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Veröffentlicht am von The Undertaker

Mulan - Disneys Realverfilmung startet mit PG-13-Freigabe

Disney wird im Frühjahr 2020 mit Mulan eine weitere Live-Action-Adaption ihrer Zeichentrickfilme in die weltweiten Kinos bringen. Yifei Liu wird die titelgebende Heldin spielen, außerdem mit dabei sind u.a. auch Jet Li (als Kaiser), Donnie Yen (als Commander Tung) und Jason Scott Lee (als Bori Khan).

Laut Gerüchten soll es in dem Film keine Gesangseinlagen wie im Zeichentrickfilm geben und der kleine Drache Mushu wurde wohl wirklich, wie im Trailer zu sehen, aus dem Film gestrichen bzw. durch einen Phönix ersetzt. Umfangreiche Nachdrehs gab es auch. Man scheint hier wohl tatsächlich einen etwas ernsteren Film abgeliefert zu haben, denn auch die US-Freigabe spricht dafür. Die MPA vergab erstmals für eine Disney-Live-Action-Adaption eine PG-13-Freigabe "for sequences of violence". Deutscher Kinostart ist am 26.03.2020.

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Mulan

(OT: Mulan, 2020)
Meldung:

Kommentare

20.02.2020 04:14 Uhr - diamond
Ein ernsterer Film mit asiatischen Darstellern und PG13?Ich bezweifle stark dass diese Rechnung aufgeht und der Film ein Erfolg wird.Mich spricht der Trailer durchaus an,aber ob das auch für die anvisierte Zielgruppe gilt?Nur der Titel alleine wird wohl keinen Blockbuster garantieren.Für mich eine Wundertüte,bin gespannt was daraus wird

20.02.2020 05:26 Uhr - KKinski
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Mal schauen, was die FSK sagt, vielleicht hat meine Tochter ja Glück. Den Trailer fand ich schon recht ansprechend.

20.02.2020 08:55 Uhr - MrCreazil
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20.02.2020 04:14 Uhr schrieb diamond
Ein ernsterer Film mit asiatischen Darstellern und PG13?Ich bezweifle stark dass diese Rechnung aufgeht und der Film ein Erfolg wird.


In China womöglich schon. Und da Hollywood inzwischen lieber dahin schielt, würde die Rechnung schon aufgehen.

20.02.2020 12:24 Uhr - Laughing Vampire
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Heute würde Mulan wohl irgendwo in der tristen chinesischen Provinz versuchen, ihre willkürlich festgenommenen Eltern zu retten und am Ende selbst in einen Gulag sterben, wenn sie zuvor nicht am Coronavirus verendet, wegen fehlendem Gesundheitswesen. Den Film brauche ich nicht. Diese ganzen Koproduktionen für den chinesischen Markt sind mir so zuwider... Vor allem, wenn sich der Staatsapparat darin indirekt für die "uralte Kultur" des Landes feiern kann, obwohl er vor 50 Jahren genau jene Kultur restlos beseitigen wollte. Zum Glück geht da jetzt eh alles den Bach runter.

20.02.2020 12:55 Uhr - Rudi Ratlos
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Das Ding wird imo der erste dicke Flop für Disney dieses Jahr. Für welche Zielgruppe soll der sein? Im asiatischen Raum kommen Filme der Art gefühlt im Wochentakt raus, für den Zuschauer dort ist er nur einer von vielen und für den westlichen Markt wurden viele Elemente des Trickfilms gestrichen, so dass der Film für die meisten uninteressant sein dürfte...

20.02.2020 13:39 Uhr - Mr.Tourette
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20.02.2020 12:24 Uhr schrieb Laughing Vampire
Heute würde Mulan wohl irgendwo in der tristen chinesischen Provinz versuchen, ihre willkürlich festgenommenen Eltern zu retten und am Ende selbst in einen Gulag sterben, wenn sie zuvor nicht am Coronavirus verendet, wegen fehlendem Gesundheitswesen. Den Film brauche ich nicht. Diese ganzen Koproduktionen für den chinesischen Markt sind mir so zuwider... Vor allem, wenn sich der Staatsapparat darin indirekt für die "uralte Kultur" des Landes feiern kann, obwohl er vor 50 Jahren genau jene Kultur restlos beseitigen wollte. Zum Glück geht da jetzt eh alles den Bach runter.


Das unterschreibe ich mal so. Post of the week! :D

20.02.2020 20:27 Uhr - Dr. Brot
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20.02.2020 12:24 Uhr schrieb Laughing Vampire
Heute würde Mulan wohl irgendwo in der tristen chinesischen Provinz versuchen, ihre willkürlich festgenommenen Eltern zu retten und am Ende selbst in einen Gulag sterben, wenn sie zuvor nicht am Coronavirus verendet, wegen fehlendem Gesundheitswesen. Den Film brauche ich nicht. Diese ganzen Koproduktionen für den chinesischen Markt sind mir so zuwider... Vor allem, wenn sich der Staatsapparat darin indirekt für die "uralte Kultur" des Landes feiern kann, obwohl er vor 50 Jahren genau jene Kultur restlos beseitigen wollte. Zum Glück geht da jetzt eh alles den Bach runter.


Es ist schön zu sehen, daß sich die antichinesische Propaganda des Westens so wunderbar in den Köpfen der Bürger verfängt. Ich gehe mal davon aus, daß ihre Vorstellungen China betreffend hauptsächlich von der Berichterstattung in den deutschen Medien geprägt ist. Dumm nur, daß die ein ziemlich verzerrtes Bild wiedergibt, das mit der erlebten Realität der Bevölkerung vor Ort nur sehr wenig zu tun hat, aber zum Glück kann man sich hierzulande problemlos in seiner, von Fernsehen und Zeitung geschaffenen Filterblase einrichten, ohne Gefahr zu laufen, durch konträre Darstellungen gestört zu werden.

Würde man über andere Staaten ähnlich herziehen, wie über China, würden die üblichen Verdächtigen sicherlich sofort "Haß" und "Hetze" (oder schlimmeres) schreien, aber einige Menschen sind eben gleicher als andere und wenn bloß Chinesen die Opfer übler Veleumdungskampagnen sind, kann man schon mal beide Augen zudrücken.

Ihre Schadenfreude darüber, daß im bevölkerungsreichsten Land der Erde nun alles "den Bach runtergeht", finde ich vom moralischen Standpunkt aus dann allerdings doch höchst bedenklich. Es mag sie vielleicht verwundern, aber Chinesen sind auch nur Menschen die darauf hoffen, trotz aller Widrigkeiten ihr Leben halbwegs unbeschadet über die Runden zu bringen und für sich und ihre Familie eine lebenswerte Zukunft wünschen. Außerdem, wenn China tatsächlich den Bach runtergehen sollte, dann wird Deutschland schon sehr bald ebenfalls den Orkus runterschwimmen. Könnte gut sein, daß ihnen ihre hämische Freude über das Elend der Chinesen noch im Halse steckenbleibt.

China hat eine über 4000jährige Kulturgeschichte, die Klammern um die Worte "uralt" und "Kultur" darf man da getrost weglassen, und ja, die Chinesen feiern diese Geschichte und sind sehr stolz auf ihre Vergangenheit, daran konnte selbst die Kulturrevolution nichts ändern. Auch wenn Maos Konterfei überlebensgroß am Platz des Himmlischen Friedens hängt, sieht man viele seiner "Großtaten" alles andere als unkritisch. Die Chinesen wissen selbst, daß damals so einiges ziemlich suboptimal gelaufen ist, aber eine Nation, dessen Wurzeln so weit zurückreichen, denkt in etwas anderen historischen Maßstäben. Die haben schon weitaus schlimmeres erlebt.

Was den Film angeht, diese ganzen Realverfilmungen die Disney seit einigen Jahren wie am Fließband raushaut, weil denen offensichtlich nichts neues mehr einfällt, gehen mir völlig am Allerwertesten vorbei.

20.02.2020 20:44 Uhr - Laughing Vampire
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20.02.2020 20:27 Uhr schrieb Dr. Brot
Es ist schön zu sehen, daß sich die antichinesische Propaganda des Westens so wunderbar in den Köpfen der Bürger verfängt. Ich gehe mal davon aus, daß ihre Vorstellungen China betreffend hauptsächlich von der Berichterstattung in den deutschen Medien geprägt ist. Dumm nur, daß die ein ziemlich verzerrtes Bild wiedergibt, das mit der erlebten Realität der Bevölkerung vor Ort nur sehr wenig zu tun hat, aber zum Glück kann man sich hierzulande problemlos in seiner, von Fernsehen und Zeitung geschaffenen Filterblase einrichten, ohne Gefahr zu laufen, durch konträre Darstellungen gestört zu werden.

Das läßt mich gerade sprachlos zurück, so falsch, ignorant und kulturrelativistisch ist das. Wer den Rattenfängern des Verbrecherstaats China so endgültig auf den Leim gegangen ist, für den ist wohl jede Hilfe zu spät. Ich ziehe im März übrigens nach Taiwan und habe das letzte Jahrzehnt auch überwiegend in Ostasien verbracht, aber klar, die böse deutsche Mainstreampresse (die ja eigentlich auch immer schön relativiert, wo nichts zu relativieren ist) hat mich zum hirnlosen China-Hasser gemacht, nicht mein ausführliches Wissen über nicht zu verharmlosende Menschenrechtsverletzungen und mein Kontakt zu Leuten aus dem Raum, die tatsächlich darunter leiden und deren Verwandte nun an einem eigentlich wenig bedrohlichen Virus dahinsiechen. Autoritäre Diktaturen sind schon was Tolles, nicht? Unglaublich.

20.02.2020 20:57 Uhr - Ralle87
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20.02.2020 13:39 Uhr schrieb Mr.Tourette
20.02.2020 12:24 Uhr schrieb Laughing Vampire
Heute würde Mulan wohl irgendwo in der tristen chinesischen Provinz versuchen, ihre willkürlich festgenommenen Eltern zu retten und am Ende selbst in einen Gulag sterben, wenn sie zuvor nicht am Coronavirus verendet, wegen fehlendem Gesundheitswesen. Den Film brauche ich nicht. Diese ganzen Koproduktionen für den chinesischen Markt sind mir so zuwider... Vor allem, wenn sich der Staatsapparat darin indirekt für die "uralte Kultur" des Landes feiern kann, obwohl er vor 50 Jahren genau jene Kultur restlos beseitigen wollte. Zum Glück geht da jetzt eh alles den Bach runter.


Das unterschreibe ich mal so. Post of the week! :D


Kann mich dem nur anschliessen. Grossartiger Post!!!

20.02.2020 21:38 Uhr - Dr. Brot
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20.02.2020 20:44 Uhr schrieb Laughing Vampire
Das läßt mich gerade sprachlos zurück, so falsch, ignorant und kulturrelativistisch ist das. Wer den Rattenfängern des Verbrecherstaats China so endgültig auf den Leim gegangen ist, für den ist wohl jede Hilfe zu spät. Ich ziehe im März übrigens nach Taiwan und habe das letzte Jahrzehnt auch überwiegend in Ostasien verbracht, aber klar, die böse deutsche Mainstreampresse (die ja eigentlich auch immer schön relativiert, wo nichts zu relativieren ist) hat mich zum hirnlosen China-Hasser gemacht, nicht mein ausführliches Wissen über nicht zu verharmlosende Menschenrechtsverletzungen und mein Kontakt zu Leuten aus dem Raum, die tatsächlich darunter leiden und deren Verwandte nun an einem eigentlich wenig bedrohlichen Virus dahinsiechen. Die Nazis hatten ja auch ihre guten Seiten, nicht wahr? Unglaublich.


Und es läßt mich sprachlos zurück, wenn Leute ganz offen ihre Freude darüber ausdrücken, wenn ein Staat, den sie nicht leiden können, vor die Hunde geht. Sie wissen, daß ein Zusammenbruch der chinesischen Staatsmacht mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Massenelend führen würde, das schier unbeschreiblich wäre? Wie soll ich das denn ihrer Meinung nach auffassen, wenn sie schreiben: "Zum Glück geht da jetzt eh alles den Bach runter." Sie freuen sich, daß es den Menschen schlecht geht. Großartig!

Würden sie es genauso als Glück empfinden, wenn Deutschland, Frankreich, Großbritannien, oder die USA den Bach runtergehen? Sind die nicht auch Verbrecherstaaten, wo sie doch seit Jahrzehnten gepflegt aufs Völkerrecht scheißen und in aller Welt - nicht innerhalb ihrer eigenen Grenzen wohlgemerkt, sondern in anderen, souveränen Staaten - nach eigenem Gusto Regierungen stürzen, Bomben werfen, ganze Gebiete verseuchen, Terroristen unterstützen und Hunderttausende durch Sanktionen ermorden?

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen schmeißen, der Misthaufen vor der Haustür der westlichen Wertegmeinschaft ist wahrlich groß genug. Aber statt dagegen etwas zu unternehmen schreibt unsere Presse lieber über ferne Länder, wo "die Bösen" regieren und daß wir endlich wieder "Verantwortung" übernehmen müssen, um deren teuflischem Treiben ein Ende zu bereiten.

Schön, sie haben in Ostasien gelebt und sie ziehen nach Taiwan, was wollen sie mir damit sagen? Daß sie sich besser auskennen, was die Chinesen wollen, als ich, oder die Chinesen selbst? Es gibt genügend Chinesen, die sich darüber aufregen, wie ihr Land im Westen dargestellt wird und ich kann denen nur beipflichten, wenn ich etwa sehen muß, wie der Spiegel auf die Titelseite eine Person im Seuchenanzug druckt und dann die Schlagzeile "Made in China" drunterklatscht. Das ist übelste Propaganda, die einzig und allein dem Zweck dient, die Angst vor "dem Chinesen" zu schüren. Oder wollen sie sowas allen ernstes als seriösen Journalismus bezeichnen?

Wie wenig bedrohlich das Coronavirus ist, war anfangs gar nicht bekannt, wobei selbst eine Mortalitätsrate von 2% immer noch Millionen Tote bedeuten kann, und egal welche Maßnahmen die Chinesen ergreifen, der Westen hat sowieso etwas daran auszusetzen. Erst waren sie nicht schnell genug, dann sind ihre Maßnahmen zu radikal. Wenn es ihnen nicht gelingen sollte, das Virus einzudämmen und es deshalb zur Pandemie kommt, dann wird man wohl fragen, warum die chinesische Regierung nicht mehr getan hat, um das zu verhindern. Es war und ist eine Notsituation und ich möchte nicht wissen, was in Deutschland los wäre, wenn wir mit einem neuartigen Erreger konfrontiert wären, der sich rasant ausbreitet. Unsere mangelhafte Planung bei diversen Großprojekten läßt mich aber schlimmes erwarten.

Und welche Menschenrechtsverletzungen meinen sie? Hongkong? Xinjiang? Falun Gong? Tibet? Tiananmen '89? Jedes einzelne dieser Ereignisse wurde und wird von der deutschen Presse propagandistisch ausgeschlachtet ohne die ganze Wahrheit zu erzählen.

„Was wir eigentlich erhoffen, ist Blutvergießen, der Moment, in dem die Regierung bereit ist, das Volk schamlos niederzumetzeln. Erst wenn der Platz voller Blut ist, werden die Menschen in China ihre Augen öffnen. Nur dann werden sie wirklich vereint sein. Aber wie kann ich das meinen Kommilitonen erklären?“
- Chai Ling, chinesische Studentenführerin am 28. Mai 1989

Nazis? Wirklich?

21.02.2020 10:55 Uhr - Mr.Tourette
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Senfzugabe meinerseits: Was mich meistens noch mehr aus der Fassung bringt, als die Chinesen, die jedes Tier auf der Welt als Potenzmittel oder als Heilzwecke verzehren, sind unsere "demokratischen" Politiker die sich gemeinsam mit Konzernen als gemeinsame machtgeile Oligarchie diesem Staat andbiedern und sich und unsere Zukunft verkaufen.

Weil alles, was in Europa nach dem Krieg aufgebaut, geleistet und vom Kapital für die Mittelschicht erkämpft wurde, wird aus dem westlichen Fenster in den chinesischen Moloch geschmissen, wo ein paar Wenige wiedereinmal ihre Taschen prall vollfüllen, während die Masse, die den ganzen Mist finanziert, durch die Finger schaut.

Brauchen wir in Europa nicht vor unserer eigenen Tür kehren, was soziale Umverteilung, Umweltschutz, Chancen für Alle, Subventionen für soziales und ökologisches Wirtschaften betrifft? Nein, das kommt einem auch das Grausen. Aber wir haben mehr an Werten und Freiheiten zu verlieren, als die beiden fürchterlichen Supermächte USA und China.

Und immerhin kann ich sowas noch im Internet schreiben, ohne Angst haben zu müssen, ein Minus in meinem tollen sozialen Ranking zu bekommen und darf Politiker mit Winnie Puuh vergleichen...

21.02.2020 17:56 Uhr - Seán
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20.02.2020 12:24 Uhr schrieb Laughing Vampire
Zum Glück geht da jetzt eh alles den Bach runter.


Ich hoffe, dass die Aussage, die hinter diesem Satz steht, tatsächlich nicht so gemeint ist, wie Dr. Brot (und auch ich) sie auf Anhieb verstehen.
Ich habe deine Kommentare bisher meist mit Interesse gelesen und geschätzt. Deswegen erschreckt es mich umso mehr, nun so eine Aussage von dir zu lesen.
So nach dem Motto: Gut, da sterben gerade Menschen an einem Virus, aber wenn wir danach einen demokratischen Staat nach westlichem Vorbild aufbauen können, dann ist es gut so.

22.02.2020 01:38 Uhr - Laughing Vampire
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21.02.2020 17:56 Uhr schrieb Seán
20.02.2020 12:24 Uhr schrieb Laughing Vampire
Zum Glück geht da jetzt eh alles den Bach runter.


Ich hoffe, dass die Aussage, die hinter diesem Satz steht, tatsächlich nicht so gemeint ist, wie Dr. Brot (und auch ich) sie auf Anhieb verstehen.
Ich habe deine Kommentare bisher meist mit Interesse gelesen und geschätzt. Deswegen erschreckt es mich umso mehr, nun so eine Aussage von dir zu lesen.
So nach dem Motto: Gut, da sterben gerade Menschen an einem Virus, aber wenn wir danach einen demokratischen Staat nach westlichem Vorbild aufbauen können, dann ist es gut so.

Nein. Die Leute sterben ja wegen der Regierung überhaupt massenweise an diesem Virus. Ohne die KPCh-typische systematische Korruption, Ignoranz und Menschenverachtung wäre das nie zur Epidemie geworden. Aber wir sprechen von einem Regime, das seit 1949 nur für Tod und Elend verantwortlich ist, unter anderem das größte Massensterben der gesamten Menschheitsgeschichte. Und das soll bitte mitsamt seiner Wirtschaft den Bach runtergehen, denn die Wirtschaft ist der Hauptgrund, weswegen sie überhaupt ihre Macht legitimieren können. Man wird in China keinen friedlichen Mauerfall erleben, wo alle von heute auf morgen Demokratie und Meinungsfreiheit haben wollen (und diese Werte sind für mich zentral). Das Land ist in einer kompletten Sackgasse, und unproblematisch wird das nicht von der Bühne gehen, auch wenn das wünschenswert wäre. Aber was ist die Alternative? Das chinesische Wirtschaftswunder war von Beginn an nur eine Blase und alle Zahlen gefälscht. Der Untergang ist wie bei allen Diktaturen seit jeher nur eine Frage der Zeit, und je eher, desto besser. Um weitere Jahrzehnte von Leid, Folter, Unterdrückung und Tod zu verhindern. Kurz: Weil ich nicht will, daß die Chinesen leiden, hoffe ich, daß die Regierung untergeht -- vor allem in ihrer derzeitigen Inkarnation unter Xi Jinping. Also bitte nicht falsch interpretieren. Wenn du mit meiner Einstellung nicht einverstanden bist, akzeptiere ich das gerne und hoffe, du liest meine Kommentare auch weiterhin mit Interesse, das ehrt und freut mich nämlich sehr. Auf Dr. Brots Gewäsch gehe ich allerdings nicht mehr ein. Das wirkt auf mich zu fanatisch.

22.02.2020 09:49 Uhr - Underdog78
Deine kommentare wirken auf mich allerdings nicht weniger fanatisch.

22.02.2020 16:41 Uhr - Skeletor
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@Dr. Brot:
"Die Chinesen wissen selbst, daß damals so einiges ziemlich suboptimal gelaufen ist, aber eine Nation, dessen Wurzeln so weit zurückreichen, denkt in etwas anderen historischen Maßstäben."
Lol, 20 Millionen Tote ist in der Tat "suboptimal"...und die Formulierung "andere historische Maßstäbe" ist hoch interessant - Stalinismus und Nationalsozialismus sind da die Begriffe, die mir in diesem Zusammenhang einfallen.

Aber egal, zurück zum Thema: Meine Frau liebt den Mulan von 1998. Als ich ihr eröffnet habe, dass die neue Version ohne Mushu und Gesangseinlagen auskommt, sagte sie nur "Dann brauche ihn den auch nicht anschauen".
Dass man den hoch lukrativen chinesischen Markt anpeilt ist ja ok, aber wenn man dafür die bestehenden Fans derart vor den Kopf stößt, sollte man sich das doch noch einmal gut überlegen...
China hat genug eigene Filme dieser Art. Die werden ihn knallhart ignorieren.

22.02.2020 19:46 Uhr - Dr. Brot
22.02.2020 01:38 Uhr schrieb Laughing Vampire
Nein. Die Leute sterben ja wegen der Regierung überhaupt massenweise an diesem Virus. Ohne die KPCh-typische systematische Korruption, Ignoranz und Menschenverachtung wäre das nie zur Epidemie geworden.


1. Es gibt genügend andere Länder in denen ebenfalls systematische Korruption, Ignoranz und Menschenverachtung regiert, ich bin sogar versucht zu sagen, daß unser Land dazugehört. In jedem Falle sind wir aber mit vielen davon verbündet, befreundet oder feiern sie gar als Leuchtturm der Demokratie, und trotzdem wünschen sich nur realitätsfremde Idealisten oder skrupellose Machtmenschen, daß deren Regierungen in einem Bürgerkrieg mal schnell weggemacht werden. Hat ja schließlich schon in Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien so wunderbar funktioniert, da kann es in China sicherlich auch nicht schaden. Manche Leute sind offensichtlich enorm lernresistent, völlig verblendet, oder schlicht von der Sorte, die die Welt einfach nur brennen sehen will.

2. Sie tun ja gerade so, als hätte die chinesische Regierung mit Absicht dafür gesorgt, daß die eigene Wirtschaft wochenlang lahmliegt und eine grassierende Seuche das Land in die Knie zwingt, Es sieht nun tatsächlich danach aus, daß in China langsam die Eindämmung der Epidemie gelingt, während sie in so demokratischen und fortschrittlichen Ländern wie Südkorea und Italien dagegen anfängt sich unkontrolliert auszubreiten, obwohl die wußten, was da auf sie zukommt und sie genügend Zeit hatten, sich darauf vorzubereiten. Sterben die Leute da dann auch "wegen" der dortigen Regierungen? Wenn das Virus bei uns um sich greifen sollte und dann die Leute umfallen wie die Fliegen, ist dann auch Merkel schuld? Die Behauptung, es wäre nie zu einer Epidemie gekommen, wenn die Chinesen nur eine andere, eine bessere Regierung hätten ist schlicht unbeweisbar. Eine Krankheit einzudämmen, die wie eine harmlose Grippe daherkommt und dadurch erstmal keinen großen Verdacht erregt, dürfte auch unser Gesundheitssystem vor schwerwiegende Probleme stellen.

Aber wir sprechen von einem Regime, das seit 1949 nur für Tod und Elend verantwortlich ist, unter anderem das größte Massensterben der gesamten Menschheitsgeschichte. Und das soll bitte mitsamt seiner Wirtschaft den Bach runtergehen, denn die Wirtschaft ist der Hauptgrund, weswegen sie überhaupt ihre Macht legitimieren können.


1. Die chinesischen Kommunisten konnten nur durch die tatkräftige Unterstützung der Vereinigten Staaten überhaupt die Macht im Land übernehmen. Klingt komisch, ist aber so. Die Amis lieferten denen nicht nur Waffen und organisierten ihnen einen sicheren Rückzugsort in der Mandschurei, sondern schmissen Chiang Kai-shek bei seinem Kampf gegen Mao auch noch permanent Knüppel zwischen die Beine und ruinierten überdies durch massive Silberaufkäufe die chinesische Währung, was zu einer Hyperinflation führte, die den Kuomintang endgültig den Rückhalt in der Bevölkerung entzog. Das Übel wurde also, wie schon in der Sowjetunion, mit westlicher Unterstützung herangezüchtet und wie viele Menschen die umbrachten, war solange von nachrangigem Interesse, wie man mit ihnen einträgliche Geschäfte machen konnte.

2. Zu hoffen, daß ein Land im Chaos versinkt, wegen etwas das vor 60 Jahren unter einer Regierung passierte, die schon längst nicht mehr an der Macht ist, ist doch völlig irrsinnig und ungefähr so bescheuert, also würde man den USA wegen Vietnam einen zweiten Bürgerkrieg an den Hals wünschen, oder in Frankreich wegen Algerien eine neue Revolution herbeisehnen. Mao ist tot und seine Politik ist größtenteils mit ihm gestorben. Der Wind, der heute in China weht, ist ein anderer.

3. Sie geben also zu, daß die chinesische Regierung eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik betreibt, die sich positiv auf das Leben der Bevölkerung auswirkt. Aber weil ihnen die Regierungsform nicht schmeckt, hoffen sie auf einen wirtschaftlichen Zusammenbruch des ganzen Landes der unabwendbar alle Chinesen mit in den Abgrund reißen und ein fürchterliches Elend verursachen würde. Und warum? Nur damit die da drüben dann vielleicht irgendwann einmal eine Ihnen genehme, weil "demokratische" Regierung bekommen, die dann genauso gepflegt auf den Volkswillen defäkieren kann, wie die unsere? Übrigens, jede Regierung legitimiert sich in erster Linie dadurch, daß sie das Wohl der eigenen Bürger fördert und sichert. Es wird sich wohl kaum jemand für eine Staatsform begeistern, die das Land in den Ruin treibt, egal wie demokratisch sie ist.

22.02.2020 19:46 Uhr - Laughing Vampire
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Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 339
22.02.2020 16:41 Uhr schrieb Skeletor
Lol, 20 Millionen Tote ist in der Tat "suboptimal"...und die Formulierung "andere historische Maßstäbe" ist hoch interessant - Stalinismus und Nationalsozialismus sind da die Begriffe, die mir in diesem Zusammenhang einfallen.

Vor allem ist auch interessant, warum diese mythischen "anderen Maßstäbe" (aufgrund fünftausendjähriger Geschichte und derartigem Blut-und-Boden-Quatsch) nur für das kommunistische China zu gelten scheinen, nicht aber für die historisch ältere Republik China auf Taiwan, die immerhin nie versucht hat, genau diese Geschichte vom Erdboden verschwinden zu lassen.

22.02.2020 19:49 Uhr - Dr. Brot
22.02.2020 01:38 Uhr schrieb Laughing Vampire
Man wird in China keinen friedlichen Mauerfall erleben, wo alle von heute auf morgen Demokratie und Meinungsfreiheit haben wollen (und diese Werte sind für mich zentral). Das Land ist in einer kompletten Sackgasse, und unproblematisch wird das nicht von der Bühne gehen, auch wenn das wünschenswert wäre. Aber was ist die Alternative? Das chinesische Wirtschaftswunder war von Beginn an nur eine Blase und alle Zahlen gefälscht. Der Untergang ist wie bei allen Diktaturen seit jeher nur eine Frage der Zeit, und je eher, desto besser. Um weitere Jahrzehnte von Leid, Folter, Unterdrückung und Tod zu verhindern.


Eben, die Chinesen wissen, daß ein Zusammenbruch des kommunistischen Systems dieselben Konsequenzen nach sich ziehen würde, wie in der Vergangenheit der Niedergang des Kaisertums: jahrzehntelanger Bürgerkrieg, wirtschaftlicher Zusammenbruch, zig Millionen Tote und ein verheertes Land. Die Umstürze in Syrien und Libyen haben bereits zu fürchterlichen humanitären Katastrophen geführt, aber China ist noch einmal ein ganz anderes Kaliber, da würden sich endlose Flüchtlingsströme über die Welt ergießen, die globale Wirtschaft würde kollabieren, das Ausmaß an Hunger und Not würde jeder Beschreibung spotten. Von Demokratie und Meinungsfreiheit kann keiner was abbeißen. Was bringt's mir, wenn ich meine Meinung frei äußern darf und alle paar Jahre Politiker wählen kann, die sich am Ende doch einen Dreck für mich interessieren, aber das Land in Trümmern liegt, ich keine Arbeit finde und mit ansehen muß, wie meine Kinder im Elend aufwachsen?

China hatte erst zwischen 1839 und 1949 unter einer endlosen Folge von Kriegen zu leiden, die weit über 50 Millionen Menschen das Leben gekostet und das Land weitgehend ruiniert haben. Ist es da verwunderlich, wenn die Chinesen die Stabilität des jetzigen Regimes, das ihnen in den letzten 40 Jahren einen zunehmenden Wohlstand und vermehrte Weltgeltung beschert hat, einer nur rein hypothetischen, freiheitlichen Gesellschaft, für die es in der Geschichte Chinas absolut keinen Präzedenzfall gibt, vorziehen? Würden sie für eine demokratischere Gesellschaft eine Wiederholung des 30jährigen Krieges in Kauf nehmen, obwohl nicht einmal sicher wäre, daß am Ende das System steht, für das sie kämpfen? Daß der Untergang der chinesischen Diktatur nur eine Frage der Zeit ist, ist übrigens eine Binsenweisheit, denn dasselbe gilt für alle politischen Systeme. Schon unsere Bundeskanzlerin meinte einmal, daß Deutschland "keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft für alle Ewigkeit" habe.

Außerdem, welche Werte für sie zentral sind, ist vollkommen unerheblich. Was in diesem Zusammenhang einzig zählt, ist, was die Chinesen selbst wollen und welche Werte für sie von Bedeutung sind und die sind nicht zwangsläufig mit den Ihren kongruent. Die Chinesen kennen ihr Land, seine Menschen und seine Geschichte sicherlich besser als Sie es tun, und es gehört schon ein gerüttelt Maß an Überheblichkeit und Arroganz dazu, einem anderen Volk zu diktieren, wie es seine Gesellschaft zu ordnen hat, und ihm auch noch zu sagen, daß es doch bitte Krieg gegen die eigene Regierung führen soll, weil die nicht westlichen Vorstellungen entspricht. Dieses selbstgefällige und paternalistische "Wir wissen schon, was gut für euch ist," das Leute wie Sie an den Tag legen, mussten nicht nur die Chinesen über hundert Jahre über sich ergehen lassen und es war nie zu deren Vorteil, sondern hat einen unfaßbaren Schaden verursacht. Es ist nicht verwunderlich, daß die Menschen in vielen Ländern der Welt von diesem Gehabe die Schnauze gestrichen voll haben.

22.02.2020 19:50 Uhr - Dr. Brot
Was ist das überhaupt für ein abstruser Gedanke, daß man die gegenwärtige Sicherheit und unbestreitbar günstige Entwicklung opfern soll, für etwas, das schon im Westen nicht richtig funktioniert. Vielleicht ist es ihnen noch nicht aufgefallen, aber auch wir befinden uns längst in einer politischen und wirtschaftlichen Sackgasse, aus der wir ohne weiteres nicht mehr rauskommen. Unser gesamtes System basiert auf ewigem Wachstum, einer ständigen Konsumsteigerung und immer mehr Schulden, mit anderen Worten, wir erhalten unseren Wohlstand auf Kosten zukünftiger Generationen und vernichten dabei die ganze Welt. Auch diese Blase wird irgendwann platzen und unser gesamtes System mit ihm untergehen, und es wird sich, wie alle politischen Systeme, mit Zähnen und Klauen gegen den eigenen Untergang wehren. Trotzdem bezweifle ich, daß Sie für den längst überfälligen Systemwechsel schon morgen zu den Waffen greifen und die Revolution ausrufen werden.

Tatsache ist nun allerdings, daß sich China rasant entwickelt, während im Westen weitgehend Stagnation herrscht, politisch, wirtschaftlich, intellektuell, wie künstlerisch. An allen Ecken und Enden kriselt es und viele fragen sich, wie es in unserer Weltgegend weitergehen soll, während in China die Leute hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. In der Sackgasse sind also wohl eher wir, als die Chinesen.

22.02.2020 01:38 Uhr schrieb Laughing Vampire
Kurz: Weil ich nicht will, daß die Chinesen leiden, hoffe ich, daß die Regierung untergeht -- vor allem in ihrer derzeitigen Inkarnation unter Xi Jinping. Also bitte nicht falsch interpretieren. Wenn du mit meiner Einstellung nicht einverstanden bist, akzeptiere ich das gerne und hoffe, du liest meine Kommentare auch weiterhin mit Interesse, das ehrt und freut mich nämlich sehr.


Kurz: Weil sie nicht wollen, daß die Chinesen leiden, hoffen sie, daß China im Bürgerkrieg versinkt, hunderte Millionen Chinesen ihre Arbeit und ihre Heimat verlieren, unzählige eines gewaltsamen Todes sterben, das Land auf Jahrzehnte hinaus nicht mehr befriedet werden kann und alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritte der letzten Jahrzehnte zunichte gemacht werden. Hört sich logisch an.

Zum Glück sind die meisten Chinesen nicht so verrückt, den Heilsversprechen westlicher Demokratieprediger Glauben zu schenken. Die wissen, daß Wandel Zeit braucht und ein gewaltsamer Umsturz das Land nur ins Unglück stürzen würde. In den nächsten 20 Jahren werden auch noch die letzten Parteikader, die unter Mao indoktriniert wurden und seinen Geist am Leben erhalten, langsam wegsterben und diejenigen, die in den 80er und 90er Jahren geboren wurden, in die höheren Ämter nachrücken. Dadurch wird sich zwangsläufig auch ein gewisser Mentalitätswandel einstellen, denn diese Generation ist weitaus gebildeter und weltgewandter, als ihre Großväter und Väter. Unseren westlichen Wertevorstellungen wird das Land freilich auch dann nicht entsprechen, aber das geht uns einen feuchten Kehricht an.


Auf Dr. Brots Gewäsch gehe ich allerdings nicht mehr ein. Das wirkt auf mich zu fanatisch.


Daß Sie auf mein "Gewäsch" nicht eingehen wundert mich nicht, denn dieser einfältige Irrsinn, den Sie in den Äther absondern, läßt sich mit nachvollziehbaren Argumenten kaum rechtfertigen.

22.02.2020 20:27 Uhr - Dr. Brot
22.02.2020 16:41 Uhr schrieb Skeletor
Lol, 20 Millionen Tote ist in der Tat "suboptimal"...und die Formulierung "andere historische Maßstäbe" ist hoch interessant - Stalinismus und Nationalsozialismus sind da die Begriffe, die mir in diesem Zusammenhang einfallen.


"Suboptimal" war ein absichtlicher Euphemismus. Ich hätte auch ein anderes Wort verwenden können, aber ich ging davon aus, daß die Leute hier schon klug genug sind um zu verstehen, was gemeint ist.

Das "andere historische Maßstäbe" ist aber tatsächlich wörtlich gemeint. China hatte in seiner Geschichte zahlreiche Katastrophen zu überwinden, die in Europa nur mit der Pestepidemie des 14. Jahrhunderts vergleichbar sind. Ereignisse, die zu einem Bevölkerungsrückgäng von über 50% führten, gab es mehrfach und bis ins 20. Jahrhundert hinein waren Hungersnöte in der einen oder anderen Provinz eine fast jährliche Erscheinung. Bei der großen Hungernot von 1876 etwa starb in einigen Teilen der Provinz Shanxi 90% der Bevölkerung.

Hunger durchzieht also die chinesische Geschichte wie ein roter Faden, der "Große Sprung" bildete da nur den, zugegebenermaßen besonders fürchterlichen Abschluß. Man kann über die Kommunisten und gerade über Mao viel negatives sagen, aber eines muß man anerkennen, unter ihrer Herrschaft haben die ewigen Hungersnöte in China ihr Ende gefunden, ob wegen, oder trotz ihrer Politik sei dahingestellt. Allerdings sollte man bedenken, daß im demokratischen Indien auch heute noch knapp 200 Millionen Menschen unterernährt sind.

Die Chinesen wissen, daß es ihnen viel, viel schlechter gehen könnte als jetzt, gerade wenn das Land wieder in Zustände wie vor 1949 zurückfallen sollte. Dazu ging es der breiten Masse materiell wahrscheinlich noch nie so gut wie heute, da sind Meinungsfreiheit und bessere Möglichkeiten der politischen Partizipation eher nebensächlich, gerade bei den Älteren, die dergleichen ohnehin nie kennengelernt haben und noch ganz andere Verhältnisse miterleben mußten. In einigen Jahrzehnten mag sich in der Bevölkerung vermehrt das Bedürfnis nach solchen Freiheiten regen, aber gegenwärtig ist ihnen die politische Stabilität einfach wichtiger, weil die positive Entwicklung ohne dieselbe einfach unmöglich wäre.

22.02.2020 23:39 Uhr - D-Chan
4x
Menschen, die andere im Internet siezen, sind mir suspekt...

23.02.2020 02:12 Uhr - Skeletor
@Dr. Brot
"In einigen Jahrzehnten mag sich in der Bevölkerung vermehrt das Bedürfnis nach solchen Freiheiten regen, aber gegenwärtig ist ihnen die politische Stabilität einfach wichtiger..."
Das Problem hierbei ist nur, dass bei der momentanen technologischen Entwicklung der Kontroll- und Manipulationsinstrumente der kommunistischen Partei Chinas die Bevölkerung in ein paar Jahrzehnten nach "solchen Freiheiten" nicht mehr fragen braucht...
China ist sicherlich ein faszinierendes Land, es täte Hollywood allerdings ganz gut sich wieder auf die Bedürfnisse ihrer westlichen Primärmärkte zu konzentrieren.

23.02.2020 18:16 Uhr - Dr. Brot
23.02.2020 02:12 Uhr schrieb Skeletor
Das Problem hierbei ist nur, dass bei der momentanen technologischen Entwicklung der Kontroll- und Manipulationsinstrumente der kommunistischen Partei Chinas die Bevölkerung in ein paar Jahrzehnten nach "solchen Freiheiten" nicht mehr fragen braucht...
China ist sicherlich ein faszinierendes Land, es täte Hollywood allerdings ganz gut sich wieder auf die Bedürfnisse ihrer westlichen Primärmärkte zu konzentrieren.


Das ist allerdings eine Entwicklung, die sich nicht nur auf China beschränkt. Auch bei uns geht ja die Tendenz immer mehr in Richtung Totalüberwachung und wir brauchen uns da nicht irgendwelchen Illusionen hingeben, das wird früher oder später gegen die Bevölkerung verwendet werden, wenn dergleichen nicht schon längst geschieht.

China ist sicherlich ein faszinierendes Land, es täte Hollywood allerdings ganz gut sich wieder auf die Bedürfnisse ihrer westlichen Primärmärkte zu konzentrieren.


Willkommen im Kapitalismus. Hollywood produziert für den Markt, mit dem es die meiste Kohle scheffeln kann und in China läßt sich heute eben gut Kasse machen. Der Masse im Westen scheints ja auch egal zu sein, die rennen trotzdem noch in jede Blockbuster-Gurke rein. Ich würde mich ja auch freuen, wenn man sich in Hollywood wieder mehr darauf besinnen würde, anständige Geschichten zu erzählen, anstatt zu versuchen, es jeder Randgruppe irgendwie recht zu machen, daher alles auf den kleinsten gemeinsamen Nenner runterbricht und dann über das Endresultat nochmal mit viel CGI drüberkleistert, damit möglichst keinem aufällt, was für ein geistiger Dünnpfiff das eigentlich ist, aber der Zug ist wohl endgültig abgefahren.

22.02.2020 23:39 Uhr schrieb D-Chan
Menschen, die andere im Internet siezen, sind mir suspekt...


Manche Menschen sind von der Sorte, die will man gar nicht duzen. Da ist einem dann jedes sprachliche Mittel recht, um möglichst viel Distanz zu schaffen.

23.02.2020 18:16 Uhr - Dr. Brot
23.02.2020 18:16 Uhr schrieb Dr. Brot
23.02.2020 02:12 Uhr schrieb Skeletor
Das Problem hierbei ist nur, dass bei der momentanen technologischen Entwicklung der Kontroll- und Manipulationsinstrumente der kommunistischen Partei Chinas die Bevölkerung in ein paar Jahrzehnten nach "solchen Freiheiten" nicht mehr fragen braucht...


Das ist allerdings eine Entwicklung, die sich nicht nur auf China beschränkt. Auch bei uns geht ja die Tendenz immer mehr in Richtung Totalüberwachung und wir brauchen uns da nicht irgendwelchen Illusionen hingeben, das wird früher oder später gegen die Bevölkerung verwendet werden, wenn dergleichen nicht schon längst geschieht.

China ist sicherlich ein faszinierendes Land, es täte Hollywood allerdings ganz gut sich wieder auf die Bedürfnisse ihrer westlichen Primärmärkte zu konzentrieren.


Willkommen im Kapitalismus. Hollywood produziert für den Markt, mit dem es die meiste Kohle scheffeln kann und in China läßt sich heute eben gut Kasse machen. Der Masse im Westen scheints ja auch egal zu sein, die rennen trotzdem noch in jede Blockbuster-Gurke rein. Ich würde mich ja auch freuen, wenn man sich in Hollywood wieder mehr darauf besinnen würde, anständige Geschichten zu erzählen, anstatt zu versuchen, es jeder Randgruppe irgendwie recht zu machen, daher alles auf den kleinsten gemeinsamen Nenner runterbricht und dann über das Endresultat nochmal mit viel CGI drüberkleistert, damit möglichst keinem aufällt, was für ein geistiger Dünnpfiff das eigentlich ist, aber der Zug ist wohl endgültig abgefahren.

22.02.2020 23:39 Uhr schrieb D-Chan
Menschen, die andere im Internet siezen, sind mir suspekt...


Manche Menschen sind von der Sorte, die will man gar nicht duzen. Da ist einem dann jedes sprachliche Mittel recht, um möglichst viel Distanz zu schaffen.

23.02.2020 18:17 Uhr - Dr. Brot
Bin offensichtlich zu blöd den Editieren-Knopf zu finden. XD

23.02.2020 20:08 Uhr - Laughing Vampire
DB-Helfer
User-Level von Laughing Vampire 5
Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 339
23.02.2020 18:16 Uhr schrieb Dr. Brot
Manche Menschen sind von der Sorte, die will man gar nicht duzen. Da ist einem dann jedes sprachliche Mittel recht, um möglichst viel Distanz zu schaffen.

Also bist du einfach nur ein feindseliges Arschloch und von Anfang an nur auf Streit aus? Ich kann mir auch nichts Unsympathischeres als einen menschenverachtenden, kulturpessimistischen China-Versteher wie dich vorstellen, aber auf solche Ideen würde ich trotzdem nicht kommen. Immerhin ergibt es Sinn, daß jemand, der mit einer solchen Haltung durchs Leben geht, mit den Methoden einer KPCh sympathisiert.

24.02.2020 16:13 Uhr - Dr. Brot
23.02.2020 20:08 Uhr schrieb Laughing Vampire
Also bist du einfach nur ein feindseliges Arschloch und von Anfang an nur auf Streit aus? Ich kann mir auch nichts Unsympathischeres als einen menschenverachtenden, kulturpessimistischen China-Versteher wie dich vorstellen, aber auf solche Ideen würde ich trotzdem nicht kommen. Immerhin ergibt es Sinn, daß jemand, der mit einer solchen Haltung durchs Leben geht, mit den Methoden einer KPCh sympathisiert.


Ich nehme hiermit Ihre wohldurchdachten und exzellent vorgetragenen Argumente gegen meine oben dargebrachten Einwände und Erläuterungen zur Kenntnis und möchte mich bei dieser Gelegenheit für meine Unart entschuldigen, daß ich Personen, die sich offenbar nichts sehnlicher wünschen, als daß andere Länder in Krieg und Elend versinken (natürlich nur zum Wohle der Menschen dort), partout nicht ausstehen mag. Ich muß Ihnen allerdings ebenfalls mitteilen, daß ich nicht gewillt bin, diese meine Haltung zu ändern, da ich derartige Gedankengänge mit meinem Moralempfinden leider für unvereinbar halte.

Da ich aber erkenne, wie sehr Ihnen das Wohl aller Chinesen am Herzen liegt, möchte ich Sie bitten, Ihre wundervollen Ansichten unseren chinesischstämmigen oder immer noch chinesischen Mitbürgern, aber auch allen chinesischen Touristen und Geschäftsreisenden in Deutschland nicht vorzuenthalten. Gehen Sie zu ihnen, verbreiten Sie die frohe Botschaft, verkünden Sie ihnen die messianischen Worte: "Zum Glück geht in China jetzt eh alles den Bach runter." Ich bin mir sicher, man wird Ihre humanistische Gesinnung sogleich erkennen, Sie freudig umarmen und Ihnen auf ewig dankbar sein.

Einen schönen Tag noch.

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