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Kommentare

Da ich als Psychologe selbst schon ein Seminar zum Thema "sexueller Kindesmissbrauch" abgehalten habe, und mich einige Kommentare aufgrund der Unwissenheit oder aber auch Drastik der Kommentatoren hier wirklich schockieren, will ich einige Fakten loswerden, die das Thema an sich hoffentlich ein wenig ins rechte Licht rücken:

Der meiste sexuelle Missbrauch wird durch Familienmitglieder ([Stief-]Väter, Onkeln, aber auch Mütter [!] etc.) begangen, oder aber die Täter stammen aus dem näheren sozialen Umfeld der Opfer (sog. "soziales Nahfeld"). Der immer wieder dargestellte "zwielichtige Typ mit Schlapphut und Trenchcoat", der Kindern auflauert, sie entführt und missbraucht, ist eher die Ausnahme.
Die meisten Täter sind nicht pädophil, sondern Kinder dienen ihnen quasi als "Ersatzopfer" ("Pädosexualität" - was sich auf das sexuelle Verhalten bezieht und nicht auf entsprechende Vorlieben; nur ca. 12 bis 20% aller Missbrauchsfälle werden von tatsächlich pädophilen Tätern begangen). Solche Täter missbrauchen Kinder, weil sie leider (!) "einfache" Opfer sind, die sich leicht manipulieren und kontrollieren lassen, obwohl sich die eigentliche sexuelle Präferenz dieser Tätergruppe an erwachsene Frauen oder Männer richtet.
Pädophilie gilt als Störung der Sexualpräferenz (und ist tatsächlich als psychische Störung in den relevanten diagnostischen Manualen enthalten; "Paraphilie"); ist aber keinesfalls vergleichbar mit einer psychischen Störung wie Schizophrenie etc., was die Täter nicht (oder nur sehr bedingt) aus der (strafrechtlichen) Verantwortung nimmt ("Impulskontrollstörung"). Ziel einer therapeutischen Intervention ist es, präventiv vorzugehen, um (erneuten) Missbrauch zu verhindern (Pädophilie ist nicht "heilbar"!), nicht die Täter aufgrund einer "schweren Kindheit" strafrechtlich zu entlasten (leider ein populärer Mythos, der sehr weit verbreitet ist; hier geht "Täterschutz" definitiv NICHT vor Opferschutz!) - obwohl selbst erfahrener sexueller Missbrauch als Kind die Entwicklung einer Pädophilie tatsächlich statistisch signifikant begünstigt.
Ein großer Teil der Pädophilen begeht niemals einen realen Übergriff auf Kinder, da ihm die ethische und moralische Problematik durchaus bewusst ist; ein nennenswerter Teil sucht sogar aktiv (therapeutische) Hilfe.
Die Rückfallquote bei pädophilen Tätern ist - entgegen einer früheren Aussage eines Users hier im Kommentarbereich - mit ca. 40 bis 50% etwa DOPPELT SO HOCH als bei "normalen" Sexualstraftätern! Dennoch sollte Abstand genommen werden von Rufen nach fatalen und "finalen" Lösungen für diese Täter.
Satanische Ritualmorde an Kindern sind kaum aktenkundig und gehören wohl zum größten Teil in den Bereich der Phantasie (was nicht bedeuten soll, das so etwas gar nicht stattfinden kann; es ist aber eher die Ausnahme denn die Regel). Untersuchungen seitens der Justizbehörden die Church of Satan betreffend kamen z.B. zu dem Schluss, dass diese Glaubensgemeinschaft als eher "harmlos" und eher philosophisch motiviert einzustufen ist.

Ansonsten - um auf das eigentliche Thema zurückzukommen - konnte ich mit Xavier Naidoo noch nie etwas anfangen; amüsierte mich aber als Jugendlicher über die Texte von Savas, M.O.R. etc., die leicht als "Spaß" bzw. unüberlegter jugendlicher Übermut oder was auch immer zu erkennen waren. Ernst zunehmen waren sie jedenfalls mMn noch nie. HIER allerdings zeigt sich ein Weltbild, das zumindest fragwürdig (wenn nicht gar paranoid) ist. Auch wenn die Erklärungen der beiden Künstler durchaus nachvollziehbar klingen, so hatte ich beim ersten Hören der Texte den Eindruck, hier würde geglaubt werden, die politische Macht über die Welt läge in den Händen von esoterischen Cliquen, die zur Machterhaltung/-ergreifung zu rituellen Kindesmorden greifen würden, ähnlich dem, was in manchen "konspirologischen", rechts-esoterischen Kreisen angenommen und verbreitet wird. Zumindest hatte ich das damals so verstanden.
Ob das nun das tatsächliche Weltbild von Naidoo und Savas widerspiegelt, in der Weise zu verstehen ist, wie es die beiden in ihren Erklärungen tun, ein moralischer Appell oder aber nur ein populistisch provokanter (Marketing-) "Kunstgriff" war, können wirklich nur Naidoo/Savas mit Sicherheit wissen.

Zensur/Indizierung/Beschlagnahme ist hier tatsächlich mMn unangebracht; allerdings ist die öffentliche Diskussion diese Textzeilen betreffend durchaus wichtig. Entweder um sie zu relativieren oder als das darzustellen, was sie vllt. wirklich sind. Wer von uns weiß das aber schon?!

PS: Ob man nun mit Linken sympathisiert oder nicht (alle Extremen sind schlecht, egal in welche Richtung), sie haben nun einmal Anzeige erstattet und so wenigstens eine Diskussion ausgelöst. Ob nun zu recht oder nicht wird das Gericht beurteilen. Ein blindes Linken-Bashing ist allerdings nicht bloß unangebracht, sondern scheint auch auf mangelndes Differenzierungsvermögen schließen zu lassen: Linksjugend ist nicht stellvertretend für alle Linken!
03.09.2012 14:18 Uhr - Cachorro (SB)
Auch auf die Gefahr hin hier Trolle zu füttern, aber als Psychologe (btw: heterosexuell) kann ich solche Aussagen wie die von Brainstalker nicht unkommentiert lassen.
Hier also mal der heutige Wissensstand zur Homosexualität aus (Evolutions-) Psychologischer Sicht (psychoanalytischen Unsinn von wegen unterdrückte sexuelle Wünsche gegenüber der Mutter in Verbindung mit Kastrationsängsten etc. lasse ich hier gezielt außen vor, da das einfach nur Schwachsinn ist):

Für die Entwicklung einer homosexuellen Orientierung sind genetische Faktoren nur ein ursächliches (biologisches) Teilstück: desweiteren spielt die Umwelt eine Rolle, wie ich noch erläutern werde. Zunächst aber zur "Anlagen"-Komponente: bei eineiigen Zwillingsstudien zeigte sich eine deutlich höhere Konkordanzrate in Bezug zur sexuellen Orientierung als bei zweieiigen Zwillingen; was bedeutet, dass das Zwillingsgeschwisterchen eines schwulen/lesbischen Kindes eine höhere Wahrscheinlichkeit aufweist, selbst homosexuell zu sein. Es ist demnach sehr wahrscheinlich, dass Sexuelle Orientierung zumindest teilweise genetisch (mit)bedingt ist. Aus diesem Grund haben Forscher begonnen, nach den entsprechenden Gensequenzen zu schen, die die sexuelle Orientierung zu beeinflussen scheinen.
Der Psychologe Daryl Bem schlug vor (und nun kommen wir zur "Umwelt"-Komponente), dass sich die Biologie nur indirekt auf die sexuelle Orientierung auswirkt, und zwar indem eher "geschlechtstypische" Verhaltensweisen vererbt werden. Aus evolutionärer Sicht ist es sinnvoll, Inzest zu unterbinden. Deswegen greifen in der Entwicklung eines Menschen sog. EPMs (Evolvierte Psychologische Mechanismen), was in diesem Fall bedingt, dass das Inzest-Tabu proximat dadurch gesichert wird, dass sexuelles Interesse an Unvertrautheit in der Kindheit gebunden ist [Westermarck]. Ab der Pubertät richtet sich also das sexuelle Interesse auf das, was vorher "unvertraut" war: "was exotisch ist, wird erotisch"; die Tendenz zur Geschlechtertrennung ist also genetisch prädisponiert, um Inzest innerhalb kleiner sozialer Gruppen zu verhindern.
Kinder neigen dazu, sich aufgrund ihres geschlechtstypischen (Spiel-) Verhaltens eher dem gleichen Geschlecht zugehörig zu fühlen. Deshalb schlug Bem folgende Erklärung für Homosexualität vor:
Zur Homosexualität kommt es dann, wenn Kinder aus genetischen oder anderen Gründen (z.B. umweltbedingten pränatalen hormonellen Wirkungen, etc.) Interessen entwickeln, die typisch für das andere Geschlecht sind. Dann nämlich würden sie bevorzugt mit dem anderen Geschlecht spielen, wodurch das eigene Geschlecht "exotisch" wird und so das sexuelle Interesse auf das eigene Geschlecht lenkt.

Für männliche Homosexualität ist Bems Theorie mit den vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnissen sehr gut verträglich. Fairerweise muss jedoch gesagt werden, dass sie nicht uneingeschränkt auf die weibliche Homosexualität anwendbar ist; hier ist weitere Forschung nötig.

Nicht umsonst zählt Homosexualität nicht (mehr) zu den psychischen Störungen, da sie weder auf Dysfunktionen zurückgeht noch Leiden verursacht. Sie ist kein "Fehler in der Matrix", da sie nicht direkt vererbt wird (nur etwa die Hälfte aller eineiiger Zwillinge eines homosexuellen Geschwisterchens wird trotz gleicher Gene ebenfalls homosexuell). Vielmehr sind vererbbare geschlechtstypische Interessen und Verhaltensweisen dafür verantwortlich; sie bedingen eine homosexuelle Entwicklung aber auch nicht!

Edit: Homosexualität wird also auch nicht durch Selektion evolutionär getilgt: Auch heterosexuelle Menschen können geschlechtsuntypische Verhaltensweisen vererben, die dann die Entwicklung von Homosexualität begünstigen können. Außerdem muss differenziert werden zwischen homosexuellen Neigungen und der Homoerotik (die nicht die primäre sexuelle Präferenz darstellt). Beides kommt in der Natur vor; warum sollte man das dann nicht auch einfach als "natürlich" hinnehmen und tolerieren?
24.03.2012 13:20 Uhr - Spartacus (SB)
@ Doc Idaho:
Ja, das stimmt... aber ich hatte vorher gewarnt ^^
Wenn auch vielleicht nicht mit der nötigen Ausdrücklichkeit, sorry. Wurde ja editiert; hoffe, ich hab so niemandem die Serie versaut...
24.03.2012 13:03 Uhr - Spartacus (SB)
VORSICHT: das Video SPOILERT ein bissi; ist aber auch reichlich geil...! :D

http://www.youtube.com/watch?v=8gy25McxkEI
Anm. der Redaktion: das Video zeigt sehr viele Spoiler!

Ist wirklich eine ziemlich geniale Serie, die ich leider bislang noch nicht zu Ende sehen konnte. Naja, vielleicht auf myvideo, wenn die wirklich nachts ungekürzt gezeigt wird...?!

Wie sieht das eigentlich mit den Folge-Staffeln aus; gibt's dazu schon irgendwelche News bezüglich eines Deutschland-Releases und evtl. Kürzungen?
02.01.2012 17:20 Uhr - Anna (SB)
Mein neuer Weihnachts-Fave: "Santa's Slay"! xD
http://www.youtube.com/watch?v=o57v1nhBS54

Natürlich auch: "Die Geister, die ich rief (Scrooged)" mit Bill Murray! :D
naja... Rooney Mara ist ja nicht wirklich hässlich; ist schon erstaunlich, was man mit Make-up etc. alles anstellen kann...

http://www.pixelmonsters.de/files/persons/portrait/rooney-mara-p.jpg

Für mich war Noomi Rapace eigtl. einer der (zugegebenermaßen ziemlich oberflächlichen) Gründe, mir die "alte" Verfilmung NICHT anzusehen. ^^ Sieht einfach iwie furchtbar unsympathisch aus...

Allerdings übt die Neuverfilmung durchaus einen Reiz auf mich aus: Daniel Craig ist ein Schauspieler mit sehr starker physischer Präsenz und David Fincher ist ein sehr kreativer Regisseur mit einem ganz eigenen Sinn für (Bild-) Ästhetik.

Und Rooney, finde ich, sieht auch besser aus als Noomi (zumindest im RL)... ^^
Naja... ^^

Wenn man ganz penibel ist müsste es heißen:
"...glaube aber nicht, dass es mich vom Hocker reißen wird."

"reißen"; nicht "reissen"

;)
@john sinclair:
Oh, ich freue mich für dich, dass du wieder was zu lachen (und zu lieben) im Leben hast! :)

Ich hoffe, dass mich auch irgendwann das Glück heimsucht und ich diese tolle, süße Frau endlich "mein eigen" nennen kann; und das trotz des Altersunterschieds (sie ist 13 Jahre jünger als ich) und des ganzen anderen Drumherums...

Ja, der Trailer lässt durchaus auf mehr hoffen; der cut-Trailer im Kino lag ja eher auf dem Gewalt-Niveau des Prince of Persia Films... ^^
@john sinclair:

wie der Zufall es will, war ich jetzt am Wochenende ebenfalls mit meiner "Freundin" (ist ne komplizierte Sache; deswegen die Anführungsstriche... xP) in Final Destination 5, die ebenfalls solche Filme ab und an ganz gern schaut - ich überließ ihr die Wahl: Crazy Stupid Love oder FD 5! ^^ - und sich auch bloß bei der Akkupunktur-Szene abwenden musste (Angst vor Nadeln xD).

Egal, b2t:
Es lief natürlich auch ein Trailer (in 3D!) zu Conan, und ich denke (ganz abgesehen davon, dass mein Schatz den Trailer recht interessant fand ^^), dass das diese Art von Film ist, die im Kino (und vor allem eben auch in 3D!) durchaus zu unterhalten weiß, aber auch ganz schnell wieder in Vergessenheit gerät...

Allerdings wirkte der (Kino-)Trailer auch so, als ob die Gewalt des Films durchaus nicht wirklich übertrieben wäre, deswegen wundert es mich nicht, dass der uncut und mit KJ in die Kinos kommt. Eine unrated Version auf DVD/Bluray ist m.M.n. aber schon so gut wie sicher...
26.08.2011 13:52 Uhr - Gears of War 3 - Die Gründe für die Freigabe (News)
26.08.2011 - 00:31 Uhr schrieb NoFuckinX
"Daran sieht man, das die Vobehalte (also eindeutig subjektiven Gründe) zu so manch fragwürdigen Entscheidung in der Vergangenheit geführt haben. "

Natürlich sind die Entscheidungen subjektiv.

Der Grund, dass verstärkt härtere Titel Freigaben bekommen, dürfte einfach am demographischen Wandel innerhalb der Gremien liegen.
Da sitzen mittlwerweile auch Leute, die mit Games aufgewachsen sind und über entsprechende Medienkompetenz verfügen. Die Hardliner alter Schule sind im Ruhestand oder können sich da evtl. nicht mehr durchsetzen.

Ebenfalls nicht vergessen sollte man, dass die Gamesindustrie mittlwerweile ein wichtiger Wirtschaftszweig ist, wichtiger als die Filmindustrie, und dementsprechend Einfluß hat.

Der demographische bzw. personelle Wandel innerhalb der entsprechenden Gremien ist sicher (mitunter) auch ein Grund; allerdings gibt es auch unter Experten einen gewissen Disput, was die Auswirkungen von Gewalt in den Medien angeht.
Psychologen finden tatsächlich (!) Belege für potenziell schädliche Einflüsse von gewalthaltigen Medien (dabei sind kumulative Effekte wiederholten Konsums solcher Medien interessanter als der kurzfristige Einfluss einzelner, kurzer Gewaltdarstellungen) aus experimentellen Studien (Versuchsteilnehmer werden gewalthaltigen Medien ausgesetzt und auf nachfolgende aggressive Gedanken untersucht), korrelativen Untersuchungen (es wird anhand von Selbstbeschreibungen erfasst, inwieweit ein Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Aggression besteht) und Längsschnittstudien (Zusammenhang Medien/Aggression im Laufe der individuellen Entwicklung der Stichprobe).
Die bei einer Metaanalyse verschiedener Studien (Anderson et al., 2003) ermittelten Effektstärken zeigen, dass durch gewalthaltige Medien die Wahrscheinlichkeit aggressiven (und gewaltsamen) Verhaltens kurz- wie langfristig erhöht wird. Diese Effekststärken sind allerdings ziemlich gering; zum Konsum von Gewaltmedien MÜSSEN also noch andere Faktoren miteinspielen, damit aggressives Verhalten (experimentell u.a. operationalisiert als "accessibility" für gewalthaltige Gedanken und Gefühle) bei den Konsumenten entsteht. Neben dieser accessibility führt der häufige Konsum auch zu sozialen Lernprozessen (wird in den Medien Gewalt belohnt, dann wirkt dies beim Betrachter wie eine stellvertretende positive Verstärkung, was die Wahrscheinlichkeit von Verhaltensänderungen aufgrund von Modelllernen in diese Richtung erhöht) und zur Habituation gegenüber Gewaltdarstellungen, was das Mitgefühl dem "Opfer" gegenüber verringert, außerdem fördern derartige Medien die Entwicklung eines feindseligen Attributionsstils.
Klingt alles ziemlich vernichtend; relativiert sich allerdings durch die Tatsache, dass eben die festgestellten Effektstärken (zw. 0.17 und 0.23) nicht besonders hoch sind, und so Gewaltmedien nur dann Aggression fördern, wenn noch andere beeinflussende Faktoren eine Rolle spielen (z.B. das soziale Umfeld oder psychische Probleme, etc.); diese sind dann auch für die Klärung der Gesamtvarianz aggressiven Verhaltens relevanter als der alleinige (Dauer-) Konsum.
Diese Einsicht kämpft nun schon eine ganze Weile gegen die Windmühlen der vorgefertigten und immer wieder durch (investigative ?) Medien oder Politiker verbreitenen Meinung, dass "Killerspiele" eben auch (alleine) für die Gewalt bei Jugendlichen verantwortlich sind. Es ist ja auch wenig populistisch und somit nicht zielführend, die Adressenten der Polemik (die auch dummerweise an die Wahlurnen gehen bzw. das TV-Gerät anstellen) selbst für die Gewalt verantwortlich zu machen...
thx @ Kerry, Thodde, peda, Oberstarzt, psychoflyer und noch ein paar andere, die wenigstens versuchen, den Leuten hier die Arbeitsweise der FSK zu erläutern! Auch wenn es anscheinend nicht unbedingt auf fruchtbaren Boden trifft...!

*seufz*

Anscheinend steht für einige hier die alleinige Darstellung der Gewalt (bzw. deren Explizität) im Vordergrund und nicht der Kontext des Gezeigten. So hat die FSK auch früher gearbeitet (zumindest hat es den Anschein...); heute hat sich - vermutlich durch die Arbeit von Humanwissenschaftlern (Psychologen, Soziologen, Pädagogen, etc.) und deren anscheinend größer werdender Einfluss - eine weniger enge Sichtweise auf Gewalt in den Medien durchgesetzt!

Filme wie "Soldat James Ryan" oder "Schindlers Liste" werden eben deswegen anders bewertet, weil sie Gewalt nicht selbstzeckhaft oder als geeignetes Mittel zur Konfliktlösung darstellen; außerdem ist "James Ryan" ein ANTI(!)-Kriegsfilm, dessen Grundaussage es ist, dass Gewalt (in Kriegssituationen oder generell) grausam, brutal und unverantwortbar ist (außer vllt. zur Selbstverteidigung; aber darüber ließe sich jetzt lange diskutieren), was die Gewaltdarstellung auch anders bewerten lässt als die eines grobschlächtigen Actionhelden, der mit Freude und sichtlicher Kaltblütigkeit das Leben anderer aushaucht.
Die Idee, die Freigabe von z.B. "Schindler's Liste" hinge (allein?!) mit der deutschen Vergangenheit zu tun, finde ich gar aufgrund des Untertons, der hier mitschwingt und dem implizierten Zusammenhang, beinahe ein wenig gefährlich...!

Im Falle eines Total Recall wirkt eben das offensichtlich unrealistische (Sci Fi) Setting und seine comichafte Überzogenheit relativierend auf die Wirkung der gezeigten Gewalt; ähnlich wie bei vielen anderen bereits hier erwähnten Filmen - aber das wurde ja auch schon alles erwähnt.
17.08.2011 - 22:48 Uhr schrieb DirtyOlli
17.08.2011 - 20:24 Uhr schrieb markymarco
Ja wie gesagt ich fände es noch ok, wenn die 16er in 2D wird
und die 18er in 3D


Ähnliches gab es damals mit Scream 1, vor 23Uhr wurde die
FSK 16 Fassung gezeigt,ab 23Uhr dann die FSK 18 Fassung.So
war es jedenfalls bei uns im Cinemaxx Essen.

Ja, daran erinnere ich mich! Beinahe wäre nämlich Scream 1 mein erster FSK-18 Film im Kino gewesen; allerdings nahmen wir noch einen jüngeren Freund mit und entschlossen uns deswegen für die 16er Fassung. Was wir nicht ahnen konnten war, dass unser minderjährige Freund am Abend etwas schlechtes gegessen hatte, ihm kotzübel wurde, und er den Kinosaal bereits nach 10 Minuten wieder verlassen musste... xP

b2t:
Das mit der Freigabe hat sich ja - Gott sei Dank - mittlerweile geklärt. Zum Pech für so manchen User hier. ;)
Naja, mach dir nix draus; wird bestimmt noch einen Teil geben, den du dir dann aufgrund der bis dahin erreichten Volljährigkeit im Kino angucken kannst; oder eines dieser "auserwählten" Kinos, die auch die 16er Fassung bringen, ist in deiner Nähe?!
Iwie scheint diese Reihe NIEMALS aufzuhören... zumindest ist das mein subjektiver Eindruck. ^^

Ich fand übrigens den dritten Teil auch nicht wirklich schlecht. Am Interessantesten finde ich das Feature auf der DVD, dass man den Filmverlauf ändern kann, indem man aktiv (!) in die Handlung eingreift! Gut, das fällt dann doch etwas weniger spektakulär aus, als es sich anhört oder hätte sein können, aber im Großen und Ganzen eine sehr geile Idee! :D

Der erste Teil war imo (inhaltlich und dramaturgisch) der beste; an den zweiten kann ich mich grad gar nicht wirklich erinnern. Der Dritte war ganz in Ordnung; aber der vierte fiel mir in erster Linie bloß wegen der augenscheinlich schlecht gemachten CGI-Effekte auf. Ich weiß nicht, ob ich mir den 5. im Kino ansehen werde; vllt, wenn ich meine Freundin dazu überreden kann. Die kriegt allerdings Kopfschmerzen vom 3D... xPPP
10.08.2011 18:04 Uhr - Bioshock (SB)
@Ron-X:
zumindest kommt demnächst iwann "Bioshock Infinite"; ist aber ein Prequel, so wie ich das verstanden habe...

hier der hammerharte (Gameplay-) Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=BC_Ua-uYjJU
09.08.2011 17:41 Uhr - Fright Night 2 (SB)
Ja, die Hilde bzw. Hilde's wilde Horror-Show! :D
Das war der RTL-Versuch einer Elvira - Mistress of Darkness! ^^

Aber abgesehen davon, dass ich die aus seltsamen, heute unerfindlichen Gründen damals schon recht scharf fand, und immer zwei Filme nach Möglichkeit uncut liefen (ein relativ neuer und ein "Klassiker" - hab hier zum ersten Mal die Frankenstein-Filme kennen und lieben gelernt...! :D), war die Sendung bereits bei Beginn dem Untergang geweiht... eben ein zu kleines Zielpublikum. :(

Hatte die nicht sogar noch so eine hässliche Stoffpuppe oder verwechsle ich da jetzt was?! xD

Hatte RTL damals eigtl. eine Sondergenehmigung? Weil die damals indizierte Filme zeigten?

[edit: b2t]:
Fright Night ist ein geiler Film, die Fortsetzung kam nicht ganz heran, ist aber dennoch ziemlich gut; wenn auch der Humor des ersten Teils ein wenig fehlt.

Warum lief der Teil eigtl. ungekürzt im TV, wenn die deutsche Version doch gekürzt war? Woher bekommen die Sender diese Master? Und müssen die dann neu geprüft werden (bspw. von der FSF, etc.)?

[edit 2: Hilde]:
Ich glaub ich weiß wieder, warum ich die Hilde damals scharf fand: sie hat am Ende immer ein dämliches Lied geträllert und dabei gestrippt... naja, fast. ^^

[edit 3]:
http://www.tvforen.de/pix/wildehilde.jpg
Kick-Ass ist super! Hat jemand mal den zugrundeliegenden Comic gelesen? Würde der Film noch näher an der Vorlage sein, hätte er definitiv eine KJ! Mindestens!
Allerdings war Comic wie Film als Satire angelegt; als Parodie auf Superhelden-Comics/-Filme. Die übersteigerte Gewalt sollte das unterstreichen - die Grundaussage ist: im echten Leben wären Superhelden ihres Lebens kaum sicher. Und würden wohl mit den Mitteln, die ihnen im Kampf gegen das Verbrechen zur Verfügung stehen, den Bad Guys in Bezug auf den Einsatz von Gewalt wohl in nichts nachstehen.
Die Darstellerin des Hit-Girls hat übrigens verlauten lassen, dass es für sie mit das schlimmste war, im Film die ganze Zeit zu fluchen, was weder ihrem Naturell noch ihrem Alter entspricht und in den USA ja oftmals noch mehr beäugt wird als ausufernde Gewalt seitens Minderjähriger.

Aber b2T:
Sehgewohnheiten ändern sich wie die Zeiten, in denen wir leben. Die FSK hat den Zeitgeist erkannt und richtet ihre Bewertungen nach der allgemeinen Aussage des Films, seines Settings, seinem Bezug zur Realität, etc. Das ist auch gut so; natürlich kann man mit den Entscheidungen der FSK auch mal konträr gehen; allerdings sollte man die Kompetenz der Leute nicht zwangsläufig im Vorfeld in Frage stellen; sitzen doch in den entsprechenden Prüf-Gremien etc. u.a. auch Sozialarbeiter, Psychologen, Pädagogen und sonstwas. Die sollten eigentlich befähigt sein, eine Jugendgefährdung bzw. Entwicklungsbeeinträchtigung bei Kindern und Jugendlichen zu erkennen. Natürlich ist das System nicht frei von Fehlern, aber damit muss man leben. Eine Runterstufung diverser Filme lässt sich durchaus damit erklären, dass sie ein eher unrealistisches Setting aufweisen (Aliens, Monster, klare Comic- oder Fantasy-Bezüge etc.) und/oder die Gewalt sehr überspitzt und augenscheinlich humorvoll dargestellt wird. Bezüge zur Geschichte werden auch berücksichtigt, weswegen Filme wie Schindler's Liste oder Soldat James Ryan auch eine eher milde Freigabe bekamen; die Grundaussage dieser Filme stellt ja eher die Unmenschlichkeit der Gewalt in den Vordergund und ist keinesfalls verherrlichend oder verharmlosend.
The Fly 2 ist eindeutig Fantasy und so erklärt sich für mich auch das schon recht milde Ergebnis der Neuprüfung. Allerdings ist der Film im großen und ganzen auch kein Splatter-Streifen (das Verhältnis Story vs. Splatter wurde ja oben bereits mal angesprochen); also: ruhig Blut! Ist halb so wild! FSK 16 ist schon in Ordnung! Meine Freundin ist gerade mal 18; ich habe so einen relativ guten Einblick in die Gefühlswelt jüngerer Menschen und deren Sehgewohnheiten (zumindest in die der mir zur Verfügung stehenden Stichprobe...^^). Die scheinen heute schon durchaus mehr zu verkraften als ihnen manche Leute hier unterstellen wollen; müsst nur mal darüber nachdenken, mit was die heute aufwachsen im Gegensatz zu uns, die sich in den 80ern und 90ern die Filme über Freunde oder milde gestimmte Väter oder sonstwie aus Videotheken und über Mailorder besorgen mussten. Heute geht das dank Internet viel einfacher. Ob das gut oder schlecht ist, darüber lässt sich streiten. Aber es könnte auch erklären, warum heutzutage jüngere Leute ein stärkeres Diskriminationsvermögen zwischen Film und Fiktion aufweisen als viele früher: durch den Umgang mit den Medien (TV, Internet, DVD, Bluray) in jungen Jahren und die allgemeine Omnipräsenz der heutigen Filmindustrie sind Filme vllt. viel einfacher als Fiktion zu erkennen als für uns damals, für die ein Film im Heimkino noch etwas relativ neues und selteneres war (zumindest haben mich meine Eltern nicht dauernd Filme glotzen lassen...).

Hmmm... just my 2 cents.

LG
Ich finde es schwierig, in diesem Fall im Vorraus schon so ablehnend zu sein; es ist ja KEIN REMAKE des Films, sondern eine (Neu-)Verfilmung der KURZGESCHICHTE...
Sowas ist meiner Meinung nach ein klein wenig anders zu bewerten.

Obwohl ich jetzt auch nicht sooooooo viel Hoffnung in den Film setze, ob der beteiligten Menschen...

[edit:] schließlich gibt es auch haufenweise "Dracula"-Verfilmungen (etc.); ohne dass sich jemand darüber so dermaßen aufregt...
03.08.2011 12:53 Uhr - V - Die Besucher (SB)
03.08.2011 - 09:57 Uhr schrieb Critic
wers guckt sollte sich schämen und sich bewusst sein dass die amis die serie so kacke fanden dass sie nach staffel 2 abgesetzt wurde, ohne das ende preiszugeben. aber es passt zum sender und seiner zielgruppe...

Laut wikipedia bombardieren Fans den Sender mit Petitionen, um die Serie weiterlaufen zu lassen...
Jo, weiß ich; aber ich finde Sharon Stone eigentlich gar nicht soooo scharf... ^^

Danke für die Auflistung! Klingt interessant! :D
Die Frage ist, ob das entsprechende Rohmaterial überhaupt noch existiert bzw. sich in verwertbarem Zustand befindet... der Film ist ja auch schon 21 Jahre alt. Scheiße, ich werde alt! xD
Hier der Eintrag zur Original-Geschichte in der deutschen Wikipedia (für die, die mal gucken wollen, wie nahe Verhoeven dran war oder nicht...! ^^):

http://de.wikipedia.org/wiki/Erinnerungen_en_gros
Ok, danke für die Infos, Selflezz und Jack Bauer!
Wusste davon echt nix. Kann mir auch iwie nicht vorstellen, was dem Film noch hinzuzufügen wäre, was eine Unrated-Freigabe ausmachen könnte; in meinen Augen ist der Film in seiner R-Rated Fassung (für einen Sci-Fi-Actioner) schon recht starker Tobak. ^^
Mehr Sex vielleicht? Eine nackte Sharon Stone? Naja, kann ja mal gespannt sein, ob eine Unrated vllt. nicht doch iwann veröffentlicht wird; wenn sich ein neuer Verleih etwas traut und sein Herz für die Fans entdeckt oder so... x)

Hab mir gerade mal eine Zusammenfassung von Dick's Kurzgeschichte durchgelesen; da bestünde durchaus Potenzial, diese Geschichte in ansprechenderweise neu zu erzählen. Ob's gelingen wird, das wird sich erst zeigen...

Zur eigentlichen News:
Ich finde es auch bescheuert, im Vorfeld verschiedene Fassungen eines Films zu produzieren. Kann doch eine R-Rated drehen und daraus dann eine PG-13 basteln?! Hat man doch früher auch so gemacht! Aber nein, Produzenten und Verleih denken im Vorfeld nur an die kommerzielle Auswertung; und das sagt schonmal was darüber aus, wie sehr denen die Fans der "Erst-Auflage" von Dick's Geschichte wurscht sind. Die werden nämlich sehr enttäuscht aus dem Kino kommen, wenn sie mit dem Original als Referenz im Kopf den wohl recht blutleeren Film gesehen haben. Dass man eine Geschichte für eine neue Zielgruppe aufbereiten will, mag ja legitim sein; aber so werden - entgegen der Intention, einen derart teuren Film notwendigerweise kommerziell noch ordentlich auszuwerten - einige Dollar an der Kinokasse fehlen; nämlich die der Fans des alten Streifens, die vorgewarnt oder generell ob der Fülle von mehr schlechten als rechten Remakes einiger Klassiker abgeschreckt, den Kinosaal meiden werden.
Allerdings: bei einem Budget von 200 Mio. Dollar müssen wohl auch die Kinos gefüllt sein mit 13-Jährigen, sonst könnte der Film ja noch ein riesen Flop werden...?! Also: warum nicht gleich den Film als solches konzipieren, was er ist? Nämlich ein Sci-Fi-Actioner für Erwachsene? Aber vllt. fehlt ansonsten auch der Anreiz, den Film nochmal in der unrated als Bild- und Tonträger zu kaufen?

Naja, ich bin mal gespannt; gibt ja noch andere Möglichkeiten den Film zu sehen, ohne gleich das Geld an der Kinokasse zu lassen. ;)

LG
Danke, razy. Von einer unrated hatte ich bisher auch noch nix gehört.
Es gibt eine unrated-Fassung von "Total Recall"???

[edit:] Kennt jemand die Kurzgeschichte und kann vllt. sagen, wie nahe TR daran war? Ist da eine Neuinterpretation sinnvoll?
31.07.2011 14:54 Uhr - KJM-Prüfbericht im 2. Quartal 2011 (News)
Ich wollte mal einwerfen, dass iwann in den Mitte/Ende-90ern (also zu einer Zeit, als der definitiv noch auf dem Index stand) Carpenter's "The Thing" UNCUT auf RTL lief!

Ich war damals noch ein Jugendlicher und musste am nächsten Tag in die Schule, und der Film lief nachts um 3 oder so, weswegen ich den Videorecorder anwarf und schlafen ging. Am nächsten Tag konnte ich den Film dann überraschenderweise in seiner ganzen Uncut-Pracht genießen! :D

Ich weiß natürlich nicht, ob RTL damals eine Sondergenehmigung hatte oder was da sonst "schiefging", aber das Tape sollte sich noch iwo in meinem Keller befinden!

LG
30.07.2011 14:35 Uhr - Return of the Living Dead 3 (SB)
Also ich finde, dass bspw. die FX von John Carpenter's "Das Ding aus einer anderen Welt" weitaus gelungener sind (gut, mag am Budget liegen...?!), und der ist 11 Jahre älter als RotLD 3. Aber natürlich ist es immer so eine Sache bei den frühen, handgemachten FX; ich denke nur, dass ein effektiver Einsatz der Effekte auch erst gelingt, wenn man sie gezielt einsetzt und ein wenig kaschiert, sollten sie denn nicht soooooooo echt aussehen. Und hier beißt der 90er Look des Films dem FX-Maestro in den Schwanz (hier im Satz eine recht unglückliche Wortwahl... ^^): alles viel zu hell ausgeleuchtet, quietschebunt, comichaft aber nicht wirklich komisch. Wäre letzteres der Fall gewesen, hätte ich darüber hinwegsehen können (wie etwa bei Chucky 2), aber so wirkt er iwie einfach nur billig; und das muss selbst ein Trash-Film nicht zwangsläufig... ;) Ich als Regisseur hätte halt eine Szene, in der ein vermeintlich Toter zwinkert oder eine offensichtliche Puppe an einem GI rumnagt, einfach nochmal gedreht bzw. anders inszeniert. Aber vielleicht liegt das auch an meinem Hang zum Perfektionismus?! ;)

Aber gut, ich will ja nicht streiten. Dem einen gefällt's dem anderen eben nicht. Und es gibt Filme, bei denen ich mich damals tatsächlich gefragt habe, wie die das wohl bewerkstelligt haben! Bei RotLD 3 allerdings nicht... Dafür war alles viel zu offensichtlich.

LG!
29.07.2011 23:38 Uhr - Return of the Living Dead 3 (SB)
Den Film hab ich ja auch in den Mitte-90ern gesehen... aber was ich bei Parker Lewis mochte (also diesen 90er Look), das hasste ich hier. ;)

Den 70er und den 80er Look liebe ich übrigens! :D

[PS.: Hab die VHS von JPV Austria! "Romeo & Juliette meets the living Dead"! Die haben das übrigens so oder so ähnlich zwei oder drei mal auf dem Cover stehen; und jedes mal schreiben sie "Juliette" anders...! xDD]
28.07.2011 - 10:37 Uhr schrieb Matt²
Klar ist alles Geschmackssache und soll sich jeder anschauen wie er möchte, aber für mich ist das so der größte Dreck der seit langem aus HW rübergeschwappt ist. Ganz ganz schlimm. So richtig Ideelos, fehlt nur noch Kevin James und Adam Sandler. *schüttel*
Ne, nicht meins, da bleibe ich bei den 80s Chevy Chase Filmen, das war wenigstens noch Humor.

Ach, soooooooo schlimm war der gar nicht. Allerdings habe ich den auch nicht wirklich freiwillig gesehen, sondern wurde von meiner 13 Jahre jüngeren Freundin mitgeschleppt (die wohl eher die Zielgruppe repräsentiert als ich...^^).

Dennoch: gerade dieser Film hat mich teilweise von seiner Machart her an die Ära der 80er Skrewball-Komödien erinnert; durchaus vergleichbar mit dem einen oder anderen Chevy Chase Film... aber ich will nicht streiten. Im Verhältnis zu vielen anderen neueren Komödien fand ich "Bad Teacher" aber fast schon wieder ein wenig "Old School". ^^

LG
29.07.2011 20:51 Uhr - Return of the Living Dead 3 (SB)
Was mich damals schon genervt hatte war die Szene, in der der Ladenbesitzer-Zombie vom Hirn des Polizisten nascht (41 Min), diesem ein Stück Hirn aus dem Mund auf das Gesicht des Polizisten fällt, und dieser dabei zwinkert. ^^
Auch sind an anderen Stellen des Films die Effekte ziemlich klar als eben solche zu erkennen (vor allem sehen z.B. die teil-skelettierten Zombies schon sehr nach "Horror-Muppets" aus... xP).

Und: soooooooooo gut ist der Film nun auch wieder nicht. Mich haben die billige Ausstattung und die teilweise hanebüchene Handlung sowie sehr naive Szenen und Dialoge - den echt furchtbaren, quietschbunten 90er-Look erwähne ich gar nicht erst... xD - schon als 14-Jährigen abgeschreckt. So blieb mir nur ein aufgrund seiner schon recht heftigen Splatter-Szenen und einiger netter Einfälle recht kurzweiliger Film, der ansonsten nicht wirklich überdurchschnittlich ist. Da haben Teil 1 und 2 echt mehr auf dem Kasten!

Teil 4 und 5 sollten allerdings nicht mal mehr erwähnt werden...niemals! Manchmal ist Verdrängung doch nicht unbedingt verkehrt... ^^

LG

[EDIT: Das Zwinkern lässt sich sogar auf den Szenenfotos hier im Bericht erkennen! xDDD]
oh je, oh weh... wie die Diskussion um diese News ausartet...

dabei wurde heute Morgen schon dies hier gepostet:

14. 29.07.2011 - 07:58 Uhr schrieb Das Blob
Bei der FAZ liest sich das übrigens etwas, in Details anders:

http://www.faz.net/artikel/C31013/br-verschiebt-polizeiruf-110-mit-matthias-brandt-ein-privater-attentaeter-30472942.html


Und das sollte man vllt. erstmal gelesen haben, bevor man wild spekuliert und Konspiration und/oder Bevormundung etc. wittert; kommen hier doch die Verantwortlichen Jugenschützer selbst zu Wort. Und siehe da: deren (aktuelle) Argumentation bezieht sich ausschließlich auf die Aktualität des Themas (Attentat in Norwegen) sowie die gezeigte Gewaltdarstellung. Der andere Teil (Gut und Böse, Staat ist machtlos etc.) ist wohl anscheinend nicht der ausschlaggebende Aspekt für die Verschiebung.
20.05.2011 09:48 Uhr - Chroniken von Narnia, Die (SB)
@Taran(und der Zauberkessel! ;) ):
Jetzt irrst du aber! Hab mal gelesen, dass Tolkien seine Romane (auch LoTR) seinem Sohn Christopher zum lesen gab, der sie dann - selbst noch im Kindesalter - beurteilen und einschätzen sollte. "Herr der Ringe" wurde von ihm als "für Kinder ab 8 Jahren" empfohlen... ^^ Die Lese- (aber auch Seh-)gewohnheiten ändern sich halt über die Zeit; und Kinder lasen damals durchaus "brutale" Geschichten über Ritter, Soldaten etc.

edit: tatsächlich war Christopher Tolkien schon als Kind sehr stark in der Entwicklung der Herr der Ringe Bücher involviert.
xD
Ich erinnere mich, dass ich selbst mit 14 den indizierten "Hellbound - Hellraiser II" in einem Virgin Megastore erstanden habe... ^^

Aber natürlich sollte soetwas nicht sein. Jugendschutz ist wichtig, und nicht bloß der Einzelhandel sollte dahingehend sensibilisiert werden, sondern auch die Eltern!
Vor 1 oder 2 Jahren war ich mal in einem Saturn Markt Zeuge des folgenden Gesprächs zwischen einem ca. 12 jährigen Jungen und seines Vaters:

Vater: "Na, guck mal: das Spiel; wär das nix für dich...?!"
Sohn: "Aber Papa! Das Spiel ist doch erst ab 16!!! Das darf ich doch noch gar nicht spielen!"
Vater: "Ah... so... Ok."

Andererseits liegt es auch in der Verantwortung der Eltern einzuschätzen, was ihrem Kind zuzumuten ist und was nicht.
21.02.2011 15:19 Uhr - Tanz der Teufel - Eine Retrospektive (Artikel)
@VideoRaider:

Ach, ausgedehnter Diskussionsbedarf besteht da meinerseits nicht unbedingt; es reicht mir schon die Feststellung der Unsinnigkeit des ganzen Paragraphen bzw. Systems. ;)
21.02.2011 14:44 Uhr - Tanz der Teufel - Eine Retrospektive (Artikel)
Eine Sache verstehe ich nicht so wirklich:
Der Paragraph 131 StGB (Stand: 1984) sagt(e) folgendes aus:

(1) Wer Schriften (§ 11 Abs. 3), die Gewalttätigkeiten gegen Menschen in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder DIE DAS GRAUSAME ODER UNMENSCHLICHE DES VORGANGS darstellt,

1. verbreitet,
2. öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,
3. einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht oder
4. herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Nummern 1 bis 3 zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Soll das bedeuten, dass eine Gewaltdarstellung, die eben diese Gewalt als NICHT GRAUSAM ODER UNMENSCHLICH darstellt, KEINE Verletzung des §131 darstellt? Das wäre in meinen Augen Verharmlosung; was auch in diesem Paragraphen enthalten ist. Aber wo ist denn da der Unterschied? Je unmenschlicher eine Tat dargestellt wird, desto mehr wird doch darauf hingewiesen bzw. wird klargemacht, wie verabscheuungswürdig Gewalt ist?! Eine für mich eindeutig als GRAUSAM und UNMENSCHLICH dargestellte Gewalt ist die im Film "Schindlers Liste" gezeigte - eben weil er auf die grausame Unmenschlichkeit der Nazis hinweisen wollte -; sollte der Film jetzt auch beschlagnahmt werden? Das gilt auch für "Der Soldat James Ryan". Oder haben hier die Gesetzeschreiber einfach nicht nachgedacht bevor sie geschrieben haben; bzw. etwas ganz anderes im Kopf gehabt (die explizite DARSTELLUNG von Gewalt) und sich einfach doof ausgedrückt? So wie es da steht, ergibt es für mich jedenfalls keinen Sinn.

Aber interessanterweise trifft eine solche Zensur mitsamt Beschlagnahmung ausgerechnet solche Filme (TdT oder Braindead), die durch ihre fantasievolle Inszenierung und überspitzten Humor ohnehin schon kaum noch als "brutal" oder "gewalttätig" im Sinne einer Verherrlichung anzusehen sind; zu überspitzt und realitätsfern ist hier die gezeigte Gewalt. Aber Filme wie SAW, in denen explizit Menschen aufs grausamste (realistisch?!) gefoltert werden, bleiben - bis auf einige Schnittauflagen - von der Beschlagnahmung unbehelligt. Verstehe das wer will; ich nicht.
Allerdings sollte ohnehin nichts zensiert werden.

PS.: Irgendwie scheint eine Verherrlichung von Gewalt gegen Tiere keinen Straftatsbestand auszumachen... hmmm... wie "menschlich" ist das denn?
21.02.2011 12:53 Uhr - Tanz der Teufel - Eine Retrospektive (Artikel)
Mittlerweile ist eine Kopie des Films im Umlauf – allerdings ohne Ton und nur als abgefilmte Version eines alten 8mm-Screenings.

Auf YouTube kann man sich den Film ansehen; und zwar MIT TON! ;D
http://www.youtube.com/watch?v=yu78Z-VDVIA

Ansonsten: saugeiler und umfangreicher Bericht! Weiter so!
"Mama, Papa, Zombie" ist natürlich Dreck... aber auch irgendwie schon wieder Kult.^^
23.01.2011 14:54 Uhr - Resurrection County (SB)
Ich denke ebenfalls nicht, dass saw mit seinem Beitrag nur provozieren wollte. Ich habe hier schon weitaus destruktivere, dümmlichere Postings gelesen, die - ob ungerechtfertigt oder nicht - Kritik geübt haben, und über die sich keiner aufgeregt hat.
Deswegen war ich ob seiner Wortwahl und der Art, WIE er seine Kritik geäußert hatte, sogar etwas positiv überrascht; obwohl ich nicht seiner Meinung bin.

Aber um das "Problem" der "zu subjektiven" Intros zu lösen, würde ich eine klar erkennbare Gliederung der Intros vorschlagen, die vielleicht mit "objektiven" Infos über den Film (Produktion, Darsteller, Story etc.) und die verschiedenen Schnittfassungen beginnt, und auf die dann ein Kommentar des Autors folgt, in dem er seinen eigenen "subjektiven" Eindruck des Films vermittelt. Den letzten Teil muss dann nämlich niemand lesen, der ihn auch nicht lesen will, und so sieht sich dann evtl. auch niemand gezwungen, seinen Unbill darüber zum Ausdruck zu bringen.

Ich persönlich lese solch ironische Kommentare/Intros sehr gerne; also weiter so, Il Gobbo! ;)
23.10.2010 15:35 Uhr - Kick-Ass: Vergleich Film - Graphic Novel (Artikel)
Spitzen "Schnitt-"Bericht!!! :D
Ich persönlich finde solche Vergleiche interessant und durchaus nicht fehl am Platz hier.

Der Film und das Comic haben mich beide auf ihre Art begeistert; die Unterschiede sind auch teilweise auf das jeweils andere Medium zurückzuführen. So meinten Millar und Romita - die Macher des Comics - bspw., dass die "original" Hintergrundgeschichte um Big Daddy und Hit-Girl im Film einfach nicht funktioniert hätte.

So oder so: Comic wie Film machen einfach Spaß; die enge Zusammenarbeit der Macher des Comics und des Films lassen außerdem kaum Anlass zur Annahme entstehen, der Film wäre - mit seiner etwas anderen Grundhaltung und Aussage - so nicht in der Absicht bzw. ohne Einverständnis von Mark Miller und Co. gewesen.
23.10.2010 15:18 Uhr - Counter Strike (SB)
Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass Politiker in der Diskussion um "Killerspiele" immer wieder sogenannte "Experten" finden, die ihre Forderung nach Verbot/Verteufelung dieser Medien scheinbar wissenschaftlich stützen. Allegemeiner Konsens der psychologischen Forschung in diesem Bereich ist nämlich, dass Gewalt-Medien zwar die Zugänglichkeit/das Auftreten gewalttätiger Gefühle/Kognitionen kurzfristig erleichtern (Priming; "Bahnung"), außerdem gibt es das Phänomen der Abstumpfung; allerdings sind diese gebahnten Kognitionen schnell verflogen. Ich für meinen Teil kann bloß von mir behaupten, dass mich Spiele wie Mario etc. viel aggressiver machen, da man tausendmal versucht auf die oder die Plattform zu springen, aber natürlich abstürzt und nochmal von vorne beginnen muss. Allerdings ist die damit verbundene gesteigerte Aggression (manchmal auch schon Gewaltbereitschaft; ich muss mich nämlich stark zurückhalten, den TV/PC/die Konsole etc. nicht einzuschlagen!^^) aus eigener Erfahrung sehr schnell wieder vorüber.

Die Frage, warum Amokläufer solche Spiele spielen, Horrofilme gucken, Gewalt-Comics und Musik mit gewalttätigen Inhalten hören, ist doch vielleicht viel einfacher damit beantwortet, dass sie aufgrund ihrer psychischen Situation und/oder Veranlagung etc. ein generelles Interesse an Gewalt haben. Deswegen greifen sie auch auf den Konsum solcher Medien zurück.

Anstatt aber die wahren Abgründe zu beleuchten, die richtigen Fragen zu stellen und die Gesellschaft zum Umdenken und Handeln aufzufordern, wird ein Feindbild geschaffen, dass so einfach ist, dass wirklich jeder Knallkopp in der Bundesrepublik in Windeseile dessen Schuld einsieht. Aber warum greifen die Zig-Tausend Konsumenten (wenn nicht gar Millionen; viele davon richtig nette Comic- und Computer-Nerds) solcher Medien nicht allesamt zu den Waffen? Ganz einfach: weil es eben keinen kausalen Zusammenhang zwischen Gewalt-Medien und tatsächlicher Gewalt gibt. Selbst die Ergebnisse, die das oben geschilderte Priming betreffen, befinden sich auf einem nur relativ niedrigen Signifikanz-Niveau. Amokläufe und andere schwere Gewalttaten hat es schon vor Gewaltmedien gegeben. Bei den Wikingern gab es bspw. das sogenannte Berserkertum. Dennoch greifen populistische Medien immer wieder auf diese plakativen weil auf dem ersten ungeschulten Blick leicht als solches erkannbare Feindbilder zurück, wahrscheinlich um sie zur Durchsetzung anderer politischer Forderungen zu instrumentalisieren (z.B. Internet-Sperren, Medien-Zensur etc.).

Es ist leider viel zu leicht, die Fehler NICHT in der Gesellschaft, in der wir leben, zu suchen. Nicht zu sehen, was wir falsch machen. Den Mensch selbst aus der Verantwortung für sein Tun zu entlassen. Politik scheint bloß so zu funktionieren. Demokratie funktioniert nur, wenn alle Menschen Zugriff auf dasselbe (also alles) Wissen haben. Schade, dass die meisten Medien sich einen Dreck darum scheren, sachlich zu informieren.