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Paul Verhoeven - Seine Filme im Zensur-Überblick

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Türkische Früchte

1973

Ende der 60er drehte Verhoeven eine TV-Dokumentation und die 12-teilige Fernsehserie Floris (ebenfalls mit Rutger Hauer). Es folgte der zensurtechnisch uninteressante, aber auch in Deutschland ausgewertete Film Was sehe ich ...! Was sehe ich ...!, dann kam der hier besprochene Türkische Früchte.

Es handelt sich um ein Liebesdrama, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Jan Hendrik Wolkers, der bekannt war für extreme sexuelle Verbildlichungen. An den Kinokassen der Niederlande war Türkische Früchte ein kommerzieller Erfolg und somit der erste Film, der ein bisschen mehr auf Verhoeven, aber auch auf Hauer aufmerksam machte. 1974 wurde er zudem für den Oscar „bester ausländischer Film“ nominiert.

Der Film kam in Deutschland noch mit FSK 18 in die Kinos und es ist wohl nicht ganz klar, inwiefern diese Fassung gekürzt war. Auf der ungeprüften VHS von VPS fehlte jedenfalls die End-Szene, was bei der FSK 16-VHS von Polygram nicht mehr zu beanstanden hatte - dafür hatte diese diverse Zensur- und auch Handlungsschnitte. Mittlerweile ist die ungekürzte Fassung mit FSK 16 auf DVD erhältlich.

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Kommentare

25.02.2018 12:29 Uhr - Abel Ferrara 1977
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Meisterwerk Nummer 1

26.02.2018 12:53 Uhr - Stoi
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25.02.2018 12:29 Uhr schrieb Abel Ferrara 1977
Meisterwerk Nummer 1


Naja, wenn du meinst ...

26.02.2018 16:06 Uhr - Abel Ferrara 1977
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26.02.2018 12:53 Uhr schrieb Stoi
25.02.2018 12:29 Uhr schrieb Abel Ferrara 1977
Meisterwerk Nummer 1


Naja, wenn du meinst ...


Der Film ist von 1973 und in der Tat ein Meisterwerk...Vor allem für ein Erstling.
Man muss ihn schon im Kontext der Zeit bewerten und nciht wie viel Blut fließt...

26.02.2018 16:31 Uhr - Stoi
Wie kommst du darauf, dass ich die Qualität eines Films mit der Menge des vergossenen Filmblutes messe?
Klar, es ist ein solider Erstling aber kein Meisterwerk.
Dazu gehört schon etwas mehr - auch im Kontext der Zeit.

27.02.2018 16:20 Uhr - Abel Ferrara 1977
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26.02.2018 16:31 Uhr schrieb Stoi
Wie kommst du darauf, dass ich die Qualität eines Films mit der Menge des vergossenen Filmblutes messe?
Klar, es ist ein solider Erstling aber kein Meisterwerk.
Dazu gehört schon etwas mehr - auch im Kontext der Zeit.


Weil das hier normal ist auf der Seite und ich den Eindruck habe.
Ich verfolge diese Seite schon etliche Jahre. Das ist auch der wesentliche Unterschied zwischen den Bewertungen auf Schnittberichte und Bewertungen auf OFDB... Wenn ich die Bewertungen (oder Kommentare) teilweise lese, denke ich immer es kommentieren pupertierende 12 Jährige...
Außerdem verfoge ich Verhoeven schon als es noch kein Robocop gab und da sieht die Sachlage schon etwa anders aus. Wenn man natürlich erst Robocop oder Starship Tropers gesehen hat (zu einer Zeit als er schon berühmt war), dann sollte ersichtlich sein, Warum ich diesen Film als sein Meisterwerk Nunmer 1 bezeichne.
Verhoeven hat in den Niederlanden seine (Qualitativ) eindeutig besten Werke abgeliefert. Angefangen mit "Türkische Früchte", dann kommt "Das Mädchen Keetje Tippel" und als drittes "der vierte Mann" ....Erst dann gesellt sich Robocop oder Starship Troopers ein ... Kann man auch nicht wirklich vergleichen die Werke untereinander (sind alles Meisterweke, weil Verhoeven eben ein echter Künstler ist) und weil Verhoeven (mit Robocop) ankündigte den härtesten(gewalttäigsten) Film aller Zeiten zu drehen (Willkommen in der USA)... Und somit kamen wesentlich mehr (NEUE) Fans hinzu...
Ähnlich ist das auch bei Quentin Tarantino...Da gibt es auch 2 Arten von Fans...Einmal die Fans der ersten Stunde, die Reservoir Lieben, bzw seine ersten 3 Filme einfach vergöttern (wegen der Dialoge und Einzigartigkeit) . Dabei sehnten sie sich damals nach kreativer Gewalttätigkeit (Cover Text Reservoir Dogs: Die Gewalt ist nichts für schwache Nerven) und lernten, dass Tarantino viel besser war, als wie er wünschte gerne zu sein... Das ging bis zu Kill Bill, den er nach einer mehrjährigen Auszeit ablieferte...
Und dann gibt es die Fans ab Kill Bill" (ab dem 4. Film)...Die eben vorwiegend auf Blutzoll und extreme Gewalttätigkeit achten...mit Jackie Brown könne die gar nichts anfangen, dabei ist das sein 3.bester Film nach "Pulp Fiction" und Reservoir Dogs" der klar die Nummer 1 ist...

27.02.2018 17:31 Uhr - Stoi
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Ich muss zugeben, dass ich mich mit Verhoeven erst nach Robocop beschäftigt habe und aus der Perspektive die Frühwerke nicht so aufregend empfand.
Ein wirklicher Fan bin ich auch nicht, er hat ein paar interessante Filme gemacht aber einiges ging nicht an mich, so wie z.B. Showgirls und Starship Troopers.

27.02.2018 16:20 Uhr schrieb Abel Ferrara 1977
...mit Jackie Brown könne die gar nichts anfangen, dabei ist das sein 3.bester Film nach "Pulp Fiction" und Reservoir Dogs" der klar die Nummer 1 ist...


Witzig, exakt auch meine Reihenfolge.
Kill Bill war recht skurriel, Death Proof furchtbar, die beide Western und Basterds recht unterhaltsam. Die Zeiten, dass ich einem neuen Tarantino entgegenfiebere, und schon lange vorbei.

04.08.2018 10:43 Uhr - Postman1970
27.02.2018 16:20 Uhr schrieb Abel Ferrara 1977

Weil das hier normal ist auf der Seite und ich den Eindruck habe.
Ich verfolge diese Seite schon etliche Jahre. Das ist auch der wesentliche Unterschied zwischen den Bewertungen auf Schnittberichte und Bewertungen auf OFDB... Wenn ich die Bewertungen (oder Kommentare) teilweise lese, denke ich immer es kommentieren pupertierende 12 Jährige...


Dass es vielen hier nur um Blut oder Effekte geht ist in der Tat etwas unglücklich ausgedrückt, aber den meisten sind eben Liebesfilme oder Beziehungsdramen (auch wenn sie tragisch sind) zu langatmig und viel zu sehr als Minikosmos ausgelegt. Man muss sich deshalb bei solchen Filmen auch nicht immer einen auf intellektuell machen, um sich damit geistig auf eine höhere Ebene zu setzen, denn letztendlich bleiben es Sexfilmchen.

Solche Filme wurden oft von Männern als Kritiker (u.a. auch Der letzte Tango in Paris) hochgelobt, da Nacktheit oder wilde Beziehungen damals noch ein Skandale waren und jeder auch nur darauf wartete irgendwann eine nackte Frau bzw. Brüste und eine Muschis zu sehen.

Ich habe vor kurzem "Betty Blue" angeschaut - ein ähnlich gelagerter Fall.
Würde die Dalle keine Augenweide sein, langweilt einen die Handlung schon nach kurzer Zeit. Da helfen die ganzen schönen Bilder oft nichts, denn die Story hat wenig bis keine Spannungskurven und alles wirkt oft ohne Drehbuch oder unglaubwürdig. Solche Filme gehen haben dann meist auch noch Überlänge...

Verhoeven wirkte oft auch nur als reiner Provokateur, der gegen den Standard laufen wollte.
Dieses Geschäftsmodell funktioniert aber heute leider nicht mehr.

Auch wenn ich Fulci Filme sehr gut finde, sind sie cineastisch genausowenig ein Meisterwerk wie "Türkische Früche". Aber ohne solche Filme hätten wir heute noch jede Menge Zensur und sie dokumentieren damit den damaligen Zeitgeist, welches für mich auch ein Stück Filmhistorie ist.

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