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Die Halloween-Reihe im Zensurüberblick

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Vorbilder & Inspirationen

John Carpenter selbst nannte ganz konkret vor allem Der Exorzist bzw. dessen schockierende Wirkung mit der generellen Botschaft, dass man "das Böse" nicht so einfach besiegen könnte. Gleich die einleitende Kamerafahrt von Halloween gilt wiederum als Reminiszenz an Orson Welles' Klassiker Im Zeichen des Bösen. Einige stilistische und handwerkliche Elemente, die Carpenter quasi perfektioniert und später dann Vorlage für viele weitere Filme waren, hatten ihren Ursprung jedenfalls schon in den Jahrzehnten zuvor.

Generell muss man hier natürlich das Slasher-Subgenre erwähnen, bei dem ein psychopathischer Kiler meist jugendliche (oder zumindest nicht viel mehr als 20 Jahre alte) Opfer jagt und seine Taten durch die Erinnerung an frühere Ereignisse in Gang gesetzt werden. Besonders bekannte Vertreter waren hier die 1960 entstandenen Augen der Angst und Alfred Hitchcocks Psycho, in denen jeweils Frauen unter einem Mann leiden müssen, der Kindheits-Traumata nicht richtig verarbeitet hat. Nach mehr oder weniger ähnlichem Schema funktionierte auch The Texas Chainsaw Massacre, der zudem auch das Prinzip eines auf markante Weise maskierten Killers vertritt, welcher wiederum eine eigene Kult-Anhängerschaft nach sich zog.

Auch auf andere Weise bot die Geburtsstunde von Leatherface ein gutes Fundament für Myers' Eskapaden, denn hier kann man mit Sally ein "final girl" vorfinden. Jamie Lee Curtis sollte später ein Musterbeispiel dieses Merkmals diverser Horrorfilme werden, demzufolge sich ein weitestgehend unschuldig wirkendes Mädel im Laufe eines Films infolge vor allem von männlichen Widersachern ausgehender Gewalt immer mehr emanzipiert und am Ende dem Peiniger strotzt. Ob sie dabei nun im Gegensatz zu anderen Jugendlichen in ihrem Alter eher sexuell zurückhaltend ist (eine enge Definition dieses Begriffs) oder diese Protagonistin einfach die einzige Überlebende ist, das Schema dürfte klar sein. Auch Lila Crane aus Psycho kann so als "final girl" angesehen werden und Black Christmas lieferte 1974 mit Jess eine weitere Figur, auf die dies zutrifft. Mari Collingwood aus dem 1972 entstandenen The Last House on the Left wäre ein weiteres Beispiel, wobei das Rape'N'Revenge-Subgenre nochmal ein Thema für sich ist.

Zu guter Letzt kann man noch den Low Budget-Ansatz hervorheben, denn Carpenters Original entstand an nur 20 Tagen für schmale 300.000 US-Dollar. Gerade im Horror-Genre quasi gang und gäbe und drei absolute Klassiker kann man da aus den Jahren vor Halloween nochmal hervorheben. Einerseits seien erneut The Texas Chainsaw Massacre (~ $140.000) und The Last House on the Left ($87.000) von Wes Craven genannt. Andererseits schaffte das schon George A. Romero zuvor im Jahre 1968 mit Night of the Living Dead für rund $114.000.

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Kommentare

26.10.2018 00:31 Uhr - TheRealAsh
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Also schon mal hier vielen Dank für das grandiose Special, das mal wieder richtig gut geworden ist - und auch etwas anders, kommt gut.


26.10.2018 00:37 Uhr - Fulgento
Ist Euch schon mal aufgefallen, dass der mit die dämlichste "Sexszene" überhaupt hat?

Achtet mal auf Lynda und Bobby...

Mann... Da stell ich mich ja geschickter an...
😁😁😁😁

26.10.2018 03:42 Uhr - Intofilms
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Auch bei Hammer-Starregisseur Terence Fisher gibt es schon eine starke Tendenz zu langen, ruhigen, räumlichen Kameraeinstellungen, in nur einen Take möglichst viel reinzupacken ohne schnelle, aggressive Schnitte. Carpenter selbst hat einmal erklärt, ohne Fisher hätte sein „Halloween“ niemals so ausgesehen. Fisher hat ja seine klassischen Gothic-Horrorfilme manchmal auch als ‚dark fairy tales‘ bezeichnet. Für Carpenters edle Schauermär würde das eigentlich auch hervorragend passen.

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