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Geheime Perversionen der Cleopatra

zur OFDb   OT: The Notorious Cleopatra

Herstellungsland:USA (1970)
Genre:Drama, Erotik/Sex
Bewertung unserer Besucher:
Note: - (0 Stimmen) Details
21.11.2020
brainbug1602
Level 26
XP 16.927
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Vergleichsfassungen
Deutsche Fassung ofdb
Label Schröder Media, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 18
Laufzeit 72:40 Min.
US Fassung ofdb
Label Schröder Media, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 18
Laufzeit 83:58 Min.
Verglichen wurden die deutsche Fassung mit der US-Fassung.

Die nackte Cleopatra



Der mächtige Caesar ist gelangweilt vom Sex mit seinen Sklavinnen und schickt daher den Anführer seiner Truppen Marc Antony nach Ägypten, um den Gerüchten von der äußerst hübschen Königin Cleopatra nachzugehen. Antony ist begeistert von Cleopatra und der hohen Kultur der Ägypter, die zwar genauso wie die Römer eine Orgie zu schätzen wissen, dabei aber deutlich friedlicher zur Tat schreiten. Antony und Cleopatra verlieben sich ineinander, doch eines Tages wird Antony von Caesar zurück nach Rom gerufen. Cleopatra und ihre Dienerin Charmian beschließen ebenfalls heimlich nach Rom zu reisen und geraten dort mitten in eine Verschwörung. Einige Senatsmitglieder planen die Ermordung Caesars mit drastischen Folgen für Cleopatra.

Der von Harry Novak geleitete Verleiher Boxoffice International Pictures, Inc. hat sich in den 60er und 70er Jahren vor allem auf billig gedrehte Sexploitationfilme spezialisiert. Geheime Perversionen der Cleopatra bildet da keine Ausnahme und versagt so ziemlich auf ganzer Linie. Kostüme, Ausstattung und Darsteller sind sehr schlecht, die Dramaturgie ein Witz und die Sexszenen sind träge und zäh wie Kaugummi. Vollends verwirrt dürfte man sein, wenn der eher lapidar inszeniert Film versucht im Finale mit der Ermordung von Caesar und dem daraus folgenden Umsturz tatsächlich noch ernste Töne anzuschlagen. Jay Edwards hat ein Anspruch auf den Titel als schlechtestes Caesar Darsteller überhaupt, zumal jegliche Erotik verpufft, wenn sich so manch arme Darstellerin auf seinem ausufernden Bauch reiben darf. Trotz dunkler Hautfarbe bleibt Loray White als Cleopatra farblos und von Dixie Donovan als Charmian bleibt auch nur ihr ausufernder Vorbau in Erinnerung. Wer auf billig gedrehte Sexploitation abfährt und sich über einen bemüht historischen Kontext amüsieren kann, der kann sich an Geheime Perversionen der Cleopatra durchaus heranwagen. Wer einen guten Cleopatra Erotik-Film aus den 70er Jahren sehen will, sollte sich lieber den Anime Cleo und die tollen Römer ansehen. Wenn es dann doch ein Realfilm sein muss, dann sollte man lieber zu dem später gedrehten Die Orgien der Cleopatra greifen. Der ist zwar auch billig heruntergeschludert, aber deutlich interessanter. Falls sich ein Leser an die kunterbunte Welt von Boxoffice International Pictures heranwagen will, der fängt am besten mit Please Don't Eat My Mother an, bei der es sich um eine schräge Parodie auf Roger Cormans The Little Shop of Horrors handelt.

Zwei Schnittfassungen auf der deutschen DVD enthalten



Auf der deutschen DVD von Schröder Media befinden sich zwei Fassungen des Films. Bei der deutschen Fassung handelt es sich wahrscheinlich um die deutsche Kinofassung, die in einigen Punkten von der englischen Original-Schnittfassung abweicht. Die deutsche Fassung ist in den Sexszenen sehr stark gekürzt. Die Schnitte sind meist sehr gut gesetzt, so dass die im Original teils ausufernden Erotikszenen auf ein vernünftiges Maß reduziert wurden. Des Weiteren wurde am Ende des Films bei der Ermordung Caesars einige blutige Einstellungen entfernt. Obwohl dies tricktechnisch eher plump umgesetzt wurde, fand der damalige Verleiher das Kunstblut in dem Erotikfilm doch etwas zu heftig. Kurioserweise wurden in die deutschen Fassung Szenen aus einem Sandalenfilm geschnitten. So darf man diverse Kämpfe in der Arena bewundern, einen Gefangenenausbruch und ein Überfall auf eine römische Kohorte. Die Szenen sind nur dürftig in die Handlung des Films integriert. Einzig bei dem Gefangenenausbruch aus dem Kerker soll suggeriert werden, dass dieser gerade stattfindet, während Cleopatra dorthin verschleppt wird, denn während den Dialogszenen sind weiterhin im Hintergrund die Kampfgeräusche zu hören. Dies ist absolut sinnbefreit, denn wieso sollte Cleopatra gerade an den Ort gebracht werden, an dem gerade eine Revolte tobt. Die deutsche Schnittfassung ist ein ziemliches Kuriosum, das man dank der deutschen DVD von Schröder Media wiederentdecken darf. Leider hat es den Anschein als wäre die deutsche Fassung nur von einer Leinwand abgefilmt wurden. Kompressionsartefakte an manchen Stellen und die mäßige Bildqualität deuten darauf hin. Gleich zu Beginn wirkt es durch das wackelnde Bild zudem so als würde erst die Kamera justiert werden. Die englische Fassung ist qualitativ sehr gut und stammt vermutlich von der Something Weird Video DVD. Man sollte die US-Fassung als Hauptfassung ansehen und die deutsche Fassung als netter Zusatz, dann kann man mit der DVD äußerst zufrieden sein. Da die US DVD sowieso nur noch schwer zu bekommen ist, ist die deutsche DVD von Schröder Media eine mehr als adäquate Alternative.

Bildvergleich:

Deutsche Fassung:



US-Fassung:



Laufzeiten:

Deutsche Fassung: 72:40 Min.
US-Fassung: 83:58 Min.

Geheime Perversionen der Cleopatra (1970)


Meldung:

Dieser Schnittbericht hat mehrere Seiten
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[00:00:00][00:00:00]

Die deutsche Fassung hat einen neu gestalteten Vorspann. Die Titel werden bei zwei Standbildern eingeblendet.



Die US Fassung hat den Originalvorspann. Diverse Männer blicken sich dabei auf dem Sklavenmarkt um, während die Titel eingeblendet werden.



DF: 1:29 Min.
US: 1:41 Min.


[00:02:10][00:02:20]

Während der Versteigerung der persischen Frau, schneidet die deutsche Fassung auf eine Gruppe Gladiatoren beim Training.



DF: 16 Sek.


[00:03:37][00:03:30]

Nachdem die Germanin auf das Podest gebracht wurde, schneidet die deutsche Fassung wieder auf die Gladiatoren beim Training.



DF: 13 Sek.


[00:06:20][00:05:57]

In der US Fassung kümmert sich die Sklavin deutlich länger um Caesar.



US: 1:36 Min.


[00:06:26][00:07:40]

Caesar und die Sklavin sind länger zu sehen. Nach einer Nahaufnahme von der Sklavin, fährt die Kamera um Caesar, während sich die Sklavin auf ihm reibt.



US: 52 Sek.


[00:06:34][00:08:40]

Caesar und die Sklavin sind etwas länger zu sehen.



US: 1 Sek.


[00:08:08][00:10:13]

Caesar kommt zum Ende und lässt die bewusstlose Sklavin davontragen. Er setzt sich auf seine Liege.



US: 20 Sek.


[00:15:04][00:17:21]

Während Cleopatra für Antony tanzt, fehlt wie sie ihr Unterteil auszieht und fallen lässt.



US: 9 Sek.


[00:15:35][00:18:00]

Als Cleopatra ihre Hüfte kreisen lässt, fehlt der Anfang der Einstellung bei dem die Kamera von ihrem Intimbereich nach oben fährt.



US: 5 Sek.


[00:16:59][00:19:28]

Filmriss beim Rollenwechsel: Antony steigt zu Cleopatra ins Bett.



US: 3 Sek.


[00:17:04][00:19:36]

Filmriss: Die beiden küssen sich länger auf dem Bett.



US: 6 Sek.


[00:17:23][00:20:01]

Cleopatra und Antony küssen sich länger in der US Fassung.



US: 12 Sek.


[00:17:34][00:20:23]

Antony und Cleopatra sind länger beim Liebesspiel zu sehen.



US: 11 Sek.


[00:17:44][00:20:43]

Wieder fehlt ein Teil des Liebesspiels zwischen Antony und Cleopatra. Dazwischen ein kurzer Schnitt auf die Legionäre.



US: 43 Sek.


[00:22:57][00:26:33]

Der maskierte Tänzer legt sich in kreisenden Bewegungen auf die Jungfrau.



US: 9 Sek.


[00:23:22][00:27:06]

Die Jungfrau wird von ihren Fesseln befreit und genießt es mit dem maskierten Mann zu schlafen. Antony schaut interessiert dabei zu.



US: 34 Sek.


[00:23:30][00:27:47]

Die Jungfrau küsst länger die Maske des Mannes.



US: 5 Sek.


[00:23:37][00:27:59]

Die Jungfrau und der Mann sind früher zu sehen.



US: 3 Sek.


[00:23:47][00:28:11]

Die Jungfrau und der maskierte Mann sind länger zu sehen. Dazwischen ein Schnitt auf die Zuschauer.



US: 12 Sek.


[00:25:07][00:29:42]

Es fehlt ein Teil der Orgie zu Isis Ehren.



US: 16 Sek.


[00:25:09][00:30:00]

Die Kamera schwenkt weiter nach unten auf die Orgie.



US: 3 Sek.


[00:25:13][00:30:08]

Ein weiteres Mal zeigt die US mehr von dem Treiben bei der Orgie.



In der DF fällt der Schnitt gar nicht auf, da dadurch eine Einstellung wieder zusammengeführt wird.

US: 6 Sek.


[00:25:23][00:30:23]

Wieder zeigt die US wie sich die Leute bei der Orgie vergnügen.



US: 10 Sek.


[00:25:28][00:30:38]

Zwei Einstellungen der Orgie fehlen in der DF.



US: 5 Sek.


[00:25:35][00:30:50]

Weitere Einstellungen der Orgie sind zu sehen.



US: 16 Sek.


[00:25:39][00:31:09]

Noch einmal gibt uns die US einen ausführlichen Einblick in das Liebesleben im alten Ägypten.



US: 59 Sek.


[00:25:44][00:32:14]

Eine kurze Einstellung von der Orgie fehlt.



US: 2 Sek.


[00:25:50][00:32:21]

Weitere Einstellungen der Orgie sind zu sehen.



US: 17 Sek.


[00:25:53][00:32:41]

Wieder ist die Orgie in der US länger.



US: 11 Sek.


[00:25:56][00:32:55]

Zwei Frauen in der Orgie sind länger zu sehen.



US: 4 Sek.


[00:31:46][00:38:42]

Cleopatra und Charmian liebkosen sich länger auf dem Bett.



US: 50 Sek.
Dieser Schnittbericht hat mehrere Seiten
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Kommentare

21.11.2020 09:33 Uhr - Der Dicke
6x
SB.com-Autor
User-Level von Der Dicke 22
Erfahrungspunkte von Der Dicke 10.400
Szenen von der Orgie. Caesar schläft dabei ein.


Spießer!

21.11.2020 11:35 Uhr - laurin
2x
"Obwohl dies tricktechnisch eher plump umgesetzt wurde, fand der damalige Verleiher das Kunstblut in dem Erotikfilm doch etwas zu heftig."

Jaja, "Eine Zensur findet nicht statt"! Art5, GG

21.11.2020 15:59 Uhr - FdM
2x
User-Level von FdM 2
Erfahrungspunkte von FdM 54
Leider sind die deutschen Credits bei den DVD'S (und höher) durch den Einsatz von ausländischen Mastern fast vollkommen verschwunden,was ich sehr schade finde,ich mag das ganz gerne,da auch gelegentlich die Synchronsprecher genannt wurden.

21.11.2020 19:35 Uhr - KKinski
7x
User-Level von KKinski 1
Erfahrungspunkte von KKinski 24
21.11.2020 11:35 Uhr schrieb laurin
"Obwohl dies tricktechnisch eher plump umgesetzt wurde, fand der damalige Verleiher das Kunstblut in dem Erotikfilm doch etwas zu heftig."

Jaja, "Eine Zensur findet nicht statt"! Art5, GG

Ja, von staatlicher Seite ist hier gemeint. Als Rechteinhaber kannst du mit deinem Kram machen, was du willst. Da hat der Staat oder das GG nichts mit zu tun.

21.11.2020 22:08 Uhr - Pasadena
21.11.2020 19:35 Uhr schrieb KKinski
21.11.2020 11:35 Uhr schrieb laurin
"Obwohl dies tricktechnisch eher plump umgesetzt wurde, fand der damalige Verleiher das Kunstblut in dem Erotikfilm doch etwas zu heftig."

Jaja, "Eine Zensur findet nicht statt"! Art5, GG

Ja, von staatlicher Seite ist hier gemeint. Als Rechteinhaber kannst du mit deinem Kram machen, was du willst. Da hat der Staat oder das GG nichts mit zu tun.



Das kann ja gar nicht sein, weil sonst würde es so auch hier stehen: https://www.schnittberichte.com/artikel.php?ID=67

22.11.2020 03:07 Uhr - Eightcoins
Wieso haben Pornos, bis auf Fälle wo es die genaue Fantasie von Zuschauern ist, überhaupt noch eine Handlung?
Von dem was ich weiß war original das eine Ausrede um Zensurgestze zu umgehen. 1970 gab es die aber lange nicht mehr

22.11.2020 12:57 Uhr - Oberstarzt
Oldschool-Tittöön! "Bärenkommentare" in 3,2,1: ...

Ach ja, etwas fällt mir auf: Cleopatra im Film ist klar schwarzafrikanisch (Araberinnen ließen sich wahrscheinlich nicht überreden) aber auf dem Cover ist eine Weiße abgebildet. Dachte der Verleiher, schwarze Frauen wären "zu drastisch" für den geneigten deutschen Fapper oder gleich ein Beschlagnahmungsgrund?

23.11.2020 16:57 Uhr - Ragory
22.11.2020 03:07 Uhr schrieb Eightcoins
Wieso haben Pornos, bis auf Fälle wo es die genaue Fantasie von Zuschauern ist, überhaupt noch eine Handlung?
Von dem was ich weiß war original das eine Ausrede um Zensurgestze zu umgehen. 1970 gab es die aber lange nicht mehr


Weil sich die Pornofilme ab 1970 aus der privaten Schmuddelecke befreit haben und zu einem eigenständigen Kinofilmgenre wurden. Mit dem Aufkommen der Videokassette war das goldene Zeitalter der Pornografie dann aber langsam auch wieder vorbei (leider).

Übrigens handelt es sich bei diesem Cleopatra-Film nicht um Pornografie, sondern um einen Softsexfilm.

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