aus, die trotz geringem Budget nach mehr aussehen. Ebenso sind es die vielen Ideen und Einfälle, die den Film sehenswert machen: Sie schaffen es sogar einen großen, mit Füßen versehenen Wasserball wie ein Monster wirken zu lassen. Ebenso gefallen die intelligenten Bomben und der weibliche Schiffscomputer, die Dark Star weit weg vom Trash bringen. Dazu gibt es trockenen Humor und Elemente zum Nachdenken. Die vermittelte Atmosphäre bringt einem sehr gut die Einsamkeit und Langeweile der Mission im All nahe. Und so ist Dark Star zum Beginn einer großen Filmkarriere v. a. für John Carpenter geworden.

    Bildformat
    Auf der australischen DVD und möglicherweise auch auf anderen Veröffentlichungen wurde das Originalformat 1,85:1 von einer nicht anamorphen Quelle anamorph erstellt, d. h. die schwarzen Balken des Vollbilds wurden mittrasferiert, so dass der Bildausschnitt auf 2,40:1 gequetscht ist. Für den Schnittbericht sind die Screenshots wieder entzerrt worden, was an dem folgenden Beispiel zu sehen ist.
    unbearbeitetbearbeitet


    Bildzensur
    Weil es auf der Mission so langweilig ist, hat sich die Besatzung verschiedene Bereiche des Raumschiffs mit Pin-Up-Bildern geschmückt. Die Pin-Ups an den Wänden der Schlafstätte, die man nur in den zusätzlichen Minuten des Director's Cut sieht, sind weichgezeichnet, sofern sie nicht zu weit weg sind. Die Bilder auf der Kommandobrücke hingegen sind im gesamten Film nicht zensiert. Dieses "Blurring" soll nicht in allen Veröffentlichungen von Dark Star geschehen sein.
    nah: zensiertentfernt: unzensiert
    zensiertBrücke: unzensiert


    Schnittbericht
    Verglichen wird die kürzere Fassung ("Original Release") und die erweiterte Kinofassung ("Extended Theatrical Release"), beide auf der australischen DVD enthalten. Letztere gilt im Grunde als die "normale" Fassung und genau so wurde der Film auch damals u. a. in deutschen sowie eben internationalen Kinos aufgeführt. Carpenters Studentenfilm war aber rund 10 Minuten kürzer und es wurde an mehreren Stellen nachgedrehtes Material für die Kinoauswertung ergänzt. Auf der australischen DVD ist nur der mit Abstand größte Block an Zusatzmaterial wieder entfernt worden, während man später auf der britischen Blu-ray auch noch weitere Stellen in einer kürzeren Bonus-Fassung gekürzt hat.

    1 Schnitt = 9:42 Min. (PAL)

    Hinweis zu den Versions-Bezeichnungen (Update von Muck47)
    Ursprünglich wurde die kürzere Version in diesem Schnittbericht als "Kinofassung" bezeichnet, die längere als "Director's Cut". Das ist bei der Produktionshistorie allerdings verwirrend und schlicht falsch, da die kürzere Version nur auf kleinen Filmfestivals zu sehen war. Groß in den Kinos lief damals nur die längere Version, diese gilt somit als "Kinofassung" oder wie sie auf der im vorliegenden DVD aus Australien betitelt wurde: "Extended Theatrical Release". Auf der US-DVD von VCI sind auch zwei Fassungen an Bord, sie werden hier als "1974 Original Version" (kurz) und "Longer 1975 Theatrical Release" bezeichnet.

    Auf der britischen Blu-ray wurde die lange Version später nur als "Kinofassung (Theatrical Version)" bezeichnet. Zusätzlich bietet diese VÖ aus Großbritannien einen kürzeren "Director's Cut". Hier fehlt ein Großteil des langen Abschnitts, aber auch noch mehrere weitere Szenen, die inhaltlich darauf aufbauen. Es ist plausibel, dass dies tatsächlich eine eher originalgetreue Rekonstruktion der ursprünglichen Fassung von Regisseur Carpenter, vor den besagten Nachdrehs für die Kinoauswertung, darstellt.
    Weiterer Schnittbericht:

    Der lange Schnitt beginnt, nachdem Doolittle seine Mitteilungen in das Logbuch gesprochen hat. Man sieht zuerst eine spannende Szenenfolge, die zeigt, welchen Gefahren die Dark Star ausgesetzt ist, und anschließend, wie sie sich im Raumschiff die Zeit vertreiben.

    13:11 - 13:29
    Das Raumschiff "Dark Star" gleitet durch das All in einer Seitenansicht, Talby sitzt in seinem Aussichtsstand, die Dark Star von vorne, die Crew (Boiler, Doolittle und Pinback) tanzt wild, im Kommandoraum sitzend, zur Musik.


    13:29 - 14:28
    Als ein gefährlicher, von einem elektromagnetischen Energiewirbel zusammengehaltener Asteroidensturm in der Ferne auftaucht und auf Kollisionskurs ist, warnt der Computer die Crew davor und schaltet die Musik ab, wobei man den Computerraum sieht. Während der Ansprache des Computers sieht man die geschockte Besatzung, wie sie eilig das Raumschiff auf die Kollision vorbereitet.


    14:28 - 16:59
    Nachdem das Kraftfeld eingeschaltet ist, fliegt die Dark Star durch den Asteroidensturm. Durch eine Fehlfunktion werden die Bombendecksysteme aktiviert. Dabei fährt Bombe #20 heraus, diskutiert mit dem Computer, der die Bombe auf ihr Fehlverhalten hinweist, und fährt kurz danach wieder herein. Anschließend entfernen sie sich von dem Asteroidensturm und das Kraftfeld erlischt. Nachdem der Computer der Crew die Fehlfunktion gemeldet hat, verlassen sie die Kommandobrücke.


    16:59 - 20:12
    Pinback erzählt, dass beim letzten Asteroidensturm die Schlafräume explodiert sind. Deshalb gehen sie nun herunter in den Vorratsraum, um sich von den Strapazen zu erholen. Dort vertreiben sie sich nun die Zeit, indem sie rauchen (Boiler und Pinback), Karten spielen (Doolittle), mit Scherzartikeln herumalbern (Pinback) oder das sog. "5-Finger Fillet" spielen (Boiler). Doolittle ist von Pinbacks Gummihuhn so erschrocken und genervt, dass er die Karten hinschmeißt und geht.


    20:12 - 22:53
    In einem anderen Raum schägt Doolittle zuerst probeweise auf die angebrachten Flaschen, füllt ein paar der Flaschen mit etwas Wasser, nimmt einen Holzhammer und schlägt nochmals leicht dagegen. Dann beginnt er auf seinem selbstgebauten Instrument, einem mit Tasten zu bedienenden Schlaginstrument, zu spielen. Während des Musikspiels erfolgt ein Schnitt zum sich entspannenden Pinback und Boiler, der sich den Bart stutzt. Anschließend gibt es einen Blick ins All und erneut Doolittle beim Musizieren. Nachdem er aufgehört hat zu spielen, geht er hoch zu Talby. Hier setzt die kürzere Fassung der australischen DVD wieder ein.
    Cover der australischen DVD (beide Versionen, Set mit Silent Running und Communion):


    Cover der deutschen DVD von Atlantis (nur längere Kinofassung)


    Cover der US-DVD von VCI (beide Versionen)

    Kommentare

    16.08.2011 00:06 Uhr - suspirio
    ein klassiker.
    sehe ich immer wieder gerne.

    16.08.2011 00:20 Uhr - Superstumpf
    Ha ha, ich liebe Dark Star. Hab seit Jahren den DC von Atlantis. Finde die Blur-Zensur der Pin-ups immer noch drollig.
    Übrigens spielt einer der Erfinder des allseits bekannten Filmmonsters "Alien" (ja, aus Ridley Scotts Meisterwerk), Dan O'Bannon, einen der Austronauten. Nämlich den mit den langen Haaren und dem Bart ;o)

    16.08.2011 00:58 Uhr - KungFuChicken
    1x
    Trotz seiner Einfachheit ein absolut genialer Streifen. Eine meiner Lieblingsszenen ist der Dialog Boardcomputer / Bombe.

    Interessanter SB, da ich nur den Director's Cut kenne und nun den Unterschied kenne.
    Danke dafür.

    16.08.2011 05:39 Uhr - marioT
    Ein absoluter Klassiker.

    @Superstumpf
    Schriebst du deinen Hinweis für alle die zu faul sind die Einleitung zu lesen?
    Immerhin steht dort bereits das Dan O'Bannon mitspielt.;)
    BTW
    O'Bannon hat zwar die Vorlage zum Film/Drehbuch von Alien geschrieben,aber der Erfinder und geistige Vater des Aliens als solchem, ist und bleibt für mich H.R.Giger.
    Aber okay verfallen wir nicht in Haarspalterei.;)

    Danke für die Überarbeitung des SBs.

    16.08.2011 06:04 Uhr - wirsindviele
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    @ NUR DIE RUHE: The Thing war seinerzeit ein großer Flop. Und wo sind "Big Truble in little China" und "Starman"? Und wenn du schon die Jahrezeit neben die Filme schreibst, dann würde ich das "in den 80er-Jahren" auch um die 70er und 90er ergänzen, sonst wiederspricht sich der Satz von Inhalt und Aussage. ;)

    Ansonsten aber ein schöner Schnittbericht.

    16.08.2011 06:28 Uhr - Joker1978
    Hmm, den Film mag ich irgendwie net so.
    Trotzdem schöner sb.

    16.08.2011 08:37 Uhr - guilstein
    Oh, wusste gar nicht, dass Dan O'Bannon tot ist. Schade, irgendwie gehören alle Filme, bei denen er seinen Senf dazugegeben hat zu meinen Lieblingsstreifen, ausser Blue Thunder, aber der hätte auch besser werden können, wenn man sich mehr an O'Bannons Vorlage gehalten hätte.

    16.08.2011 09:39 Uhr - S.K.
    DB-Co-Admin
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    Ewig her, seit ich den Film das letzte Mal gesehen habe.
    Aber ich bin anderer Meinung als der Autor dieses Schnittberichtes:
    Der Film hat einen seltsamen Humor, witzige Anspielungen auf "2001" und total durchgeknallte Figuren, das auf jeden Fall. "Dark Star" ist in meinen Augen dennoch ungelogener Trash, nicht nur wegen diesem Wasserball-Aliens.

    16.08.2011 09:55 Uhr - deNiro
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    16.08.2011 - 05:39 Uhr schrieb marioT
    Ein absoluter Klassiker.

    @Superstumpf
    Schriebst du deinen Hinweis für alle die zu faul sind die Einleitung zu lesen?
    Immerhin steht dort bereits das Dan O'Bannon mitspielt.;)
    BTW
    O'Bannon hat zwar die Vorlage zum Film/Drehbuch von Alien geschrieben,aber der Erfinder und geistige Vater des Aliens als solchem, ist und bleibt für mich H.R.Giger.
    Aber okay verfallen wir nicht in Haarspalterei.;)

    Danke für die Überarbeitung des SBs.


    Hat nichts mit Haarspalterei zu tun.

    Hans Rudi IST der Designer/Erfinder des Alien!

    16.08.2011 11:28 Uhr - Superstumpf
    1x
    @marioT
    Das ist mir bewusst, aber ich wollte halt meinen schlechten Witz irgendwie rüberbringen. (und pssst es gibt Leute, die zu faul sind, die Einleitung zu lesen, die wollte ich zum schmunzeln bringen)

    @marioT & @deNiro
    Klar, wie das Alien letztendlich aussah, war Giger zu verdanken. Aber es ist ja nicht so, als wenn Giger die Idee hätte und ein Drehbuch bei Fox reingeschmissen hat, oder? Das waren O'Bannon und Shusett. Wer das Making Of der Alien Quadrilogy DVDs gesehen hat, kann nichts anderes behaupten, denn da wird die Entstehungsgeschichte des Filmes erzählt, und es sind klar O'Bannon und Shusett, die die Erfinder des Aliens sind. Da gibt es keine Diskussion. Einfach mal anschauen, das Ding.

    16.08.2011 11:48 Uhr - burzel
    DB-Helfer
    User-Level von burzel 8
    Erfahrungspunkte von burzel 859
    oh mann, ganz schlechter Film.Gefällt mir nicht. Ich war wohl immer zu nüchtern dafür...

    16.08.2011 14:39 Uhr - Jack Bauer
    User-Level von Jack Bauer 2
    Erfahrungspunkte von Jack Bauer 42
    Ein kleines Meisterstück, dem Carpenter über Jahre hinweg ein überragendes Meisterwerk dem anderen Folgen ließ. Von hier an bis einschließlich THE THING hat er herausragende Arbeit geleistet, danach ging es qualitativ immer mal deutlich bergab (z.B. VILLAGE OF THE DAMNED) und dann wieder etwas (CHRISTINE, THEY LIVE, VAMPIRES) oder deutlich (PRINCE OF DARKNESS, IN THE MOUTH OF MADNESS) hinauf.
    Ich bleibe in jedem Fall bei meiner Aussage, dass ich selbst die schlechtesten bzw. am wenigsten gelungenen Carpenter-Filme einem Großteil des Schrotts vorziehe, der heutzutage im Kino läuft. Und es ist eine Schande, dass der Mann nach GHOSTS OF MARS zehn Jahre nur noch bei MASTERS OF HORROR untergekommen ist, bis 2010 endlich THE WARD zustande kam. Man kann nur hoffen, dass Carpenter nicht wieder so lange in der Versenkung verschwindet.

    16.08.2011 19:49 Uhr - magiccop
    SB.com-Autor
    User-Level von magiccop 24
    Erfahrungspunkte von magiccop 13.273
    Den hab ich tatsächlich immer noch net gesehen. Muss definitiv mal geändert werden!

    16.08.2011 21:21 Uhr - KV?RT?HL
    Wahrlich eine Perle des Genres und immer wieder gut anzuschauen.

    Vielen Dank für den interessanten SB.

    -KV?RT?HL

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