SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Ganz böses Zombiespiel aus AT · Hol dir das böse Game ohne Zollprobleme · ab 19,99 € bei gameware Dying Light 2 uncut PS4 · Der Nachfolger des Zombie-Krachers. Mehr Blut! · ab 59,99 € bei gameware

eingeloggt als:
Rigolax

Beiträge
100 Kommentare
0 Reviews

Amazon.de

  • Es war einmal in Amerika
  • Extended Director's Cut + Kinolangfassung inkl. Original-Synchro
Blu-ray
22,99 €
DVD
20,97 €
  • X-Men: Dark Phoenix
Blu-ray
18,99 €
DVD
13,99 €
Prime Video
16,99 €
Kommentare
11.10.2019 21:08 Uhr schrieb Romero Morgue
Im Kern ja keine völlig verkehrte Ansicht aber in Anbetracht das hier anscheinend ein „Lehrer“ schreibt mMn genau falsch, da gerade dann ein Erziehungsauftrag vorliegt der sich sicherlich nicht mit der Resignation an staatliche Behörden vereinnahmen lässt.


Der Satz macht zwar sprachlich meiner Ansicht nach schon keinen Sinn, aber auch inhaltlich würde ich dem widersprechen. In Deutschland obliegt der Erziehungsauftrag (vor allem) den Eltern. Diese können eigentlich entscheiden, welche Medien ihre Kinder/Jugendlichen konsumieren dürfen. Der staatliche Eingriff durch FSK/USK-Altersfreigaben, Indizierungen und teilweise durch das Strafrecht soll vielmehr nicht nur Kinder schützen, sondern Eltern in ihrem Erziehungsauftrag bzw. ihrem -Privileg stärken (vgl. sog. Mutzenbacher-Entscheidung des BVerfG: "Der Jugendschutz, der in Art. 5 Abs. 2 GG ausdrücklich erwähnt ist, genießt vor allem aufgrund des in Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG verbrieften elterlichen Erziehungsrechtes Verfassungsrang.").
09.10.2019 19:41 Uhr schrieb Mnemic
09.10.2019 19:27 Uhr schrieb Rigolax
@Mnemic na ja, ich weiß jetzt nicht, wie die Lage in Österreich ist, aber ich bezweifel mal stark, dass es Volksverhetzung ist, wenn man Wähler einer Partei als "menschliche Gülle" bezeichnet. Dafür fehlt schon einiges. Ein deutsches Gericht würde wohl meinen, dass das schon zu akzeptieren ist im (politischen) Meinungskampf, von der Meinungsfreiheit gedeckt. Vermutlich fallen Wähler einer Partei nicht mal unter den Scope von § 130 StGB, da die als Gruppe nicht abgrenzbar sind, insbesondere haben wir ja auch geheime Wahlen... Ist halt auch die Frage, ob man jeden Quatsch mit Strafrecht entgegen muss; ich denke besser nicht.


Du irrst dich gewaltig, ließ ihn dir durch. Der von mir erwähnte Satz zielt darauf ab, die Würde einer Personengruppe zu verletzen und ist nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt.

Und in Österreich schützt Paragraph 283 auch Wähler einer Partei, er schützt jedes menschliche Individuum. Wäre es nicht so, würde das bestimmte Gruppierungen zum Abschuss freigeben.

Einen Wahlkampf als Argument für Verhetzung anzuführen ist unsinnig, dadurch werden keine geltenden Gesetze ausgehebelt.


Es bringt relativ wenig, bloße Gesetzestexte zu betrachten, dafür ist unser Rechtssystem zu komplex... Solange du mir keine Beispiele lieferst, wonach derartige Aussagen schonmal geahndet wurden, die es ja dann geben müsste, bleibe ich dabei, dass es nicht realistisch ist, darin einen Verstoß zu sehen, du dich also gewaltig irrst und hier deine eigene Rechtsinterpretation durchdrücken willst, warum auch immer.

Würde man eine Person jetzt spezifisch derart bezeichnen, dann wäre das wohl Beleidigung, aber das ist ja was anderes.

Und ja, im Wahlkampf ist tatsächlich mehr erlaubt als im "Alltag", das haben schon diverse deutsche Gerichte so gesehen.
@Mnemic na ja, ich weiß jetzt nicht, wie die Lage in Österreich ist, aber ich bezweifel mal stark, dass es Volksverhetzung ist, wenn man Wähler einer Partei als "menschliche Gülle" bezeichnet. Dafür fehlt schon einiges. Ein deutsches Gericht würde wohl meinen, dass das schon zu akzeptieren ist im (politischen) Meinungskampf, von der Meinungsfreiheit gedeckt. Vermutlich fallen Wähler einer Partei nicht mal unter den Scope von § 130 StGB, da die als Gruppe nicht abgrenzbar sind, insbesondere haben wir ja auch geheime Wahlen... Ist halt auch die Frage, ob man jeden Quatsch mit Strafrecht entgegen muss; ich denke besser nicht.
09.10.2019 11:01 Uhr schrieb DARKHERO
Ist aber schon verständlich, wir haben hier in Deutschland das wohl am stärksten zensierte Internet der westlichen Welt. Auch wenn es meist um NS Sachen geht, kann man trotzdem eine Meinung dazu haben. Ich bin da im Zwiespalt, auf der einen Weise brauche ich sowas nicht im Netz, aber trotzdem finde ich diese Kastration vom Internet auch nicht gut. Vorallem weil sie dank VPN leicht zu umgehen ist und damit lächerlich ist. Zudem ist es eine Zensur des Internets, weshalb wir andere Länder kritisieren, was daher den Hauch von Heuchelei hat


Na ja, das hängt etwas von der Betrachtungsweise ab. Wenn es um Netzsperren für ausländische Inhalte geht, ist Deutschland eigentlich liberal, denn die haben wir fast gar nicht, sind hier sehr schwierig durchzusetzen bis unmöglich; siehe da vor allem beim Thema Piraterie.

Google.de zensiert dafür unter den regionalen Angeboten mit am meisten (in der westlichen Welt), was vor allem daran liegt, dass sie das BPjM-Modul umsetzen. So ist es eben auch, dass (drohende) Indizierungen oder das (vielleicht) einschlägige Strafrecht regelmäßig dafür sorgen, dass deutsche bzw. genauer von deutschen Bürgern betriebene Websites offline gehen (müssen); war ja bei Schnittberichte nicht anders, das war hier mal eine "Deutschland-deutsche" Seite. Ob das immer nötig ist oder teils auch vorauseilender Gehorsam (auch Chilling Effects), sei dahingestellt. Ausländische Anbieter sperren deutsche Nutzer natürlich dann auch gerne mal aus, Reddit z. B. aufgrund des Indizierungsverfahrens von /r/watchpeopledie (wobei das Subreddit mittlerweile weltweit dicht gemacht wurde).

Insgesamt würde ich sagen, dass in DE vor allem inländische Inhalte stark reguliert werden, ausländische (noch) nicht, weil es einfach auch nicht wirklich geht.
09.10.2019 11:26 Uhr schrieb Liam Neeson
Das mit Black Ops 2 war ja auch ein Fehler der Entwickler, da der Singleplayer schon bei Release völlig unzensiert war. Ich persönlich denke nicht dass hier was ähnliches passiert wie bei Modern Warfare 2. Die USK ist in den letzten Jahren ja ziemlich freizügig mit Gewalt in Spielen umgegangen. Das letzte Spiel an das ich mich erinnern kann, was hier nicht rausgekommen ist ist Dying Light. Sonst fällt mir auch kein Spiel aus den letzten paar Jahren ein was wegen seinem Gewaltgehalt zensiert wurde. Bitte klärt mich auf, wenn mir ein Spiel entgangen ist.


Einerseits hat sich vor allem die Spruchpraxis der BPjM liberalisiert, auf die die USK-Gremien bzw. Obersten Landesjugendbehörden aufbauen (müssen), wenn es um die Beurteilung von "Jugendgefährdung" geht, andererseits wurden/werden öfter Versionen schon während der Entwicklung global USK-/Deutschland-kompatibel designt. Soll heißen, es gibt dann keine tatsächliche "Uncut"-Fassung im engeren Sinne mehr, sondern jede vermarktete Fassung wurde entsprechend gekürzt. Für einen aktuellen Fall siehe Dying Light 2, bei dem Entwickler schon offen davon gesprochen haben, dass sie derartiges in Betracht ziehen/aktiv prüfen. Guckt man sich einige Spiele der letzten Jahre mal genauer an, findet man durchaus auch Inhalte, die mit Rücksicht auf Deutschland vielleicht geändert wurden, z. B. Gewaltdarstellung gegenüber toten Körpern in Dead Rising 4. Im Übrigen weisen auch Anwälte darauf hin, dass derart global geschnitten wird und die USK tut dies selbst auch (mit einem gewissen stolzen Unterton...).
01.10.2019 17:12 Uhr schrieb alex_wintermute
Welches Computerspiel ist/war eigentlich das erste was beschlagnahmt wurde?


Hab mal eben in die BPJMAKTUELL geguckt. Also die Beschlagnahme des AG München vom Januar 1994 bei Wolfenstein 3D war vermutlich die erste bei einem kommerziellen Spiel, keine, eh, Hinterhofproduktion von ein paar sehr verwirrten Geistern. Denn so gab's Ende der 80er, Anfang der 90er eine Welle von Nazi-Spielen, die beschlagnahmt wurden, um das bekannteste zu nennen "KZ-Manager". Welches jetzt das allererste war, will ich aber nicht mal rausfinden, wäre zuviel Auszeichnung.
28.09.2019 17:55 Uhr - Indizierungen September 2019 (News)
28.09.2019 14:35 Uhr schrieb Fratze
27.09.2019 12:29 Uhr schrieb jamyskis
Nachtrag: Bethesda und Valve haben ja keine Zeit verschwendet. Ist wieder auf Steam zu haben.


Finde ich nicht. Link?


Die Aussage ist ja recht opak, sodass mit nicht mal klar ist, auf was sie sich bezieht, aber ich vermute mal Wolfenstein 3D. Das ist tatsächlich in der deutschen Store-Region (noch) nicht verfügbar.

Die Verwirrung kommt vielleicht daher, dass wenn man "Wolfenstein 3D Steam" googelt als erstes Ergebnis (zumindest bei mir) kurioser Weise eine URL erscheint, die auf den australischen Store führt durch die URL-Parameter "?l=german&cc=AU"; übersetzt heißt das, dass die Sprache auf deutsch forciert wird und die Store-Region halt die australische ist, wo das Spiel verfügbar ist. Auf die Art kann man das Spiel aber nicht kaufen.
27.09.2019 18:35 Uhr - Indizierungen September 2019 (News)
27.09.2019 16:54 Uhr schrieb Kreator
Ist ja langsam echt die Frage, ob oder vielmehr WIE es die bpjm ihrer jetzigen Form noch braucht. Guckt man sich Listenteile a und b an, passiert seit geraumer Zeit nicht mehr viel. Es ist natürlich davon auszugehen, dass allerhand Schmutz- und Nazikram trotzdem weiterhin drauf wandert; gemessen an öffentlichen Verkündigungen über sb.com könnte man die bpjm aber mittlerweile zu einer Prüfinstanz degradieren, die einzig noch den Zweck hat, Listenstreichungen zu bearbeiten.


Ja, den Eindruck kann man bekommen. Tatsächlich ist das Indizierungsvolumen aber recht konstant, mit Google findet man die Statistiken der Behörde. Das Haushaltsvolumen ist die letzten Jahre auch stark gestiegen: https://www.bundeshaushalt.de/#/2019/soll/ausgaben/einzelplan/1714.html

Ich vermute mal, die indizieren recht viel als Telemedium heutzutage (also nicht-öffentlich), da dort primär die Jugendschützer Gefahren sehen, d. h die Anträge/Anregungen reinkommen. Zugegeben sind Trägermedien auch insgesamt nicht mehr so wirklich jugendaffin.

Außerdem soll die Behörde immer noch zu einer Art Kompetenzstelle erweitert werden, siehe hier der letzte Absatz: https://www.bundespruefstelle.de/bpjm/ueberuns/aufgaben/aufgaben/128700 Momentan wird ja auch das JuSchG reformiert, vielleicht ist das noch interessant. Insgesamt hat die BPjM, denke ich, in der einen oder anderen Form noch eine lange Zukunft vor sich.

Man darf halt auch nicht vergessen, dass die BPjM und der Index nicht unbedingt dasselbe sind, der Gesetzgeber könnte der Behörde prinzipiell auch andere Aufgaben geben oder die Rechtsfolgen einer Indizierung radikal ändern.
27.09.2019 15:37 Uhr schrieb neothechosenone
Der Vertrieb hat als Argument gegen die Inhaltsgleichheit die höhere Auflösung (höchstwahrscheinlich der Texturen, denn die Bildschirmauflösung war schon beim Original frei wählbar) angeführt?! Im Ernst?!😂


Na ja, hat offenbar funktioniert. Die USK-Gremien bzw. die Vertreter der OLJB haben ja einen gewissen Ermessensspielraum...wobei ich nicht wirklich verstehe, warum das hier funktioniert hat, aber anscheinend HD-Remaster öfter mal arge Probleme haben, wenn die Vorlage noch indiziert ist. Na ja.
Bethesda bzw. ZeniMax scheint momentan aber auch (mal wieder) aufzuräumen. Erst Quake 2, jetzt das Doom 3 Add-on und der Beschlagnahmebeschluss bei Wolfenstein 3D...
Gibt ja noch den neueren Einziehungsbeschluss des AG Tiergarten vom 07.12.1994 (Az: 351 Gs 5609/94), der im Weg stehen dürfte.
24.09.2019 12:13 Uhr schrieb Der Dicke
Im übrigen gelten die BBFC-Freigaben für ganz Großbritannien, nicht nur für England.

*Pedanten-Modus aus.*


Gelten die nicht auch in Nordirland, also ganz UK?

*Extra-Pedanten-Modus aus*
23.09.2019 16:50 Uhr schrieb Melvin-Smiley
Allerdings haben UK-Freigaben bei weitem keine so große Auswirkung auf den Weltmarkt, wie z.B. US-Freigaben. (...)


Das wollte ich nun auch nicht behaupten, Einstufungen in UK sind aber sicherlich zumindest ein Mosaikstein im weltweiten Rating-Gewirr. Es ist schon vorstellbar, dass die großen Studios die 18er-Einstufungen bei GoT zu Kenntnis nehmen. Zweifelhaft sicherlich, dass diese unmittelbar eine Rolle spielen, konkret irgendwelche zukünftigen Inhalte beeinflussen, aber es könnte zumindest gut sein, dass die Produktionsfirmen diese beachten, wenn sie weltweit eine jugendaffine/jugendkompatible Serie produzieren möchten. So könnte sein, dass die in England monierten Darstellungen, die mit "ab 18" abgestraft wurden, bewusst (vielleicht sogar auch tendenziell unbewusst) vermieden werden, und die entstandene globale Fassung wird dann natürlich auch in Deutschland vertrieben, unabhängig davon, ob der hiesige Jugendmedienschutz dazu eine große Meinung hätte. Ratings sind im Endeffekt ja fast schon eine betriebswirtschaftliche Kalkulation, zumindest bei den größeren Produktionsfirmen.

In Deutschland dürfte GoT wegen des alles in allem doch deutlichen Fantasy/Mittelalter-Settings einen guten Stand haben. Die Tendenz dürfte sogar zu "ab 12" gehen, wie z. B. bei den Kinoauswertungen von Herr der Ringe. Natürlich kommt das wegen des Inhalts bei GoT aber nicht in Frage. Ich will hier kein Riesenfass aufmachen, aber eine gewisse (historische) Tendenz, fantastische Inhalte als vor allem Kinder- und Jugendunterhaltung aufzufassen, könnte einen gewissen Anteil dazu beitragen bzw. beigetragen haben, dass diese hierzulande jugendschutzrechtlich tendenziell milder bewertet werden als vergleichbare Inhalte, die eine höhere Wirklichkeitsnähe aufweisen, bei denen der Jugendschutz die Gefahr sieht, dass Minderjährige eher Anknüpfungspunkte zu ihrer eigenen Lebenswirklichkeit finden.
Natürlich sind auch Freigaben außerhalb Deutschlands interessant. Wir existieren nicht im Vakuum.

Die können unter anderem alleine schon Auswirkungen auf (zukünftige) Inhalte haben, die dann hierzulande ebenso in dieser Form erscheinen; soll heißen, eine Produktionsfirma zieht aus ökonomischen Gründen vor, z. B. eine "ab 15"-Fassung für England nicht nur national zu vermarkten. Kommt in Bezug auf die USA bzw. die MPAA-Ratings bekanntlich öfter vor; wenn ein Film dort für ein PG-13-Rating gekürzt wird, läuft der in der Regel auch hierzulande so, egal, ob der so oder so z. B. eine FSK 16er erhalten hätte. Natürlich sind auch Auswertungen auf Trägermedien für die Studios interessant und werden ebenso bei späteren Produktionen im Hinterkopf behalten.

Davon abgesehen ist aus diversen Gründen interessant, an welchen Inhalten sich andere Länder (nicht so sehr) stören.
11.09.2019 18:45 Uhr - Maniac (1980) - Beschlagnahme aufgehoben (News)
11.09.2019 18:33 Uhr schrieb Roughale
@Rigolax: Rate mal, warum ich mich auf die Gewalt beschränkt habe ;)


Ich meinte deinen Satz: "Da waren Punkte drin, die die Nationalsozialisten dann zB ganz einfach in rassistische Ausgrenzung ausweiten konnten - all das wurde in dem neuen Jugendschutz ausnahmslos gestrichen." Da kannste dir dein selbstherrliches ;) sparen.

Ich will eben sagen, dass auch die BPjM in der BRD Ausgrenzung durch die Indizierung betrieben hat, im Sinne des "Jugendschutzes".

Allgemein gesagt gibt's übrigens die sog. Tendenzschutzklausel in § 18 JuSchG, wonach ein Medium nicht "allein wegen seines politischen, sozialen, religiösen oder weltanschaulichen Inhalts" indiziert werden darf. Das hatte das "Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften", der Vorläufer des JuSchG aber auch schon, seit 1953: https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl153s0377.pdf%27%5D__1568220271700
11.09.2019 17:11 Uhr - Maniac (1980) - Beschlagnahme aufgehoben (News)
Ich habe ja keine Lust mehr, hier noch was zu posten, da ich wohl als Persona non Grata gelte, der man sonst was vorwerfen kann, aber mal zu Roughale Einwand bezogen auf den Unterschied zwischen den Indizierungsgesetzen in der Weimarer Republik und in der BRD:

Die Indizierung wurde halt auch in Deutschland nach 45 als Mittel zur Ausgrenzung eingesetzt, siehe z. B. zum Thema Homosexualität, ein Aufsatz im Magazin der BPjM sagt dazu:

"Vor dem Hintergrund der Gesetzeslage, vorherrschender Sexualmoral und öffentlicher Diskurse lässt sich bis in die 1970er Jahre erfolgte standardmäßige Indizierung von Schriften, in denen Homosexualität dargestellt oder befürwortet wird, nachvollziehen - die deutliche Formulierung gibt dennoch Anlass zur Verwunderung." https://www.bundespruefstelle.de/blob/132478/ba5c3563b83740cf17e6b06aeb10bcc0/2015-01-jugendgefaehrdung-im-wandel-der-zeit-pdf-data.pdf

Wenn der scheinbar notwendige Rückhalt in der Bevölkerung vorhanden ist, kann man die Indizierung auf eben fragwürdige Art einsetzen, auch in einer Demokratie. Das war/ist halt eben auch möglich mit der Indizierung.
11.09.2019 12:17 Uhr - Maniac (1980) - Beschlagnahme aufgehoben (News)
11.09.2019 12:13 Uhr schrieb TheMovieStar
Wie ich schon schrieb, habe ich keine Lust auf eine Grundsatzdiskussion, die am eigentlichen Thema Maniac vorbeiführt, darum werde ich auf deinen Unsinn auch gar nicht weiter eingehen. Du wirst damit Leben müssen, dass ich deinen Beitrag als Unsinn betitle, genauso wie ich damit leben kann, dass du mein Posting davor als lächerlich bezeichnet hast. Thema beendet.


Das führt schon überhaupt nicht am Thema vorbei, da wie bereits ausgeführt, der Forschungsstand zur Mediengewalt der zentrale Hintergrund für Indizierung und strafrechtliches Verbot ist. Wenn der solche Maßnahmen nicht mehr hergibt, werden diese hinfällig. Das ist einfach logisch. Maniac bietet sich dabei als Film mit Täterperspektive für eine Diskussion sogar vor allem an.

Kannst meinen Beitrag natürlich unsinn nennen, zeigst damit nur, wie unsinnig deine geistigen Ergüsse überhaupt sind. Aber glaube halt, was du willst. Ich kann dir eh nicht helfen.
11.09.2019 12:05 Uhr - Maniac (1980) - Beschlagnahme aufgehoben (News)
Und übrigens, "eine beeinflussende Wirkung auf labile Persönlichkeiten lässt sich nicht gänzlich ausschließen" habe ich ja auch nicht das Gegenteil behauptet. Das wird man auch nie können. Aber sonst könnte man alles mögliche verbieten, weil es abstrakt gefährlich ist.

Im Übrigen, wenn wir schon so besorgt sind, müssten wir als Gesellschaft besser Alkohol verbieten. Der trägt nachweislich massiv zu Gewalt bei, aber das ist dem gemeinen Deutschen ja heilig. Künstlerischer Ausdruck ist da nicht so schützenswert, im Land der Bücherverbrennung wohlgemerkt.
11.09.2019 12:00 Uhr - Maniac (1980) - Beschlagnahme aufgehoben (News)
11.09.2019 10:52 Uhr schrieb TheMovieStar
10.09.2019 22:53 Uhr schrieb Rigolax
Der Forschungsstand zum Thema Medienwirkung gibt so etwas gar nicht her. Es existieren schon seit einiger Zeit einige sehr gute Längsschnittsstudien, die belegen, dass der Einfluss medialer Gewalt auf reale Gewaltakte gar nicht bis höchstens sehr gering ist


Ich habe jetzt keine Lust, eine Grundsatzdiskussion anzustoßen, die am eigentlichen Thema Maniac Rehabilation eindeutig vorbeiführt, aber irgendwelche dubiosen, nicht belegten Studien hier als Argumentationshilfe für das zugegeben schwer messbare Thema "Auswirkung von Filmen auf reale Verbrechen" anzuführen, halte ich persönlich für nicht zielführend. Wer Google mächtig ist, wird genügend Fälle aus der Realität finden, in denen Filme oder deren Gewaltdarstellung als Inspiration für Gewaltverbrechen dienten, hier nur mal ein Beispiel "https://de.wikipedia.org/wiki/Marinus_Sch%C3%B6berl". Ich sage jetzt nicht, dass Filme alleine Schuld sind an irgendwelchen Verbrechen, aber eine beeinflussende Wirkung auf labile Persönlichkeiten lässt sich nicht gänzlich ausschließen.


Dir ist aber schon bewusst, dass die BPjM genauso nur irgendwelche dubiosen, fragwürdigen, teils längst diskreditierten Studien herangezogen haben, von Bushman, Anderson und co, um eine Geschmackszensur auf vermeintlich wissenschaftlicher Basis durchzusetzen? Auffällig übrigens bei neueren Indizierungsentscheidungen, scheint mir, dass dort nicht mehr zu sehr mit der Wirkungsforschung argumentiert wird, da neuere Studien ihre Annahmen nicht mehr so sehr untermauern, gerade auch die Forschung in den USA.

Daher, natürlich, muss auf "dubiose, nicht belegte" Studien zurückgegriffen werden, da die Behörden und der Gesetzgeber das tendenziös halt genauso machen. Kannst dir ja mal z. B. "Moral Combat: Why the War on Violent Video Games is Wrong" besorgen, von den renommierten Psychologen Markey und Ferguson, da werden diverse Studien augeführt.

Sorry, aber die Aussage mit Google irgendwelche kursorischen Fälle zu finden, bei denen vermeintlich Täter von Medien inspiriert wurden, ist lächerlich. Das zeigt überhaupt nicht, ob diese die Gewalttaten nicht auch ohne den Konsum begangen hätten. Höchstens haben sie dann eine Darstellung kopiert, hätten sonst aber eine andere, ggf. nicht harmlosere, gewählt. Wenn es danach ginge, müsste man auch viele Kinderfilme verbieten, die kopierbare Gewalt zeigen (z. B. Leute mit einer Bratpfanne eine mitgeben).
11.09.2019 02:01 Uhr - Maniac (1980) - Beschlagnahme aufgehoben (News)
@ Nip-Tuck ja, das stimmt. Der Schutzzweck des § 131 StGB ist nicht klar, da kann man vieles hineininterpretieren, was die Norm auch so fragwürdig macht. Wobei ich davon ausgehe, dass die Verhinderung von Straftaten konkret bei einzelnen Konsumenten aber auch allgemein durch eine Verrohung der Gesellschaft der zentrale Zweck sein müsste. Das ist ja wohl dann der "öffentliche Friede", denke ich. Das mit der Menschenwürde ist nur eine Fallgruppe, erwähnte ich kurz.

Was mich nur immer stört, wenn § 131 als (reine) Jugendschutzmaßnahme verstanden wird, was er halt nicht ist, nicht sein kann. Mit Jugendschutz könnte man kein (absolutes) Verbreitungs- und Herstellungsverbot (zur Verbreitung) begründen, das wäre einfach viel zu einschneidend (das wäre dann ja "Erwachsenen Steaks verbieten, weil Babies es nicht kauen können"). Witziger Weise findet man aber auch einige Politiker-Zitate, die den Eindruck erwecken, dass die Norm nur oder zumindest primär dem Jugendschutz dienen sollte. Aber das kann halt nicht sein, damit entlarvten sie sie selbst als verfassungswidrig.

(Übrigens sorry, hab mich eben verdrückt beim Zitieren und damit den Beitrag aus Versehen gemeldet)
10.09.2019 22:53 Uhr - Maniac (1980) - Beschlagnahme aufgehoben (News)
Wobei § 131 StGB ja immer noch nur am Rande mit Jugendschutz zu tun hat. Jugendschutz bzw. das Kindeswohl ist nur ein Nebenaspekt des strafrechtlichen Verbots und könnte es alleine auch niemals verfassungskonform tragen. Der Schutzzweck des § 131 StGB geht in andere Richtungen, der § steht bereits in Abschnitt 7 des StGB: "Straftaten gegen die öffentliche Ordnung". Der Gesetzgeber vermutet vielmehr, dass solche Darstellungen Konsumenten "gefährlich" machen könnten, dass diese Darstellungen Straftaten fördern oder motivieren könnten. Das drücken schon die Tatbestände der Gewaltverherrlichung und -verharmlosung aus. Der Tatbestand der Menschenwürdeverletzung soll dann noch abstrakt die Menschenwürde als Verfassungsprinzip schützen und bewahrt uns somit vor dem großen Sittenverfall. Komisch nur, dass der wohl im Ausland, bei unseren Nachbarn, nicht stattfindet, wo solche "Machwerke" entweder nie verboten waren oder vergleichbare moderne "Entgleisungen" nicht werden (wie z. B. Maniac von 2013, der eben ja auch hierzulande uncut mit FSK-Segen im Kino lief, eine Einstufung, die sich im Nachhinein ja als "falsch" herausgestellt hatte; da muss man sich ja fragen, wie viel Gewaltverbrechen auf Grund dessen verübt wurden, wie sehr das unsere Gesellschaft abgestumpft hat, oh Schreck!)

Im ernst, § 131 StGB ist ein Witz. Der Forschungsstand zum Thema Medienwirkung gibt so etwas gar nicht her. Es existieren schon seit einiger Zeit einige sehr gute Längsschnittsstudien, die belegen, dass der Einfluss medialer Gewalt auf reale Gewaltakte gar nicht bis höchstens sehr gering ist; andere Faktoren, vor allem Armut und Bildung, sind da viel gewichtiger. Der Forschungsstand rechtfertigt solche Maßnahmen eigentlich halt nicht. Den kompletten "Beweis", dass solche Inhalte nicht in dem Sinne sozialschädlich sind, wird es vielleicht nie geben, ist eben keine hard science, so dass der Gesetzgeber sich noch lange auf seine Einschätzungsprärogative berufen könnte. Aber es geht eben auch um Verhältnismäßigkeit solcher Maßnahmen, sonst könnte man ja alles mögliche aufgrund vager Vermutungen unter Strafe stellen; wir haben immer noch eine allgemeine Handlungsfreiheit in Deutschland.

Prinzipiell wurde § 131 StGB ja auch eh immer wieder durch vor allem Amtsgerichte verfassungswidrig weit ausgelegt, vor und auch nach dem allgemeinen Rüffel durch das Bundesverfassungsgericht in der Entscheidung über Tanz der Teufel im Jahr 1992. Es wäre nur wünschenswert, wenn der deutsche Staat endlich mal § 131 StGB auf ein vernünftiges Niveau reformiert und dabei klarstellt, dass alte Entscheidungen ihre Wirkung verlieren für die Spruchpraxis der BPjM und der Selbstkontrolleinrichtungen (FSK/USK). Die wenigen Fälle, die auch aus heutiger Sicht noch § 131 StGB verwirklichen, könnte man ja immer noch einkassieren bzw. würde die BPjM die eh nicht aus dem Index streichen. Alternativ könnte man mal radikal sein und § 131 StGB komplett abschaffen und damit eine Situation wie in anderen EU-Ländern herstellen. Reale, bitte zu inkriminierende Gewaltdarstellungen wie z. B. IS-Tötungsvideos werden ja wohl durch andere Tatbestände noch aufgefangen, ansonsten könnte man § 131 natürlich auch ausschließlich auf reale Darstellungen eindampfen, ggf. mit einem Kunstvorbehalt, falls ein Film reale Gewaltdarstellungen künstlerisch aufarbeitet (unter Beachtung des Persönlichkeitsrechts Betroffener).
10.09.2019 19:06 Uhr - Maniac (1980) - Beschlagnahme aufgehoben (News)
Wird echt Zeit für eine Generalamnestie für nach § 131 StGB inkriminierte Medien. Kann doch nicht sein, dass diese mühsam immer noch nach und nach befreit werden müssen.
@Filme-Narr
Ich kenne den Fall TÖTE, DJANGO nicht, aber klingt ja schon so, dass die FSK eben nur einen Fehler gemacht hat und den dann korrigierte. Wie ich eben meine, den FSK-Gremien steht kein Beurteilungsspielraum mehr zu, wenn die BPjM die Jugendgefährdung schon geklärt hat. Notfalls könnte der Antragsteller auch vor Gericht ziehen und würde so definitiv die Kennzeichnung erhalten können.
(kleiner Nachtrag zu dem Thema, da ich das in meinem Post etwas oben nicht erwähnt hatte: die Justiz könnte auch die BPjM beim Thema Jugendgefährdung im engeren Sinne übertrumpfen. Wobei afaik kommt dies nicht vor, wohl auch da den BPjM-Gremien eine Gutachterstellung eingeräumt wird; vermutlich müssten diese schon grob, nachweislich inhaltliche Aspekte falsch darstellen oder grob unverhältnismäßig ein Medium bewerten, damit ein Gericht die Entscheidung einkassiert; zum Thema nicht-angemessene Würdigung der Kunstfreiheit gab es hingegen ja schon diverse Entscheidungen (Rammstein, Bushido))
07.09.2019 17:46 Uhr schrieb Filme-NarrEine Streichung vom Index bedeutet noch nicht automatisch, dass der Film uncut ne FSK-Freigabe erhält. BPJM und FSK sind zwei unabhängig voneinander agierende Institutionen (das eine ist eine Behörde, das andere nicht), die längst nicht immer einer Meinung sind. Klar, meistens bekommen Ex-Indexfilme ihre FSK-Freigabe in ungeschnittener Form, aber Gesetz ist das nicht. Und beim originalen LAST HOUSE ON THE LEFT (USA, 1972) habe ich große Bedenken, dass der ungekürzt die FSK-Prüfung passiert. Ich kann es mir nicht vorstellen,dass die FSK diese menschenverachtende Zynik, diese ständigen Verletzungen der Menschenwürde unzensiert absegnen kann. Aber dennoch hoffe ich natürlich auf eine Uncut-Freigabe durch die FSK. Ich hoffe, dass die FSK einen guten Tag erwischen wird und diesem, permanent die Menschenwürde mit dreckigen Füßen tretenden Meisterwerk, einen vollständigen Passierschein aushändigen wird, in dem nicht eine wertvolle Sekunde fehlt.


Doch, es ist Gesetz, dass die FSK-Gremien ein Medium nicht die Kennzeichnung aus Gründen der sogenannten Jugendgefährdung verweigern können, wenn die BPjM ein Vorliegen dieser schon verneint hat. Die BPjM urteilt abschließend über die Jugendgefährdung, das ist deren Kompetenz, auch damit die Kompetenz des Bundes. Denn die FSK bzw. genauer die dahinter stehenden Obersten Landesjugendbehörden (ja, auch da sind Behörden involviert; u. a. Behördenvertreter sitzen in den FSK-Gremien) sind hingegen dazu befugt, die sogenannte Jugend/Entwicklungs-Beeinträchtigung zu bewerten (also von 0 bis 18 Jahren), das ist also Ländersache. Ein FSK-Gremium darf jedenfalls nicht der Einschätzung der BPjM widersprechen, wenn es um Jugendgefährdung geht.

Beim unsäglichen Geschmacks/Erwachsenen-Zensur-Paragraphen 131 ist die Sache aber vielleicht etwas diffiziler, da könnte -- theoretisch -- ein FSK-Gremium vielleicht auch im rechtlich legalen Rahmen die Kennzeichnung verweigern, selbst falls die BPjM keine strafrechtliche Relevanz (mehr) sieht, weil das auch nicht deren wirkliche Kompetenz ist, sondern die der Gerichte. Paradox wäre dies aber schon, da über § 15 Abs. 2 Nr. 1 JuSchG von Inhalten gemäß § 131 StGB auch eine sogenannte schwere Jugendgefährdung ausgeht. Vermutlich ist das daher auch intern so geregelt, dass hier die Ansicht der BPjM die FSK bindet. Falls es Gerichtsentscheidungen dazu gibt, sind die aber natürlich noch gewichtiger.

Kurz noch zu § 131 StGB: Solche Fälle der Rehabilitierung zeigen immer wieder, wie lächerlich dieser Paragraph ist, wie lächerlich sich -- leider -- der deutsche Staat mit dieser Zensur macht. So etwas gibt es aktuell in keinem anderen EU-Land mehr. § 131 StGB hat in jetziger Form keinerlei Existenzberechtigung. Die wissenschaftliche Basis für das Verbot, die Annahme, dass Gewaltverherrlichung/-verharmlosung im Sinne der Norm die öffentliche Ordnung gefährde, Konsumenten "gefährlich" macht, ist schlicht unhaltbar heutzutage, der Forschungsstand lässt so etwas gar nicht mehr zu. Der Gesetzgeber darf sich imho auch nicht mehr auf seine sogenannte Einschätzungsprärogative berufen, die Norm ist mittlerweile schlicht verfassungswidrige Geschmackszensur, eine Art der vermeintlichen Kultursäuberung, um Inhalte, die einem nicht schmecken, zu pönalisieren bzw. damit gar erst enstehen zu lassen. Und, sorry es ist so, das im Land der Bücherverbrenner. Man kann eigentlich gar nicht so viel kotzen, um das zu ertragen. Wenn es um die BPjM an sich geht und Indizierungen wegen Jugendschutz (§ 131 StGB ist keine Jugendschutzmaßnahme (!)), kann man ja noch streiten, und auch wenn Indizierungen einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten, sind das keine Verbreitungsverbote (!).
31.08.2019 12:15 Uhr - Indizierungen August 2019 (News)
31.08.2019 03:16 Uhr schrieb spobob13
30.08.2019 10:38 Uhr schrieb TheMovieStar
Ich weiß nicht ob es lustig oder traurig ist, dass Mortal Kombat 2 in der heutigen Zeit eine Folgeindizierung erhält...


Ist das nicht schon völlig egal, wie lange der Titel im Giftschrank bleibt? Groß von Interesse ist ein 20 Jahre alter Klassiker weder für die heutigen Computerspielfans noch kommerziell für die Publisher. Und um deine Frage zu beantworten: Es ist weder lustig noch traurig - es ist einfach nur Gaga!


Na ja, das hat auch Auswirkungen auf Remaster oder unter Umständen Remakes, auch falls die älteren Teile als Boni bei neuen beigelegt werden. Oder falls nur indizierungsrelevante Teile aus dem Spiel direkt remixt werden.

Zudem sind Indizierungen für Verwertungen als Let's Play oder ähnlich kommentierte Aufarbeitungen nicht unbedeutend, wie auch bei sonstigen (schriftlichen) Berichten über das Medium. Eine Indizierung verbietet nicht nur direkt die öffentliche Abgabe/Zugänglichmachung, sie lähmt auch signifikant das Geistesleben.
30.08.2019 21:56 Uhr - Indizierungen August 2019 (News)
Laut der BPJMAKTUELL-Liste sind auch noch "Aftershock for Quake" (BAnz. 140 von 7/1997), "Malice 23rd Century Ultraconversion for Quake" (BAnz. 99 von 5/1998) und "Juggernaut - The new Story for Quake II" (BAnz. 117 von 6/1998) indiziert. Warum auch immer.
30.08.2019 19:19 Uhr - Indizierungen August 2019 (News)
Übrigens ist das Quake II Mission Pack: The Reckoning momentan noch indiziert, trotz der Streichung von Quake 2. Müsste man vlt. separat beantragen, wenn das damals nicht aufgrund von "im Wesentlichen inhaltsgleich" indiziert wurde.
30.08.2019 19:17 Uhr - Indizierungen August 2019 (News)
30.08.2019 11:51 Uhr schrieb Cryptkeeper78
30.08.2019 11:07 Uhr schrieb Raskir
Du hast dir die Frage durch das Zitat selbst beantwortet:
"Es bedeutet jedoch ausdrücklich nicht, dass mit Ablauf dieser Frist der damals festgestellte Verstoß des sich darauf befindlichen Inhalts gegen das deutsche Strafrecht hinfällig ist. Das Verkaufsverbot bleibt von der Verjährung unberührt."



Genau, ein Punkt, den Oliver Krekel nie verstanden hat und immer noch denkt eine Beschlagnahme ist durch eine Verjährung aufgehoben. Ist (leider) nicht so. Du musst den Strafbestand nach §131 immer noch vor Gericht aufheben lassen.


Für eine Listenstreichung der BPjM bzw. Umtragung muss man den Straftatbestand gerichtlich aufheben lassen (in aller Regel), ja. "Das Verkaufsverbot bleibt von der Verjährung unberührt" stimmt aber nur, wenn der Medieninhalt ein solches Verbot verwirklicht, was auch von den (verjährten) Beschlagnahmen unabhängig ist.

Die Beschlagnahme im engeren Sinne ist auch absolut mit der Verjährung aufgehoben, die Entscheidung entfaltet für die BPjM verfahrensrechtlich nur eine gewisse Wirkung (§ 18 Abs. 5 JuSchG), wobei sie als "Jugendschützer" das wohl ohnehin gerne maximal restriktiv auslegen.

Die Verwirrung komm wohl auch daher, dass oftmals "Beschlagnahme" und "Verbot" synonym verstanden werden. Medien können ja ohne Beschlagnahme verboten sein, theoretisch kann eine Verbreitung trotz Beschlagnahme auch erlaubt sein, wenn ein anderes Gericht den Inhalt anders bewerten würde.
08.08.2019 18:58 Uhr schrieb PeregrinTuk
08.08.2019 18:04 Uhr schrieb Rigolax
Dass du "Meinung" in Anführungszeichen setzt, sagt schon alles über dein Geistesleben aus. So und mehr sag ich dir hier auch nicht.


Meinung, die Fakten ignoriert setze ich grundsätzlich in Anführungszeichen. :)
So und mehr sag ich dir hier auch nicht.


Welche Fakten ignoriere ich denn...Der Fakt, dass in anderen Ländern "böse" Inhalte Jugendlichen "zugemutet" werden kann? Du tust mir langsam wirklich leid.
08.08.2019 18:02 Uhr schrieb PeregrinTuk
08.08.2019 17:23 Uhr schrieb Rigolax
Ja, wenn einem nichts mehr einfällt, dann kommt der spöttische Ad Hominum.


Mir fällt genügend ein, aber der Einfall war der beste.

Was sind denn deine Argumente außer ein doofes "ja, mag ich aber nicht" oder "denkt doch mal an die Kinder". Kannst ja jetzt insb. Studien zur Mediengewaltwirkungsforschung anschleppen, aber die sind fast alle methodisch fragwürdig und der Trend geht eh dahin, dass sich viel Sorge um nichts gemacht wird. Das ist eh nur'n dämliches Studien-Tennis.


Ich sagte ja damals schon, du hast meine Kommentare nicht gelesen. Nochmal aufrollen werde ich es nicht, ändert an deiner "Meinung" ja nichts.
Aber du hast recht, back to topic.


Dass du "Meinung" in Anführungszeichen setzt, sagt schon alles über dein Geistesleben aus. So und mehr sag ich dir hier auch nicht.
08.08.2019 17:09 Uhr schrieb PeregrinTuk
Hahaha, da haben sich ja zwei gefunden. Wie schön. :)


Ja, wenn einem nichts mehr einfällt, dann kommt der spöttische Ad Hominum. Was sind denn deine Argumente außer ein doofes "ja, mag ich aber nicht" oder "denkt doch mal an die Kinder". Kannst ja jetzt insb. Studien zur Mediengewaltwirkungsforschung anschleppen, aber die sind fast alle methodisch fragwürdig und der Trend geht eh dahin, dass sich viel Sorge um nichts gemacht wird. Das ist eh nur'n dämliches Studien-Tennis.

Es ist halt eine, und jetzt kommt's, moralische, persönliche, auch Geschmacksfrage. Das sollte man mal akzeptieren und Darth dafür nicht ständig ins Lächerliche ziehen oder hier denken, der verlangt das Unfassbare...tut er halt nicht. Im Übrigen könnte man statt Frankreich auch mal nach Österreich gucken, aber ist ja die alte Leier.

In dem Sinne auch sorry an etwaige Erzieher dieser Welt, die die Welt nicht verstehen, wenn ich die These aufstelle, dass man ebenso die meisten Computerspiele mit 18er-Rating auch 14-Jährigen "zumuten" könnte. Sorry, ist halt meine Meinung... Das ist auch keine Hard Science.

Mir ist jedenfalls ebenso bewusst, dass die bequeme Position immer der Konsens ist. Aber lassen wir das Thema vielleicht besser, der Thread soll ja um was anderes gehen...
08.08.2019 15:22 Uhr schrieb PeregrinTuk
08.08.2019 00:53 Uhr schrieb Darth Avasarala
Als die FSK-geprägten Durchschnittsdeutschen hier


Ehrlich? Tatsächlich? Genau so willst du die Aussage stehen lassen?


Ja wieso denn nicht? "Durchschnittsdeutsche" sind von der hiesigen Jugendschutz-Kultur geprägt und tendenziell hinterfragt man dann nicht viel. Es ist eben eine andere Sozialisierung.

Es reicht doch einfach mal nach Frankreich zu gucken und einem wird vielleicht viel, viel klarer was Darth will: Da laufen viele Horrorfilme halt seit jeher mit 12er-Freigabe im Kino, uncut. Die haben da kein großes Problem mit, die wiegen die Kunstfreiheit höher auf und sehen fiktionale Gewalt und Sex nicht so kritisch.

Belege für die 12er-Freigaben: https://www.cnc.fr/professionnels/visas-et-classification/ <- Suchfunktion.
Kursorische Auswahl: https://www.cnc.fr/professionnels/visas-et-classification/57763 Tanz der Teufel: "Date de Visa: 13/09/1983", "Durée: 86 min", "Mention: Interdiction aux mineurs -12 ans". Also seit '83 läuft der da uncut, volle Länge, mit einem 12er. (In Frankreich gibt's für's Kino meines Wissens eine Vorlagepflicht, was hierzulande eine verfassungswidrige Vorzensur wäre. Gibt's da aber für Trägermedien wohl nicht.)
https://www.cnc.fr/professionnels/visas-et-classification/64777 Hellraiser (fr: Le Pacte), 12er, 94 min
https://www.cnc.fr/professionnels/visas-et-classification/144282 Green Room, 2016, 12er, 95 min

Und so weiter. Gibt natürlich auch 16er. Aber da sieht man doch, dass in Frankreich Darths "FSK-14-Forderung" faktisch Realität ist! Aus deutscher Sicht ist er radikal, aus französischer im Konsens. Und Frankreich ist nicht USA, das sind unsere europäischen (Kultur-)Nachbarn.
28.07.2019 20:32 Uhr - Indizierungen Juli 2019 (News)
28.07.2019 18:55 Uhr schrieb Noxa
Wenn ein Antrag auf vorzeitige Listenstreichung abgelehnt wird, wie lange dauert es dann bis man einen neuen stellen kann, weiß das irgendjemand?


Ich glaube 2 Jahre, aber zitiert mich nicht damit.
23.07.2019 12:22 Uhr schrieb McClane
In einem Interview mit den FSK-Vorsitzenden (ich glaube in "Filmecho/Filmwoche") haben sie von der Idee gesprochen, das Elternrecht auf Erziehungsberechtigte auszudehnen und nicht nur FSK 12, sondern auch FSK 6 und FSK 16 darunter zu fassen.


Das wird schon seit Jahren diskutiert bzw. ist lowkey ein Thema.

Könnte mir auch vorstellen, dass die Jetztsituation nicht verfassungskonform im Hinblick auf das Erzieherprivileg ist. Scheint mir nicht begründbar, warum man zuhause Medien frei zugänglich machen darf, aber nicht mit dem Kind entsprechend ins Kino, bzw. warum es denn legitim ist, das Erzieherprivileg derart einzuschränken. Dass ein hochstufiger Film im Kino als Ort gefährdend wäre, wie vlt. eine Disco, halte ich dann für sehr abwegig.

Und bevor sich wer wundert: z. B. die Ungleichbehandlung von Träger- und Onlinemedien ist momentan auch wohl kaum verfassungskonform, weswegen der Kram auch grad reformiert werden soll, also fragwürdige Verassungskonformität ist nichts unbekanntes im Jugendmedienschutz. community.beck.de/2017/12/13/der-deutsche-jugendschutz-ist-nicht-mehr-verfassungskonform (Artikel eines bekannten Juristen, vertrtitt auch mal die BPjM).
23.07.2019 10:42 Uhr schrieb PeregrinTuk (...) Ich habe mich zeitlebens - außer ein einziges Mal - immer an FSK Freigaben gehalten und bin dennoch Filmfam geworden, schreibe eigene Filmgeschichten usw. (...)


Geezus, ist das'n Trollversuch oder ernst gemeint? Wenn ernst, stehste bestimmt auch nachts um 3 bei leerer Straße als Fußgänger vor der Ampel und wartest brav, bis es grün wird. Mein Beileid.

Zum Autofahren: Oh, aber es ist objektiv schädlich, im Sinne von gefährlich, sogar sehr. Vielmehr als Fahrradfahren, behaupte ich mal.

Dass Kinder und Erwachsene sich unterscheiden, wird ja nicht in Abrede gestellt, sondern nur die gängigen Altersgrenzen hinterfragt. Im Übrigen, falls das nicht klar ist, was Darth Avasarala mit einer 14er Höchstfreigabe vorschlägt, ist keineswegs eine Crackpot-Forderung, das haben schon ganz andere formuliert und ist im Ausland eben auch nicht unbekannt.
22.07.2019 19:08 Uhr schrieb PeregrinTuk
22.07.2019 16:51 Uhr schrieb Rigolax
Hör auch mal auf, mich permanent nachzuäffen, lässt dich nur wie ein bockiges Kind wirken.


Nein. Genau dieses Aussagenumdrehen ist perfide Provokation und zeigt perfekt, wie beliebig und sinnlos die austauschbaren Aussagen von dir doch eigentlich sind.


Wat.
22.07.2019 14:00 Uhr schrieb Rudi Ratlos
Da das angekündigte System den ein oder anderen anscheinend skeptisch zurücklässt: Schaut mal nach Holland, da wird das mit dem Kijkwizer-System schon seit Jahren so praktiziert. Die Labels, TV-Sender, etc. schicken Mitarbeiter zur Schulung hin, die dürfen sich dann "Coder" nennen und bewerten die Inhalte selbst. Sollte es zu Beschwerden aufgrund einer Freigabe kommen, prüfen die Mitarbeiter von Kijkwizer dies und setzen sich mit dem Rechteinhaber in Verbindung, um ggf. nachzubessern. Ist also kein Hexenwerk und da die FSK bei den 18er-Titeln eh wieder ihr übliches Gremiums-Verfahren anwendet, sollte es im Nachhinein auch eigentlich nicht zu Kontroversen kommen. Interessant wäre es zu wissen, ob die FSK dann zweigleisig fährt (altes Verfahren auf Wunsch + neue Selbstklassifizierung). Sollte nämlich nur noch das neue System genutzt werden, wird hier ganz unauffällig die Arbeit der FSK auf die Rechteinhaber umgewälzt.


Ich gehe mal davon aus, dass eine Selbstdeklaration kostenlos ist, oder wenn schon sehr viel billiger. Eine gewisse Arbeit ist ja auch das reguläre Einreichen von Prüfobjekten, muss man da hin schicken oder über FTP zur Verfügungstellen, vmt. viel mehr Papierkram, und so.

Aber der Hinweis auf Kijkwijzer ist sehr gut, so ist es.
22.07.2019 16:40 Uhr schrieb PeregrinTuk
Was für ein Unsinn. Ein früherer Name dementiert den heutigen Jugendschutz, ein Prüfsymbol ist Verachtung und Zensur für höhere Eintschaltquoten schuld des Jugendschutzes ... dann noch eine schnelle Brücke zur Nazizeit und die nichtssagende Aussage ist perfekt - und das ohne zu bemerken, wie blamabel selbige doch ist. :)

Sorry, falls die Nachricht etwas gemein klingt, aber na ja, bei dem Gefasel hier teils, kann man den Wortschwall manchmal vielleicht auch nicht zurückhalten. ;)


Der alte Name der BPjM war ein Hinweis auf die dahinterliegende (Teil-)Motivation. Ich will nicht sagen, dass moderne Jugendmedienschützer primär Sittenwärter sind, aber da gibt’s und gab’s eben schon immer Überschneidungen. Ist das so schwer zu glauben?

Es gibt ne Wirtschaftlichkeitsselbstzensur, die der Staat fördert/dazu anreizt, ggf. komplett unnötiger Weise.

Ich geb nur zu, der Spruch mit den Bücherverbrennern war bewusste Provokation. Das war auch’n bisschen in die Richtung mancher Rechtfertiger der Situation, wonach DE ja legitimer Weise hart gegen Gewalt in Medien sei wegen der Gewalt in der Nazi-Zeit und auch wegen derer Medieninstrumentalisierung. Genauso kann man aber vertreten, dass wir aufgrund unserer Geschichte gerade liberal sein sollten wie Frankreich.

Hör auch mal auf, mich permanent nachzuäffen, lässt dich nur wie ein bockiges Kind wirken.
22.07.2019 04:49 Uhr schrieb Darth Avasarala (...)


Unter einer anderen News vor kurzem hatte ich ja schon ähnlich wie du argumentiert. Früher hat mich das generelle Thema auch sehr belastet, allerdings bezogen auf Videospiele und vor allem der Index. Ich will nicht behaupten, dass es mich 24/7 beschäftigt hat, aber es war sehr nervig. Während der Hoch-Phase der „Killerspiel-Debatte“ habe ich versucht, diese komplett auszublenden, war besser für meine Verfassung.

Ich kann also verstehen, wenn dich die Handhabung der Altersfreigaben stört. Auch wenn viele hier deine Gedankengänge in Bezug auf die 16er und 18er Ratings nicht unmittelbar nachvollziehen können, sind die Argumente bei näherer Betrachtung schwer zu erschüttern. Ja, man kann zum Schluss kommen, dass der Staat bestimmte Medien und seine Konsumenten diskriminiert. Aber bitte, versuch es nicht auf einer persönlichen Ebene zu sehen, du wirst nicht von Deutschland beleidigt.

Das Jugendmedienschutzsystem ist ein Ungetüm und nicht einfach reformierbar. Menschen sind irrationale Wesen und vertreten widersprüchliche Ansichten (siehe Schutzalter etc. vs. Altersfreigaben). Gesetze und Regulierungen sind unterschiedlich gewachsenen, gesellschaftliche Konventionen merkwürdig. In anderen Ländern sind andere Dinge kurios, hierzulande ist das eben das Jugendmedienschutzsystem.

Lass dir deine geistige Verfassung davon nicht kaputt machen. Es ist es nicht wert.

Siehe auch das, was janko geschrieben hat.
22.07.2019 11:40 Uhr schrieb FdM
21.07.2019 21:51 Uhr schrieb Rigolax
21.07.2019 21:23 Uhr schrieb FdM (...)
Sexuelle Handlungen sind unter Jugendlichen geduldet,mit Erwachsenen (bzw. Volljährigen ab 18) dürfen von den Eltern auch erst (offiziell) ab 16 erlaubt werden (sprich : wenn ein 18er Bub eine 16 jährige Freundin hat,muss eine sexuelle Handlung mit ausdrücklicher Bewilligung der Eltern erlaubt werden,ansonsten macht sich der 18 jährige ggf. dem Bestand einer sexuellen Nötigung (oder mehr) stafbar...
(...)


Wat? Google mal selbst, was das Schutzalter in DE ist, bevor du hier einen Nonsense absonderst. Das Schutzalter in DE ist 14. Nur in Ausnahmefällen ist es 16, wenn eben der über 21-Jährige die Unerfahrenheit der 14- bis 16-jährigen Person ausnutzt; das ist in der Regel aber nicht anzunehmen. Ich kann dir sogar sagen, wo das steht: § 182 Abs. 3 StGB. Ab 16 heißt es dann "anything goes" (außer sowas wie Prostitution/Zwangslage/Schutzbefohlene).

Generell ist schon erschreckend, auf welchem Niveau hier teils argumentiert wird. Kurios ohnehin, wie viele Nutzer dem Jugendmedienschutz in DE generell unkritisch gegenüber eingestellt sind, auf einer Seite, die mit einem gewissen impliziten Bias über "Zensur" berichtet. Da wurde oftmals nicht viel verstanden oder nachgedacht.


Ok,da muss ich dann zugeben,dass ich anscheinend nicht richtig geupdatet bin,danke für den Hinweis,allerdings widersprichst Du dir dann auch in dem vorherigen Post,wo du schreibst dass 50 jährige mit 14 jährigen "dürfen" ,was dann ja,wie du hier jetzt selbst schreibst nicht erlauibt ist.


Na ja, selbst 8-Jährige "dürfen" mit 50-Jährigen Sex haben, 9-Jährige "dürfen" auch Filme ab 18 (versuchen zu) kaufen; das gilt auch bei strafmündigen Jugendlichen ab 14 bis 18. Das Jugendschutzrecht schützt die Jugendlichen (vor sich selbst), verbietet primär Erwachsenen Dinge. Meine Formulierung war daher unsauber, aber im Kern wollte ich eben darauf hinaus, dass der Staat es duldet, wenn 14-Jährige mit Erwachsenen Sex haben, weil er (der Staat) die Erwachsenen eben nicht bestraft dafür (in aller Regel). Einen Widerspruch gibt's da in meiner Aussage nicht wirklich.
22.07.2019 09:21 Uhr schrieb Freak
@ Darth Avasarala:
Ich bin zwar der Meinung, dass Du das Thema arg überziehst, und habe das auch schon zum Ausdruck gebracht. Z.B. völlig daneben finde ich, diese Diskussion einem neuen 'Star Trek Picard' Trailer anzuhängen.
ABER (trotzdem) muss ich die beiden letzten Posts oben zu 100% unterstreichen. Bei genauem Durchlesen bin ich da absolut bei Dir. Sehe ich auch so (obwohl mich das selbst grad überrascht).


Stimme ich übrigens auch zu. Bisschen überzogen kommen die vielen Posts schon teils rüber, aber na ja, bei dem Gefasel hier teils, kann man den Wortschwall manchmal vielleicht auch nicht zurückhalten. ;)
22.07.2019 09:23 Uhr schrieb PeregrinTuk
22.07.2019 01:31 Uhr schrieb Rigolax
Och Mensch. Fallen dir nicht die vielen News auf über Kürzungen für PG13-Ratings vs. R-Rated in den USA? Oder manchmal auch in Deutschland für FSK 12 statt 16 oder 16 für 18? Oder sehr gängig im TV? Natürlich haben auch die Age-Ratings von 0 bis 18 eine Relevanz für Erwachsene. Das gilt, wie man sieht, auch in den USA, wo es kein staatlich-regulatorisches Gerüst gibt: aber natürlich sind die Anreize, zu schneiden, noch größer, wenn die Altersfreigaben verbindlich sind, und wie in DE z.B. bei der FSK 18 mit Einschränkungen beim Versandhandel kommen, oder eben im TV 22/23 Uhr etc.


Das ist Entscheidung der Studios und Sender, liegt an ihrer "Geldgeilheit" und kann keinesfalls dem Jugendschutz vorgeworfen werden. Aber das meine ich halt, muss man mal'n bisschen nachdenken, dann kommt man schon drauf.


Ah ja, klar. Die bösen Konzerne. Keinesfalls dem Jugendschutz vorzuwerfen. Die machen das nur aus "Geldgeilheit".

Dir ist aber schon klar, dass "Jugendmedienschutz" auch immer mit einem gewissen Überlegenheitsgefühl einherging/geht, dass die Vorgängerin der BPjM mal "Oberprüfstelle für Schund- und Schmutzschriften" hieß? Selbst das riesige rote FSK/USK-Logo drückt eine gewisse Ächtung, Verachtung aus. Und das im Land der Bücherverbrenner.

Das ganze deutsche „Jugendmedienschutz“-System ist gleichzeitig ein Gesellschaftsreinheitssystem. Im Sinne der Nudge-Theorie, da soll der Anreiz geschaffen werden, möglichst kinderverträgliche Inhalte zu erstellen; je höher es alterstechnisch geht, desto stärker wird reguliert und geächtet.
22.07.2019 00:48 Uhr schrieb PeregrinTuk
21.07.2019 21:51 Uhr schrieb Rigolax
Kurios ohnehin, wie viele Nutzer dem Jugendmedienschutz in DE generell unkritisch gegenüber eingestellt sind, auf einer Seite, die mit einem gewissen impliziten Bias über "Zensur" berichtet. Da wurde oftmals nicht viel verstanden oder nachgedacht.


Der Jugendschutz, den ich unkritisch befürworte, geht von 0 bis 18. Darüber hinaus kann man das kaum mehr JUGENDschutz nennen, sondern Zensur. Und das dürften so ziemlich alle hier kritisch finden, mich inklusive. Aber der JUGENDschutz ist schlicht notwendig und keine Zensur. Aber andere Meinungen mit "Da wurde oftmals nicht viel verstanden oder nachgedacht" abzustrafen, DAS ist kritisch. Generell ist schon erschreckend, auf welchem Niveau hier teils argumentiert wird. :)


Och Mensch. Fallen dir nicht die vielen News auf über Kürzungen für PG13-Ratings vs. R-Rated in den USA? Oder manchmal auch in Deutschland für FSK 12 statt 16 oder 16 für 18? Oder sehr gängig im TV? Natürlich haben auch die Age-Ratings von 0 bis 18 eine Relevanz für Erwachsene. Das gilt, wie man sieht, auch in den USA, wo es kein staatlich-regulatorisches Gerüst gibt: aber natürlich sind die Anreize, zu schneiden, noch größer, wenn die Altersfreigaben verbindlich sind, und wie in DE z.B. bei der FSK 18 mit Einschränkungen beim Versandhandel kommen, oder eben im TV 22/23 Uhr etc.

Davon abgesehen kann man auch durchaus der Meinung sein, legitimer Weise, dass ein Staat Medien/Kunst generell nur soweit zu regulieren hat, wie es eben unbedingt nötig ist, was eher das französische Modell ist. Und als Erziehungsberechtigter kann man staatliche Dogmen ablehnen, die es, wenn auch nicht im Privaten, zumindest im Kino gibt (good luck mit einem 15-Jährigen zusammen einen 16er-Film im Kino sehen zu dürfen).

Aber das meine ich halt, muss man mal'n bisschen nachdenken, dann kommt man schon drauf.
21.07.2019 21:23 Uhr schrieb FdM (...)
Sexuelle Handlungen sind unter Jugendlichen geduldet,mit Erwachsenen (bzw. Volljährigen ab 18) dürfen von den Eltern auch erst (offiziell) ab 16 erlaubt werden (sprich : wenn ein 18er Bub eine 16 jährige Freundin hat,muss eine sexuelle Handlung mit ausdrücklicher Bewilligung der Eltern erlaubt werden,ansonsten macht sich der 18 jährige ggf. dem Bestand einer sexuellen Nötigung (oder mehr) stafbar...
(...)


Wat? Google mal selbst, was das Schutzalter in DE ist, bevor du hier einen Nonsense absonderst. Das Schutzalter in DE ist 14. Nur in Ausnahmefällen ist es 16, wenn eben der über 21-Jährige die Unerfahrenheit der 14- bis 16-jährigen Person ausnutzt; das ist in der Regel aber nicht anzunehmen. Ich kann dir sogar sagen, wo das steht: § 182 Abs. 3 StGB. Ab 16 heißt es dann "anything goes" (außer sowas wie Prostitution/Zwangslage/Schutzbefohlene).

Generell ist schon erschreckend, auf welchem Niveau hier teils argumentiert wird. Kurios ohnehin, wie viele Nutzer dem Jugendmedienschutz in DE generell unkritisch gegenüber eingestellt sind, auf einer Seite, die mit einem gewissen impliziten Bias über "Zensur" berichtet. Da wurde oftmals nicht viel verstanden oder nachgedacht.
21.07.2019 13:34 Uhr schrieb PeregrinTuk
21.07.2019 12:18 Uhr schrieb Rigolax
21.07.2019 10:05 Uhr schrieb PeregrinTuk
21.07.2019 09:12 Uhr schrieb Bill Williamson
Das System der Franzosen find ich stark, dass sollte auch in Deutschland so sein.


Es ist stark, ja. Stark verantwortungslos. Ein 12 Jähriger sollte definitiv nicht John Rambo sehen können.


Und warum sollte er es nicht, wenn es ihm nicht schadet? Weil es dir nicht gefällt, oder was?


Ich mag den Film. Aber Gewalt ist eine Gewöhnungsfrage und mit 12 sollte man sich nicht an die Grausamkeiten wie einen herausgerissenen Kehlkopf gewöhnen, das geht gegen jede Verhältnismäßigkeit der kindlichen Entwicklung.


Ja, aber ist es schädlich für den "Durchschnitts"-12-Jährigen? Dass 12-Jährige nicht unbedingt so etwas sehen brauchen, okay. Aber warum ist es verantwortungslos, wenn der Staat es nicht verbietet? Der Staat verbietet viele Dinge nicht, obwohl sie Kindern schaden könnten. Die dürfen sich auch jeden Tag 1 kg Schokolade reinhauen oder in DE mit 14 Jahren sexuellen Kontakt mit 50-Jährigen unterhalten.

Sonst frag doch mal die französischen Ratingstelllen an, warum sie es für okay befinden, was deren Haltung ist. Vielleicht wirst du überrascht sein. Der deutsche Jugendmedienschutz ist sehr dogmatisch, da wird nicht viel kritisch hinterfragt.
21.07.2019 10:05 Uhr schrieb PeregrinTuk
21.07.2019 09:12 Uhr schrieb Bill Williamson
Das System der Franzosen find ich stark, dass sollte auch in Deutschland so sein.


Es ist stark, ja. Stark verantwortungslos. Ein 12 Jähriger sollte definitiv nicht John Rambo sehen können.


Und warum sollte er es nicht, wenn es ihm nicht schadet? Weil es dir nicht gefällt, oder was?
19.07.2019 15:21 Uhr schrieb Filme-Narr
19.07.2019 13:51 Uhr schrieb MickeyKay
19.07.2019 02:02 Uhr schrieb sagota
ja aber ich versteh nicht wie fsk das wort freiwillig drin hat wenn es doch scheinbar pflicht ist!

Nein, die Kontrolle ist keine Pflicht. Wie kommst du da drauf?
Du darfst dir jeden Film kaufen und wenn er ab 18 ist, darfst ihn dennoch deiner 9-jährigen Tochter zeigen. Die Kontrolle ist freiwillig. Da steht niemand bei dir in der Butze und prüft, ob du dich an diese Empfehlung hälst.


Das stimmt nicht! Alex_Wintermute hat einige Posts vor dir, die rechtliche Freigaben-Situation in Deutschland erläutert. Lediglich FSK 12 Filme dürfen im Kino von mindestens 6 Jahre alten Kinder im Beisein der Erziehungsberechtigten angeschaut werden. Alle anderen Freigaben sind verbindlich. Du darfst einen FSK 18 Film niemals einem Minderjährigen zugänglich machen. In Großbritannien ist das genauso.


Für das Kino stimmt das, aber nicht im Privaten. Tatsächlich darf man seinem Kind zuhause Filme mit FSK 18 zeigen –- oder gar indiziertes, sogar strafrechtlich Relevantes –-, solange es nicht dem Kindeswohl (grob) schadet. Das ist das sogenannte Erziehungsprivileg und weitreichend.
Also Inhaltsbewertung auf Basis von Selbstauskunft funktioniert schon sehr gut, ist ja auch bewährt durch IARC für Videospiele/Apps. Dürfte auch eh das Vorbild hier sein bzw. zumindest ein Vorbild. Dass es zu vielen "schwarzen Schafe" kommt, ist nicht zu befürchten. Im Endeffekt muss man ohnehin Vertrauen haben, so könnte ein Label doch auch theoretisch sonst was auf die DVD pressen lassen, was aber nie geprüft wurde. Ähnlich auch für Angebote im Internet.
19.07.2019 02:02 Uhr schrieb sagota
ja aber ich versteh nicht wie fsk das wort freiwillig drin hat wenn es doch scheinbar pflicht ist!

Das ergibt sich aus der Gründungsgeschichte der Einrichtung. Ursprünglich wurde die FSK wie die MPAA in den USA als reine Selbstkontrolleinrichtung gegründet, um einer staatlichen Regulierung zuvorzukommen, auch in Anbetracht der bis dato, nach Ende des Zweiten Weltkriegs, stattgefundenen militärischen Inhaltsfreigabe. Die Kennzeichnungen wurden dann aber auch rechtlich später relevant, seit den 80ern sind gar Behörden der Länder in den Gremien beteiligt.

"Die FSK" ist an sich eigentlich auch heute noch im Besitz der Filmindustrie, wird von ihr getragen. Die FSK-Gremien sind davon unabhängig, generll ehrenamtlich. Wobei "die FSK" anders als "die USK" auch irgendwie als Prüfgremium an sich anerkannt ist nach dem reformierten Jugendschutzgesetz seit 2003, nicht mehr als Selbstkontrolleinrichtung fungiert, aber genau weiß ich das nicht.
19.07.2019 00:53 Uhr - Tote Mädchen lügen nicht (SB)
Ich muss sagen, ich bin bei dem Thema etwas skeptisch. Dass es einen gewissen Werther-Effekt gibt, möchte ich keineswegs in Abrede stellen, vor allem bezogen auf den Suizid von prominenten Personen. Plausibel ist sicherlich auch, dass die Art und Weise, wie Medien über Suizidfälle berichten, signifikante Auswirkungen haben können.

Jedoch bin ich nicht überzeugt davon, dass bei mit dem vorliegenden Fall vergleichbare Darstellungen in fiktionalen (Unterhaltungs-)Medien tatsächlich (signifikant) ein Werther-Effekt feststellbar ist. Das "signifikant" mag fragwürdig klingen, doch muss man einen gewissen Maßstab anlegen; sollte beispielsweise eine Einzelperson tatsächlich nachweislich durch Aussetzung von Mediengewalt eine Gewalttat verüben, wäre es nur deswegen nicht plausibel, pauschal diverse Medien zu verbieten, die Gewalt darstellen. Es muss eine gewisse Verhältnismäßigkeit gewahrt werden. Die angeführte Studie belegt, soweit ich das jetzt sehe, auch nur eine Korrelation, keine Kausalität; cum hoc ergo propter hoc?

Kurios ohnehin die späte Entscheidung, es noch zu editieren. Mir scheint fast, dass bei Netflix in den oberen Ebenen ein Umdenken oder Personalwechsel stattgefunden haben könnte (vgl. auch Thema Zigaretten in ihren Produktionen aktuell). Es wirkt auch fast als Promo für S3, aber derartiges will ich nicht unterstellen wollen.

Interessant wäre auch, wie die FSK oder gar BPjM den Inhalt bewertet.



Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen Team Kontakt / Werben Mithelfen
© Schnittberichte.com (2019)