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Kommentare
01.04.2020 00:08 Uhr - Rosetta (Review)
Danke! Man beachte womöglich das Datum des heutigen Tages. ;)
29.03.2020 01:01 Uhr - Death File: Black (Review)
Hervorragend recherchiert, mehr kann man dazu nicht sagen! War eine Freude und Bereicherung, das zu lesen. Lediglich Adachi ist mir bekannt, aber ich habe nur am Rande Erfahrung mit den hier besprochenen Filmen. Was mir persönlich auch reicht. Es ist letzten Endes ein schwieriges Thema und immer ein Drahtseilakt zwischen "wissen, was auf der Welt wirklich passiert" (denn dem Großteil der Menschen scheint schlicht und einfach die Vorstellungskraft zu fehlen, und ein Befassen damit kann sicher auch gute Resultate haben, etwa die Mitarbeit bei einer NGO) und psychisch Schaden nehmen. Muß jeder selbst wissen.
Ach, dachte, es geht vielleicht um Xavier Naidoos Karriere. Schade.
Na sieh mal einer an, da passieren ja doch noch interessante Dinge!
16.03.2020 03:05 Uhr - Blutgletscher (Review)
Schöne Kritik zu einem sehr guten und massiv unterschätzten Film. Auch mit der Wertung stimme ich mit dir überein. "Blutgletscher" hat mir auch sehr viel Freude bereitet, es empfiehlt sich übrigens ein Double-Feature mit dem Schweizer "Sennentuntschi" :)
16.03.2020 01:52 Uhr schrieb Bokusatsu
Zu den Vorbehaltsfilmen wie Kolberg:
Für heutige Zuschauer sind diese Werke ohne den historischen Hintergrund eher nichts.Kolberg lief schon öfters auf Arte.Und restaurierte Szenen von vielen Filmen finden sich in der (unpassend) bezeichneten Dokumentation Verbotene Filme.Darunter sogar welche von Heimkehr.Den einzigen Vorbehaltsfilm den selbst die Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung nicht zeigen will.

Ja, ist mir bekannt. Es wäre trotzdem schön, wenn diese Filme einfach normal zugänglich gemacht werden würden. Meinetwegen mit Disclaimern oder was auch immer. Selbst in der Uni hatten wir nur irgendwelche miserablen Veröffentlichungen dubioser Herkunft aus dem Ausland ("Jud Süß" und solche Geschichten). Es gibt meiner Meinung nach für das Verständnis einer bestimmten Zeit nichts Interessanteres, als sich deren Filme mal in voller Länge anzusehen und auf sich wirken zu lassen. Aber solange diese Werke wenigstens ordentlich archiviert und digitalisiert werden, ist das schon mal besser als nichts, und da sieht es nach meinem Wissen durch die Murnau-Stiftung bei uns ganz gut aus.
Ist ja nicht so, daß Filme nicht auch einfach Zeitdokumente sein können... Aber verwunderlich ist das bei einem Konzern wie Disney natürlich nicht, und solange solche Bestimmungen nicht staatlicher Natur sind (*hust* Deutschland und das "gefährliche" Filmerbe aus dem Dritten Reich, das doch eh nur für Filmhistoriker und vielleicht zwei, drei Verwirrte interessant ist -- würde z.B. "Kolberg" gerne mal restauriert sehen, mit seinem Entstehungskontext ein völlig irrsinniges Werk), kann man eben nichts machen. Habe diesen deutschen Titel allerdings noch nie gehört, kenne den nur als "Song of the South", und mein Interesse hält sich auch in Grenzen.
09.03.2020 11:16 Uhr schrieb Apple Pie
Ich persönlich brauche, bis auf "Der Fan" gar keine weiteren Schmidt-Film, da ich den Kerl für komplett talentfrei halte und höchstens noch seinen "Loft" ansehbar fand. Da finde ich die Pyun-Dreingabe fast schon erfrischend. Und selbst sein "Fan" ist dank stümperhafter Inszenierung zu keiner Sekunde ernstzunehmen bzw. taugt eher als kultiger Trash mit herben Einschlägen.

Gut, für mich ist er der interessanteste deutsche Regisseur der Nachkriegszeit und ich mag bis auf "Undine" eigentlich alle seine Spielfilme. Aber Ecki liebt odet haßt man eben, das war nie anders. :P
Den muß man natürlich in der Sammlung haben! Aber was soll der Bonusfilm, der gar nichts mit Eckhart Schmidt zu tun hat...? Stattdessen das "Gold der Liebe", das wärs...
Will auch mal dieses Hongkong-Karate (空手 = wörtlich leere/freie Hand!) mit Schwertern lernen...
07.03.2020 23:30 Uhr - Gonin (SB)
Beide Fassungen sind übrigens auf der japanischen Bluray vertreten. Das Ende ist allerdings in beiden Fassungen gleich, bzw. in der Bluray-Langfassung fehlt da nichts. Der Film ist natürlich ein absolutes Meisterwerk und erweitert noch um einiges besser, muß man wirklich gesehen haben, wenn man sich mit japanischem Film auseinandersetzt. Wie eigentlich auch die meisten anderen Filme von Ishii.
05.03.2020 05:06 Uhr schrieb Postman1970
Nur durch Ignoranz und Dummheit (das Gegenteil von Hysterie) wird sich das Virus weiter ausbreiten. Das liest man an den meisten Kommentaren hier und auch an den vielen Karnevals oder anderen größeren Festivitäten und unnötigen Menschenansammlungen.

Meine Worte... Wie ernst es den Leuten hier in der Schweiz ist, sieht man nur schon daran, daß Politikern wie der allseits geliebten "sinking steps"-Martullo im Nationalrat (hauptsächlich alte Leute) verboten wurde, eine Gesichtsmaske zu tragen. Vorsorge geht ja gar nicht! Die sieht man auf der Straße sowieso nie, obwohl scheinbar restlos vergriffen. Dafür sind bestimmte Reinigungsmittel auch überall ausverkauft. Bringt sicher wahnsinnig viel, wenn man tagsüber genau so wenig auf Hygiene achtet wie sonst auch und sich am Abend dann alles abwischt und die Maske im Bett trägt. Selbst wir haben mittlerweile mehr Fälle als Taiwan, das von Anfang an vorsichtig war.
03.03.2020 11:13 Uhr schrieb Rudi Ratlos
Das... sieht... mega-geil aus <3 Geht das etwas in die abgedrehte "One Cut of the Dead"-Richtung?

Ja, es gibt tatsächlich Parallelen, auch wenn ich Sonos Film um einiges besser und witziger finde, da absurder und vom Humor her viel schwärzer. Wird dir also sicher gefallen, wenn du "Kametome" (wie "One Cut..." in Japan genannt wird) mochtest!
Wenn man vom Teufel spricht (mein Kommentar im Beitrag zur japanischen Freigabe von "Birds of Prey")... Kommt ja auch früh. Ein sehr unterhaltsamer Film, den ich schon oft gesehen habe. Reicht zwar nicht an Sonos beste Werke heran, ist aber ein total bekloppter Partyfilm mit einem Werbejingle, der nicht mehr aus dem Kopf geht. Und literweise Blut. :)
Nein, da wurde mit ziemlicher Sicherheit nichts geschnitten. Die japanischen Freigaben werden nämlich völlig anders gehandhabt als in Deutschland, und auch ultrablutige Filme wie "Jigoku de naze warui (Why Don't You Play In Hell)" oder "Kuru (It Comes)" haben eine Ab-12-Freigabe, weil der Grundton nicht ernst ist und es keine sexuellen Szenen gibt, welche die Freigabe sonst schnell in die Höhe treiben (etwas Sex -> ab 15, viel Sex -> ab 18). ;)
26.02.2020 19:32 Uhr - Guts of a Beauty (Review)
Einiges davon gehört, selber leider noch nicht gesehen. Werde ich ändern. Danke für deine wie immer interessante Kritik!
26.02.2020 14:53 Uhr schrieb The Machinist
Musste zuerst an ''Angel Guts'' denken.

Davon sollte endlich mal irgendein westliches Label eine Bluray-Box raushauen. Selbst die japanische, so schön sie auch ist, ist ja nicht komplett (mit nur 4 von 6 Filmen). Das wäre zumindest für mich als riesigen Ishii-Takashi-Fan ein absoluter Traum. :(
23.02.2020 18:16 Uhr schrieb Dr. Brot
Manche Menschen sind von der Sorte, die will man gar nicht duzen. Da ist einem dann jedes sprachliche Mittel recht, um möglichst viel Distanz zu schaffen.

Also bist du einfach nur ein feindseliges Arschloch und von Anfang an nur auf Streit aus? Ich kann mir auch nichts Unsympathischeres als einen menschenverachtenden, kulturpessimistischen China-Versteher wie dich vorstellen, aber auf solche Ideen würde ich trotzdem nicht kommen. Immerhin ergibt es Sinn, daß jemand, der mit einer solchen Haltung durchs Leben geht, mit den Methoden einer KPCh sympathisiert.
22.02.2020 16:41 Uhr schrieb Skeletor
Lol, 20 Millionen Tote ist in der Tat "suboptimal"...und die Formulierung "andere historische Maßstäbe" ist hoch interessant - Stalinismus und Nationalsozialismus sind da die Begriffe, die mir in diesem Zusammenhang einfallen.

Vor allem ist auch interessant, warum diese mythischen "anderen Maßstäbe" (aufgrund fünftausendjähriger Geschichte und derartigem Blut-und-Boden-Quatsch) nur für das kommunistische China zu gelten scheinen, nicht aber für die historisch ältere Republik China auf Taiwan, die immerhin nie versucht hat, genau diese Geschichte vom Erdboden verschwinden zu lassen.
21.02.2020 17:56 Uhr schrieb Seán
20.02.2020 12:24 Uhr schrieb Laughing Vampire
Zum Glück geht da jetzt eh alles den Bach runter.


Ich hoffe, dass die Aussage, die hinter diesem Satz steht, tatsächlich nicht so gemeint ist, wie Dr. Brot (und auch ich) sie auf Anhieb verstehen.
Ich habe deine Kommentare bisher meist mit Interesse gelesen und geschätzt. Deswegen erschreckt es mich umso mehr, nun so eine Aussage von dir zu lesen.
So nach dem Motto: Gut, da sterben gerade Menschen an einem Virus, aber wenn wir danach einen demokratischen Staat nach westlichem Vorbild aufbauen können, dann ist es gut so.

Nein. Die Leute sterben ja wegen der Regierung überhaupt massenweise an diesem Virus. Ohne die KPCh-typische systematische Korruption, Ignoranz und Menschenverachtung wäre das nie zur Epidemie geworden. Aber wir sprechen von einem Regime, das seit 1949 nur für Tod und Elend verantwortlich ist, unter anderem das größte Massensterben der gesamten Menschheitsgeschichte. Und das soll bitte mitsamt seiner Wirtschaft den Bach runtergehen, denn die Wirtschaft ist der Hauptgrund, weswegen sie überhaupt ihre Macht legitimieren können. Man wird in China keinen friedlichen Mauerfall erleben, wo alle von heute auf morgen Demokratie und Meinungsfreiheit haben wollen (und diese Werte sind für mich zentral). Das Land ist in einer kompletten Sackgasse, und unproblematisch wird das nicht von der Bühne gehen, auch wenn das wünschenswert wäre. Aber was ist die Alternative? Das chinesische Wirtschaftswunder war von Beginn an nur eine Blase und alle Zahlen gefälscht. Der Untergang ist wie bei allen Diktaturen seit jeher nur eine Frage der Zeit, und je eher, desto besser. Um weitere Jahrzehnte von Leid, Folter, Unterdrückung und Tod zu verhindern. Kurz: Weil ich nicht will, daß die Chinesen leiden, hoffe ich, daß die Regierung untergeht -- vor allem in ihrer derzeitigen Inkarnation unter Xi Jinping. Also bitte nicht falsch interpretieren. Wenn du mit meiner Einstellung nicht einverstanden bist, akzeptiere ich das gerne und hoffe, du liest meine Kommentare auch weiterhin mit Interesse, das ehrt und freut mich nämlich sehr. Auf Dr. Brots Gewäsch gehe ich allerdings nicht mehr ein. Das wirkt auf mich zu fanatisch.
20.02.2020 20:27 Uhr schrieb Dr. Brot
Es ist schön zu sehen, daß sich die antichinesische Propaganda des Westens so wunderbar in den Köpfen der Bürger verfängt. Ich gehe mal davon aus, daß ihre Vorstellungen China betreffend hauptsächlich von der Berichterstattung in den deutschen Medien geprägt ist. Dumm nur, daß die ein ziemlich verzerrtes Bild wiedergibt, das mit der erlebten Realität der Bevölkerung vor Ort nur sehr wenig zu tun hat, aber zum Glück kann man sich hierzulande problemlos in seiner, von Fernsehen und Zeitung geschaffenen Filterblase einrichten, ohne Gefahr zu laufen, durch konträre Darstellungen gestört zu werden.

Das läßt mich gerade sprachlos zurück, so falsch, ignorant und kulturrelativistisch ist das. Wer den Rattenfängern des Verbrecherstaats China so endgültig auf den Leim gegangen ist, für den ist wohl jede Hilfe zu spät. Ich ziehe im März übrigens nach Taiwan und habe das letzte Jahrzehnt auch überwiegend in Ostasien verbracht, aber klar, die böse deutsche Mainstreampresse (die ja eigentlich auch immer schön relativiert, wo nichts zu relativieren ist) hat mich zum hirnlosen China-Hasser gemacht, nicht mein ausführliches Wissen über nicht zu verharmlosende Menschenrechtsverletzungen und mein Kontakt zu Leuten aus dem Raum, die tatsächlich darunter leiden und deren Verwandte nun an einem eigentlich wenig bedrohlichen Virus dahinsiechen. Autoritäre Diktaturen sind schon was Tolles, nicht? Unglaublich.
Heute würde Mulan wohl irgendwo in der tristen chinesischen Provinz versuchen, ihre willkürlich festgenommenen Eltern zu retten und am Ende selbst in einen Gulag sterben, wenn sie zuvor nicht am Coronavirus verendet, wegen fehlendem Gesundheitswesen. Den Film brauche ich nicht. Diese ganzen Koproduktionen für den chinesischen Markt sind mir so zuwider... Vor allem, wenn sich der Staatsapparat darin indirekt für die "uralte Kultur" des Landes feiern kann, obwohl er vor 50 Jahren genau jene Kultur restlos beseitigen wollte. Zum Glück geht da jetzt eh alles den Bach runter.
19.02.2020 19:16 Uhr - Maniac (2012) ist nicht mehr beschlagnahmt (News)
Fein. Toller Film.
19.02.2020 17:23 Uhr schrieb Kerry
19.02.2020 01:42 Uhr schrieb Laughing Vampire
18.02.2020 21:21 Uhr schrieb Kerry
Wobei mir immer noch nicht klar ist, auf welche Art und Weise der Gebrauch des Wörtchens "fuck" die Qualität eines Filmes verbessern sollte.
Ich selber finde dies eher nervend.

Menschen reden im angelsächsischen Raum so.

Echt?
Ist mir noch gar nicht aufgefallen. Zumindest bei meinen Kontakten hierhin ist das Wörtchen "Fuck" nicht Bestandteil einer jeden Kommunikation.

Wenn es gar nie Bestandteil eurer Kommunikation ist, kann es eigentlich nur heißen, daß ihr nicht besonders vertraut seid. Wie dem auch sei, darum geht es ja nicht. Sondern nur darum, daß etwas völlig Natürliches und Alltägliches, dessen "Verbot" man eigentlich schon in den 70er-Jahren überwunden geglaubt hat, im amerikanischen Kunst- und Unterhaltungsbetrieb weiterhin tabuisiert wird.
18.02.2020 21:21 Uhr schrieb Kerry
Wobei mir immer noch nicht klar ist, auf welche Art und Weise der Gebrauch des Wörtchens "fuck" die Qualität eines Filmes verbessern sollte.
Ich selber finde dies eher nervend.

Menschen reden im angelsächsischen Raum so.
18.02.2020 14:47 Uhr - 28
Oh, da bin ich völlig unterschiedlicher Meinung, aber deine Kritik ist gut geschrieben und absolut nachvollziehbar. Ich habe irgendwie einen Zugang zu diesem Film (und den anderen nicht minder wirren Werken von Regisseur Hashimoto Izô wie auch "Lucky Sky Diamond", "Teito monogatari gaiden" oder "Fûja") gefunden. Natürlich kommt diese doch sehr merkwürdige Fortsetzung in keinster Weise an den originalen "Shiryô no wana" von Ikeda Toshiharu und Ishii Takashi heran, einer meiner Lieblings-Horrorfilme überhaupt. Aber gerade durch die völlig andere Herangehensweise gefiel mir das auch sehr gut -- "Hideki" reflektiert die ziellosen japanischen 90er-Jahre, ist herrlich bizarr und makaber und lebt von seiner Atmosphäre, mit der man eben etwas anfangen kann oder nicht. Ich persönlich mag diese Filme, die sich nicht einordnen lassen: Splatter-Horror? Experimentalfilm? Drogen-Thriller? Hashimoto scheißt in all seinen Filmen, nicht wenige davon Fortsetzung, einfach konsequent auf Kontinuität, Logik und Konventionen, und mir gefällt das. Sicherlich kein Meisterwerk, aber ich würde hier etwas zwischen 6 und 7 vergeben. :) Danke fürs Erinnern übrigens, jetzt habe ich Lust, den mal wieder in den Player zu legen.
Dazu kann man eigentlich nur sagen: youtu.be/JCC6mZqEfpw
17.02.2020 15:20 Uhr - Guinea Pig 4 (Review)
Gute Kritik, die an sich bereits mehr Hirnleistung beansprucht haben dürfte als der hier behandelte Film! :) Nur sind viele der Darsteller hier tatsächlich nicht unbekannt (Takenaka Naoto etwa ist einer der bekanntesten Comedians und Charakterdarsteller Japans), da hat man scheinbar einfach ein paar Promis jener Zeit zusammengetrommelt und dann diesen Unsinn produziert.
12.02.2020 15:19 Uhr schrieb humptydumpty
12.02.2020 15:14 Uhr schrieb Laughing Vampire
12.02.2020 02:53 Uhr schrieb humptydumpty
War nur eine Frage der Zeit, bis das mal passiert. Der ausländische Film wird auch nicht von der Academy vorgeschlagen, sondern repräsentiert das Land. Das kann dann auch dazu führen, dass ein Film wie "Il Postino" für "Bester Film" nominiert wird, sich in der Auslandskategorie aber nicht findet weil Italien in dem Jahr Tornatores "Der Mann, der die Sterne macht" ins Rennen geschickt hat oder dass ein Film wie Bergmans "Schreie und Flüstern" als "Bester Film" nominiert ist, aber nicht in der Auslandskategorie, weil Schweden schlicht keinen Film vorgeschlagen hat.

Und das führt ja genau zu dieser Implikation bzw. Anmaßung, von der ich gesprochen habe. Nur weil es technisch möglich war, hätten sie es nicht tun dürfen. Dafür ist es einfach schon lange zu spät, und der Beigeschmack ist ein unmißverständliches "Bisher waren wir immer die Besten". Aber danke für die Ausführungen hinsichtlich des "Best International Picture", somit ergibt wenigstens die Doppelauszeichnung einigermaßen Sinn.
The Artist war auch kein US-Film und "Parasite" gilt nur deswegen als erster fremdsprachiger Gewinner weil in The Artist nicht gesprochen wird.

Da hast du recht, und "Sen to Chihiro no kamikakushi" gewann als japanischer Film damals auch "Best Animated Feature", auch wenn dort immerhin ziemlich seit Beginn internationale Filme vertreten sind (wobei seither nur US-Filme, auch Schrott wie "Up" oder "Rango", gewonnen haben). Und "The Artist" ist immerhin ein deutlich Hollywood-bezogener Film, der auch in Hollywood spielt, und, wie du richtig bemerkt hast, als französischer Stummfilm genau mit dieser Illusion spielt. Wenn auch nicht ein Film aus Amerika, dann doch immerhin eindeutig ein Film für Amerika. Für mich doch ein klarer Unterschied.

Man kann das versuchen zu rechtfertigen, wie man möchte. Nur ein Bruchteil aller guten Filme eines Jahres stammt aus Hollywood, und wenn diese offensichtliche Tatsache bisher nie berücksichtigt wurde, ist es nun einfach zu spät. Da hätte man meiner Ansicht nach zumindest als Symbol "Best International Picture" gleich ganz abschaffen sollen.
12.02.2020 02:53 Uhr schrieb humptydumpty
War nur eine Frage der Zeit, bis das mal passiert. Der ausländische Film wird auch nicht von der Academy vorgeschlagen, sondern repräsentiert das Land. Das kann dann auch dazu führen, dass ein Film wie "Il Postino" für "Bester Film" nominiert wird, sich in der Auslandskategorie aber nicht findet weil Italien in dem Jahr Tornatores "Der Mann, der die Sterne macht" ins Rennen geschickt hat oder dass ein Film wie Bergmans "Schreie und Flüstern" als "Bester Film" nominiert ist, aber nicht in der Auslandskategorie, weil Schweden schlicht keinen Film vorgeschlagen hat.

Und das führt ja genau zu dieser Implikation bzw. Anmaßung, von der ich gesprochen habe. Nur weil es technisch möglich war, hätten sie es nicht tun dürfen. Dafür ist es einfach schon lange zu spät, und der Beigeschmack ist ein unmißverständliches "Bisher waren wir immer die Besten". Aber danke für die Ausführungen hinsichtlich des "Best International Picture", somit ergibt wenigstens die Doppelauszeichnung einigermaßen Sinn.
Der Oscargewinn ist ein einziger Witz. Das ist in erster Linie ein Preis von und für die amerikanische (allenfalls englischsprachige) Filmindustrie, der bereits seit 1929 verliehen wird. Seit 1947 verleihen sie zudem einen Preis für den besten nicht-englischsprachigen Film, wo auch Filme wie "Otto e mezzo" zu Recht absahnen durften, während natürlich vieles mangels Distribution ungesehen blieb. Und nun, 2020, kann ein koreanischer Film plötzlich beide Preise gleichzeitig gewinnen? Wofür dann überhaupt noch "Best International Feature"? Impliziert das nicht, daß vor "Gisaengchung" schlicht kein nicht-englischsprachiger Film würdig für "Best Picture" war, und daß dieser Film nun so revolutionär, so atemberaubend ist, daß das auf einmal keine Rolle mehr spielt? Ich halte das jedenfalls für völligen Blödsinn. War nie ein Fan der Oscars und von Filmpreisen überhaupt, aber durch diese Willkür hat sich die Veranstaltung nun endgültig entwertet.

"Gisaengchung" ist dabei ja nicht einmal der beste Film von Bong Joon-ho. Natürlich ist es ein guter Film (weil Bong einfach ein verdammt guter Regisseur ist), der mich vor allem in der ersten Hälfte mit seiner Gesellschaftssatire sehr unterhalten konnte, aber als dann der "Umbruch" erfolgte, soff der Film doch ziemlich ab, und das Ende hat mir auch nicht gefallen. Vor allem wurde mein persönlicher Lieblingscharakter völlig lieblos "entsorgt", und die herrlich absurde Romanze verläuft ebenfalls im Nichts. Den Hype kann ich also als langjähriger Freund des koreanischen Films nicht nachvollziehen. Von den ganzen "Blockbuster"-Autorenfilmen des vergangenen Jahrzehnts von der Halbinsel war "Agassi/The Handmaiden" von 2016 mein persönlicher Liebling, aber der hat von der Hollywoodschen Academy wohl schlicht und einfach niemand gesehen. Oder er war ihnen zu erotisch, was weiß ich. Erotik mag man ja nicht mehr so in Amerika.
Oder "Shiryō no wana / Evil Dead Trap" von 1988 ;)
10.02.2020 11:16 Uhr schrieb SoundOfDarkness2
Das ziemlich alte Argument, daß japanische Produktionen eben nicht das Budget eines Hollywoodfilms haben, funktioniert jedenfalls schon lange nicht mehr.

Natürlich funktioniert das, weil es ganz nüchtern betrachtet einfach die Wahrheit ist. Ein japanischer Mega-Blockbuster wie "Shin Godzilla" kostet gerade mal einen Zehntel einer vergleichbaren amerikanischen Produktion -- Budgets über 20 Millionen US-Dollar findet man da so gut wie nie. Das ist aber auch völlig nebensächlich, weil ein Budget an sich überhaupt nichts aussagt. Die japanische Filmindustrie ist völlig anders aufgebaut und vernetzt, und mit weniger Geld läßt sich daher auch viel mehr machen. Ganz abgesehen von der offensichtlichen Tatsache, daß Budget und Qualität sowieso in keinem Verhältnis zueinander stehen. Ob die Textur der Haut einer CGI-Kreatur nun von 5 oder 200 Mega-Computern gerendert wird, ist ja auch egal, wenn das Design schlecht ist.

Darüber brauchen wir aber gar nicht zu reden, da "Torakage" ein unbekannter Trash-Film ist und in etwa so repräsentativ für das japanische Kino wie der SVG Göttingen für den deutschen Fußball.
Ja, wahnsinnig lang erwartet! Ninjas und Splatter, und dann auch noch vom Regisseur von Meisterwerken wie "Tokyo Gore Police", mehr kann das japanische Kino ja nicht bieten. Scheiß auf Iwai Shunji, der gerade einen neuen Film veröffentlicht hat, der extrem gut ankommt und außerhalb Japans ungesehen bleiben wird. Ninjas und Splatter! Gab's ja auch noch nie, total revolutionär.
09.02.2020 03:46 Uhr - Hereditary (Review)
Sehr gute Kritik, die meine eigenen Gedanken widerspiegelt — ich bin sogar noch kritischer und würde hier lediglich 4 Punkte geben, da mich der Film in der zweiten Hälfte mit seinem zelebrierten Referenz-Feuerwerk wirklich genervt hat. Umso besser gefiel mir dann ebenso "Midsommar", der doch beweist, daß Aster mehr kann und auch in Zukunft bei mir auf dem Schirm bleibt.
08.02.2020 18:20 Uhr - Guinea Pig (Review)
Schön, wie die Reihe hier auf Schnittberichte ein kleines Revival erlebt. Auch für mich bietet der Erstling nichts Interessantes, aber deine Kritik ist wie gewohnt ansprechend zu lesen. :)
Ich spiele ja seit Ewigkeiten keine Games mehr und bin daher nicht auf dem Laufenden, aber das ging ja schnell. Das Remake des 2. Teils kam ja anscheinend gut an. Von "Biohazard" habe ich vor ein paar Jahren während einer Retro-Phase nur den ersten und zweiten Teil komplett durchgespielt. Teil 3 hat mich dann irgendwie verwirrt, "Code Veronica" liegt seither ungespielt rum. Habe die alle mal aus Japan mitgenommen, wo man die in makellosem Zustand für 10 Euro kriegt, und selbst dort war der erste Teil ja leicht zensiert, auch wenn er darauf in einer "Director's Cut"-Version inhaltsgleich zur amerikanischen Fassung neu veröffentlicht wurde (ähnlich wie es bei den "International Versions" bei "Final Fantasy" der Fall war).
06.02.2020 02:29 Uhr - Saw: Spiral - Teaser zum neunten Saw-Teil (Ticker)
Dann kommen als Nächstes wohl Saw: Loop und Saw: Birthday? (Grüße an alle, die das verstanden haben. ;))
06.02.2020 01:36 Uhr - Guest, The (Review)
Für mich ein fast perfekter Film, dem ich entweder 9 oder sogar 10 Punkte geben würde. "The Guest" macht einfach wahnsinnig viel Spaß, auch bei erneuter Sichtung, und gerade das Klischee-Finale hat mir irgendwie enorm gut gefallen, da ich nichts gegen den Vorschlaghammer zum richtigen Zeitpunkt habe (falls diese Aussage für irgendjemand außer mir Sinn ergeben sollte -- nur Klischee langweilt mich natürlich auch). Eines der größten Genre-Highlights aus Amerika des letzten Jahrzehnts und ein richtiger Partyfilm, den man auch mit weniger filmerfahrenen Menschen genießen kann. Aber das ist nur meine Meinung dazu. :)
Hört man doch gerne! Was hab ich gelitten, als ich mir die alle mal in einer Nacht reingezogen hatte... Die letzten Teile sind wirklich nur schlimm. :D
27.01.2020 00:16 Uhr schrieb Knochentrocken
Der hätte auch juristisch geprüft bleiben können.
Sinnlos, Geld für ne Neuprüfung auszugeben!

Was ein Scheißfilm!

Ja. Der Film ist bekannt dafür, schlecht zu sein. Warum also nicht? Ich z.B. würde mir den für wenig Geld aus der Grabbelkiste mitnehmen, aber mir nicht die Umstände machen und eine "juristisch geprüfte" Fassung oder einen Import beschaffen.
26.01.2020 20:34 Uhr - Resident Evil: Afterlife (SB)
26.01.2020 04:42 Uhr schrieb FdM
Jugendschutz

lol
Man sagt übrigens Dschibli und nicht Gibli. Wollte ich nur gesagt haben, da das in Europa 99% der Leute "falsch" aussprechen. Und das auch völlig zu Recht, denn offensichtlich hatte Miyazaki keine Ahnung, wie man Italienisch ausspricht. Und woher "Laputa" eigentlich kommt wohl auch nicht.

Bei mir sind die Ghibli-Filme immer so eine 50/50-Angelegenheit. "Kaze no tani no Naushika" (oder wie die das offiziell schreiben) und "Mononoke-hime" mag ich sehr gerne, definitiv Meisterwerke, aber viele Filme sind aus meiner Sicht ein völliger Overkill ohne viel dahinter. Der immens populäre "Sen to Chihiro..." etwa. Na ja, wenn die Netflix-Kunden das jetzt für sich selbst herausfinden können, ist ja alles gut. Ich bleibe bei meinen Blurays.
19.01.2020 13:46 Uhr - Man-Eater (Der Menschenfresser) (Review)
"Pornoschlingel"!! :D

Absoluter Gähner mit einer der hirnrissigsten Schlußszenen der Filmgeschichte. Gute Kritik, wie immer. Bei mir wäre es wohl noch ein Punkt weniger.
15.01.2020 02:00 Uhr - Scent of a Spell (Review)
Vielen Dank euch beiden!!

@Cecil: Ja, da ich ja eher selten dazu komme, Kritiken zu schreiben (gerne würde ich wie andere User hier mal eine ganze Filmreihe behandeln), wollte ich in erster Linie die Filmemacher und den Kontext vorstellen. Eben auch, weil es sehr an Infos mangelt und es gerade zu dem Film glaube ich keine einzige nicht-japanische Kritik gab -- der Film an sich ist ja eher eine Routinearbeit von Ishii/Ikeda, wenngleich sehenswert. :)
Bei Ishii sind die drei "Gonin"-Filme (ein dritter Teil erschien 2015 und ist bislang sein letzter Film, angeblich arbeitet er aber an einer Fortsetzung namens "Seven") und "Kuro no tenshi (Black Angel)" eher Ausnahmen. Hat sicherlich auch mit dem Budget zu tun. Wenn du mal seine anderen Arbeiten entdecken möchtest, empfehle ich dir als Einstieg "Nūdo no yoru (A Night in Nude)" und dessen Fortsetzung, die ich vielleicht demnächst vorstellen werde. Dazwischen aber wieder mal ein Verriß, habe diesbezüglich schon etwas im Kopf.
13.01.2020 01:24 Uhr - Scent of a Spell (Review)
12.01.2020 23:07 Uhr schrieb dicker Hund
Vorzüglich geschriebene Vorstellung eines Exoten. Sehr interessant zu lesen, unterhaltsam obendrein. Nur schade, dass die Titelauswahl für Veröffentlichungen aus Übersee so wenig mit einer verlässlichen Qualitätsauslese zu tun hat...

Vielen Dank!! :) Und sehr wahre Worte.
12.01.2020 22:59 Uhr - Evil Dead Trap 3 (Titel)
11.07.2019 10:27 Uhr schrieb Gabriel-Ars
Meiner Meinung nach der schwächste aus der Reihe "Evil Dead Trap".

Ist halt auch überhaupt kein Teil der Reihe. ;) Marketing-Gimmick.
Da ich auch ein Liebhaber des Films bin: Immer her damit. Bin mit meiner Arrow-Bluray zwar sehr zufrieden und von Tinto Brass jetzt kein so großer Fan, als daß ich jetzt unbedingt seine ursprüngliche Vision umgesetzt sehen muß (was ja ab einem bestimmten Budget ohnehin ein Luxus ist, den
wenige Filmemacher jemals haben), aber mehr ist mehr!
07.01.2020 22:23 Uhr - S.R.I. und die unheimlichen Fälle (Titel)
Cover falsch, das hier ist das Cover zu "Kaiki daisakusen: Second File" von 2007.
06.01.2020 16:17 Uhr schrieb Kaiser Soze
06.01.2020 14:39 Uhr schrieb Laughing Vampire
"Weltweit erstmals uncut", und dann lediglich eine Synchronfassung durch andere Quellen ergänzt und auf DVD, im Jahr 2020. Völlig wertlos.


Findest Du echt?! Ich nehme auch heute noch teils Filme ausm TV auf, kaufe ab und an günstige DVDs - und hier 12€ als VÖ-Preis ist doch auch absolut fair und keinesfalls "kunden(-un-)freundlicher, als ein stark limitiertes MB für 40€... wobei jedem Sammler sein Sammlerstück gegönnt sei! - aber klar, warum nicht gleich in 8K... öh, 4K, natürlich, 8K kommt erst in1 Jahr ;-D Aber ernsthaft, warum nicht? DVDs verkaufen sich auch heute noch mehr als Blu-ray, soweit man das im Internet rausfindet, ich finde mal ein günstiges Angebot zwischendrin auch überzeugend :)

Na ja, mit einer DVD allein könnte ich sogar noch leben, wenn mich der Film interessiert. Aber da ich konsequent ausschließlich Originalfassungen schaue, erübrigt sich das auch. 4K brauche ich nicht, überteuerte Mediabooks auch nicht. Trotzdem, ein ordentliches HD-Bild sollte schon drin sein, denn zwischen DVD und Bluray liegen für mich einfach Welten. Und da der Heimkinomarkt immer stärker auf Sammler ausgerichtet ist, da sich die breite Masse mit Streaming zufrieden gibt, sollte man das bei obskuren Filmen auch erwarten können. Aber klar, Wirtschaft. Viele Verleihe können es sich offensichtlich gar nicht mehr leisten.
07.01.2020 05:43 Uhr - Augen ohne Gesicht (SB)
Genau diese französische DVD hab ich in der Sammlung. Wenn's fast überall fehlt, was soll's. Aber den Film könnte ich mal wieder schauen, ist bestimmt schon um die acht Jahre her!