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Veröffentlicht am von Blade41

Interview with the Vampire - Der ausführliche Trailer zur neuen TV-Serie

Bei US-Sender AMC wird am 2. Oktober 2022 die neue Horrorserie Interview with the Vampire starten, welche auf dem Büchern von Anne Rice basieren wird. Für die Hauptrollen in der 7-teiligen Serie wurden Jacob Anderson (Louis de Pointe du Lac) und Sam Reid (Lestat de Lioncourt) spielen. Claudia wird im Verlauf der Serie von Bailey Bass dargestellt.

Hier der offizielle Trailer:

Mehr zu: Interview with the Vampire (OT: Interview with the Vampire, 2022)

Aktuelle Meldungen

Kommentare

21.09.2022 08:00 Uhr - Kaleun
17x
Na ja, was soll man dazu noch sagen?
Ich hätte mich durchaus über eine adäquate Umsetzung des Stoffes gefreut, aber das tut ja richtig weh. Man hält es anscheinend inzwischen nicht mal mehr für nötig sich an historische Gegebenheiten zu halten, oder ich habe im Geschichtsunterricht die ganzen schwarzen Aristokraten und Plantagenbesitzer zu Beginn des 20. Jahrhunderts verpasst (Im Roman eigentlich sogar Ende des 18. Jahrhunderts)

Ich frage mich immer wieder was mit solch einer Geschichtsverdrehung eigentlich erreicht werden soll? Ich denke nicht, dass man den Schwarzen einen Gefallen tut indem man sie von Opfern der Sklaverei zu deren Profiteuren macht.

21.09.2022 08:33 Uhr - Bearserk
1x
Interessant, sehe ich in dem Fall ziemlich anders, da mir der Trailer ziemlich gut gefällt und ich den Abstand zur imho sehr gelungenen Filmumsetzung, die ja sehr dicht am Roman war, da vielleicht ähnlich wie die Macher als Vorteil sehe, um zu viele Vergleiche zu vermeiden und ein eigenes Flair aufzubauen.

Optisch sieht das Ganze imho nämlich ziemlich gut aus.
Das inhaltliche muss ich dann in der Serie abwarten.

21.09.2022 10:15 Uhr - Martyrs666
4x
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Mir gefällt der Trailer ziemlich gut, vor allem die Beziehung zwischen Louis und Lestat scheint mir näher am Buch zu sein. Im 94er Film war sie, zumindest onscreen, eher platonisch gehalten.
Und da der Film um 1910 spielt und Louis weder Aristokrat oder Plantagenbesitzer, wie oben behauptet, sondern Zuhälter bzw. Bordellbesitzer zu sein scheint („my business was desire…“), erscheint mir der Reichtum in Verbindung mit der Hautfarbe nicht vollkommen unrealistisch. Das war nicht unbedingt ein ehrbarer Beruf, der aber zu viel Geld führen konnte. Außerdem könnte der Hauptdarsteller von der Optik her auch einen weißen Vater gehabt haben, was seine gesellschaftlichen Chancen beträchtlich erhöht hätte. Alles in allem finde ich es gar nicht so unrealistisch wie viele andere und freue mich auf hoffentlich interessante Umsetzung eines genialen Buches!

21.09.2022 10:24 Uhr - shadowboy
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Dass die Produzenten den literarischen Stoff auf ihre eigene Weise verarbeiten, sich am Roman orientieren, Änderungen tätigen und etwas Eigenes schaffen, stört mich zunächst nicht, kann ich diese Vorgehensweise gut nachvollziehen: Eine kreative Umsetzung mit eigenen Ideen und deutlichem Wink zur Gegenwart dürfte die Motivation hinter dem Projekt sein und interessanter sein als eine strikte Verfilmung der Vorlage. Wer das möchte, kann den Roman lesen.

Der Trailer gibt das Setting vor: Gegenwart und Rückblenden in die 1910er Jahre. Ein anderes zeitliches und lokales Setting als im Original mit einem "anderen" Louis bietet neue Möglichkeiten für manche Themen (neben der eigentlichen Kernproblematik des Vampirismus und sich damit zu arrangieren), aber dennoch im Kern bei der Vorlage zu bleiben. Spannend und bin gespannt, was den Machern vorgeschwebt hat und wie sie es umgesetzt haben.
Die 1910er Jahre bieten Szenarien z.B. in Richtung politische Stimmungen, die goldenen 20er, Weltwirtschaftskrise und 1. und 2. Weltkrieg an und bin gespannt, ob die Macher Louis nach Europa, vorallem Osteuropa, wie in der literarischen Vorlage, schicken. Wird man sehen.


21.09.2022 16:08 Uhr - Kaleun
14x
21.09.2022 10:15 Uhr schrieb Martyrs666
Mir gefällt der Trailer ziemlich gut, vor allem die Beziehung zwischen Louis und Lestat scheint mir näher am Buch zu sein. Im 94er Film war sie, zumindest onscreen, eher platonisch gehalten.
Und da der Film um 1910 spielt und Louis weder Aristokrat oder Plantagenbesitzer, wie oben behauptet, sondern Zuhälter bzw. Bordellbesitzer zu sein scheint („my business was desire…“), erscheint mir der Reichtum in Verbindung mit der Hautfarbe nicht vollkommen unrealistisch. Das war nicht unbedingt ein ehrbarer Beruf, der aber zu viel Geld führen konnte. Außerdem könnte der Hauptdarsteller von der Optik her auch einen weißen Vater gehabt haben, was seine gesellschaftlichen Chancen beträchtlich erhöht hätte. Alles in allem finde ich es gar nicht so unrealistisch wie viele andere und freue mich auf hoffentlich interessante Umsetzung eines genialen Buches!


Louis ist im Roman Plantagenbesitzer und allein darum ging es.
Und dann werfe ich aber mal die Frage in den Raum, warum man sich an die filmische Umsetzung eines literarischen Stoffes macht, wenn man die Zeit, die Umstände und die Protagonisten so abändert, dass es mit der Vorlage micht mehr viel zu tun hat? Dass man mal aus Budgetgründen, oder weil der Stand der Technik es nicht hergibt Anpassungen vornehmen muss, sei mal außen vorgelassen, denn beides trifft hier absolut nicht zu. Somit gibt es einfach keinen Grund, der die Macher dazu zwingen würde solche Änderungen vorzunehmen, außer, dass man auf biegen und brechen unbedingt eine möglichst bunte Darstellertruppe zusammenwürfeln kann, selbst wenn es gemäß der Zeit und den Umständen noch so lächerlich ist.
Also entweder ich versuche den Stoff eines Buches möglichst getreu wiederzugeben, oder ich lass es bleiben und denke mir eine eigene Geschichte aus. Aber he, dann hat man halt keinen schönen bekannten Namen, den man für diesen "Moderne-Zeiten-Blödsinn" ausschlachten kann.

21.09.2022 17:43 Uhr - cecil b
1x
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Ich habe das Buch nicht gelesen, und kann deswegen nur bedingt 'mitreden'.

Sollte die Figur Louis allerdings tatsächlich ein Plantagenbesitzer sein, halte ich es auch für äußerst unwahrscheinlich, dass der dann schwarz ist.

Aber vielleicht hat der in der Serie so gute Kontakte, und ist so moralisch verwerflich, dass er diese Position hat.

So müsste ich die Serie erst sehen, um 'ein Urteil' fällen zu können.

21.09.2022 21:39 Uhr - Oberlixodernix
4x
21.09.2022 17:43 Uhr schrieb cecil b
Ich habe das Buch nicht gelesen, und kann deswegen nur bedingt 'mitreden'.

Sollte die Figur Louis allerdings tatsächlich ein Plantagenbesitzer sein, halte ich es auch für äußerst unwahrscheinlich, dass der dann schwarz ist.

Aber vielleicht hat der in der Serie so gute Kontakte, und ist so moralisch verwerflich, dass er diese Position hat.

So müsste ich die Serie erst sehen, um 'ein Urteil' fällen zu können.


Ja Louis ist im Buch Plantagen Besitzer vor 1909 und in der Serie ist er Bordell Besitzer in New Orleans.
In diesem Fall wirkt das sehr nach reingepresst also kann ich das verstehen. Ich finde man sollte ein Buch wirklich so verfilmen wie es gedacht war, wenn es die Geschichte nicht verfälscht hab ich Diversität eigentlich Recht gern. Ich will ja auch keinen weißen Blade oder einen schwarzen Oscar Schindler wenn es nicht dazu passt oder dazu geschrieben wurde. Ich kann diesem erzwungen nichts abgewinnen. Mein Lieblings Beispiel für einen schön geschrieben Gender Charakter wäre Ellie von Last of US. So macht man das. Es sollte halt schön in die Geschichte integriert sein. Ich fand das beim neuen Thor die Steinmänner gut in die Geschichte integriert waren. The Last Duel hat zuletzt so eindrucksvoll gezeigt wie man das Mittelalter aus Sicht der Frau zeigen kann und sogar die ganze Prämisse als Grundstein der Geschichte benutzt. Das nur meine Meinung und soll zum Diskutieren anregen.

21.09.2022 21:42 Uhr - Martyrs666
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21.09.2022 16:08 Uhr schrieb Kaleun
21.09.2022 10:15 Uhr schrieb Martyrs666
Mir gefällt der Trailer ziemlich gut, vor allem die Beziehung zwischen Louis und Lestat scheint mir näher am Buch zu sein. Im 94er Film war sie, zumindest onscreen, eher platonisch gehalten.
Und da der Film um 1910 spielt und Louis weder Aristokrat oder Plantagenbesitzer, wie oben behauptet, sondern Zuhälter bzw. Bordellbesitzer zu sein scheint („my business was desire…“), erscheint mir der Reichtum in Verbindung mit der Hautfarbe nicht vollkommen unrealistisch. Das war nicht unbedingt ein ehrbarer Beruf, der aber zu viel Geld führen konnte. Außerdem könnte der Hauptdarsteller von der Optik her auch einen weißen Vater gehabt haben, was seine gesellschaftlichen Chancen beträchtlich erhöht hätte. Alles in allem finde ich es gar nicht so unrealistisch wie viele andere und freue mich auf hoffentlich interessante Umsetzung eines genialen Buches!


Louis ist im Roman Plantagenbesitzer und allein darum ging es.
Und dann werfe ich aber mal die Frage in den Raum, warum man sich an die filmische Umsetzung eines literarischen Stoffes macht, wenn man die Zeit, die Umstände und die Protagonisten so abändert, dass es mit der Vorlage micht mehr viel zu tun hat? Dass man mal aus Budgetgründen, oder weil der Stand der Technik es nicht hergibt Anpassungen vornehmen muss, sei mal außen vorgelassen, denn beides trifft hier absolut nicht zu. Somit gibt es einfach keinen Grund, der die Macher dazu zwingen würde solche Änderungen vorzunehmen, außer, dass man auf biegen und brechen unbedingt eine möglichst bunte Darstellertruppe zusammenwürfeln kann, selbst wenn es gemäß der Zeit und den Umständen noch so lächerlich ist.
Also entweder ich versuche den Stoff eines Buches möglichst getreu wiederzugeben, oder ich lass es bleiben und denke mir eine eigene Geschichte aus. Aber he, dann hat man halt keinen schönen bekannten Namen, den man für diesen "Moderne-Zeiten-Blödsinn" ausschlachten kann.

Na ja, das ist dann halt Geschmacksache. Wenn man natürlich bei Buchverfilmungen o.ä. alles genauso haben will, wie es im Buch vorkommt, dann kann man sich natürlich mit keiner Änderung abfinden. Ich finde es gerade spannend, wenn Änderungen vorgenommen werden oder die Storyline modifiziert wird, denn wenn es genauso ist wie im Buch, dann ist die Geschichte ja vollkommen überraschungsfrei. Solange der Spirit der Vorlage getroffen wird, sind mir Änderungen willkommen. Inwieweit diese Serie das tut, kann man anhand eines Trailers eh noch nicht sagen, die Atmosphäre stimmt allerdings schon.
Und was Diversität angeht: selbst wenn es nur um eine „möglichst bunte“ Besetzung geht, ist ein Film oder eine Serie nun mal ein kommerzielles Produkt und je mehr Menschen sich mit den Darstellern identifizieren können, desto „diverser“ ist halt das mögliche Zielpublikum. Ich kann da nichts schlimmes dran sehen…

21.09.2022 21:55 Uhr - cecil b
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Moderator
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Danke für die Informationen!

Ich kann die unterschiedlichen Sichtweisen verstehen.

Was die Serie hergibt, wird wohl jeder selbst entscheiden müssen.


22.09.2022 01:10 Uhr - Roderich
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21.09.2022 16:08 Uhr schrieb Kaleun
Somit gibt es einfach keinen Grund, der die Macher dazu zwingen würde solche Änderungen vorzunehmen, außer, dass man auf biegen und brechen unbedingt eine möglichst bunte Darstellertruppe zusammenwürfeln kann, selbst wenn es gemäß der Zeit und den Umständen noch so lächerlich ist.
Also entweder ich versuche den Stoff eines Buches möglichst getreu wiederzugeben, oder ich lass es bleiben und denke mir eine eigene Geschichte aus. Aber he, dann hat man halt keinen schönen bekannten Namen, den man für diesen "Moderne-Zeiten-Blödsinn" ausschlachten kann.


Ja, es wird nach 100 Jahren Filmgeschichte aus sehr gegebenem Anlass versucht, Geschichten zur Abwechslung auch mal nicht mehr nur als rein weiße Angelegenheiten zu erzählen, auch wenn das Änderungen beinhaltet. Klappt mal besser, mal weniger, sicher ist aber, dass die üblichen Schreier sofort loslegen, wenn da mal eine Hauptfigur nicht weiß ist. Oder eine starke weibliche Figur eingebaut wird.

22.09.2022 07:51 Uhr - ClaudeGable
7x
22.09.2022 01:10 Uhr schrieb Roderich
21.09.2022 16:08 Uhr schrieb Kaleun
Somit gibt es einfach keinen Grund, der die Macher dazu zwingen würde solche Änderungen vorzunehmen, außer, dass man auf biegen und brechen unbedingt eine möglichst bunte Darstellertruppe zusammenwürfeln kann, selbst wenn es gemäß der Zeit und den Umständen noch so lächerlich ist.
Also entweder ich versuche den Stoff eines Buches möglichst getreu wiederzugeben, oder ich lass es bleiben und denke mir eine eigene Geschichte aus. Aber he, dann hat man halt keinen schönen bekannten Namen, den man für diesen "Moderne-Zeiten-Blödsinn" ausschlachten kann.


Ja, es wird nach 100 Jahren Filmgeschichte aus sehr gegebenem Anlass versucht, Geschichten zur Abwechslung auch mal nicht mehr nur als rein weiße Angelegenheiten zu erzählen, auch wenn das Änderungen beinhaltet. Klappt mal besser, mal weniger, sicher ist aber, dass die üblichen Schreier sofort loslegen, wenn da mal eine Hauptfigur nicht weiß ist. Oder eine starke weibliche Figur eingebaut wird.


"Klappt mal besser, mal weniger"
Hihi, als gäbe es gute und schlechte Manipulation.
Wie kommst du eigentlich darauf, dass andere Meinungen von "Schreiern" kommen? Kaleun und andere, haben ihre Meinung hier ganz nüchtern und sachlich formuliert? Warum fühlst du dich so von anderen Meinungen getriggert?

Das Erzählen von weißer Geschichten, von weißen Menschen, liegt evtl. daran, dass sie von weißen Menschen handeln und von weißen Menschen geschrieben wurden? Selbstverständlich nur ein Verdacht meinerseits.....

22.09.2022 12:10 Uhr - MrCreazil
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Ohne diese rein gewinnorientierte, an Geschichtsklitterung gemahnende Haltung/mögliche Geschäftsstrategie zu sehr in Schutz nehmen zu wollen: nein, es ist nicht unrealistisch, da es Afro-Amerikaner in solchen Positionen gab. Siehe:

https://historyengine.richmond.edu/episodes/view/6699

Das Problem besteht natürlich darin, Ausnahmefälle in einem Maße aufzubauschen, dass sie, insbesondere in der Popkultur, ein verzerrtes Bild im kulturellen Bewusstsein heraufbeschwören und für die Norm gehalten werden könnten und da erst betreten wir den Bereich der gefährlichen Verfälschung, die darüber hinaus gefährlich ist, nicht weil es um Ideologie oder gute oder schlechte Absichten geht, sondern ums Verkaufen und folglich um Sinnentleerung.

Ich sehe hier jedenfalls zunächst kein Problem, es ist eine Adaption, die sich Freiheiten im Rahmen erlaubt, mit der Zeit geht, sich bemüht Klischees aufzubrechen (denn, dass der Weiße der Herr sein muss, der Schwarze das gar nicht sein kann (das ist nämlich die Aussage, die ihr hier trefft), ist ein übles Klischee). Ob sie großen Schaden an der Vorlage anrichten, wird sich erst bei Sichtung zeigen. Dass hier eine Hauptfigur eine andere Hautfarbe hat, reicht bei Weitem noch nicht aus.

22.09.2022 14:43 Uhr - Freak
7x
22.09.2022 01:10 Uhr schrieb Roderich
21.09.2022 16:08 Uhr schrieb Kaleun
Somit gibt es einfach keinen Grund, der die Macher dazu zwingen würde solche Änderungen vorzunehmen, außer, dass man auf biegen und brechen unbedingt eine möglichst bunte Darstellertruppe zusammenwürfeln kann, selbst wenn es gemäß der Zeit und den Umständen noch so lächerlich ist.
Also entweder ich versuche den Stoff eines Buches möglichst getreu wiederzugeben, oder ich lass es bleiben und denke mir eine eigene Geschichte aus. Aber he, dann hat man halt keinen schönen bekannten Namen, den man für diesen "Moderne-Zeiten-Blödsinn" ausschlachten kann.


Ja, es wird nach 100 Jahren Filmgeschichte aus sehr gegebenem Anlass versucht, Geschichten zur Abwechslung auch mal nicht mehr nur als rein weiße Angelegenheiten zu erzählen, auch wenn das Änderungen beinhaltet. Klappt mal besser, mal weniger, sicher ist aber, dass die üblichen Schreier sofort loslegen, wenn da mal eine Hauptfigur nicht weiß ist. Oder eine starke weibliche Figur eingebaut wird.

Beim Thema "Blonde" und der Altersfreigabe irgendwo, warst Du noch ein glühender Verfechter von Fakten - hast Dich dafür sogar mit anderen Usern angelegt (nicht falsch verstehen - ich selbst gebe auch viel mehr auf Fakten, als auf rebellische Verschwörungstheorien). Hier allerdings vertrittst Du fast schon die Gegenseite, denn Geschichtsverdrehung und/oder Verändern einer guten funktionierenden Geschichte im Namen von Diversität und verschiedenen Kulturen ist dann auf einmal ok?
Klingt für mich ein wenig schizophren.
Die Anderen oben erklären doch ausnahmsweise mal ziemlich ruhig und sachlich (und gut nachvollziehbar) ihre Standpunkte. Und die kann man eigentlich doch gar nicht falsch verstehen, wenn man nicht fanatisch die Augen schließen und sich die Ohren zuhalten will.
Wo liegt denn das Problem, sich ähnliche Geschichten in einem passenden und halbwegs plausiblen Rahmen auszudenken, um eine buntere Zuschauergruppe zu erzielen? Wiese müssen dafür immer bekannte und beliebte Geschichten und/oder gar die Geschichte an sich verdreht werden? Das ist doch irgendwo nicht ... "normal" (um es nett auszudrücken).
Und andere gleich als "Schreier" zu beschreiben, weil sie Deine Lebenseinstellung nicht teilen, ist doch genau der Spiegel in Deiner Darstellung.
Bist es nicht gerade Du, der aufschreit, weil Deine Sichtweise nicht geteilt wird, und einige dieses Thema sogar einigermaßen konstruktiv kritisieren?
[Das erinnert wiederholt an diese ganzen FFF, Letzte Generation und Gender Typen*innen (und Übermenschen*innen), die die Welt retten wollen, indem sie allen anderen das Denken verbieten, und auf übelst faschistische Weise nur ihr eigenes Gedankengut als gerechtfertigt und richtig deklarieren.]
Hast Du das wirklich nötig? (...auch so zu sein?)
Wenn die Serie das gut herüberbringt, und trotzdem gut funktioniert, dann kann es ja vielleicht ganz gut unterhalten, mag ja sein.
Aber unnötig finde ich es schon auch - und irgendwann sollte sich dieser Trend bitte auch mal wieder erholen...

22.09.2022 15:42 Uhr - MrCreazil
1x
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22.09.2022 14:43 Uhr schrieb Freak
Wo liegt denn das Problem, sich ähnliche Geschichten in einem passenden und halbwegs plausiblen Rahmen auszudenken, um eine buntere Zuschauergruppe zu erzielen? Wiese müssen dafür immer bekannte und beliebte Geschichten und/oder gar die Geschichte an sich verdreht werden? Das ist doch irgendwo nicht ... "normal" (um es nett auszudrücken).


Prinzipiell ist das wünschenswert, ja. Das Problem erwächst hier allerdings beim Publikum und dessen Bereitschaft, Neues zu akzeptieren. Nostalgische Verklärung und Angst vor der ungewissen Zukunft sind nach wie vor immense Hürden, die der Entwicklung neuer Geschichten und Figuren fatal im Wege stehen. Und ich denke, Zweifel sind mehr als berechtigt, ob das aktuelle Publikum grosso modo bereit ist, diese neuen Figuren und Geschichten zu akzeptieren (noch). Ich vermute, die Akzeptanz, zumindest in einem Rahmen, der sich für Studios rechnen würde, wäre ungeachtet der Qualität eher gering, denn die meisten rennen lieber wie betäubt in das, was sie meinen wiederzuerkennen, geleitet von Nostalgie und Glorifikation des Alten. Das haben das halbgare Remake von 'Star Wars - A New Hope' aka 'Star Wars - The Force Awakens' oder Projekte wie 'Top Gun - Maverick' überdeutlich gemacht. Es mag sein, dass die Situation im Wandel begriffen ist, aber angekommen sind wir an diesem Punkt noch lange nicht, wo wir uns von den alten Klischeebildern und Weltanschauungen gänzlich gelöst hätten. Bewusst oder unbewusst klammern wir uns an eine alte Ordnung, an eine verklärte Vergangenheit.

22.09.2022 18:09 Uhr - deNiro
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22.09.2022 15:42 Uhr schrieb MrCreazil
22.09.2022 14:43 Uhr schrieb Freak
Wo liegt denn das Problem, sich ähnliche Geschichten in einem passenden und halbwegs plausiblen Rahmen auszudenken, um eine buntere Zuschauergruppe zu erzielen? Wiese müssen dafür immer bekannte und beliebte Geschichten und/oder gar die Geschichte an sich verdreht werden? Das ist doch irgendwo nicht ... "normal" (um es nett auszudrücken).


Prinzipiell ist das wünschenswert, ja. Das Problem erwächst hier allerdings beim Publikum und dessen Bereitschaft, Neues zu akzeptieren. Nostalgische Verklärung und Angst vor der ungewissen Zukunft sind nach wie vor immense Hürden, die der Entwicklung neuer Geschichten und Figuren fatal im Wege stehen. Und ich denke, Zweifel sind mehr als berechtigt, ob das aktuelle Publikum grosso modo bereit ist, diese neuen Figuren und Geschichten zu akzeptieren (noch). Ich vermute, die Akzeptanz, zumindest in einem Rahmen, der sich für Studios rechnen würde, wäre ungeachtet der Qualität eher gering, denn die meisten rennen lieber wie betäubt in das, was sie meinen wiederzuerkennen, geleitet von Nostalgie und Glorifikation des Alten. Das haben das halbgare Remake von 'Star Wars - A New Hope' aka 'Star Wars - The Force Awakens' oder Projekte wie 'Top Gun - Maverick' überdeutlich gemacht. Es mag sein, dass die Situation im Wandel begriffen ist, aber angekommen sind wir an diesem Punkt noch lange nicht, wo wir uns von den alten Klischeebildern und Weltanschauungen gänzlich gelöst hätten. Bewusst oder unbewusst klammern wir uns an eine alte Ordnung, an eine verklärte Vergangenheit.


Es handelt sich ja eben nicht um NEUE Geschichten, sondern um bereits vorhandene Vorlagen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Gros des Publikums komplett aufgeschlossen gegenüber neuen Geschichten wäre, sich aber vehement dagegen wehrt, wenn etablierte Figuren aufgrund einer zweifelhaften ideologischen (grundsätzlichen) Intention heraus, verändert und abgewandelt werden.

Denn, Wandel um des Wandels Willen, ist sicher diskussionswürdig, aber noch kein Grund eine Produktion gänzlich abzulehnen. Wandel aufgrund von politischen Quotenentscheidungen hingegen, sind in meinen Augen gänzlich unbrauchbar.

"Top Gun - Maverick" ist nicht deshalb so erfolgreich, weil hier Euphemismen bedient werden und alle wie "betäubt" hinter gängigen Klischees herlaufen, sondern weil der Film nostalgisch (die Sehnsucht nach einer hauptsächlich positiv wahrgenommenen Vergangenheit) Erinnerungen weckt. Ist das nicht auch die Intention von Kino und Kunst im Allgemeinen? Dem Rezipienten positive Emotionen (zurück) zugeben und für ein paar Minuten in der Vergangenheit zu schwelgen? Warum sollte man das aufbrechen und verändern?
Und wohl mindest gleich relevant, weil er angenehm, den aktuellen Hype einer politisch korrekten Strömung, entgegenläuft.

22.09.2022 20:05 Uhr - MrCreazil
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Da würde ich schon mal einhaken und sagen: nein, Kino soll nicht grundsätzlich positive Emotionen hervorrufen. Was für ein Kino der rosaroten Wolken soll das sein? Das rein profitorientierte Mainstreamkino, präziser das sogenannte Wohlfühlkino (in extremen Ausmaß) kann nicht der Sinn von Kunst im Kino sein. Den nachhaltigsten Effekt haben doch oft solche Filme, die einen schockieren, entrüsten, bewegen, emotional mitreißen und nicht allein vorübergehend belustigen. Alles hat freilich seinen Platz und ich lehne diese Art der Berieselung nicht per se ab. Demgegenüber Sinn und Wirken des Kinos auf positive Emotionen zu beschränken, regelrecht einzugrenzen, halte ich für verhängnisvoll. Vor allem dem Kino als reinen Eskapismus, als Vortäuschung einer heilen Welt, möchte ich das unangenehme, unbequeme, kantige Kino entgegensetzen, welches zum Nachdenken, manchmal zu extremen Gefühlsausbrüchen anregt, das vollauf bewusst negative Emotionen hervorruft, dadurch zur Reflexion und Konfrontation einlädt. Und das erachte ich umso wichtiger im Kino für den Massengeschmack, weil es gilt, gerade hier Fragen und Zweifel aufkommen zu lassen, an dem Ort, zu dem die Menschen flüchten, um den unangenehmen Sachverhalten auszuweichen. Eine uneingeschränkte, bequeme Rückzugsmöglichkeit bietet zu viel Platz für Beschwichtigung und Obskurantismus. Dazu muss ich klarstellen, dass ich keine einseitige Schwermut oder reine konfrontative Kunst im Kino erwarte. Jedoch kann und muss sich speziell das Mainstreamkino aufgrund seiner Reichweite der daraus erwachsenen Verantwortung bewusst sein und bloß, weil es Spaß machen und Sorgen nehmen soll, bedeutet das im Umkehrschluss nicht, dass Negatives komplett auszuklammern ist. Gerade dort, wo sich die Menschen am sichersten wähnen, wo sie glauben, alle Probleme der Welt seien vernachlässigbar, muss man ihnen zeigen, dass sich nicht alles in rosaroten Wolken wegzaubern, sich nicht jede Schwierigkeit aussperren lässt. Gerne dezent, gerne in einem harmonischen Verhältnis zwischen Ernst und Vergnügen. Ein Verknüpfung aus Unterhaltung und Anspruch ist möglich. Aber sie erfordert Hingabe und Versiertheit. Vielleicht auch ein wenig Talent.

Warum sollte man das Schwelgen aufbrechen und verändern? Weil die Verlockung, dies als Norm und Muss und Gegeben hinzustellen, zu groß ist. Man schwelgt in dem, was man kennt, meint, darin ein Ideal gefunden zu haben. Was es oft nicht ist. Damit steht man der Entwicklung, dem Reifeprozess im Weg. Traditionen haben wir genug und oft genug engen sie uns ein.

Ich muss klarstellen: ich stehe der Entwicklung durchaus kritisch gegenüber und sehe die Anpassungen an gängigen, liebgewonnenen Franchises bestimmt nicht durchweg positiv. Ich bin kritisch, gleichwohl nicht apodiktisch. Ich sperre mich nicht gegen die Implikationen, die sich daraus ergeben, für mich, für andere, für die Vielen, für die Wenigen, und versuche durchaus, Maß und Mitte abzuwägen, daraus Lehren zu ziehen. Ob ich damit immer erfolgreich bin, wage ich arg zu bezweifeln. Noch mehr zweifle ich hingegen an den Fähigkeiten der meisten Menschen, dieses Maß überhaupt zu finden. Weil sie Risse in ihrer perfekten Fassade gefunden haben, geraten sie zu schnell in Panik und einen aggressiven Abwehrgestus. Und das gehört sehr wohl angegangen.

Ich bleibe dabei: das Gros des Publikums ist eben NICHT aufgeschlossen gegenüber neuen Geschichten. Sie wollen die alten Geschichten, sie wollen die alten Figuren, wie sie in ihrer verklärten Erinnerung existieren, Kritik-immun, heiliggesprochen, sakrosankt, nicht, weil es so sein muss, sondern, weil sie sie so kennen. Sie wollen in Nostalgie und vermeintlicher Sicherheit und Stabilität schwelgen, sich darin einigeln, und gerade deswegen ist es zum Teil gerechtfertigt, ihnen bekannte Geschichten aus anderen Blickwinkeln zu präsentieren. Das etablierte Figuren aufgrund einer zweifelhaften ideologischen Intention heraus verändert werden und dies dann abgelehnt wird, ist ein Strohmann-Argument. Zum Einen steckt in den meisten Abänderung gar nicht so viel Ideologie, wie gerne behauptet wird. Weder Disney, noch Amazon oder Netflix sind sonderlich ideologisch in ihrem Stoff, sondern geschäftsorientiert. Dass das zu unliebsamen und oft misslungen Änderungen führt, liegt an der Geschäftspraktik, nicht am Inhalt, der selbstverständlich darunter leiden muss. Zum anderen macht es oft nicht den gewaltsamen Unterschied, wie gerne behauptet wird. Da findet viel mehr in unseren Köpfen statt, als auf dem Bildschirm. Das Unangenehme an den Änderungen sind nicht die Änderungen an sich, sondern viel mehr, dass sie überkommene Sichtweisen in Frage stellen, ob bewusst oder unbewusst, ob mit voller Absicht oder als Kollateraleffekt. Das gilt es zu akzeptieren, wollen wir nicht dem nostalgischen Stillstand erliegen. Natürlich bedeutet das nicht, alles kritiklos hinzunehmen und wo sie angemessen ist, darf, nein, muss sie geäußert werden. Dann aber bitte fundiert und ohne emotionalen Schluckauf, der aufstößt, bevor der Denkprozess abgeschlossen ist.

22.09.2022 21:19 Uhr - deNiro
6x
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Das rein profitorientierte Mainstreamkino, präziser das sogenannte Wohlfühlkino (in extremen Ausmaß) kann nicht der Sinn von Kunst im Kino sein.


Grundsätzlich d'accord. Es versteht sich von selbst, dass Kino nicht nur positive, nostalgische Emotionen hervorrufen und stützen soll. Ich schrieb ja ganz bewusst von "AUCH". Meine Frage, nach einem generellen, positiven Emotionstransfer, ist deshalb beantwortet. Am genannten Beispiel oben (Top Gun: Maverick) ist das aber zweifelsohne der Fall. Zu erwähnen wäre noch, dass der Film ganz geschickt mit den etablierten Rollenbildern spielt und es ihm aber trotzdem ganz hervorragend gelingt, auch das neue Frauenbild zu transportieren. Die Hauptprotagonistin ist stark, feminin und selbstständig, ohne die Männerrolle plump zu kopieren. Die geübte Seglerin, die dem passionierten Top Gun- Piloten zeigt, wie man richtig segelt! Ganz große Klasse, so geht unaufdringliche Charakterzeichnung!

Weil die Verlockung, dies als Norm und Muss und Gegeben hinzustellen, zu groß ist. Man schwelgt in dem, was man kennt, meint, darin ein Ideal gefunden zu haben. Was es oft nicht ist. Damit steht man der Entwicklung, dem Reifeprozess im Weg. Traditionen haben wir genug und oft genug engen sie uns ein.


....deswegen ist es zum Teil gerechtfertigt, ihnen bekannte Geschichten aus anderen Blickwinkeln zu präsentieren. Das etablierte Figuren aufgrund einer zweifelhaften ideologischen Intention heraus verändert werden und dies dann abgelehnt wird, ist ein Strohmann-Argument.


Beides klingt ganz stark nach Bevormundung und Zwang, unter dem Motto: Ihr wisst gar nicht was gut für euch ist, deshalb nehmen wir euch eure lieb gewonnenen Charaktere und ersetzen diese mit Frauen und POCs. Welch Arroganz und Anmaßung!
Wie oben bereits erwähnt, niemand hat was gegen neue Geschichten und Figuren. Was aktuell vielen bitter aufstößt, ist die Tatsache, dass hier bekannte Figuren und Geschichten verändert werden. Es geht also vorrangig um aktuelle Beispiele, wie "HdR", und "Ariel", oder die oben beschriebene TV Serie, also bekannte Stoffe. Mir ist keine ähnliche aktuelle Diskussion bekannt, die sich gegen eine neue Geschichte wendet.

Zum Einen steckt in den meisten Abänderung gar nicht so viel Ideologie, wie gerne behauptet wird. Weder Disney, noch Amazon oder Netflix sind sonderlich ideologisch in ihrem Stoff, sondern geschäftsorientiert.


Nein, Ideologie, also Weltanschauungen, Grundeinstellungen und Wertungen, sind offensichtlich die Triebfeder hinter "Diversion and Inclusion Playbooks" von Amazon & Co. Wären ausschließlich monetär- wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund, würde man nicht krampfhaft versuchen, Rollen nach Quote (Geschlecht, Sexualität und Hautfarbe) zu besetzen, sondern rein nach Beleibtheit/ Eignung und damit nach den Wünschen einer breiten Zielgruppe.
Ganz nebenbei, deine These, dass man gern etablierte Sehgewohnheiten aufbrechen müsse, weil der Konsument gar nicht weiß was er verpasst, dürfte ebenfalls mit einem erheblichen finanziellen Risiko verbunden sein. Auch das stärkt meine Ansicht, einer hauptsächlich von Ideologie getriebenen Produktion.

23.09.2022 00:47 Uhr - Martyrs666
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22.09.2022 21:19 Uhr schrieb deNiro
Zum Einen steckt in den meisten Abänderung gar nicht so viel Ideologie, wie gerne behauptet wird. Weder Disney, noch Amazon oder Netflix sind sonderlich ideologisch in ihrem Stoff, sondern geschäftsorientiert.


Nein, Ideologie, also Weltanschauungen, Grundeinstellungen und Wertungen, sind offensichtlich die Triebfeder hinter "Diversion and Inclusion Playbooks" von Amazon & Co. Wären ausschließlich monetär- wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund, würde man nicht krampfhaft versuchen, Rollen nach Quote (Geschlecht, Sexualität und Hautfarbe) zu besetzen, sondern rein nach Beleibtheit/ Eignung und damit nach den Wünschen einer breiten Zielgruppe.
Ganz nebenbei, deine These, dass man gern etablierte Sehgewohnheiten aufbrechen müsse, weil der Konsument gar nicht weiß was er verpasst, dürfte ebenfalls mit einem erheblichen finanziellen Risiko verbunden sein. Auch das stärkt meine Ansicht, einer hauptsächlich von Ideologie getriebenen Produktion.

Gerade die breitere Zielgruppe ist doch der Hauptgrund. POC identifizieren sich nun mal eher mit farbigen Charakteren, genauso wie weiße mit Weißen. Ist zwar irgendwie dämlich, ist aber wohl so. Amazon, Disney & Co. sind doch keine Wohlfahrtsverbände, die Minderheiten stärken wollen. Genausowenig halte ich sie für fanatische Woke-Rebellen, die andere bekehren wollen, egal was es kostet. Kein Filmstudio würde solche Änderungen vornehmen, wenn sie befürchten würden, deshalb finanziell unterzugehen. Sie versprechen sich Profit davon, so banal es sich anhört, und zwar sowohl monetären Profit, als auch in Form von Ansehen, so nach dem Motto: Schaut mal, Disney hat jetzt auch LGTB+-Charaktere. Die sind vielleicht aufgeschlossen und gehen mit der Zeit! Es geht ums Image. Und da es, Überraschung, dem Großteil der Menschen schlicht egal ist, ob Louis braune, gelbe oder grüne Haut hat. Bleiben noch die, die größtmögliche Diversität verlangen, und die, die es nicht mögen, wenn bekannte Figuren dahingehend verändert werden. Und erstere Gruppe ist wohl deutlich größer oder zumindest einflussreicher, sonst gäbe es garantiert keine „Inclusion Playbooks“. Auch wenn man natürlich geneigt ist, in solchen Fällen den Filmstudios ideologische Propaganda zu unterstellen, ist es meiner Meinung nach genau umgekehrt: Diese Studios versprechen sich aufgrund des Zeitgeistes einen wie auch immer gearteten Vorteil, und profitieren sogar noch von den Leuten, die sich an dem hohen Maß an Diversität stören, wie man an der Herr der Ringe-Serie sieht. Sie ist nicht zuletzt wegen der „Es gibt in Mittelerde keine schwarzen Elben!“-Schreier in aller Munde und diese bieten Amazon sogar noch die Möglichkeit, sich als Streiter für die Diversity zu inszenieren. 😩

23.09.2022 01:26 Uhr - Roderich
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23.09.2022 00:47 Uhr schrieb Martyrs666
Diese Studios versprechen sich aufgrund des Zeitgeistes einen wie auch immer gearteten Vorteil, und profitieren sogar noch von den Leuten, die sich an dem hohen Maß an Diversität stören, wie man an der Herr der Ringe-Serie sieht. Sie ist nicht zuletzt wegen der „Es gibt in Mittelerde keine schwarzen Elben!“-Schreier in aller Munde und diese bieten Amazon sogar noch die Möglichkeit, sich als Streiter für die Diversity zu inszenieren. 😩


Genau, und hier haben wir eine komplett ausgedachte Vampirgeschichte, in der eine Figur von einem weißen Plantagenbesitzer (hurra!) aus - von mir aus rein kommerziellen Gründen - in einen schwarzen Bordellbesitzer (buuh!) verändert wurde, und die Kaleuns und deNiros dieses Forums gehen natürlich genauso mit präziser Zuverlässigkeit an die Decke wie all die peinlichen Wichte, die aus irgendeiner erbärmlichen Weltanschauung heraus keine schwarze kleine Meerjungfrau akzeptieren wollen.


22.09.2022 07:51 Uhr schrieb ClaudeGable

Das Erzählen von weißer Geschichten, von weißen Menschen, liegt evtl. daran, dass sie von weißen Menschen handeln und von weißen Menschen geschrieben wurden? Selbstverständlich nur ein Verdacht meinerseits.....


Wohl wahr und wahnsinnig schlau, auch wenn ich persönlich davon ausgehe, dass Anne Rice heutzutage nicht das geringste Problem damit gehabt hätte, anstatt eine weiße eine schwarze Hauptfigur einzubauen oder eine entsprechende Änderung in einer Verfilmung abzunicken. Ihr schon.

23.09.2022 01:35 Uhr - MrCreazil
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Hmm, da hast Du viel in meine Worte reininterpretiert, leider in eine komplett falsche Richtung.

Beides klingt ganz stark nach Bevormundung und Zwang, unter dem Motto: Ihr wisst gar nicht was gut für euch ist, deshalb nehmen wir euch eure lieb gewonnenen Charaktere und ersetzen diese mit Frauen und POCs. Welch Arroganz und Anmaßung!


Nein, klingt es nicht. Hier liest Du etwas herein, was dort nicht steht, schlimmer noch: in einem eigenen Wortlaut, der in keiner Silbe von mir stammt. Womöglich, weil Du Roderichs Haltung im Kopf hast? Oder bist Du letzten Endes doch von der Sorte, die beim geringsten Widerstand gegen ihre festgefahrene Weltanschauung, umgehend "Bevormundung" schreit? Dann begibst Du Dich freilich leichtfertig in die berühmt-berüchtigte, selbsterklärte Opferrolle im Angesicht einer vorgeblichen Übermacht. Ich sprach nie von müssen, sollen oder nicht (mehr) dürfen, von Vorgaben oder gar Zwängen. Wohl aber von Perspektiven und Sichtweisen, vom Blick über den eigenen Horizont hinaus, vom Aufbrechen von Konventionen ja, jedoch um der Zukunft und Progression willen, nicht im Interesse kulturimperialistischer Ambitionen. Ich sprach von Schattenwürfen, Kehrseiten und der anderen Wahrheit, die im Angesicht rigider Normvorstellung umso bedeutsamer werden. Du bist derjenige, der hier arrogant und anmaßend auftritt, indem Du eine fixe Ordnung der Dinge voraussetzt, der sich in einem 'wir' und 'ihr' Konflikt verrennt und festsetzt, der sich verzweifelt über Gegensätze zu definieren müssen meint, einem unmissverständlich zu verortenden richtig oder falsch.
Mir ging es darum, dass man dogmatischen, orthodoxen Wertvorstellungen vorbeugen muss, ein Kino, dass in dieser Form droht einfache Fragen auf komplexe Antworten zu geben und daraus geboren ein gefährliches Bewusstsein weckt, muss gerade an der Stelle, wo sich das Publikum in zu großer Sicherheit wiegt und meint, alles gehe seinen gewohnten, abgesicherten, normativen Gang, Zweifel wecken, hinterfragen, zum Mitdenken anregen und aus der süßlich-beschwichtigten Lethargie reißen. Nicht, weil man alle Antworten kennt, alle Wahrheit für sich gepachtet hat, sondern, weil die Welt, selbst die Kinowelt, niemals so einfach ist und niemals derartig einfache Antworten liefern kann und darf. Niemals habe ich von einer allwissenden, unfehlbaren Über-Instanz gesprochen, die dogmatische Gesetze vorgibt. Ganz im Gegenteil sprach ich von einem regen Geist, den es zu stimulieren und nicht einzulullen gilt. Das gilt für diese Art von Film, Serie oder Kino gleichermaßen. Kritiklos sollte man das gewiss nicht hinnehmen.

Darum nochmal:
deine These, dass man gern etablierte Sehgewohnheiten aufbrechen müsse, weil der Konsument gar nicht weiß was er verpasst


Das habe ich nie gesagt, das ist nicht meine These und Deine gesamte Argumentation ist in dieser Hinsicht komplett in die Irre geraten.

Wie oben bereits erwähnt, niemand hat was gegen neue Geschichten und Figuren. Was aktuell vielen bitter aufstößt, ist die Tatsache, dass hier bekannte Figuren und Geschichten verändert werden. Es geht also vorrangig um aktuelle Beispiele, wie "HdR", und "Ariel", oder die oben beschriebene TV Serie, also bekannte Stoffe. Mir ist keine ähnliche aktuelle Diskussion bekannt, die sich gegen eine neue Geschichte wendet.


Da ist Deine Sichtweise allerdings arg begrenzt, denn diese Diskussionen gab es schon immer. Gewagte Neuinterpretationen, ein Remake, eine angebliche Fehlbesetzung, jede Form der Herausforderung bestehender, erstarrter Zustände oder einer vermeintlichen Ordnung dessen, wie etwas auszusehen hat, weil man es kennt und sich in der althergebrachten Ausprägung wohlfühlt oder glaubt wohlzufühlen, hat auf die ein oder andere Art Widerstand heraufbeschworen. Man denke beispielsweise an Romy Schneiders Rollenauswahl nach ihrer Sissi-Zeit. Freilich sind die Wellen, welche diese Diskussionen schlagen, nicht immer vom selben Ausmaß oder wir nehmen sie heute in Zeiten von Social Media bloß anders wahr. Es bleibt die Aussage bestehen, dass die Menschen sich lieber dem zuwenden, was sie kennen, was wohlige Assoziation und Gefühle der Sicherheit, sogar Geborgenheit bei ihnen weckt. Darum haben es neue Geschichten und Figuren zu jeder Zeit schwer.

Nein, Ideologie, also Weltanschauungen, Grundeinstellungen und Wertungen, sind offensichtlich die Triebfeder hinter "Diversion and Inclusion Playbooks" von Amazon & Co. Wären ausschließlich monetär- wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund, würde man nicht krampfhaft versuchen, Rollen nach Quote (Geschlecht, Sexualität und Hautfarbe) zu besetzen, sondern rein nach Beleibtheit/ Eignung und damit nach den Wünschen einer breiten Zielgruppe


Nein, die sind weitaus weniger ideologisch geprägt, als gerne behauptet wird. Siehe Disney und die 'Don't say gay'-Kontroverse. Das sind Konzerne, die ihr Fähnchen nach dem Wind drehen, womöglich finden sich darunter durchaus ideologisch veranlagte Filmemacher und Kreative, eine einheitliche ideologische Stoßrichtung gibt es hier hingegen nicht. Zu chaotisch, zu uneinheitlich, inhaltlich zu mager und von zu schwacher Aussagekraft sind dafür die Produkte, die hieraus erwachsen sind. Darum ließ sich ein Film wie 'Black Panther' etwa problemlos von beiden Seiten des politischen Spektrums vereinnahmen, weil hinter der gesamten aufgesetzten Fassade kein ideologischer Sinngehalt steckte. Darum werden gedankenlos Hautfarbe und Gender getauscht, nicht, weil es die Ideologie vorgibt, sondern der Markt, die Zuschauerakzeptanz. Und wenn es bloß um den Shitstorm geht, das sollte man nie vergessen: Vermarktung richtet sich heutzutage nicht mehr zwangläufig nach der positiven Reaktion. Zumal:
Ganz nebenbei, deine These, dass man gern etablierte Sehgewohnheiten aufbrechen müsse, weil der Konsument gar nicht weiß was er verpasst, dürfte ebenfalls mit einem erheblichen finanziellen Risiko verbunden sein. Auch das stärkt meine Ansicht, einer hauptsächlich von Ideologie getriebenen Produktion.

Ich gehe davon aus, da Du hierbei immer noch Deinem Wortlaut folgst, nicht meinem, dass Du mit "etablierte Sehgewohnheiten aufbrachen" die Besetzungsstrategie nach Gender und Quoten meinst. Nun, exakt das ist es, was sie machen. Und ganz gewiss nicht aus kreativen Wagemut und progressiven Ehrgeiz, davon ist nichts zu merken, sondern, weil es sich eben rechnet. Nicht ideologisch, sondern finanziell. Zumindest scheint man das in der Buchhaltung zu glauben.

Und nochmal: ich stehe all dem sehr wohl kritisch gegenüber. Was nicht bedeutet, dass ich mich automatisch hinreißen lasse, von Bevormundung und Zwang zu sprechen, ebenso wenig zur grundsätzlichen Affirmation des Trends neige. Nehmen wir die Serie hier als Beispiel, wo sich die Umbesetzung durchaus historisch begründen lässt. Probleme sehe, wie gesagt woanders, abhängig vom fertigen Produkt. Was mich hier zum Schreiben angetrieben hat, ist die vorherrschende Meinung, hier nicht abweichen zu dürfen. Dafür gibt es keinen Grund, außer Gewohnheit, weil wir es so kennen, muss es so bleiben. Nein, muss es nicht und sollte es nicht. Interpretationen und andere Sichtweisen sind wichtig, freilich nicht verbindend.

23.09.2022 07:01 Uhr - deNiro
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Was mich hier zum Schreiben angetrieben hat, ist die vorherrschende Meinung, hier nicht abweichen zu dürfen. Dafür gibt es keinen Grund, außer Gewohnheit, weil wir es so kennen, muss es so bleiben. Nein, muss es nicht und sollte es nicht. Interpretationen und andere Sichtweisen sind wichtig, freilich nicht verbindend.


Und dem hatte ich widersprochen. Es gibt keine generelle Ablehnung!! Es gibt kein generelles Nein gegenüber Neuinterpretationen. Es gibt keine Missbilligung gegenüber neuen Ideen per se. Es gibt eine Ablehnung gegen das plumpe Auswechseln, etablierter, beliebter Vorlagen (siehe Ariel) und Charaktere und/ oder Geschichten. Deshalb halte ich deine Aussage

die vorherrschende Meinung, hier nicht abweichen zu dürfen


für nicht stichhaltig und nicht belegbar.

Sollte ich dein

deswegen ist es zum Teil gerechtfertigt, ihnen bekannte Geschichten aus anderen Blickwinkeln zu präsentieren.


tatsächlich falsch verstanden haben, dann tut mir das leid. Auch wenn daraus kein Zwang/ Bevormundung resultiert, oder gemeint war, eine Rechtfertigung, Geschichten aus einer Intention (ob aus rein monetären oder ideologischen Gründen, sicher wohl nochmal eine gesonderte Diskussion) sehe ich nicht. Beides fragwürdige Gründe.
Änderungen aus rein kreativen, progressiven und innovativen Gründen, um "festgefahrene" Sehgewohnheiten aufzubrechen, halte ich dagegen ebenfalls für sinnvoll. Evtl. haben wir da tatsächlich aneinander vorbei geredet.

Aufschlußreiche Diskussion, die, wie ich denke, durchaus interessante Aspekte angesprochen hat.

23.09.2022 07:37 Uhr - Freak
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Danke an Euch beide für diese Diskussion - klingt komisch, ist aber ernst gemeint.
Es tut wahrlich gut, mal wieder eine richtige Diskussion (die auf beiden Seiten ausführlich versucht den eigenen Standpunkt zu erklären) zu einem doch ziemlich aktuellen Thema gerade im Film- und Serienbereich mitzulesen. (Inklusive der Bereitschaft, eventuelle Missverständnisse zu beseitigen und aufzuklären)
Ist hier leider extrem selten geworden.

23.09.2022 10:25 Uhr - MrCreazil
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23.09.2022 07:01 Uhr schrieb deNiro
Und dem hatte ich widersprochen. Es gibt keine generelle Ablehnung!! Es gibt kein generelles Nein gegenüber Neuinterpretationen. Es gibt keine Missbilligung gegenüber neuen Ideen per se.


Nein, generell ist das bestimmt nicht und Ablehnung oder Missbilligung sind wahrscheinlich zu starke Worte. Ausschlaggebend ist die Wahl zwischen dem Bekannten und dem Neuen und da wird ein Großteil des Publikum, der Teil, der übermäßig wahrgenommen wird, zum Bekannten greifen. Das wollte ich nur sagen.

Ansonsten haben wir wohl wirklich aneinander vorbeigeredet, denn wir sind uns denke ich darin einig, dass wir ideologische und rein monetäre Beweggründe sehr, sehr kritisch sehen.

Danke für die Diskussion! :)

23.09.2022 22:08 Uhr - cecil b
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Interessiert ihr euch eigentlich auch für Filme, die von der Army zwecks Manipulation finanziell unterstützt worden sind? ;) https://www.spiegel.de/geschichte/top-gun-mit-tom-cruise-wie-hollywood-militaers-gluecklich-macht-a-1091570.html

Ich möchte aber keine Diskussion losbrechen, sondern nur die Gedanken anregen.

Einige amerikanische Klassiker sind so, wie sie sind, weil sie eine politische Funktion haben sollten.

Es ist gut, das zu wissen, und reflektieren zu können, aber man kann diese Filme trotzdem mögen.

Ich bin, wer ich bin. Und wenn Serien und Filme jetzt mehr unterschiedliche Facetten der Gesellschaft zeigen, bin ich das immer noch. :)


24.09.2022 00:02 Uhr - MrCreazil
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Ach, die Manipulation und Finanzierung von Filmen durch das US-Militär ist ja geradezu ein alter Hut, einer der ältesten Missstände der Traumfabrik. Dem entsprechend hatte ich zwar großen Spaß an 'Maverick', das kritische Denken habe ich hingegen an der Kinokasse nicht aufgegeben, hege nach wie vor Bedenken, ob es vertretbar ist, so einen Film in dieser Zeit veröffentlicht zu wissen. Wobei ich auch 'Maverick' keinen sonderlich ergiebigen ideologischen Unterbau unterstellen möchte, der umschifft das zugunsten des Spaßfaktors recht manierlich. Gäbe es das Spread Eagle-Publikum nicht, würde ich 'Maverick' tatsächlich allein an seinem Unterhaltungswert messen.

24.09.2022 11:34 Uhr - cecil b
1x
Moderator
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Das weiß (fast) jeder. Darum geht es mir ja auch.

Dass Kunst aufgrund politischer und gesellschaftlicher Manipulationen verändert wird, ist ein alter Hut.

Top Gun ist ganz oben auf der Liste, der Filme, die 'angepasst' worden sind.

Die Manipulation hat sich zum Teil nur verändert. Was doch aber nicht automatisch dazu führt, dass dadurch Menschen verändert werden. Und das Ziel der Manipulation ist nur das, was man daraus macht.

Diese 'gute alte Zeit,' steckt voller Schemata, jetzt gibt es neue.

Im Interview mit Jörg Buttgereit war diese Veränderung auch Thema.

Es kommt einfach darauf an, was man guckt, und wie man damit umgeht.


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