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Veröffentlicht am von Blade41

Keine Filme mit FSK-Freigabe ab 18 Jahren mehr rund um die Uhr in der Tele 5-Mediathek

Bisher stellte der TV-Sender Tele 5 eine Auswahl seiner Filme nach der Ausstrahlung für eine gewisse Zeit in der eigenen Mediathek zum anschauen zur Verfügung. Diese Filme waren dann rund um die Uhr verfügbar, was auch Filme mit einer FSK-Freigabe "ab 18 Jahren" inkludierte. Das wird aber zukünftig nicht mehr der Fall sein, zumindest bei den 18er-Titeln.

Denn weil man in der Mediathek auch Eli Roths blutigen Kannibalenschocker The Green Inferno zu jeder Tageszeit gucken konnte, beschwerten sich wohl zahlreiche Zuschauer beim Sender. Das nahm Tele 5 nun zum Anlass diese Praxis zu ändern. So werden zukünftig alle Titel mit 18er-FSK-Freigabe nur noch im Zeitraum von 23 Uhr bis 6 Uhr abrufbar sein. Laut Geschäftsführer Kai Blasberg verzichtet der Sender wegen des Jugendschutzes auf eine nicht geringe Einnahmequelle.

Quelle: DWDL
Mehr zu:

The Green Inferno

(OT: Green Inferno, The, 2013)
Schnittbericht:

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Kommentare

06.11.2019 00:17 Uhr - Der Dicke
1x
SB.com-Autor
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Nanu? Ich dachte, das wäre schon längst so.

06.11.2019 00:23 Uhr - Knochentrocken
3x
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Keine Filme mit FSK-Freigabe ab 18 Jahren mehr ZENSIERT - FSK-Regelungen geändert, alles ab FSK 18 ab sofort 100% uncut, Indizierung und Beschlagnahmen nur noch für Kinderpornographie, Snuff etc. pp....

DAS wäre mal 'ne News!

Dachte auch beim lesen, der ersten paar Worte, dass die FSK und Jugendschutz- (hust hust) Regelungen mal geändert worden und die netten Damen und Herren endlich im Jahr 2019 angekommen sind.

Schade.

06.11.2019 00:33 Uhr - Rigolax
2x
Rechtlich dürften sie es übrigens wohl, solange sie die Mediathek/Website mit einem Alters-Label ("age-de.xml") versehen, das von JusProg, einer anerkannten Jugendschutzsoftware, ausgelesen werden kann, siehe § 5 Abs. 3 JMStV.

06.11.2019 00:37 Uhr - Ralle87
3x
Mal davon abgesehen, dass das wg. des Jugendschutzes natürlich nachvollziehbar ist, würde ich mir wünschen auch so viel Zeit zu haben um mich über das/die Programm/Ausstrahlungszeiten einer Mediathek zu beschweren.

06.11.2019 00:49 Uhr - Kable Tillman
14x
DB-Helfer
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beschwerten sich wohl zahlreiche Zuschauer beim Sender


Ups, ihr habt Arschlöcher falsch geschrieben.

06.11.2019 01:00 Uhr - Carno
Ist das Schwachsinn oder ist das wahr?

Immerhin blieb es bei einer Regelung im zeitlichen Rahmen.
Dabei wäre alternativ ein verifizierendes Anmeldeverfahren in deren Mediathek doch irgendwie angenehmer gewesen, um weiterhin Tageszeit-Uneingeschränkt FSK18 Ware konsumieren zu können... Also, bei Bedarf versteht sich.

06.11.2019 02:19 Uhr - Pasadena
3x
Der ist in Italien ab 14, was soll diese Aufregung? :D


06.11.2019 05:08 Uhr - KKinski
8x
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06.11.2019 02:19 Uhr schrieb Pasadena
Der ist in Italien ab 14, was soll diese Aufregung? :D


Der ist in Deutschland ab 18, was soll dieser Post? :D

06.11.2019 06:01 Uhr - 666
14x
So lange Pornhub mittags funktioniert, ist doch alles in Ordnung. Dann sind auch die CSU Wähler glücklich.

06.11.2019 09:39 Uhr - OllO
1x
06.11.2019 00:17 Uhr schrieb Der Dicke
Nanu? Ich dachte, das wäre schon längst so.


Das war bei der Tele5 Mediathek bisher auch schon immer so, dass 18er Filme eine Sperre haben, dass man sie nur zwischen 23-6 Uhr gucken kann. Zumindest größtenteils, ein paar Ausnahmen gab es wohl bei denen ich mich gewundert habe, wieso das nicht einheitlich ist, aber im Grunde ändert sich nichts. Der Toxic Avenger ist allerdings nicht mehr unter der Schlefaz-Reihe zu finden oder gab es den nur in der aktuellen Woche? Wieso wird Green Inferno denn gar nicht mehr gelistet, der lief doch erst kürzlich oder?

06.11.2019 09:55 Uhr - Der DVD Sammler
1x
DB-Helfer
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Toxic gab es nur für ein bar Tage. Unter dem Filmtitel steht auch immer wie lange Tele 5 Online die Rechte hat und der Film verfügbar ist. Wird sicher auch so bei Green Inferno sein. Aktuell kann man auch The Demon Hunter sehen und das nur bis 8.11.2019.

06.11.2019 12:01 Uhr - motör
Also so doll scheint diese Sperre nicht zu funzen. The Demon Hunter läuft aktuell bei mir im Stream.

06.11.2019 13:02 Uhr - Cinema(rkus)
2x
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666
Kannst Du mir die Causal-Kette : mittags * pornohub * CSU - Wähler * glücklich erklären ? Mich erschließt sich dieser Kommentar nicht so wirklich, auch wenn er bereits 5 mal "geliked" wurde.
Allgemein: Gäbe es keine CSU-Wähler, gäbe es kein CSU (mittlerweile ja mit-)geführtes Bundesland Bayern. Dann sähe es aber beim Finanzausgleich der Länder oftmals für - ach so offene, in schillernden Farben geführte - andere Bundesländer zappenduster aus. Ohne Finanzspritze aus Bayern würden diese Länder von der Deutschen Landkarte sehr schnell weg.....- ähmmmm...absaufen. Könnten ja dann evtl. Hilfe aus dem Ausland beantragen ?
Evtl. meintest Du aber auch Deinen Kommentar einfach nur witzig ? Das ist das Problem bei geschriebenen Worten. Man erkennt - im Gegensatz zu Angesicht zu Angesicht - nicht den Tonfall der Stimme, die Gestik, die Mimik.
Dann sieh bitte meine Gegenantwort auch nicht so (bier-)ernst.

06.11.2019 14:27 Uhr - MatMax2015
Wollte vor 23 Uhr den originalen Funny Games in der Mediathek sehen, da war auch schon die Sperre.

06.11.2019 14:44 Uhr - 666
@Cinema(rkus):
Smilie übersehen? Witz! kennste kennste?

06.11.2019 14:51 Uhr - omajohn
4x
also statt auf die csu zu schimpfen würde ich lieber auf die grünen zeigen die jeden menschen versuchen in eine form zu drücken die einfach nicht passt und nie passen wird...zum thema...beim satz zuschauer war ich bisle verwundert. dachte tele 5 hat keine zuschauer :)

gut ich schau auch 1-2 stunden im monat tele 5 aber der sender ist jetzt nicht besonders gut

06.11.2019 17:25 Uhr - Mr.Tourette
7x
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06.11.2019 13:02 Uhr schrieb Cinema(rkus)
666
Kannst Du mir die Causal-Kette : mittags * pornohub * CSU - Wähler * glücklich erklären ? Mich erschließt sich dieser Kommentar nicht so wirklich, auch wenn er bereits 5 mal "geliked" wurde.


Ich versuch mal die sarkastische Kausalkette zu erklären: Die konservativen (weltweiten) Wähler, die gerne vor den moralischen Türen anderer kehren, haben oft die meisten Leichen des Anstandes in ihren eigenen Kellern.




06.11.2019 17:35 Uhr - Darth Avasarala
2x
Ich vermute mal, das sind die ersten Ausläufer der Medienkonvergenz-Regel, die demnächst das gesamt deutsche Online-Angebot mit Unterwerfung unter die FSK- und Jugendschutzregeln überziehen wird.

Ich frage mich, wer zwischen 23 und 6 Uhr diese Streaming-Angebote nutzen soll. Die Hartz IV-Empfänger, die seit gestern keine Konsequenzen mehr zu fürchten haben, wenn sie sich am nächsten Tag nicht um eine Arbeitsstelle bewerben? *ironie*

Bei einer traditionellen Ausstrahlung macht das Ganze ja noch irgendwie Sinn, da Erwachsene die Filme aufnehmen und tagsüber anschauen konnten.

Nur weil man über 18 ist, heißt das doch nicht, dass man mal eben Nachts irgendwelche Filme anschauen kann, wenn die lieben kleinen im Bett sind!

06.11.2019 17:40 Uhr - Darth Avasarala
4x
06.11.2019 14:51 Uhr schrieb omajohn
also statt auf die csu zu schimpfen würde ich lieber auf die grünen zeigen die jeden menschen versuchen in eine form zu drücken die einfach nicht passt und nie passen wird...


Nun ja, derzeit ist es die AfD in NRW, die undurchlässige Porno-Filter fordert, bei der Erwachsene ihre Ausweisdaten hinterlassen müssten. Auf die Frage nach dem Datenschutz konterte die Vertreterin der Partei: Jugendschutz geht vor!

Die Grünen mögen in anderen Bereichen an Verboten basteln, im Medienbereich ganz sicher nicht... mit FDP und Grünen in einer Bundesregierung wäre der irrsinnig überzogene Jugendmedienschutz schon lange Geschichte.

06.11.2019 17:48 Uhr - Darth Avasarala
4x
06.11.2019 05:08 Uhr schrieb KKinski
06.11.2019 02:19 Uhr schrieb Pasadena
Der ist in Italien ab 14, was soll diese Aufregung? :D


Der ist in Deutschland ab 18, was soll dieser Post? :D


Pasadena hat im Kern völlig recht. Die unterschiedliche Beurteilung von Filmen in europäischen Ländern belegt einwandfrei, dass es keine objektiven Kriterien gibt und daher jeder verbindliche Jugendschutz mit Altersstufen nur ungerecht und sachlich falsch sein kann. Empfindliche Personen werden noch mit 19 überfordert sein, Frühentwickler stecken mit 12 alles weg. Man kann jede Altersfreigabe irgendwie begründen. Aber warum überhaupt?

Hochriskante Themen wie Sex, Religion und Strafrecht werden ab 14 mit Mündigkeit versehen! Tatsächlich massiv entwicklungsbeeinträchtigender Konsum von Süßigkeiten, Softdrinks, Fast Food oder Energy Drinks werden vom Jugendschutz trotz objektiver Gefährdung eines Drittels der Alterskohorte erst einmal gar nicht erfasst, Konsum ohne Elternkontrolle ist selbstverständlich! Selbst bei Tattoos entscheiden letzten Endes Eltern und Artists gemeinsam ohne staatliche Vorgaben.

Wenn überhaupt macht ein Kategorien-System wie in Hong Kong mit Stufen I, IIA, IIB und III Sinn, ohne feste Altersangaben aber mit konkreten Informationen für Eltern UND Jugendliche als Entscheidungsgrundlage. Alles andere hebt sich doch komplett auf, wenn man die EU-weiten Vorgaben ansieht. Warum soll ausgerechnet Deutschland Recht haben???

Starre Altersvorgaben ignorieren Veranlagung und Charakter der Kids, Elterneinfluss, soziale Faktoren, Peer Group, Vorerfahrungen und weltanschauliche Grundfragen erheblich. Das Alter spielt nur als einer von vielen Aspekten eine untergeordnete Rolle. Aber ausgerechnet im Medienbereich wird hier mit einer unnachgibigen, gnadenlosen Giftigkeit weiter so getan, als würde man mit 15 durch ES oder Star Trek Discovery zum Massenmörder mutieren...

06.11.2019 18:17 Uhr - Cinema(rkus)
5x
User-Level von Cinema(rkus) 1
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Darth Avasarala

Zu Deiner Einlassung, dass mit "Grünen" in der Bundesregierung der überzogene Jugend-Medien-Schutz nicht dieses Ausmaß hätte, fällt mir spontan folgendes ein:

…….hoffentlich würden dabei aber "Die Grünen" nicht wieder in ein Meinungsfeld abrutschen, wo Sex mit Kindern nicht gar so verpönt war. Gibt ja da viele interessante Artikel und Berichte, welche Einstellung so manches "grüne" Parteimitglied früher zu dem Themenkomplex Sex mit Kindern hatte....

06.11.2019 21:35 Uhr - mercury666
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06.11.2019 14:27 Uhr schrieb MatMax2015
Wollte vor 23 Uhr den originalen Funny Games in der Mediathek sehen, da war auch schon die Sperre.

Da lob ich mir den Arthouse-Streamingdienst "mubi". Im Rahmen eines Michael Haneke Specials war "Funny Games" letztens im Programm und rund um die Uhr 30 Tage lang abrufbar.

06.11.2019 22:30 Uhr - Ralle87
06.11.2019 06:01 Uhr schrieb 666
So lange Pornhub mittags funktioniert, ist doch alles in Ordnung. Dann sind auch die CSU Wähler glücklich.


So is es. Perfekte Antwort.

06.11.2019 22:34 Uhr - Ralle87
1x
06.11.2019 13:02 Uhr schrieb Cinema(rkus)
666
Kannst Du mir die Causal-Kette : mittags * pornohub * CSU - Wähler * glücklich erklären ? Mich erschließt sich dieser Kommentar nicht so wirklich, auch wenn er bereits 5 mal "geliked" wurde.
Allgemein: Gäbe es keine CSU-Wähler, gäbe es kein CSU (mittlerweile ja mit-)geführtes Bundesland Bayern. Dann sähe es aber beim Finanzausgleich der Länder oftmals für - ach so offene, in schillernden Farben geführte - andere Bundesländer zappenduster aus. Ohne Finanzspritze aus Bayern würden diese Länder von der Deutschen Landkarte sehr schnell weg.....- ähmmmm...absaufen. Könnten ja dann evtl. Hilfe aus dem Ausland beantragen ?
Evtl. meintest Du aber auch Deinen Kommentar einfach nur witzig ? Das ist das Problem bei geschriebenen Worten. Man erkennt - im Gegensatz zu Angesicht zu Angesicht - nicht den Tonfall der Stimme, die Gestik, die Mimik.
Dann sieh bitte meine Gegenantwort auch nicht so (bier-)ernst.


Dann solltest du aber auch erwähnen, dass Bayern die meisten staatlichen Subventionen bekommt. Oder das Schmarotzerbetriebe wie z.B. Siemens Jahre lang mehr Subventionen kassiert haben als Steuern gezahlt.
Super Duper Bavaria.

07.11.2019 04:55 Uhr - KKinski
2x
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Erfahrungspunkte von KKinski 24
06.11.2019 17:48 Uhr schrieb Darth Avasarala
06.11.2019 05:08 Uhr schrieb KKinski
06.11.2019 02:19 Uhr schrieb Pasadena
Der ist in Italien ab 14, was soll diese Aufregung? :D


Der ist in Deutschland ab 18, was soll dieser Post? :D


Pasadena hat im Kern völlig recht. Die unterschiedliche Beurteilung von Filmen in europäischen Ländern belegt einwandfrei, dass es keine objektiven Kriterien gibt und daher jeder verbindliche Jugendschutz mit Altersstufen nur ungerecht und sachlich falsch sein kann. Empfindliche Personen werden noch mit 19 überfordert sein, Frühentwickler stecken mit 12 alles weg. Man kann jede Altersfreigabe irgendwie begründen. Aber warum überhaupt?

Hochriskante Themen wie Sex, Religion und Strafrecht werden ab 14 mit Mündigkeit versehen! Tatsächlich massiv entwicklungsbeeinträchtigender Konsum von Süßigkeiten, Softdrinks, Fast Food oder Energy Drinks werden vom Jugendschutz trotz objektiver Gefährdung eines Drittels der Alterskohorte erst einmal gar nicht erfasst, Konsum ohne Elternkontrolle ist selbstverständlich! Selbst bei Tattoos entscheiden letzten Endes Eltern und Artists gemeinsam ohne staatliche Vorgaben.

Wenn überhaupt macht ein Kategorien-System wie in Hong Kong mit Stufen I, IIA, IIB und III Sinn, ohne feste Altersangaben aber mit konkreten Informationen für Eltern UND Jugendliche als Entscheidungsgrundlage. Alles andere hebt sich doch komplett auf, wenn man die EU-weiten Vorgaben ansieht. Warum soll ausgerechnet Deutschland Recht haben???

Starre Altersvorgaben ignorieren Veranlagung und Charakter der Kids, Elterneinfluss, soziale Faktoren, Peer Group, Vorerfahrungen und weltanschauliche Grundfragen erheblich. Das Alter spielt nur als einer von vielen Aspekten eine untergeordnete Rolle. Aber ausgerechnet im Medienbereich wird hier mit einer unnachgibigen, gnadenlosen Giftigkeit weiter so getan, als würde man mit 15 durch ES oder Star Trek Discovery zum Massenmörder mutieren...

Hast du Kinder? Falls ja, sind sie schulpflichtig? Falls auch ja, dann befasse dich mit dem Medienkonsum ihrer Mitschüler. Du wirst sofort für strengere Regeln sein. Glaub mir, bevor ich Kinder hatte, habe ich auch anders gedacht. Und noch etwas, bevor Du hier das nächste Mal so einen Roman zu dem Thema reinhaust, befass dich auch mal mit dem Sinn des Altersfreigabesystems in Deutschland. Gewaltdarstellungen und sexuelle Handlungen werden nicht immer gleich gewertet. Es kommt immer darauf an. Gerade den Film hier, wollte ich nicht, dass ihn meine Kinder sehen. Bei einem Antikriegsfilm mit dem gleichen Gewaltgrad wäre das vielleicht was anderes. Ein Film über den Nationalsozialismus dürften sie sich ebenfalls ansehen, der wäre trotz Härten auch ab 12.

07.11.2019 14:35 Uhr - Rigolax
1x
07.11.2019 04:55 Uhr schrieb KKinski (...)


Lies mal seine sonstigen Kommentare, er erwähnte schon ein paar Mal, dass er Lehrer sei, und deshalb aus erster Hand wisse, was Kinder konsumieren, über was sie sich unterhalten.

Auch kann sein, und es ist per se nicht verwerflich, dass man einen neutralen-sachlichen Blick verliert, sobald man selbst Kinder hätte, also übermäßig besorgt wird. Das gilt ferner auch allgemein für Erzieher/Pädagogen, die naturgemäß vielleicht lieber zu viel als zu wenig Jugendschutz wollen und dann emotional appellieren. Die Mehrheitsgesellschaft muss dann allerdings intervenieren und Sachlichkeit einfordern.

Zudem war deine Eingangsaussage, sorry, reichlich dämlich, so pauschal die Freigabe in Deutschland höher zu schätzen als die in Italien. Warum? Ist der deutsche Jugendschutz denn etwa "intelligenter" als der italienische oder französische (und komplett Rest-(EU)-europäische, siehe Thema Indizierung)? Das wirkt auf mich schon wie eine Form des irrationalen Jugendmedienschutzpatriotismus. Leider sind deutsche "Jugendschützer"/-Institutionen darauf auch noch teils stolz, wenn weltweit Veröffentlichungen an die deutschen Standards angepasst werden (vor allem im Spielebereich); also in gewisser Weise ist das hier kein Privatphänomen.

07.11.2019 17:47 Uhr - KKinski
1x
User-Level von KKinski 1
Erfahrungspunkte von KKinski 24
07.11.2019 14:35 Uhr schrieb Rigolax
07.11.2019 04:55 Uhr schrieb KKinski (...)


Lies mal seine sonstigen Kommentare, er erwähnte schon ein paar Mal, dass er Lehrer sei, und deshalb aus erster Hand wisse, was Kinder konsumieren, über was sie sich unterhalten.

Auch kann sein, und es ist per se nicht verwerflich, dass man einen neutralen-sachlichen Blick verliert, sobald man selbst Kinder hätte, also übermäßig besorgt wird. Das gilt ferner auch allgemein für Erzieher/Pädagogen, die naturgemäß vielleicht lieber zu viel als zu wenig Jugendschutz wollen und dann emotional appellieren. Die Mehrheitsgesellschaft muss dann allerdings intervenieren und Sachlichkeit einfordern.

Zudem war deine Eingangsaussage, sorry, reichlich dämlich, so pauschal die Freigabe in Deutschland höher zu schätzen als die in Italien. Warum? Ist der deutsche Jugendschutz denn etwa "intelligenter" als der italienische oder französische (und komplett Rest-(EU)-europäische, siehe Thema Indizierung)? Das wirkt auf mich schon wie eine Form des irrationalen Jugendmedienschutzpatriotismus. Leider sind deutsche "Jugendschützer"/-Institutionen darauf auch noch teils stolz, wenn weltweit Veröffentlichungen an die deutschen Standards angepasst werden (vor allem im Spielebereich); also in gewisser Weise ist das hier kein Privatphänomen.

Es ist sorry, reichlich dämlich von einem Einzeiler, der einen Fakt benannt hat auf eine Grundhaltung zu schließen. Jugendschutz ist übrigens immer irrational. Es gibt Länder, da sind die Regeln deutlich strenger. Siehe Australien. Bei den Amis ist eine nackte Brust oder drei Fucks der Untergang der Jugend. Was soll’s, jedes Land hat eigene Regeln. Außerdem bin ich was das Thema angeht nicht übermäßig besorgt. Ich sehe das noch recht lax, aber ich sehe auch, dass nicht jedes Kind tickt, wie meiner. Er hatte in der ersten Klasse Schulkameraden, die Call of Duty gespielt haben. Das Ergebnis ist entsprechend. Die Kinder, die die Einser schreiben, haben kein Handy, keinen freien Zugang zu Papis Videosammlung und haben auch schon mal ein Museum von innen gesehen.

07.11.2019 20:22 Uhr - Rigolax
1x
07.11.2019 17:47 Uhr schrieb KKinski
Es ist sorry, reichlich dämlich von einem Einzeiler, der einen Fakt benannt hat auf eine Grundhaltung zu schließen. Jugendschutz ist übrigens immer irrational. Es gibt Länder, da sind die Regeln deutlich strenger. Siehe Australien. Bei den Amis ist eine nackte Brust oder drei Fucks der Untergang der Jugend. Was soll’s, jedes Land hat eigene Regeln. Außerdem bin ich was das Thema angeht nicht übermäßig besorgt. Ich sehe das noch recht lax, aber ich sehe auch, dass nicht jedes Kind tickt, wie meiner. Er hatte in der ersten Klasse Schulkameraden, die Call of Duty gespielt haben. Das Ergebnis ist entsprechend. Die Kinder, die die Einser schreiben, haben kein Handy, keinen freien Zugang zu Papis Videosammlung und haben auch schon mal ein Museum von innen gesehen.


Na ja, einen Fakt benennen...warum tut man das denn, wenn man damit nicht etwas Generelles aussagen will? Aber ja, Jugendschutz ist immer irrational. Damit ist tatsächlich vieles gesagt.

Dass du nun doch gar nicht so besorgt seist, ist aber auch eher eine Rolle rückwärts.

Zum letzten Satz: Lieber mal nicht Korrelation und Kausalität verwechseln. Entsprechende Kinder kommen vermutlich schlicht aus bildungsnäheren Familien und erhalten mehr Förderung von ihren Eltern, andere Erwartungshaltung, Selbstwirksamkeitserwartung und so weiter.

07.11.2019 21:41 Uhr - Der Dicke
2x
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07.11.2019 20:22 Uhr schrieb Rigolax
Es ist sorry, Lieber mal nicht Korrelation und Kausalität verwechseln. Entsprechende Kinder kommen vermutlich schlicht aus bildungsnäheren Familien und erhalten mehr Förderung von ihren Eltern, andere Erwartungshaltung, Selbstwirksamkeitserwartung und so weiter.


Ich denke, darauf wollte er hinaus. Welcher Erstklässler kommt schon von allein auf die Idee, heute gehe ich mal ins Museum?

07.11.2019 22:00 Uhr - Darth Avasarala
07.11.2019 04:55 Uhr schrieb KKinski

Hast du Kinder? Falls ja, sind sie schulpflichtig? Falls auch ja, dann befasse dich mit dem Medienkonsum ihrer Mitschüler. Du wirst sofort für strengere Regeln sein. Glaub mir, bevor ich Kinder hatte, habe ich auch anders gedacht. Und noch etwas, bevor Du hier das nächste Mal so einen Roman zu dem Thema reinhaust, befass dich auch mal mit dem Sinn des Altersfreigabesystems in Deutschland. Gewaltdarstellungen und sexuelle Handlungen werden nicht immer gleich gewertet. Es kommt immer darauf an. Gerade den Film hier, wollte ich nicht, dass ihn meine Kinder sehen. Bei einem Antikriegsfilm mit dem gleichen Gewaltgrad wäre das vielleicht was anderes. Ein Film über den Nationalsozialismus dürften sie sich ebenfalls ansehen, der wäre trotz Härten auch ab 12.


Nein, ich habe selbst keine Kinder, aber wie Rigolax bereits erwähnt hat, arbeite ich tatsächlich als Lehrer und habe somit einen sehr umfassenden Eindruck davon, was 11-17jährige so ansehen.

Ich habe seit 30 Monaten nicht viel anderes getan, als mich mit dem "Sinn" der Altersfreigaben in Deutschland zu beschäftigen, bin aber recht bald zu dem Ergebnis gekommen, dass sie eben - in ihrer heutigen Form - KEINEN Sinn haben.

Zum einen deshalb, weil es hanebüchen ist, dass zwar FSK 12-Filme im Kino ab 6 Jahren in Elternbegleitung gesehen werden dürfen, dann aber eine ellenlange Lücke bis 16 besteht. Da fehlt jegliche Progression.

Zum anderen deshalb, weil eben gerade der reale Medienkonsum dieser Altersgruppe doch belegt, dass diese "Inhalte" überwiegend zu keinen nennenswerten Entwicklungsbeeinträchtigungen führen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: insbesondere Schüler, die einen starken Fokus auf den Film- und Serienkonsum legen, fallen eben NICHT negativ durch Gewalt oder Motivationslosigkeit auf sondern gehören zu den freundlichsten, hilfsbereitesten, geistig gefestigsten und eifrigsten Schülern. Die größten Probleme verursachen antriebslose Kids ohne solch ein klar strukturiertes Hobby.

Reale Probleme verursachen Spielesucht (unabhängig von der Freigabe!) und vorallem You Tube-Zappen ohne Fokus im Verbund mit Reizüberflutung durch allgegenwärtige Smartphones. DAS führt aufgrund fehlender Konzentration auf einen Gegenstand zu Konzentrationsstörungen, Übermüdung und Motivationslosigkeit. Vergleichbares konnte ich unter den dezidierten Film- und TV-Geeks nicht im geringsten feststellen, auch wenn diese bereits sehr früh mit 16er und 18er-Filmen aufwuchsen.

Mag sein, dass es extreme Einzelfälle gibt, bei denen Verstörung, Verrühung und Nachahmungstendenzen auftreten, für den überwiegenden Teil dieser Alterskohorte gilt das nicht.
Und bei den Fällen, die ohnehin zu Problemen neigen, weil sie vernachlässigt werden oder selbst mit realer Gewalt in der Familie oder dem Umfeld aufwachsen, nützen FSK-Freigaben absolut nichts, da diese zuhause nur von den Eltern überwacht werden können.

Benachteiligt werden lediglich gut erzogene Filmfans, die mit ihren Eltern aktuelle 16er-Filme im Kino sehen wollen sowie das Kino als Medium an sich, das mehr und mehr hinter der digitalen Konkurrenz zurückfällt, insbesondere in Deutschland.

Außerdem vertrete ich die These, dass hohe FSK-Freigaben trotz ihrer weitgehenden Wirkungslosigkeit lediglich eine moralische Verunglimpfung darstellen, insbesondere deshalb, weil weitaus bedenklichere entwicklungsrelevante Aspekte entweder deutlich niedriger angesetzt werden (Sex, Religionsfreiheit, Strafmündigkeit, Alkohol in Elternbegleitung ab 14) oder gar keine Altersbeschränkung besitzen (Smartphones, Süßigkeiten, Fast Food, Energy Drinks, Tattoos uvm.) In so vielen Bereichen wird die Eltern- und Eigenverantwortung betont und herausgefordert, obwohl die Risiken gleichwertig oder höher liegen. Nur bei Filmen und TV-Serien findet dieser entmündigende Zirkus statt, der komplett an der Realität vorbeigeht!

Und dass geschichtliche Filme gegenüber Genreproduktionen bevorzugt werden finde ich ebenfalls unerträglich. Entweder es gibt objektive Kriterien für Jugendbeeinträchtugung oder nicht. Wenn diese für Filme über die Kreuzzüge oder die Nazi-Zeit hintangestellt werden ist das ein weiterer Beleg dafür, dass es keine objektivierbaren Aspekte gibt. Babylon Berlin ab 12, Star Trek Discovery und Rick & Morty ab 16!?! Geht's noch?

07.11.2019 22:14 Uhr - Darth Avasarala
07.11.2019 17:47 Uhr schrieb KKinski

Es ist sorry, reichlich dämlich von einem Einzeiler, der einen Fakt benannt hat auf eine Grundhaltung zu schließen. Jugendschutz ist übrigens immer irrational. Es gibt Länder, da sind die Regeln deutlich strenger. Siehe Australien. Bei den Amis ist eine nackte Brust oder drei Fucks der Untergang der Jugend. Was soll’s, jedes Land hat eigene Regeln. Außerdem bin ich was das Thema angeht nicht übermäßig besorgt. Ich sehe das noch recht lax, aber ich sehe auch, dass nicht jedes Kind tickt, wie meiner. Er hatte in der ersten Klasse Schulkameraden, die Call of Duty gespielt haben. Das Ergebnis ist entsprechend. Die Kinder, die die Einser schreiben, haben kein Handy, keinen freien Zugang zu Papis Videosammlung und haben auch schon mal ein Museum von innen gesehen.


Jugendschutz ist irrational. Das stimmt! Eben weil sich die ganzen internationalen Regeln gegenseitig aufheben und widersprechen. Das sehe ich allerdings nicht entspannt oder lax, es macht mich wütend, wenn es Filme und Serien betrifft, die mir etwas bedeuten.

Und wie schon oben erwähnt: ich kann diesen Eindruck NICHT bestätigen. Der Einserschüler ohne Handy und relativ freiem Medienkonsum ist mir noch nicht untergekommen. Es gibt "Zweierschüler" dieser Art: überbehütet und daher relativ unselbständig und unreif. Manche wachsen sogar ohne Fernseher auf und sind dann noch mit 17 völlig überfordert mit der Medienwelt. Die gehen sogar bei FSK 12-Filmen mit geschichtlichem Hintergrund noch aus dem Klassenzimmer! Das sind aber keine Einserschüler sondern bemühtes Mittelmaß...

Sicher kann man das nicht verallgemeinern, aber in der Tendenz sind die wirklich guten Schüler mit einem gesunden Mittel aufgewachsen, wobei sich Reife und Selbstständigkeit natürlich bedingen. Die MENGE des Medienkonsums wird reguliert (kein Fortnite-Zocken bis um 3 Uhr morgens, kein GoT-Bingen), aber die ART der Medien wird nicht so strikt reglementiert, schon gar nicht nach Altersfreigaben! Die wirklich soliden Schüler mit einem breiten Allgemeinwissen und Selbstvertrauen sind oft auch die größten Filmgeeks und stehen nicht unter der ideologischen Fuchtel der FSK.

Deshalb ärgert es mich ja gerade so, dass so getan wird, als hätten diese Filme eine entwicklungsbeeinträchtigende Wirkung als Regelfall. Diese Einschätzung ist einfach ehrenrührig, auch für Erwachsene!

07.11.2019 22:52 Uhr - Darth Avasarala
06.11.2019 18:17 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Darth Avasarala

Zu Deiner Einlassung, dass mit "Grünen" in der Bundesregierung der überzogene Jugend-Medien-Schutz nicht dieses Ausmaß hätte, fällt mir spontan folgendes ein:

…….hoffentlich würden dabei aber "Die Grünen" nicht wieder in ein Meinungsfeld abrutschen, wo Sex mit Kindern nicht gar so verpönt war. Gibt ja da viele interessante Artikel und Berichte, welche Einstellung so manches "grüne" Parteimitglied früher zu dem Themenkomplex Sex mit Kindern hatte....


Diese Äußerungen sind natürlich starker Tobak, aber zum Glück nicht Mehrheitsmeinung der Partei sondern Äußerungen Einzelner, vorallem aus den Anfangstagen dieser Partei.

Sex MIT Kindern ist so ziemlich das Widerwärtigste, das ich mir vorstellen kann. Ich stehe ja schon dem Thema Sex UNTER Jugendlichen ziemlich ablehnend gegenüber.
Auch deshalb, weil ich es nicht verstehen kann, dass das Schutzalter hierzulande 14 ist, die Hälfte aller Filme und zwei Drittel aller Genreserien hingegen ab 16 freigegeben werden. Das ist grotesk wenn man sich mal das Verantwortungsspektrum zu Gemüte führt: ungewollte Schwangerschaften, Krankheiten und der gesamte weltanschaulich-moralische Aspekt, um nur einige zu nennen.

Auch sollte erwähnt werden, dass es juristisch noch nicht einmal illegal ist, dass Erwachsene mit Jugendlichen ab 14 Jahren verkehren, soweit keine gerichtlich nachweisbare Ausnutzung einer Unreife vorliegt, sowie Ausnutzung einer Notlage oder eines Abhängigkeitsverhältnisses oder Geld im Spiel sind.

Anders als bei Genre-Filmen und Serien finde ich es übrigens auch schockierend, dass Kinder und Jugendliche so leicht an Pornografie kommen und der Erstkontakt durchschnittlich mit 12 Jahren erfolgt! Lediglich die Totalüberwachung aller Nutzer wie es die AfD vorschlägt, lehne ich ab. Das ganze ist ein unlösbares Problem, solange Pornografie ein gesellschaftlich breit akzeptiertes Phänomen ist.

Und das ist genau das Kernproblem des Jugendmedienschutzes: was gesellschaftlich akzeptiert wird lässt sich nicht vor Kindern und Jugendlichen verstecken. Bei Filmen und Serien kann ich das akzeptieren, bei der anderen Form der "Erwachsenenunterhaltung" finde ich es unerträglich. Aber das ist Ansichtssache.

Mein Problem damit ist einfach das: Spielfilme und Serien BESCHÄFTIGEN sich mit Grenzüberschreitungen, die Gewalt etc. ist künstlich inszeniert. Im anderen Fall IST das Medienerzeugnis selbst bereits die Grenzüberschreitung. Man kann eben nicht sagen: ist ja nur ein Film! Auch wenn das gerne von Befürwortern dieses "Genres" immer wieder behauptet wird.

07.11.2019 23:36 Uhr - Darth Avasarala
07.11.2019 04:55 Uhr schrieb KKinski

Hast du Kinder? Falls ja, sind sie schulpflichtig? Falls auch ja, dann befasse dich mit dem Medienkonsum ihrer Mitschüler. Du wirst sofort für strengere Regeln sein.


Es ist DIESER Satz, der mir jetzt schon seit Stunden nicht mehr aus dem Kopf geht. Er trifft nämlich genau das Problem, warum ich gegen die ohnehin schon strengen Regeln bin und ganz sicherlich nicht noch für "strengere"! Was sollte das sein? Adult-Login für alle Filme? FSK 21?

Der reale Medienkonsum findet ja TROTZ der irre strengen Auflagen in D statt. Worin besteht also der Mehrwert dieser Vorgaben, gerade bei den von Dir genannten vernachlässigten Kids, deren Eltern es entweder egal ist oder die mit der Technik überfordert sind, keine Zeit haben etc?

Der millionenfache reale Medienkonsum ist das beste Argument GEGEN die derzeitige Jugendschutzpraxis! Denn sie ist weitgehend wirkungslos. Nur an den Kinokassen gibt es einen zielgerichteten Effekt, im Heimkino hingegen einen glasklaren Umkehreffekt: die hohen Freigaben gelten als kostenlose Werbung und Auszeichnung für die Filme, auch und gerade für die von Dir genannte Zielgruppe der Mitschüler Deines Sohnes.

Und was nicht nur wirkungsarm ist sondern die gegenteilige Wirkung erzielt, kann nicht verhältnismäßig sein...

Dagegen könnten moderatere Freigaben mit Elternaktivierung und offenerem Umgang das Problem lösen... Medienkompetenz statt Bevormundung, Information statt moralischer Verurteilung und schlechtem Gewissen,...vorallem endlich eine vernünftige Profilierung, die nicht Sechsjährige und Fünfzehnjährige in denselben Kinotopf wirft!

08.11.2019 04:54 Uhr - KKinski
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07.11.2019 22:00 Uhr schrieb Darth Avasarala

Und dass geschichtliche Filme gegenüber Genreproduktionen bevorzugt werden finde ich ebenfalls unerträglich. Entweder es gibt objektive Kriterien für Jugendbeeinträchtugung oder nicht. Wenn diese für Filme über die Kreuzzüge oder die Nazi-Zeit hintangestellt werden ist das ein weiterer Beleg dafür, dass es keine objektivierbaren Aspekte gibt. Babylon Berlin ab 12, Star Trek Discovery und Rick & Morty ab 16!?! Geht's noch?

Ja, es ist ein objektives Kriterium, dass ein Kind einen Film aus einem realen Kontext, z.B. die Nazis anders verarbeitet, als einen Rambo. Ein Film der Gewalt als etwas schlimmes darstellt ist pädagogisch deutlich wertvoller, als ein Rambo 2–unendlich. Ein Actionfilm im Mittelaltersetting bekommt trotzdem auch den roten Bapper von der FSK.
Es gibt keinen 6jährigen, der einen Dawn Of The Dead sehen sollte, nicht mal einen Crazies. Die können die Hintergründe gar nicht einordnen.
Ich glaube dir übrigens sofort, dass sich altersmäßig der Medienkonsum und die Verarbeitung stark differenzieren, wenn die Kinder älter werden. Ich kann von 6 bis 10 jährigen reden. In der weiterführenden Schule glaube ich dir sofort, dass die Kinder die überhaupt keinen Kontakt zu Medien, die neuer als 250 Jahre sind, Probleme haben.
Mein Lieblingsbeispiel was Filme angeht ist Starship Troopers, der ist mir mit ab 16 zu lasch freigegeben. Das ist der Film, den man erst erwachsenen Menschen zeigen sollte, er setzt nämlich eine gewisse Reife voraus. Er setzt auch ein gewisses Maß Allgemeinbildung voraus.
Eine ironische Brechung des Gezeigten versteht kein 10jähriger und den Kontext in dem der Film passiert versteht auch nicht jeder 16jähriger.
Ich persönlich bin sehr froh, dass bei den Filmen, die mein Sohn sehen möchte oder könnte eine Altersfreigabe draufklebt. Das bedeutet nämlich, dass ich eine Ersteinschätzung abgeben kann. Bei ab 12-Filmen schaue ich dann genauer hin, ob er die schauen kann. Ab 6-Filme darf er mehr oder weniger blind schauen. Für seine 6-jähirge Schwester sind die 12er-Filme tabu, außer ich mache eine Ausnahme. Filme ab 16 darf er nicht sehen. Genau dafür sind die Altersfreigaben wunderbar.
Natürlich ist immer noch der Pädagoge in den Eltern gefragt, der eine individuelle Einschätzung vornehmen muss und nur weil das manche Eltern nicht machen heißt das noch lange nicht, dass es gesamtgesellschaftlich egal sein kann, was die Kinder/Jugend konsumieren.
Die Frage, die wir (Pädagogen und Eltern) uns stellen müssen ist doch die, wollen wir, dass Kinder jeden Mist sehen können oder wollen wir das Regularien, wie eine Altersfreigabe zumindest eine Richtschnur sind. Das ist kein Allheilmittel, aber das wird es auch nicht geben.
Übrigens eine Angabe, wie du es oben vorschlägst, aus der man sehen kann, dass der Film Sex und oder Gewalt enthält finde ich nicht gut. Das ist doch kein Kriterium, wie der Film aufgefasst wird. Ich finde, eine von einer heterogenen Gruppe vergebene Altersfreigabe nicht verkehrt. Ich nehme mir aber als Elternteil heraus, mich nicht sklavisch daran zu halten.

08.11.2019 05:34 Uhr - KKinski
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07.11.2019 20:22 Uhr schrieb Rigolax
07.11.2019 17:47 Uhr schrieb KKinski
Es ist sorry, reichlich dämlich von einem Einzeiler, der einen Fakt benannt hat auf eine Grundhaltung zu schließen. Jugendschutz ist übrigens immer irrational. Es gibt Länder, da sind die Regeln deutlich strenger. Siehe Australien. Bei den Amis ist eine nackte Brust oder drei Fucks der Untergang der Jugend. Was soll’s, jedes Land hat eigene Regeln. Außerdem bin ich was das Thema angeht nicht übermäßig besorgt. Ich sehe das noch recht lax, aber ich sehe auch, dass nicht jedes Kind tickt, wie meiner. Er hatte in der ersten Klasse Schulkameraden, die Call of Duty gespielt haben. Das Ergebnis ist entsprechend. Die Kinder, die die Einser schreiben, haben kein Handy, keinen freien Zugang zu Papis Videosammlung und haben auch schon mal ein Museum von innen gesehen.


Na ja, einen Fakt benennen...warum tut man das denn, wenn man damit nicht etwas Generelles aussagen will? Aber ja, Jugendschutz ist immer irrational. Damit ist tatsächlich vieles gesagt.

Dass du nun doch gar nicht so besorgt seist, ist aber auch eher eine Rolle rückwärts.

Zum letzten Satz: Lieber mal nicht Korrelation und Kausalität verwechseln. Entsprechende Kinder kommen vermutlich schlicht aus bildungsnäheren Familien und erhalten mehr Förderung von ihren Eltern, andere Erwartungshaltung, Selbstwirksamkeitserwartung und so weiter.

Mein einer Satz, war eine Spiegelung des sinnlosen Ausgangspostings. Tele5 hat seinen Sendestandort in Deutschland, nicht in Italien. Hier ist der Film ab 18 JAhren freigegeben. Ob das gerechtfertigt ist oder nicht, wen interessiert das? Das Thema war, dass eine Zeitbeschränkung für ab18-Fime eingeführt wurde, nicht ob die Altersfreigabe richtig ist. Diese Diskussion hätte man zu jedem anderen Film führen können, den die FSK listet. Vielleicht kann man einen Thread im Forum erstellen, "Altersfreigaben, die mich stören", dann kann jeder seinen Senf zu allen möglichen Filmen da reinschütten. Der Film "Green Inferno" ist doch nur ein Beispiel für einen jetzt beschränkt zugänglichen Film gewesen.

Mit dem weniger besorgt sein, wollte ich nur darauf hinweisen, dass ich mich für relativ objektiv halte und meine Kinder nicht überbehüte. Ich nix Helikoptereltern! Das ist keine Rolle rückwärts.

Herr je, 5:35 Uhr Freitag morgen und ich habe nichts Bessseres zu tun, als hier rumzueiern...

08.11.2019 12:45 Uhr - Rigolax
08.11.2019 05:34 Uhr schrieb KKinskiMein einer Satz, war eine Spiegelung des sinnlosen Ausgangspostings. Tele5 hat seinen Sendestandort in Deutschland, nicht in Italien. Hier ist der Film ab 18 JAhren freigegeben. Ob das gerechtfertigt ist oder nicht, wen interessiert das? Das Thema war, dass eine Zeitbeschränkung für ab18-Fime eingeführt wurde, nicht ob die Altersfreigabe richtig ist. Diese Diskussion hätte man zu jedem anderen Film führen können, den die FSK listet. Vielleicht kann man einen Thread im Forum erstellen, "Altersfreigaben, die mich stören", dann kann jeder seinen Senf zu allen möglichen Filmen da reinschütten. Der Film "Green Inferno" ist doch nur ein Beispiel für einen jetzt beschränkt zugänglichen Film gewesen.

Mit dem weniger besorgt sein, wollte ich nur darauf hinweisen, dass ich mich für relativ objektiv halte und meine Kinder nicht überbehüte. Ich nix Helikoptereltern! Das ist keine Rolle rückwärts.

Herr je, 5:35 Uhr Freitag morgen und ich habe nichts Bessseres zu tun, als hier rumzueiern...


Es ist doch egal, wo Tele 5 sitzt, wenn es darum geht, inwiefern welche Alterseinstufung besser ist, und ob der Film (offenbar stark geschnitten) legitimer Weise bereits eine 14er haben könnte wie in Italien. Warum sollte das keinen interessieren...? Was für eine Anmaßung ist das denn. Es gehört eben auch zum Thema, ob eine Zeitbeschränkung für "ab18-Filme" sinnvoll ist, zu beachten, wie sie im Ausland rezipiert werden...

Und doch, das war eine Rolle rückwärts, lies sonst mal deinen Kommentar nochmal. Von "Falls auch ja, dann befasse dich mit dem Medienkonsum ihrer Mitschüler. Du wirst sofort für strengere Regeln sein. Glaub mir, bevor ich Kinder hatte, habe ich auch anders gedacht." hin zu "Außerdem bin ich was das Thema angeht nicht übermäßig besorgt." Ach ist auch egal.

08.11.2019 18:20 Uhr - Darth Avasarala
08.11.2019 04:54 Uhr schrieb KKinski

Ja, es ist ein objektives Kriterium, dass ein Kind einen Film aus einem realen Kontext, z.B. die Nazis anders verarbeitet, als einen Rambo. Ein Film der Gewalt als etwas schlimmes darstellt ist pädagogisch deutlich wertvoller, als ein Rambo 2–unendlich. Ein Actionfilm im Mittelaltersetting bekommt trotzdem auch den roten Bapper von der FSK.


Das sehe ich anders. Der reale Kontext macht die Verarbeitung eher noch schwieriger. Beim Erstkontakt wird jeder Mensch erst einmal Probleme mit extrem blutigen Bildern haben. Das war bei mir damals mit 16-17 auch so (wobei ich es im Rückblick schade finde, dass ih nicht ein paar Jahre früher die Gelegenheit hatte, mich an dieses Level zu gewöhnen. Aber das ist ein anderes Thema.)

Aber ich kann nicht nachvollziehen, warum die Gewalt in "Babylon Berlin" oder "Königreich der Himmel" nur aufgrund des historischen Kontexts weniger schwer zu verarbeiten sein soll als in einem auf den ersten Blick als irrealen Klamauk-Film wie "Deadpool"... Durch das Wissen, dass das Gezeigte so oder so ähnlich real war und ist, wird es zunächst einmal schwerer damit umzugehen...

Klar mögen die historischen Sachen pädagogisch wertvoller sein, und sie sollen ja auch ab 12-14 gesehen werden, aber gerade DA braucht es eben auch historisches Weltwissen, dass z.B. ein Achtjähriger in Elternbegleitung nicht hat. Dennoch dürfen Kinder ab 6 in solche Filme mit ihren Eltern, bei 16 wird dann aber ein strikter Riegel vorgeschoben. Und das ist Irrsinn!

Es gibt keinen 6jährigen, der einen Dawn Of The Dead sehen sollte, nicht mal einen Crazies. Die können die Hintergründe gar nicht einordnen.


Absolute Zustimmung!!! Ich habe auch nie soetwas behauptet. Mir geht es lediglich um die Neuregelung der Freigaben ab Beginn der Pubertät. Ich will nicht, dass o.g. Sechsjähriger mit Vierzehn- und Fünfzehnjährigen in einen Topf geworfen wird. Das ist aber derzeit an den Kinokassen der Fall. Klar brauchen die unter zwölf ein Elternteil, aber wer geht mit 6 oder 7 alleine ins Kino? Ich durfte das nicht, unabhängig von der Freigabe! Derzeit ist es so, dass ein Erstklässler im Kino dieselben Filme sehen darf wie ein fünfzehnjähriger Azubi und da kommt mir wirklich die Galle hoch. Wenn Elternrecht 6 bei FSK 12, dann auch Elternrecht 12 bei FSK 16! Nur so wird eine vernünftige Progression beibehalten.

Warum mich das so erzürnt? Durch das Fehlen des Elternrechts bei FSK 16 entsteht der Eindruck, als handle es sich bei 16ern um gaaaanz böse Filme.

Mein Lieblingsbeispiel was Filme angeht ist Starship Troopers, der ist mir mit ab 16 zu lasch freigegeben. Das ist der Film, den man erst erwachsenen Menschen zeigen sollte, er setzt nämlich eine gewisse Reife voraus. Er setzt auch ein gewisses Maß Allgemeinbildung voraus.
Eine ironische Brechung des Gezeigten versteht kein 10jähriger und den Kontext in dem der Film passiert versteht auch nicht jeder 16jähriger.


Das ist für mich weniger nachvollziehbar. Normalentwickelte Sechzehnjährige mit durchschnittlichem IQ verstehen Ironie, lediglich unterdurchschnittlich intelligente und/oder retardierte Entwickler könnte da Probleme bekommen. Aber bei denen wird's auch mit 18 oft nicht besser :-)

Die FSK hat durch die Aufnahme der ironischen Brechung als 16er-Kriterium soetwas wie Vernunft bewiesen, auch wenn es naürlich irgendwie paradox ist. Mein Problem mit Ironie, Humor etc. in Verbindung mit exzessiver Gewalt ist, dass die Szenen dadurch erst recht menschenverachtend rüberkommen, weshalb ich auch mit 39 Lenzen so meine Probleme bei Tarantino habe, im Gegensatz zu real anmutender Gewalt.

Hier widerspreche ich mir leider selbst. Ich weiß! Ich bin hin und hergerissen, was ich nun "schlimmer" finden soll... Reale Gewalt schockiert mich ob des dahinterstehenden realen Leids einerseits mehr, andererseits ist die überzogene, stilisierte Gewalt zwar leichter zu verdauen aber irgendwie moralisch vorbelastet. Ganz ehrlich: ich komme auch mit 39 zu keinem eindeutigen Zugriff auf solche Inhalte!

Und das erkläre ich damit, dass ich erst mit 16-17 solche Filme erstmals sehen konnte und mich nicht in meinen "formative years" zwischen 13 und 15 darauf vorbereiten konnte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich nur das Level, das ich mit 13-15 konsumiert habe, als die Norm empfinde, jede Abweichung selbst als Erwachsener leider als extrem empfinde. Anders als die Jugendlichen heute, für solche Filme und Serien tatsächlich normal sind...

08.11.2019 18:37 Uhr - Darth Avasarala
08.11.2019 04:54 Uhr schrieb KKinski

Die Frage, die wir (Pädagogen und Eltern) uns stellen müssen ist doch die, wollen wir, dass Kinder jeden Mist sehen können oder wollen wir das Regularien, wie eine Altersfreigabe zumindest eine Richtschnur sind. Das ist kein Allheilmittel, aber das wird es auch nicht geben.


Richtschnur, Entscheidungsgrundlage, gerne! Alles wunderbar! Aber so ist es ja nicht! An den Kinokassen gelten 16 und 18 absolut und das ist nicht okay. Hier sollte es Fenster für Elternentscheidungen geben...

Zuhause hat sich der deutsche Jugendmedienschutz in einem irrsinnigen Widerspruch verstrickt. Auf den DVDs wird so getan, als handle es sich um eine gesetzlich verbindliche Vorgabe (ohne natürlich zu schreiben, dass dies nur für Drittanbieter gilt!), auf der FSK-Homepage ist dann aber zu lesen, dass der Staat gar nicht regelt, was Eltern ihren Kindern zugänglichen machen! Und so wissen selbst so manche Medienexperten nicht, was nun gilt. Hab ich schon erleben dürfen...

Übrigens eine Angabe, wie du es oben vorschlägst, aus der man sehen kann, dass der Film Sex und oder Gewalt enthält finde ich nicht gut. Das ist doch kein Kriterium, wie der Film aufgefasst wird.


Solange aber auf dieser Grundlage entschieden wird, ist exakt das notwendig. Der Gesamtkontext wird zwar hin und wieder berücksichtigt, aber im Zweifel entscheiden immer noch einzelne Szenen über die Altersfreigabe. Mein "Lieblingsbeispiel" ist hier "Star Trek Discovery". Als Trekkie fühle ich mich hier echt verschaukelt. Die erste Staffel bekam wegen einer einzigen Episode die 16 draufgeklatscht und diese Folge bekam die 16 wegen der Erdolchung Lorcas durch die Imperatorin. Und jetzt wurde diese Szene im Rückblick bei Staffel 2-Folgen immer wieder gezeigt, so dass nun die weitaus harmlosere zweite Staffel gleich sieben Folgen ab 16 bekam. Die FSK entschied also wohl in ersten Linie wegen dieser einen isolierten Szene, dass Star Trek jetzt zwei Jahre schlimmer ist als realer Sex, Kirchenaustritt oder Bier in Elternbegleitung...LOL

Ich finde, eine von einer heterogenen Gruppe vergebene Altersfreigabe nicht verkehrt. Ich nehme mir aber als Elternteil heraus, mich nicht sklavisch daran zu halten.


Kannst du zu Hause machen, aber solange es im Kino nicht möglich ist, bleibt ein moralinsaurer Vorbehalt. Darum geht es mir. Wenn das Elternrecht 16 käme, wäre ich ein neuer Mensch! Nur an dieser einen Frage hängen alle anderen Unzulänglichkeiten des Systems.

08.11.2019 19:26 Uhr - Darth Avasarala
08.11.2019 04:54 Uhr schrieb KKinski

Natürlich ist immer noch der Pädagoge in den Eltern gefragt, der eine individuelle Einschätzung vornehmen muss und nur weil das manche Eltern nicht machen heißt das noch lange nicht, dass es gesamtgesellschaftlich egal sein kann, was die Kinder/Jugend konsumieren.


Natürlich ist es absolut inakzeptabel, wenn Kinder unter 12 Jahren von ihren Eltern aus alles sehen dürfen und diese ihrem Erziehungsauftrag nicht nachkommen. Aber bei solchen Vollpfosten ändern auch FSK-Freigaben nichts.

Wenn wir von verantwortungsbewussten Eltern ausgehen, dann brauchen diese aber auch vernünftige Maßstäbe. Das leisten die derzeit gültigen FSK-Freigaben absolut nicht. Schon die Lücke zwischen 6 und 12 ist viel zu groß und wird durch das Elternrecht 6 bei FSK 12 noch extrem vergrößert. Im Prinzip gibt es nur 0 - 6 - 16 - 18, die 12 ist ein reiner Ratschlag..

Wenn nun aber die Eltern im Kino FSK 12 aufheben können ist es für die meisten Leute selbstverständlich, das auch zu Hause so zu handhaben. Klar, hier könnten sie es ja ohnehin, aber durch das Elternrecht im Kino wird es zur Norm. Wenn nun aber 6-8jährige wie selbstverständlich Star Wars, Harry Potter, Fluch der Karibik oder Avengers gucken, können sie auch mit 13-14 die allermeisten 16er-Filme verarbeiten. Das ist doch logisch! Medienkomptenz ist in erster Linie eine Erfahrungsprogression, Alter und Hirnreife spielen einer Rolle, aber nicht die zentrale...

Und es sind eben NICHT "ein paar Eltern", die ab 14-15 ihrem Nachwuchs die Auswahl der Medien selbst überlassen sondern weit mehr als die Hälfte! Und trotzdem findet - von Ausnahmen abgesehen - keine Traumatisierung und Verrohung epischen Ausmaßes statt... Es ist einfach nur der normale Medienkonsum dieser Generation.

Was allerdings passiert ist dass Filme durch hohe Freigaben sowohl beworben als auch moralisch verunglimpft werden, je nachdem, wen man fragt.

Ich empfinde es als äußerst beleidigend und ehrenrührig, selbst mittelharte Filme und Serien strenger zu bewerten als sexuelles Schutzalter, Religionsmündigkeit, Strafmündigkeit, Alkohol in Elternbegleitung, Tattoos, Handys, Energy Drinks etc... Das schützt weder Kinder noch Jugendliche, aber es stempelt diese Inhalte als "böse" Filme ab, während die "guten" Filme ab 12 sind und faktisch ab 6. Diese knallharte Dichotomie empfinde ich persönlich als unerträglich...

Für andere Zuschauer sind diese Logos dann schon eher eine Auszeichnung für erwachsene Härte, was ich dann allerdings auch bedenklich finde.

Ich sehe das in erster Linie moralisch, und was ab 14 nicht (mit Einschränkungen) erlaubt ist wirkt auf mich hochoffiziell verteufelt, verfemt... Der Kern ist die Religions- und Strafmündigkeit. Man kann - staatlich verbrieft - zwischen Gut und Böse unterscheiden, seine gesamte religiös-moralische Weltanschauung auswählen, strafrechtlich relevante Handlungen abschätzen und sexuelle Selbstbestimmung ausüben, aber hey, nö, Rick & Morty ist viel böööööööööööser als das, und Star Trek, vooooooooll schlimm... da muss man noch zwei Jahre warten!

So wirkt das halt auf mich...

09.11.2019 17:12 Uhr - McClane
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06.11.2019 17:35 Uhr schrieb Darth Avasarala
Ich frage mich, wer zwischen 23 und 6 Uhr diese Streaming-Angebote nutzen soll. Die Hartz IV-Empfänger, die seit gestern keine Konsequenzen mehr zu fürchten haben, wenn sie sich am nächsten Tag nicht um eine Arbeitsstelle bewerben? *ironie*


Ist ja vollkommen unvorstellbar, dass es Menschen gibt, die vielleicht am Freitag oder Samstag in diesen Stunden die Mediathek aufrufen? Oder im Schichtdienst arbeiten und deshalb dann Zeit haben?

Der andere Quatsch ist dann auch noch sachlich falsch, Kürzungen um 30% bleiben weiterhin erlaubt, nicht um 60% oder 100%.

19.11.2019 15:56 Uhr - omajohn
06.11.2019 17:40 Uhr schrieb Darth Avasarala
06.11.2019 14:51 Uhr schrieb omajohn
also statt auf die csu zu schimpfen würde ich lieber auf die grünen zeigen die jeden menschen versuchen in eine form zu drücken die einfach nicht passt und nie passen wird...


Nun ja, derzeit ist es die AfD in NRW, die undurchlässige Porno-Filter fordert, bei der Erwachsene ihre Ausweisdaten hinterlassen müssten. Auf die Frage nach dem Datenschutz konterte die Vertreterin der Partei: Jugendschutz geht vor!

Die Grünen mögen in anderen Bereichen an Verboten basteln, im Medienbereich ganz sicher nicht... mit FDP und Grünen in einer Bundesregierung wäre der irrsinnig überzogene Jugendmedienschutz schon lange Geschichte.


damit sind die legalen seiten gemeint. und wenn du über 18 bist wo ist dann das problem. ich würde aber mal behaupten das 99% der user sowieso ihre pornos auf andere weise aus dem netz bekommen

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