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Lucio Fulci - Seine Karriere im Zensur-Überblick

Eine Filmographie geprägt von Indizierungen, Beschlagnahmen und vielen Schnitten

Am 17.6.1927 wurde Lucio Fulci in Rom geboren. Trotz Medizinstudium entschied er sich für eine Karriere in der Filmindustrie und seit 1948 folgte er dieser Absicht, anfangs noch in kleineren Positionen. Ein Jahrzehnt später saß er erstmals selbst auf dem Regiestuhl, doch es sollte bis Ende der 70er dauern, dass er seinen wirklichen Durchbruch feiern könnte. Bis heute verbindet man mit seinem Namen wohl vor allem die diversen Splatter-Klassiker, die bei Gore-Fans und Videotheken-Jüngern einen Ehrenplatz haben dürften und zugleich besonders die Jugendschützer hierzulande auf die Barrikaden brachten.

Schaut man sich die gesamte Filmographie an, stellt man schnell fest, dass das Horror-Genre nur eines von vielen war. Auch z. B. Western, Komödien, Giallos und Actionfilme lieferte der italienische Regisseur ab, wobei Auftragsarbeiten und durchaus mit mehr Herzblut inszenierte Werke sich da stets ein wenig abwechseln. Eine besondere Handschrift erkennt der interessierte Filmfan aber allemal, dafür muss es nicht immer die eine markant zelebrierte Gewaltspitze aus seinen Zombie-Werken sein.

Dass gerade diese Filme zu Lebenszeiten zwar durchaus finanziell erfolgreich waren und er sich einen Namen unter Genre-Fans gemacht hatte, er insgesamt aber kaum größere Anerkennung von Kritikern in Italien und im Ausland bekam, schien durchaus etwas an Fulci zu nagen. Bekannt sind da vor allem seine kritischen Worte zum in den 80ern oft gelobten Dario Argento, der entsprechend auch lange eine Zusammenarbeit ablehnte. Nachdem Fulci schon Ende der 80er gesundheitlich durch u. a. seine Diabetes-Erkrankung stark angeschlagen war, versöhnten sich die Beiden 1994 und nahmen ein gemeinsames Projekt in Angriff. Am 13. März 1996 verstarb Fulci dann jedoch an einer womöglich von ihm selbst schlicht vergessenen Insulinspritze. Argento übernahm die Kosten für das Begräbnis und vollendete die Arbeit an Wax Mask zumindest mit Sergio Stivaletti auf dem Regiestuhl.

Die diversen Gewalt-Effekte von Lucio Fulcis Filmen führten speziell in Deutschland oft zu Indizierungen und eben auch etlichen Beschlagnahmen nach §131 StGB. Damit einhergehend gelangten natürlich in den freien Handel diverse FSK-Schnittfassungen, aber auch im Ausland kam man nicht immer leicht in vollständigen Filmgenuss. Und erstaunlicherweise gilt das auch für einige seiner Filme aus anderen Genres, blutige Momente trifft man jedenfalls auch dort häufig an. Im folgenden Special haben wir uns die zensurtechnisch relevanten Titel rausgepickt und lassen somit eine durchaus bemerkenswert vielseitige Filmographie nochmal unter der Zensurlupe Revue passieren.

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