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Bester Film: Die Oscar-Gewinner im Zensur-Überblick

Gekürzte oder alternative Filmversionen der Academy Awards-Preisträger

Ende Februar oder Anfang März eines jeden Jahres schauen Filmemacher, Kritiker und Zuschauer mit Spannung gen Hollywood. Dort werden die Academy Awards, besser bekannt als Oscars, an die Werke vergeben, die in den vergangenen Monaten in die Kinos kamen und um die begehrten Nominierungen buhlten. Bis die große Zeremonie abgehalten wird, durchlaufen Filme häufig schon diverse Festivals und andere Preisverleihungen. Screen Actor's Guild Award, Golden Globe oder Palme d'Or in Cannes - sie alle haben ihren ganz eigenen Stellenwert, der zwar nicht das ultimative Prestige wie die Oscars besitzt, oft aber ein wichtiger Gradmesser für die späteren Erfolgschancen einer Produktion ist.

Bei den Oscar-Verleihungen geht es nicht nur um die Ehrung künstlerischer Leistungen, sondern auch um handfeste finanzielle Interessen. Darsteller und Regisseure möchten ihre Karriere krönen oder sich dadurch künftig bessere Verhandlungspositionen für andere Filmprojekte erarbeiten. Produzenten und die dahinterstehenden Studios wollen sich einerseits mit ihren preisgekrönten Titeln schmücken und ihre Attraktivität für ambitionierte Filmemacher erhöhen und andererseits vom positiven Marketing-Boost für die Filme profitieren. Deshalb ist schon eine Nominierung im Vorfeld potentiell Millionen von Dollar wert.

Und wo so viel Prestige und Geld im Spiel sind, ist die Aufregung hinter den Kulissen vieler Filmproduktionen mitunter ganz schön groß. "Kreative Differenzen" ist ein oft gehörter Begriff, der längst nicht auf jede Produktion von hoher Qualität zutrifft, der aber doch nur vage umreißt, worum es wirklich geht, gerade wenn ein großes Budget auf dem Spiel steht. Und gerade bei den Kinofassungen müssen Filmemacher, die nicht das Recht auf den "Final Cut", also die alleinige Kontrolle über die finale Schnittfassung haben, oft Kompromisse machen. Sei es bei der Laufzeit, zensurbedingt oder bei der Tonalität ihres Werks.

Normalerweise denkt man, dass alle, insbesondere die Regisseure, glücklicher kaum sein könnten, wenn ihr Werk am Ende tatsächlich den Oscar für den besten Film abgeräumt hat und sie vielleicht auch noch als bester Regisseur gewinnen (was nicht immer passiert). Doch wir haben in den Archiven der Oscar-Awards recherchiert und einige Titel gefunden, von denen im Nachhinein noch unzensierte Fassungen, Director's Cuts, Extended Versionen oder Langfassungen veröffentlicht wurden und die die zentrale Frage dieses Specials bilden: Sind die Filme in ihrer Kinofassung tatsächlich der beste Film?

Schnittberichte.com (2018)