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Veröffentlicht am von Blade41

Jason Bourne - RTL sendet geschnittene Fassung zur Primetime

Jason Bourne kam im August 2016 in die deutschen Kinos und erhielt als erster Film der Reihe eine FSK 16-Freigabe. Mit dieser Altersfreigabe kam er später auch auf DVD und Blu-ray raus und feierte im Januar 2019 seine Free TV-Premiere im ZDF. Dort lief er dann ungeschnitten nach 22 Uhr.

In wenigen Wochen steht nun die nächste Ausstrahlung an, dieses Mal bei RTL. Der Sender entscheidet sich dabei für einen deutlich prominenteren Sendeplatz und zeigt den Actionfilm mit Matt Damon am 8. März 2020 um 20:15 Uhr. Wegen der Freigabe "ab 16" wird Jason Bourne jedoch nur geschnitten ausgestrahlt.

Mehr zu:

Jason Bourne

(OT: Jason Bourne, 2016)
Schnittbericht:

Kommentare

17.02.2020 03:41 Uhr - Cineast_Fan
Ich kenne den noch nicht, aber ist der wirklich so heftig im Vergleich zu den Vorgängern,dass FSK 16 sein musste?

17.02.2020 05:04 Uhr - Tom Cody
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Ist jetzt auch kein Beinbruch (und kommt wahrlich nicht zum ersten Mal vor). Dann muss es halt die Nachtwiederholung ein paar Stunden später richten.

Interessiert mich persönlich aber auch nicht die Bohne. Ich habe "Jason Bourne" bis heute nicht gesehen, weil ich die Bourne-Filme mit Matt Damon überhaupt nicht mochte.
1.) hat schon "Die Bourne-Identität" von der Robert Ludlum-Vorlage (die ich, damals noch als "Der Borowski-Betrug", mehrmals regelrecht verschlungen habe) kaum was übriggelassen. Da war sogar die etwas biedere TV-Verfilmung "Agent ohne Namen" besser.
2.) (der wichtigere Grund) haben die Filme die Unart zur "Perfektion" getrieben, wirklich jede Action- bzw. Kampfszene in ein hektisches, unübersichtliches Schnitt-Stakkato zu zerpflücken. Gott sei Dank gibt es im Actionbereich aber doch noch Filmemacher, die wissen, wie man es besser macht (Gareth Evans, Davit Leitch, Chad Stahelski, Christopher McQuarrie, Pierre Morel, Isaac Florentine etc.)

17.02.2020 05:12 Uhr - Cineast_Fan
@Tom Cody

Zum Glück hast du Oliver Megaton nicht aufgelistet.

17.02.2020 05:19 Uhr - Tom Cody
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17.02.2020 05:12 Uhr schrieb Cineast_Fan
@Tom Cody
Zum Glück hast du Olivier Megaton nicht aufgelistet.

Aus gutem Grund!

17.02.2020 06:24 Uhr - Der Dicke
1x
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Oh Gott, das Schnitt-Stakkato 🤢 Genau deshalb hab ich mir die Trilogie kein zweites Mal, und Teil 4 bis heute noch nicht angesehen.

17.02.2020 07:52 Uhr - Julius Weckauf
1x
Banausen

17.02.2020 08:32 Uhr - R_Bogatz
1x
Ich fand Teil 1 und 2 zwar recht gut, leider ist es aber so, dass mich das Interesse sehr schnell verlässt, wenn aus ein- zwei Filmen eine "Neverending-Story"-Reihe wird :-( . Genauso wie bei "The Fast and the Furious", wovon es ja gefühlt auch schon 20 Teile gibt. Nach Tokyo Drift war dann für mich Schluss...
Aber jedem das seine :-)

17.02.2020 10:05 Uhr - Cinema(rkus)
3x
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Wer sitzt heutzutage schon pünktlich um 20.15 Uhr vorm Fernseher und schaut bei RTL "Jason Bourne" ?
Ehrlich ? Ich gehöre nicht mehr zu den ganz jungen Film-Freaks (würde sagen, gutes Mittelalter, gleicher Jahrgang wie mein Lieblings-Schotte McGregor) , aber dass ich mir um die traditionelle Fernsehzeit um 20.15 Uhr einen Film anschaue, der noch dazu ab 16 Jahren freigegeben ist.....das ist....grübel...grübel….und studier…..vielleicht letztmals.....na ja, jedenfalls passiert, als ich von "zensierten" Filmen noch keine Ahnung hatte. Ich frage mich jedenfalls immer wieder, welchen Personenkreis möchte RTL da erreichen ?

Zu den "BlitzlichtgewitterdauerSchnitten":
Ich glaube, das ist ein Generationen-Problem. Die Jugend von heute wird hippelig und nervös, wenn die Kamera langsam schwenkt und episch und elegisch eine Szenerie erfasst. Aufgewachsen mit Dauer-Bombardement in allen Medien, können sich diese auf langsame Kamerafahrten nicht mehr konzentrieren. Es muss ständig was passieren, die Kamera muss rumwirbeln wie inmitten eines Tornados, sonst verliert man die Geduld. Verrückt......aber der Zeit geschuldet.
Übrigens: achtet mal auf "Ein Quantum Trost". Diesem Bond merkt man total an, dass er in der damaligen "Bourne"-Zeit entstanden ist. Auch hier wird ein Schnittgewitter abgefeuert, was so manches Hirn (meines z.Bsp.) teilweise überfordert.
Diese "Tausend Schnitte in der Sekunde" - Massaker wurde jedoch auch erfunden, um alternde Darsteller (Liam Neeson...."Taken") doch noch etwas flotter darstellen zu können.

Ich selber bin "Fan" von langsamen Szenen, die mich persönlich tiefer in die Szene blicken lassen. Muss ich im Sekundentakt mit neuen Einstellungen konfrontiert werden ? Nein, ich nicht. Ich liebe es, wenn ich langsam, hypnotisch, spiralförmig, sogwirkend, in ein Geschehen hineingezogen werde.

Einer meiner "Lieblingsfilme" des letzten Jahres war dahingehend z.Bsp. "Midsommar". Die Kamera von Pawel Pogorzelski gleitet, schwebt, bleibt stehen, zeigt Gesichter, fängt stille Szenen ....und entwickelt dadurch einen Strudel, der das genaue Gegenteil von "Stakkato"-Gewitter ist. So müssen Filme heute aussehen, um von mir als Meisterwerk eingestuft zu werden.

Das "epileptischen Anfälle simulierende Effekte-Gewitter" dagegen kann mir mittlerweile gestohlen bleiben.....Aber, wie eingangs erwähnt; evtl. ein Generationen-Problem ?

17.02.2020 10:49 Uhr - McQuade
Nee danke. Ich bin ebenfalls nach dem dritten Film ausgestiegen.
Teil 1 ging so gerade eben noch...der Rest? Lieber nicht. Aber eine Kuh muss halt so lange gemolken werden, bis sie keine Milch mehr gibt.

17.02.2020 11:25 Uhr - Tom Cody
1x
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17.02.2020 10:05 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Diese "Tausend Schnitte in der Sekunde" - Massaker wurde jedoch auch erfunden, um alternde Darsteller (Liam Neeson...."Taken") doch noch etwas flotter darstellen zu können.

Da würde ich aber auf jeden Fall noch zwischen dem ersten Teil (eben jenem von P. Morel) und den eher misslungenen Sequels vom oben erwähnten Olivier Megaton (der sich dahingehend ja auch in "Colombiana" oder "Transporter 3" ausgetobt hat) differenzieren.
Ich glaube, das ist ein Generationen-Problem. Die Jugend von heute wird hippelig und nervös, wenn die Kamera langsam schwenkt und episch und elegisch eine Szenerie erfasst. Aufgewachsen mit Dauer-Bombardement in allen Medien, können sich diese auf langsame Kamerafahrten nicht mehr konzentrieren. Es muss ständig was passieren, die Kamera muss rumwirbeln wie inmitten eines Tornados, sonst verliert man die Geduld. Verrückt......aber der Zeit geschuldet.
Ich selber bin "Fan" von langsamen Szenen, die mich persönlich tiefer in die Szene blicken lassen. Muss ich im Sekundentakt mit neuen Einstellungen konfrontiert werden ? Nein, ich nicht. Ich liebe es, wenn ich langsam, hypnotisch, spiralförmig, sogwirkend, in ein Geschehen hineingezogen werde.
Einer meiner "Lieblingsfilme" des letzten Jahres war dahingehend z.Bsp. "Midsommar". Die Kamera von Pawel Pogorzelski gleitet, schwebt, bleibt stehen, zeigt Gesichter, fängt stille Szenen ....und entwickelt dadurch einen Strudel, der das genaue Gegenteil von "Stakkato"-Gewitter ist. So müssen Filme heute aussehen, um von mir als Meisterwerk eingestuft zu werden.

Das mit den unterschiedlichen Sehgewohnheiten verschiedener Generationen ist sicherlich ein sehr interessanter Erklärungsansatz.
"Midsommar" ist nur deshalb als Vergleich nicht so ganz geeignet, da er ja doch ein ganz anderes Genre-Klientel bedient. Aber glücklicherweise gibt es, gerade auch im heutigen Actiongenre, ja doch einige Regisseure, die sich diesem Trend bewusst entgegenstemmen.
Was das Zerdehenen bestimmter Einstellungen oder Szenen angeht – da hatte einer meiner Lieblingsregisseure, Sergio Leone, auch ein ganz besonderes Händchen für. Gerade dessen Meisterwerke "Zwei glorreiche Halunken", "Spiel mir das Lied vom Tod" und "Es war einmal in Amerika", in denen er dieses Zerdehnen ja geradezu abfeiert, würden sicherlich, gerade heute, von einigen als öde, zäh oder langweilig empfunden werden.

17.02.2020 11:42 Uhr - Xena22
17.02.2020 08:32 Uhr schrieb R_Bogatz
Ich fand Teil 1 und 2 zwar recht gut, leider ist es aber so, dass mich das Interesse sehr schnell verlässt, wenn aus ein- zwei Filmen eine "Neverending-Story"-Reihe wird :-( . Genauso wie bei "The Fast and the Furious", wovon es ja gefühlt auch schon 20 Teile gibt. Nach Tokyo Drift war dann für mich Schluss...
Aber jedem das seine :-)


Stimme dem zu. Teil 1 und 2 sind (nicht nur recht) echt gut. Den Rest kann man sich eigentlich sparen. Fast and the Furious bin ich genau derselben Meinung. Da habe ich mir einige Teile überhaupt nicht mehr angeschaut. Der erste ist richtig gut, Tokyo Drift auch noch sehr gut. Der zweite Teil geht gerade noch so, aber ab Teil 4 ist es meiner Ansicht nach Murks.

17.02.2020 11:54 Uhr - alex_wintermute
Seit ca. 10 Jahren schau ich keine TV-Programme mehr. Kein Wunder bei dem Angebot.

17.02.2020 12:41 Uhr - Cinema(rkus)
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Tom Cody
Hallo Tom.....
Klar, "Midsommar" ist ein gänzlich anderes Genre. Ich wollte damit nur ein aktuelles Beispiel nennen, wie man auch heutzutage noch packende Geschichten in tolle Bilder kleiden kann. Für mich ist zunächst die Story maßgeblich. Und dann, und da wiederhole ich mich immer wieder, die Charaktere. Werden die mir nahe gebracht, dann leide, lache, fiebere ich mit diesen - im Laufe der Filmhandlung - mit. Und da, man höre , sehe und staune ist eine gute Kamera-Arbeit, nebst Schnitt, elementar wichtig. Reiße ("teasere") ich Szenen nur kurz an, Mann, verflixt, dann ist mir der Typ im Bild auch so was von egal. Dagegen "Midsommar"; wie oft blieb die Kamera da auf dem toll anzuschauenden Gesicht von Florence Pugh (die meiner Meinung nach eine grandiose Schauspielerin ist) haften ? Ja, genau, oft genug. Man(N) identifizierte sich irgendwie mit dem Mädel.

Anderes Beispiel: die Bilder in Blade Runner 2049....Oh verdammt.....Für die Galerie, oder ? Grandios, schwelgerisch.....Ich tauchte förmlich in die Welt ein. Ich schwebte mit der Kamera durch diese grandiose Science-Fiction-Welt, ohne etwas zu verpassen. mein Auge konnte sich satt sehen, an dem tollen Set-Design. Und genau so soll es sein.....

Die jüngere Generation dagegen ist ganz anders aufgewachsen. Werbung, Video-Spiele, Musik-Videos, alles ist dem visuellen Over-Kill ausgeliefert und untergeordnet. Alles muss schnell gehen, zack, zack, die nächste Action-Szene bitte. Jedoch meine Prophezeiung: das menschliche Hirn ist dafür nicht ausgelegt, deshalb gibt es immer mehr psychische Störungen bzw. Probleme, da man einfach nicht "mehr satt wird". Mögen mich jetzt jüngere Forums-Mitglieder belächeln, aber irgendwann wird sich dieses "Zack, Crash, Boom" rächen...…
O.K.....Opa hat gesprochen...…..

Tom, Dein "Sergio Leone"- Hinweis ist natürlich klasse. Selten jemanden gesehen, der so grandios " zerdeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehnte" Szenen in ein spannendes Gesamt-Paket schnüren konnte. Dann dieser Blick in Gesichter !!! Ja, das ist etwas, was mich interessiert. Ich möchte in Gesichtern "lesen" können, weil eben die Kamera darauf verweilt.

Zu "Taken". O.K., ja, der erste Teil war dahingehend noch in Ordnung, aber Teil 2 und 3 ??? Kamera- Gewitter, um alles unübersichtlich zu machen...und evtl. doch von einigen Arthrose Problemen von Liam Neeson abzulenken ? Neeee, nichts für mich.

Nochmals: erzählt tolle Geschichten....in langsamen (Kamera-)Bildern, die auf den jeweiligen Szenerien verweilen. Und ich lehne mich zurück, lächle, nippe an meinem Weinglas......und schmelze dahin...….

17.02.2020 12:50 Uhr - alex_wintermute
17.02.2020 12:41 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Nochmals: erzählt tolle Geschichten....in langsamen (Kamera-)Bildern, die auf den jeweiligen Szenerien verweilen. Und ich lehne mich zurück, lächle, nippe an meinem Weinglas......und schmelze dahin...….


"The Irishman" von Scorsese sei Dir empfohlen.

17.02.2020 13:24 Uhr - Kaiser Soze
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Ich mag die Bourne-Reihe trotz Schnitt-Massaker (außer Teil 4) wirklich gerne und auch Teil 5 zeigt wieder rasant die titelgebende Hauptfigur in der altbekannten Geschichte, die danke gelungener Action sowie Inszenierung aber nicht langweilig wird.

Ich gönne dann den (U-)12-jährigen die Primetime-Ausstrahlung und bleibe bei meinem Müller-Blu-ray-Steelbook für 7€ ^^

17.02.2020 15:18 Uhr - COOGAN
1x
17.02.2020 12:41 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Tom Cody
Hallo Tom.....
Klar, "Midsommar" ist ein gänzlich anderes Genre. Ich wollte damit nur ein aktuelles Beispiel nennen, wie man auch heutzutage noch packende Geschichten in tolle Bilder kleiden kann. Für mich ist zunächst die Story maßgeblich. Und dann, und da wiederhole ich mich immer wieder, die Charaktere. Werden die mir nahe gebracht, dann leide, lache, fiebere ich mit diesen - im Laufe der Filmhandlung - mit. Und da, man höre , sehe und staune ist eine gute Kamera-Arbeit, nebst Schnitt, elementar wichtig. Reiße ("teasere") ich Szenen nur kurz an, Mann, verflixt, dann ist mir der Typ im Bild auch so was von egal. Dagegen "Midsommar"; wie oft blieb die Kamera da auf dem toll anzuschauenden Gesicht von Florence Pugh (die meiner Meinung nach eine grandiose Schauspielerin ist) haften ? Ja, genau, oft genug. Man(N) identifizierte sich irgendwie mit dem Mädel.

Anderes Beispiel: die Bilder in Blade Runner 2049....Oh verdammt.....Für die Galerie, oder ? Grandios, schwelgerisch.....Ich tauchte förmlich in die Welt ein. Ich schwebte mit der Kamera durch diese grandiose Science-Fiction-Welt, ohne etwas zu verpassen. mein Auge konnte sich satt sehen, an dem tollen Set-Design. Und genau so soll es sein.....

Die jüngere Generation dagegen ist ganz anders aufgewachsen. Werbung, Video-Spiele, Musik-Videos, alles ist dem visuellen Over-Kill ausgeliefert und untergeordnet. Alles muss schnell gehen, zack, zack, die nächste Action-Szene bitte. Jedoch meine Prophezeiung: das menschliche Hirn ist dafür nicht ausgelegt, deshalb gibt es immer mehr psychische Störungen bzw. Probleme, da man einfach nicht "mehr satt wird". Mögen mich jetzt jüngere Forums-Mitglieder belächeln, aber irgendwann wird sich dieses "Zack, Crash, Boom" rächen...…
O.K.....Opa hat gesprochen...…..

Tom, Dein "Sergio Leone"- Hinweis ist natürlich klasse. Selten jemanden gesehen, der so grandios " zerdeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehnte" Szenen in ein spannendes Gesamt-Paket schnüren konnte. Dann dieser Blick in Gesichter !!! Ja, das ist etwas, was mich interessiert. Ich möchte in Gesichtern "lesen" können, weil eben die Kamera darauf verweilt.

Zu "Taken". O.K., ja, der erste Teil war dahingehend noch in Ordnung, aber Teil 2 und 3 ??? Kamera- Gewitter, um alles unübersichtlich zu machen...und evtl. doch von einigen Arthrose Problemen von Liam Neeson abzulenken ? Neeee, nichts für mich.

Nochmals: erzählt tolle Geschichten....in langsamen (Kamera-)Bildern, die auf den jeweiligen Szenerien verweilen. Und ich lehne mich zurück, lächle, nippe an meinem Weinglas......und schmelze dahin...….


Auch ich (wohl derselbe Jahrgang) kann Deine Ausführungen nur unterschreiben. Als weitere Action Meister seien noch Don Siegel, Sam Peckinpah und (quasi sein Schüler) John Woo genannt. Peckinpah hat das Zerdehnen der Action dann noch mit Zeitlupen Sequenzen und raffinierten Umschnitten verfeinert. Walter Hill sei hier dann am Ende auch noch genannt.

17.02.2020 15:36 Uhr - Der Dicke
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...Jean-Pierre Melville...

17.02.2020 18:37 Uhr - stevo
Mir persönlich haben alle Teile dieser Reihe sehr gut gefallen und dieses Schnittgewitter habe ich persönlich so nicht wahrgenommen oder besser gesagt es hat mich nicht gestört. Bin selber auch nicht mehr der Jüngste aber doch noch etwas jünger als ein paar User ober mir. Ich muss auch gestehen das mir "Es war einmal in Amerika" nicht so besonders gefiel und den Hype darum auch nie ganz verstand. Das ist meine persönliche Meinung und jetzt werde ich den Fernseher aufdrehen mich berieseln lassen, mich zurücklehnen vielleicht etwas lächeln und einen Schluck von meinem Mineralwasser machen.

17.02.2020 18:49 Uhr - Egill-Skallagrímsson
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@Cinema(rkus)
Toller Kommentar, stimme Dir auf jeden Fall zu. Habe so eine ähnliche Beschreibung zur Änderung der Sehgewohnheiten auch mal verfasst, aber ich sehe schon, dass es andere wohl besser können. :D

Der erste Bourne-Film fande ich als schnelle Unterhaltungsware eigentlich ganz gut. Die Fortsetzungen gefielen mir jedoch nicht sonderlich.

17.02.2020 20:32 Uhr - Angus MacGyver
1x
Der erste Bourne ist der beste und hat auch die "ruhigste" Kameraführung. Doug Liman ist meiner Meinung nach der wesentlich bessere Regisseur, als Paul Greengrass, der handwerklich völlig untalentiert ist, aber bei einigen seiner Filme von guten Drehbüchern profitiert hat.

"Jason Bourne" war, was die Kameraführung angeht, der am schlechtesten inszenierte Film, den ich jemals gesehen habe. Ich konnte damals im Kino den Geschehnissen kaum folgen. Dabei verteufle ich den Handkamerastil nicht generell. Es gibt einige Beispiele, wo das sehr gut funktioniert. Mir fällt auf die schnelle "The Hurt Locker" ein. Ein fast schon dokumentarischer Kamerastil, der aber angenehm anzuschauen ist. Selbst die überstilisierten Schnittgewitter "Domino" und "Man on Fire" von Tony Scott sind angenehmer anzuschauen, als der Mist von Greengrass.

Bei Taken war das, wie weiter oben schon erwähnt wurde, ganz gleich: der erste Teil war top und sehr gut gemacht, aber der Wechsel des Regisseurs hat zu einem handwerklich schlechten Schnittgewitter geführt. Besonders Teil 3 war eine Katastrophe. Es gibt Regisseure, die ihr Unvermögen durch schnelle Schnitte und Wackelkamera kaschieren müssen.

Sehgewohnheiten spielen sicher eine Rolle, aber das, was Greengrass und Megaton auf die Leinwand zaubern, ist einfach nur schlechte Arbeit. Für mich war Michael Bay immer die Referenz für die modernen Sehgewohnheiten: er schneidet schnell, die Kamera bewegt sich und alles hat ein hohes Tempo. Aber: man kann von ihm halten was man will, er versteht sein Handwerk und weiß, wie er das Auge des Zusehers lenken muss, ohne ihn zu überfordern. Seine Filme sind keine Wackelkameraorgien, sondern einfach dynamisch inszeniert. Sicher nicht jedermanns Sache, keine Frage, aber handwerklich durchaus beeindruckend.

Das ist bei Bourne leider nicht der Fall. Und ob der jetzt geschnitten im TV läuft, oder nicht... bei den vielen Schnitten, machen ein paar mehr oder weniger vermutlich keinen Unterschied mehr. ; )

17.02.2020 22:57 Uhr - Jimmy Conway
Oh mein Gott. Nur Banausen unterwegs.
Der erste Bourne Film hat noch nicht die berüchtigte Wackelkamera. Die hat Paul Greengrass dann ab Teil 2 (Verschwörung) durchgesetzt.
Nichtsdestotrotz gehören DIe Bourne Verschwörung und Das Bourne Ultimatum zum Non plus Ultra der Agenten und Actionthriller!
Das sind die einzigen beiden Actionfilme, wo es sinnvoll und effektiv eingesetzt wird und Herr Greengrass wusste da wie man Spannung erzeugt.
Wie man es schlecht macht zeigte darauf der Bondfilm "Ein Quantum Trost".
Und das schreibe ich als sehr großer Bondfan und ich bevorzuge auch die Mission: Impossible Reihe vor Jason Bourne.
Trotzdem ist die Original Bourne Trilogie ganz großes Kino. Ich schreibe absichtlich Trilogie, weil Jason Bourne von 2016 einfach unnötig, hektisch und fad ist.

Und vom Bay Mist...also wirklich, Herr MacGyver, da bekommt man Augenkrebs und Bay wusste noch nie wie man Spannung erzeugt.

Und was sollen die albernen Vergleiche mit Filme wie "Es war einmal in Amerika" und "The Irishman"?
Das ist ganz anderes Terrain.
Man kann ja auch beides gut finden, das überfordert aber wohl einige?!?

18.02.2020 09:11 Uhr - Belphegor1999
konnte auch mit der Uncut Fassung nie was anfangen, von daher ist die gekürzte Fassung vielleicht besser. Nein Spass bei Seite, Kürzungen sind nie gut und wenn sie ihn zu der Zeit nicht uncut bringen können, sollen sie es bleiben lassen.

18.02.2020 09:30 Uhr - beebop251
Ich finde die ersten 3 Bourne Filme auch sehr gut, wobei mir Teil 2 am besten gefällt. Ich finde den Schauplatz Moskau einfach toll, aber auch die Action ist klasse inszeniert. Ebenfalls finde ich Ein Quantum Trost klasse. Wirklich tolle und rasante Action, schicke Locations, ein tolles Bond Girl sowie ein Knaller Score von David Arnold. Mein Lieblings Craig-Bond soweit. Bezüglich Jason Bourne. Fand den Film auch absolut überflüssig. Uninteressante Handlung und ausgelutschte Actionszenen. Da war ja Teil 4 besser.

18.02.2020 15:46 Uhr - IamAlex
User-Level von IamAlex 10
Erfahrungspunkte von IamAlex 1.367
17.02.2020 03:41 Uhr schrieb Cineast_Fan
Ich kenne den noch nicht, aber ist der wirklich so heftig im Vergleich zu den Vorgängern,dass FSK 16 sein musste?


Naja..es geht schon zur Sache, aber der Film hat trotzdem wie die anderen Filme ein PG 13 Rating.

19.02.2020 00:15 Uhr - teschi13
17.02.2020 22:57 Uhr schrieb Jimmy Conway
Und was sollen die albernen Vergleiche mit Filme wie "Es war einmal in Amerika" und "The Irishman"?
Das ist ganz anderes Terrain.


Ich bin der Meinung, dass, zumindest für uns ältere Semester, Filmaufführungen in 3D ganz gut getan haben. Da ist der Schnittmeister quasi gezwungen, ruhiger zu schneider, damit das Publikum im Kino nicht reihenweise kotzt.
Besonders "Rogue One" fällt mir dazu ein: ein actionbetonter Film, der aufgrund der Schnitttechnik trotzdem immer übersichtlich bleibt.

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