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Titelcover von: Ti Lung - Die tödliche Kobra

Ti Lung - Die tödliche Kobra

zur OFDb   OT: Siu Lam Ying Hung

Herstellungsland:Hongkong (1980)
Genre:Eastern, Martial Arts
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (3 Stimmen) Details
Veröffentlicht am: 15.11.2020
Muck47
Level 35
XP 61.569
Vergleichsfassungen
Erweiterte Fassung (Deutsche Blu-ray)
Label filmArt, Blu-ray
Land Deutschland
Freigabe FSK 18
Laufzeit 106:04 Min. (105:28 Min.)
Hongkong-Laserdisc
Label Ocean Shores, Laserdisc
Land Hongkong
Freigabe OAT II
Laufzeit 101:40 Min. (101:38 Min.) PAL
Vergleich zwischen der gekürzten "erweiterten Fassung" auf der deutschen Blu-ray und der ungekürzten Hongkong-Laserdisc von Ocean Shores


- 9 Schnitte
- Schnittdauer: 30,8 sec

Ein paar zusätzliche Vorlagenfehler mit einer Dauer von je unter 0,5 sec wurden im Schnittbericht nicht aufgeführt.



Ein seltener Eastern mit Staraufgebot als deutsche HD-Weltpremiere


Ti Lung - Die tödliche Kobra (Internationaler Titel: The [Shaolin] Heroes) ist eine sehr empfehlenswerte Eastern-Rarität: Der in Deutschland auch im Titel Pate stehende Shaw Brothers-Veteran darf hier unter der Regie von Wu Ma unerwarteterweise in eine Villain-Rolle schlüpfen. Wang Chung, Dorian Tan & Danny Lee dürfte jeder Genre-Fan auch gleich erkennen, die Story ist zudem durchaus packender als in ähnlichen Vertretern von damals. Doch wie so oft machte die schlechte Verfügbarkeit des Films es jahrelang schwer, in halbwegs angemessenen Filmgenuss zu kommen. Die ab dem 13. November 2020 erhältliche, weltweite Blu-ray-Premiere vom deutschen Label filmArt schafft hier endlich Abhilfe.

Man bekommt eine neue HD-Abtastung der deutschen Kinofassung zu sehen und das gleich in zwei oder besser gesagt sogar vier Versionen. Die für uns in erster Linie spannende Unterscheidung besteht zwischen der Hauptfassung und der "erweiterten Fassung", bei der im Finale gerade mal 13 Sekunden an SD-Inserts von früher in Deutschland fehlenden Gewaltszenen integriert wurden. Trotz abfallender Qualität sei jedem Interessent zur Sichtung dieser "erweiterten Fassung" geraten, da es eben zensurbedingte Unterschiede sind und dies nur ganz kurze Momente im Finale betrifft, sodass sich die Bildschwankungen insgesamt in Grenzen halten. Des Weiteren sind diese beiden Schnittfassungen dann noch jeweils in restaurierter und unrestaurierter Form anwählbar. Zugegebenermaßen sind die Unterschiede hier aber eigentlich nur absolut marginal - weit entfernt von so extremem Filtereinsatz, wie man ihn beispielsweise bei der "Remastered Version" von Nameless zu Tanz der Teufel vorfindet.



Erweiterte Fassung leider nicht uncut


Aber es gibt dann leider noch einen Wermutstropfen: Ärgerlicherweise ist die mit SD-Inserts angebotene "erweiterte Fassung" von filmArt auch nicht vollständig, obwohl man sie auf dem Cover nochmal mit "erstmals weltweit ungeschnitten" bewirbt. Ähnlich wie TVP es schon bei Das Schwert des gelben Tigers getan hat, wurden zwar selektiv auffällige Gewaltschnitte im Finale wieder eingefügt, aber über den Rest des Films hinweg andere Fehlmomente des HD-Masters ignoriert. Ein Großteil davon dürfte für den normalen Fan verkraftbar sein, wenn beispielsweise ein kleiner Jumpcut ohne Zensurrelevanz vorkommt oder Aufnahmen nur belanglos kürzer ausfallen. Es gehen aber auch vereinzelt Einstellungen komplett verloren und noch ärgerlicher ist, dass an einer Stelle auch ein ganzer Satz deutsche Originalsynchro nun fehlt.

Das Kuriose daran ist nämlich, dass jede einzelne dieser Stellen bei der deutschen VHS, die ansonsten im Finale die gleichen Gewaltzensuren aufweist wie die deutsche Kino-Hauptfassung auf der Blu-ray, enthalten gewesen wäre. Obwohl der Titel bereits 2015 von filmArt angekündigt wurde, hat man sich in diesen fünf Jahren bis zum letztendlichen Release wohl ganz auf die 35mm-Abtastung verlassen und die deutsche VHS-Auflage womöglich gar nicht erst zum Abgleich herangezogen. Auch der Ton klingt auf VHS übrigens klarer als bei der eher verkratzten Kinorolle, wenngleich das natürlich noch ein wenig subjektiver Geschmack bleibt.

Alles in allem sollte dieser Umstand den Easternfreund nicht vom Kauf abhalten. Man kann den raren Streifen, nach jahrzehntelanger Verfügbarkeit nur in Vollbild oder zensierter Form, nun überraschend in einer wirklich tollen HD-Qualität sehen. Dennoch bleibt eben ein fader Beigeschmack, dass man sich halbgar zwar durchaus die Mühe gemacht hat, neben der einheitlichen HD-Fassung auch eine mutmaßlich unzensierte "erweiterte Fassung" mit SD-Inserts zu erstellen, dort aber nur ausgewählt Material ergänzt und andere Kürzungen nicht beachtet hat. Der Coveraufdruck der deutschen Blu-ray trügt somit, wirklich ungeschnitten bleibt weiterhin nur die Laserdisc aus Hongkong (oder die qualitativ unterlegene Hongkong-VCD). Zwei minimale Fehlstellen findet man streng genommen auch hier, diese liegen mit zusammen 1,5 sec aber deutlich unter dem, was in beiden Fassungen auf der deutschen Blu-ray fehlt.



Laufzeitangaben sind nach dem Schema
Erweiterte Fassung auf deutscher Blu-ray / Hongkong-Laserdisc in PAL-Geschwindigkeit
angeordnet

Ti Lung - Die tödliche Kobra (1980)

Weitere Schnittberichte:

Meldung:

Während die deutsche Fassung die erste Einstellung normal zeigt (Kamera fährt zurück), ist das Bild bei der Hongkong-Laserdisc von einem späteren Moment der Aufnahme eingefroren zu sehen.
Im Anschluss nur bei der Laserdisc weitere Credits.

Laserdisc 1 sec länger

Deutsche Blu-rayHongkong-Laserdisc



02:05-02:06 / 02:00

Das Schild des Tempels bei der Blu-ray etwas länger.

+ 1,2 sec



13:15 / 12:42-12:45

Danny Lee sagt in der Halbtotale einen weiteren Satz. Die Folgeaufnahme von Dorian Tan beginnt auch etwas früher, da er hier noch über den Kommentar grübelt (und man den Rest des Satzes im Off hört). Nur noch 0,5 sec dieser Aufnahme blieben im HD-Master übrig, sodass dies sehr abgehackt wirkt.

Der Ton ist hier bei der deutschen Blu-ray etwas verschoben gegenüber der deutschen VHS, aber ein Satz wurde leider ganz unterschlagen:
Danny: "Aber Mia hat mich zurückgehalten. Ich konnte mich kaum beherrschen."
Mia: "Dieser Verräter..."

3,4 sec


Zur Veranschaulichung hier noch die gleiche Stelle von der deutschen VHS:



20:39 / 19:51-19:54

Als die Kamera an den Schriftzeichen entlang fährt, gibt es einen Jumpcut und so wird ein Teil der Kamerafahrt unterschlagen.

2,8 sec



21:15-21:16 / 20:28-20:31

Ti Lung spricht seinen Satz am Ende der Einstellung noch onscreen zu Ende.

Kurioserweise wurde die Folgeaufnahme von Dorian und Danny bei der deutschen Blu-ray dann kurz geloopt: Die erste halbe Sekunde wiederholt sich sofort. Immerhin bleibt die Synchro so vollständig, denn die folgende Antwort von Dorian hätte sich ohne diesen Loop mit dem vorigen Satz von Ti Lung überlappt.

Hongkong-Laserdisc 1,8 sec länger


Auch hier zur Veranschaulichung hier noch die gleiche Stelle von der deutschen VHS:



39:16 / 37:47-37:48

Die Kamerafahrt von den Ketten zum Kopf hat einen Jumpcut und läuft eigentlich natürlich in einem durch.
Wieder wirkt die Blu-ray hier sehr abgehackt, da der Rest der Aufnahme nur noch 0,5 sec lang ist und das Bild somit merklich springt.

1,3 sec



41:50 / 40:16-40:18

Danny etwas länger und die Folgeaufnahme vom Pinsel ein paar Frames früher.

2,2 sec



50:19 / 48:26-48:27

Jumpcut bei der Aufnahme der Häftlinge, als der eine gerade etwas lacht.

1 sec



61:37 / 59:17-59:21

Die Totale von oben einen Moment länger. Dann wird in komplett fehlender Einstellung an diversen Leuten vorbeigefahren.

4,3 sec


Erneut zur Veranschaulichung hier noch die gleiche Stelle von der deutschen VHS:



82:54 / 79:46-79:48

Die Frau ein klein wenig länger und Ti Lung draußen früher.

2 sec



93:50 / 90:16

Nur eine handvoll Frames, bei dieser markanten Stelle aber durchaus eine Erwähnung wert: Der gelbe Typ wird vor seinem Sturz bei der Blu-ray ein klein wenig früher vom Speer getroffen.

+ 0,2 sec




Ein paar Sekunden darauf gibt es den ersten SD-Insert in Windowboxed (1,33:1 auf dem 2,35:1-Bild) auf der Blu-ray. Natürlich ist durch den Vollbild-Zoom der Uncut-Quelle hier besonders viel Bild durch schwarze Balken ausgefüllt, sodass wir es hier auch mal als Vergleichs-Screenshot zur HK-Laserdisc mit aufgenommen haben.

Die Farbgebung weicht deutlich ab, wobei die identische Verunreinigung oben links im Bild auffällt. Warum auch immer ist das filmArt-Bild aber auch noch etwas beschnitten gegenüber der Hongkong-Laserdisc. Außerdem wurden die Inserts nicht mittig platziert, links ist der schwarze Balken deutlich größer.

Deutsche Blu-rayHongkong-Laserdisc



105:28 / 101:26-101:38

Die letzte Einstellung ist bei der Hongkong-Laserdisc deutlich länger: Die Beiden gehen bis unten ans Ende des Bildes weiter den Weg entlang.

12,1 sec


Anmerkung: Bei der deutschen VHS ist diese Aufnahme sogar nochmal 5 Sekunden länger.



Immerhin läuft bei der deutschen Blu-ray dann auf schwarzem Grund noch über eine halbe Minute das Lied zu Ende. Die Hongkong-Laserdisc hat nur eine kurze End-Einblendung von gerade mal 2 Sekunden und legt dann gleich noch einen Trailer nach.
Wendecover der deutschen Blu-ray von filmArt:


Cover der Hongkong-Laserdisc von Ocean Shores:
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