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Veröffentlicht am von Tom Cody

Die Passion Christi: Auferstehung - Mel Gibson dreht ein Sequel zu seinem umstrittensten Film

Nachdem Mel Gibson 2016 mit seinem Kriegsdrama Hacksaw Ridge Publikum und Kritiker überzeugen konne, hörte man, zumindest was kommende Regieprojekte anging, für eine Weile nicht mehr viel. Der Grund: Gibson war da bereits mit der Planung, Skript und Vorarbeiten zu Die Passion Christi: Auferstehung beschäftigt. Bereits Ende 2016 kündigte er dieses Sequel an, allerdings mit der Einschränkung, dass es mindestens noch drei, vier Jahre bis zur endgültigen Fertigstellung dauern würde.

2004 lief Die Passion Christi in fast 4000 amerikanischen Kinos an. Trotz des vielleicht etwas sperrigen Themas (die letzten Stunden im Leben des Jesus von Nazareth) und der Tatsache, dass der Film komplett in Aramäisch, Hebräisch und Latein gedreht wurde, entwickelte er sich schnell zu einem echten Blockbuster. Die Passion Christi galt sogar lange Zeit als der erfolgreichste "R-Rated"-Film überhaupt, bis dann Streifen wie Es – Kapitel Eins, Logan, Matrix Reloaded, ein Rüpel namens Deadpool (mit 2 Filmen) und der Joker ihn auf den immer noch erstaunlichen 7. Platz verwiesen.

Von Anfang an sah sich Die Passion Christi aber auch heftigster Kritik ausgesetzt. Mel Gibson wurde wegen seiner erzkonservativen religiösen Ansichten kritisiert und dem Film wurde eine (je nach Deutung unterschiedlich ausgeprägte) antisemitische Grundhaltung vorgeworfen.  Insbesondere auch die ungeschönten (und für viele übertriebenen) Gewaltdarstellungen im Film waren Anlass für Kritik. Niemals zuvor wurde das Leiden Christi so brutal, blutig und detailliert in Szene gesetzt. Sicher aufgrund des Themas erhielt der Film in Deutschland von der FSK dennoch  die "FSK 16"-Freigabe in seiner ungeschnittenen Version, woraufhin sich dieses Gremium ebenfalls Vorwürfen ausgesetzt sah. Möglicherweise als Reaktion auf die heftige Kritik an seinem Film, kündigte Gibson später eine Recut-Version des Films an, die in den USA am 11. März 2005 in die Kinos kam. Bei dieser, auch als "unrated“ bezeichneten Fassung, mussten insbesondere die expliziten Gewaltszenen Federn lassen (siehe hierzu auch den entsprechenden Schnittbericht), so dass die Recut-Fassung letztendlich (neben unterschiedlichen Einstellungen) knapp 5 Minuten kürzer war.

Die Passion Christi: Auferstehung nun behandelt die drei Tage nach dem Sterben Christi. Der Film beginnt mit der Grablegung Christi und zeigt die Tage bis zur Auferstehung, die seine Jünger in Angst verbrachten. Inhalt des Films sind wohl ebenfalls die Intrigen, die auch nach dem Tod Jesu im Palast des Herodes geschmiedet wurden, um dann in den Morgen der Auferstehung zu münden. Auch der römische Statthalter Pontius Pilatus, der jüdische Hohepriester Kaiphas, der Apostel Judas sowie Motive wie Macht, Gier und Machtstreben sollen zentrale Rollen spielen.

Das Drehbuch schrieb Mel Gibson erneut gemeinsam mit Randall Wallace, mit dem er bereits bei Braveheart und Wir waren Helden zusammen arbeitete. Die Hauptrolle spielt ebenfalls zum zweiten Mal Jim Caviezel und auch Maia Morgenstern nimmt ihren Part als "Maria" wieder auf. Wie auch beim Vorgänger, wird in Die Passion Christi: Auferstehung lediglich Aramäisch, Hebräisch und Latein gesprochen.

In den amerikanischen Kinos soll Die Passion Christi: Auferstehung  nach verschiedenen Verzögerungen laut der IMDb vorausichtlich (und passend zum Osterfest) ab dem 31. März 2021 zu sehen sein.

Mehr zu:

Die Passion Christi: Auferstehung

(OT: Passion of the Christ: Resurrection, The, 2021)

Kommentare

18.04.2020 00:15 Uhr - 10Vorne
4x
Passion of Christ - Resurrection klingt schon mal nicht schlecht, aber wenn Herr Gibson noch Titelvorschläge - ggf. auch für kommende dritte und weitere Teile - annimmt, ich hätte da ein paar:
- PoC - Reloaded
- PoC - Revolution
- PoC - Good (wahlweise: God) Force Awakens
- PoC - The Last Jesus
- PoC - Rise of the Jesus

18.04.2020 00:57 Uhr - Knochentrocken
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Das ist ja nun schon länger bekannt, dass Herr Gibson ein Sequel plant.

Die Idee an sich ist ja nicht verkehrt, nur... Mel... wirklich?

18.04.2020 01:00 Uhr - Ned Flanders
18.04.2020 00:15 Uhr schrieb 10Vorne
Passion of Christ - Resurrection klingt schon mal nicht schlecht, aber wenn Herr Gibson noch Titelvorschläge - ggf. auch für kommende dritte und weitere Teile - annimmt, ich hätte da ein paar:
- PoC - Reloaded
- PoC - Revolution
- PoC - Good (wahlweise: God) Force Awakens
- PoC - The Last Jesus
- PoC - Rise of the Jesus


Applaus

18.04.2020 01:29 Uhr - dantini
4x
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Das Franchise lässt sich eigentlich beliebig fortsetzen.

PoC Episode 3: Revenge of the SPQR
PoC Episode 4: A Jew Hope
PoC Episode 5: The Roman Empire Strikes Back
PoC Episode 6: Return of the Jesus

18.04.2020 01:41 Uhr - Knochentrocken
1x
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Mir fällt gerade ein, einen zweiten Teil von die Passion Christi gibt es doch eigentlich schon.

Hier der Trailer:
https://youtu.be/FSud_1rTJ9Y


18.04.2020 02:20 Uhr - Romero Morgue
3x
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Erfahrungspunkte von Romero Morgue 189
18.04.2020 01:41 Uhr schrieb Knochentrocken
Mir fällt gerade ein, einen zweiten Teil von die Passion Christi gibt es doch eigentlich schon.

Hier der Trailer:
https://youtu.be/FSud_1rTJ9Y



Mag sein. Der „richtige“ Jesus Film ist aber FIST OF JESUS! 😉

18.04.2020 08:40 Uhr - IamAlex
1x
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Hab auch gelesen, dass er ein Remake des brutalen Westerns "The Wild Bunch" plane.

18.04.2020 09:31 Uhr - Cinema(rkus)
10x
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Mad Mel; was für ein Typ.
Vor Jahren durch diverse Skandale in Hollywood in Ungnade gefallen, entpuppt er sich als eines der größten "Stehaufmännchen" in der Filmgeschichte.
Wir wissen es doch: wer in der gelackten, geleckten, glamourösen, ach so (schein-??)heiligen Hollywood-Welt einmal nicht den üblichen Konventionen entspricht, ist schnell weg vom Fenster. In dieser Sackgasse befand sich Gibson vor Jahren. Und dann hat er sich mit einer kontinuierlichen Beharrlichkeit wieder nach oben gearbeitet.
Damit hat er sich meinen vollsten Respekt verdient.

Passion Christi beeindruckt mich heute noch. Unglaublich auch Mels` Sturheit, dieses Werk in Original-Sprache zu drehen. Ihn interessierten keine Prognosen, dass er alleine deswegen einen eklatanten Schiffbruch erleiden würde. Er hat seine Vision knallhart - im wahrsten Sinne des Wortes - durchgepeitscht. Und es wurde belohnt.
Von allen Jesus-Filmen ist "Passion Christi " das außergewöhnlichste Werk ;endlich visualisierte jemand die überlieferte Geschichte ungeschminkt und ungeschönt. Vorbei die - natürlich der damaligen Zeit geschuldeten - Kitsch-Verfilmungen, mit denen meine Generation damals aufwuchs.
Meiner Meinung nach war die gezeigte Brutalität immens wichtig. Die Bibel ist , in ihrer bei uns verbreiteten Übersetzung, eines der grausamsten Bücher, das es gibt.
Und endlich zeigte ein Regisseur einmal die Geschichte so, wie sie sich wohl mit allen Grausamkeiten abgespielt hat. Applaus und Bewunderung für diesen Mut.
Für mich ist und bleibt "Passion Christi" ein Monument der (Film-)Ewigkeit.

Eine Weiterführung der Geschichte kann sehr gerne folgen; ich werde dann wieder gebannt im Kino sitzen, wie schon 2004.

18.04.2020 09:54 Uhr - Martyr
5x
Ein christlicher Zombiefilm. Sehr schön.

18.04.2020 10:19 Uhr - Dr.Ro Stoned
7x
18.04.2020 09:31 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Mad Mel; was für ein Typ.
Vor Jahren durch diverse Skandale in Hollywood in Ungnade gefallen, entpuppt er sich als eines der größten "Stehaufmännchen" in der Filmgeschichte.
Wir wissen es doch: wer in der gelackten, geleckten, glamourösen, ach so (schein-??)heiligen Hollywood-Welt einmal nicht den üblichen Konventionen entspricht, ist schnell weg vom Fenster. In dieser Sackgasse befand sich Gibson vor Jahren. Und dann hat er sich mit einer kontinuierlichen Beharrlichkeit wieder nach oben gearbeitet.
Damit hat er sich meinen vollsten Respekt verdient.

Passion Christi beeindruckt mich heute noch. Unglaublich auch Mels` Sturheit, dieses Werk in Original-Sprache zu drehen. Ihn interessierten keine Prognosen, dass er alleine deswegen einen eklatanten Schiffbruch erleiden würde. Er hat seine Vision knallhart - im wahrsten Sinne des Wortes - durchgepeitscht. Und es wurde belohnt.
Von allen Jesus-Filmen ist "Passion Christi " das außergewöhnlichste Werk ;endlich visualisierte jemand die überlieferte Geschichte ungeschminkt und ungeschönt. Vorbei die - natürlich der damaligen Zeit geschuldeten - Kitsch-Verfilmungen, mit denen meine Generation damals aufwuchs.
Meiner Meinung nach war die gezeigte Brutalität immens wichtig. Die Bibel ist , in ihrer bei uns verbreiteten Übersetzung, eines der grausamsten Bücher, das es gibt.
Und endlich zeigte ein Regisseur einmal die Geschichte so, wie sie sich wohl mit allen Grausamkeiten abgespielt hat. Applaus und Bewunderung für diesen Mut.
Für mich ist und bleibt "Passion Christi" ein Monument der (Film-)Ewigkeit.

Eine Weiterführung der Geschichte kann sehr gerne folgen; ich werde dann wieder gebannt im Kino sitzen, wie schon 2004.



Prinzipiell kann ich dir in fast allen Punkten zustimmen.

Allerdings tu ich mich schwer damit, die Bibel bloß als eines der grausamsten Bücher zu betiteln.
Besonders wegen genau der Geschichte über Jesus Christus wird in meinen Augen deutlich, daß der Mensch zwar laut der Bibel aufgrund des Sündenfalls von Adam und Eva von Natur aus "schlecht" ist( im Gegensatz zum humanistischen Menschenbild); jedoch aufgrund der Menschwerdung Gottes in der Person von Jesus ja ein starker Halt und Trost für die Menschen besteht, die in dieser grausamen Welt eben an den gekreuzigten und auferstandenen Sohn Gottes glauben.

Somit finde ich natürlich viele brutale und grausame Erzählungen in der Bibel, die jedoch durch dieses Opfer am Kreuz komplett relativiert werden.
Leider ist die Bibel fast ein komplettes Spiegelbild der Menschheit.
Daher finde ich Mel Gibsons Projekt sehr gut.
Die Passion Christi war ja bereits sehr nahe am Original Text verfilmt.
Man kann bei der Auferstehungsgeschichte bestimmt ebenfalls von einer textnahen Verfilmung ausgehen.

18.04.2020 10:21 Uhr - Pentegrin
3x
User-Level von Pentegrin 2
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18.04.2020 09:31 Uhr schrieb Cinema(rkus)
wer in der gelackten, geleckten, glamourösen, ach so (schein-??)heiligen Hollywood-Welt einmal nicht den üblichen Konventionen entspricht, ist schnell weg vom Fenster.


Es lag nicht an fehlenden Konventionen, sondern politisch extrem fragwürdigen Aussagen.
Und seinen Filmen merkt man Mels komisch konservative Ansichten an, sogar "Braveheart" ist in Punkten reichlich homophob.
Als Schauspieler ist er gut, als Regisseur ... nun ja, "Die Passion Christi" ist einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Mal sehen, wie unmöglich die Fortsetzung wird.

18.04.2020 10:24 Uhr - InsaneLP
2x
Hammer! Dann kann Cartman wieder nen Völkermord planen
😂🤣🤣

18.04.2020 10:39 Uhr - dantini
2x
User-Level von dantini 5
Erfahrungspunkte von dantini 420
18.04.2020 09:31 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Unglaublich auch Mels` Sturheit, dieses Werk in Original-Sprache zu drehen.


Wenn es denn wirklich die Originalsprachen wären... Aber aus irgendeinem Grund wurde statt auf Aramäisch und Griechisch viel auf Hebräisch und Latein gesetzt.

18.04.2020 10:46 Uhr - OllO
2x
18.04.2020 01:29 Uhr schrieb dantini
Das Franchise lässt sich eigentlich beliebig fortsetzen.

PoC Episode 3: Revenge of the SPQR
PoC Episode 4: A Jew Hope
PoC Episode 5: The Roman Empire Strikes Back
PoC Episode 6: Return of the Jesus


Teil 2 wird noch umbenannt in

PoC Episode II - Angriff der Romkrieger
Dann gibt es noch die Zeichentrickvariante PoC - Romewars

PoC Episode 7 - Das Erwachen der Macht (kann man so stehen lassen^^)
Episode 8 gibt es ja schon weiter oben mit The Last Jesus wie 10Vorne schrieb
und mit Episode 9 - Der Aufstieg Waterwalkers gibt es den vorerst letzten Teil.
Disney+ bringt dann noch einen Serienableger raus.

18.04.2020 10:57 Uhr - Dr. Jones
2x
Um mein Latein noch etwas aufzufrischen bleibt jedenfalls noch genug Zeit
um alle " Asterix" Hefte nochmal gut und ausgiebig durch zu lesen .

18.04.2020 11:22 Uhr - elvis the king
12x
18.04.2020 10:21 Uhr schrieb Pentegrin

Als Schauspieler ist er gut, als Regisseur ... nun ja, "Die Passion Christi" ist einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Mal sehen, wie unmöglich die Fortsetzung wird.


Wenn Du Passion Christi als eines der schlechtesten Filme bezeichnest, hast Du ganz offensichtlich noch viel zu wenig Filme in deinem Leben gesehen!

18.04.2020 11:30 Uhr - Lukas
Gott bewahre! :-D

18.04.2020 11:39 Uhr - Gorebär
Lol...und neben der Meldung rechts bei den Specials hängt van Damme am Kreuz...

18.04.2020 11:54 Uhr - Ashy Slashy OT




Mag sein. Der „richtige“ Jesus Film ist aber FIST OF JESUS! 😉

Ja genau!! Super Streifen! Jetzt an Ostern erst geguckt! 👍👍
Und Weihnachten wieder! 😁

18.04.2020 12:10 Uhr - Cinema(rkus)
11x
User-Level von Cinema(rkus) 1
Erfahrungspunkte von Cinema(rkus) 21
Pentegrin
Einer der schlechtesten Filme, die Du je gesehen hast ?
Oh Mann, da liegen wir dieses mal aber um Welten auseinander. Für mich, ich wiederhole mich gern, ein Monument.
Wenn man heute - gerade bei uns in Deutschland - das Judentum etwas kritisch hinterfragt, dann drehen sich ALLE LEUTE entsetzt von einem weg. Ich möchte es nicht vertiefen, weil dieses hier im Forum nicht gern gesehen wird. Nur, ich höre mir auch solche Meinungen an und ignoriere diese nicht automatisch, sondern setze mich damit auseinander. Dass Mel Gibson, mit diversen Äußerungen, Hollywood gegen sich aufbrachte, ist klar; ähmmmm, einige der einflussreichsten Leute in Hollywood sind Juden. Mehr sage ich aber dazu heute nicht mehr. Und ich selbst will hier auch gleich klar stellen: mir ist bei einem Menschen, dessen Religion und Glauben total egal. Ich beschäftige mich allerdings sehr gerne auch mit Meinungen, die eben manchen Glauben sehr kritisch sehen und drehe mich nicht automatisch entsetzt, und auf "politische Korrektheit" pochend, angewidert weg. Ich reflektiere liebend gern pro und contra bei verschiedenen Themen.

Dr.Ro Stoned
Ich möchte die Bibel natürlich nicht auf das "grausam" reduzieren. Über deren komplexe Themen könnten wir uns sicher stundenlang unterhalten bzw. schreiben. Nur, das ist hier oftmals nicht gerne gesehen. Für mich hat Mel Gibson jedenfalls eine grandiose Jesus-Verfilmung abgeliefert, die es so davor nie gab und die es wohl danach nie mehr so geben wird. Außer.....natürlich seine eigene Fortsetzung, wie hier angekündigt.

18.04.2020 12:52 Uhr - Dr.Ro Stoned
4x
18.04.2020 12:10 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Pentegrin
Einer der schlechtesten Filme, die Du je gesehen hast ?
Oh Mann, da liegen wir dieses mal aber um Welten auseinander. Für mich, ich wiederhole mich gern, ein Monument.
Wenn man heute - gerade bei uns in Deutschland - das Judentum etwas kritisch hinterfragt, dann drehen sich ALLE LEUTE entsetzt von einem weg. Ich möchte es nicht vertiefen, weil dieses hier im Forum nicht gern gesehen wird. Nur, ich höre mir auch solche Meinungen an und ignoriere diese nicht automatisch, sondern setze mich damit auseinander. Dass Mel Gibson, mit diversen Äußerungen, Hollywood gegen sich aufbrachte, ist klar; ähmmmm, einige der einflussreichsten Leute in Hollywood sind Juden. Mehr sage ich aber dazu heute nicht mehr. Und ich selbst will hier auch gleich klar stellen: mir ist bei einem Menschen, dessen Religion und Glauben total egal. Ich beschäftige mich allerdings sehr gerne auch mit Meinungen, die eben manchen Glauben sehr kritisch sehen und drehe mich nicht automatisch entsetzt, und auf "politische Korrektheit" pochend, angewidert weg. Ich reflektiere liebend gern pro und contra bei verschiedenen Themen.

Dr.Ro Stoned
Ich möchte die Bibel natürlich nicht auf das "grausam" reduzieren. Über deren komplexe Themen könnten wir uns sicher stundenlang unterhalten bzw. schreiben. Nur, das ist hier oftmals nicht gerne gesehen. Für mich hat Mel Gibson jedenfalls eine grandiose Jesus-Verfilmung abgeliefert, die es so davor nie gab und die es wohl danach nie mehr so geben wird. Außer.....natürlich seine eigene Fortsetzung, wie hier angekündigt.


Ich verstehe dich.
Man wird ja dann bei release genügend Raum bei den Rezensionen haben, um sowohl objektive als auch subjektive Meinungen austauschen zu können.
Noch ist ja in Deutschland erlaubt, seine freie Meinung zu äußern.
Und dieses Privileg sollte man in meinen Augen auch nutzen, solange wir in einer mehr oder weniger ( siehe aktuell....) Demokratie leben.
Wenn Meinungen nicht "GERN gesehen" werden, kann man ja fast schon von Zensur sprechen.

Solange es nicht off Topic ist, sehe ich persönlich kein Problem darin.

Also: wir freuen uns auf die Fortsetzung, die ja existenziell wichtig für den kompletten Verlauf der Bibel ist.
Jedoch würde ja schon in der Passion Christi die Auferstehung am Ende des Films thematisiert.

18.04.2020 12:53 Uhr - Skeletor
7x
Und seinen Filmen merkt man Mels komisch konservative Ansichten an, sogar "Braveheart" ist in Punkten reichlich homophob.
Als Schauspieler ist er gut, als Regisseur ... nun ja, "Die Passion Christi" ist einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Mal sehen, wie unmöglich die Fortsetzung wird.


WO ist Braveheart denn bitteschön homophob? Und warum wäre in den 90ern niemand auch nur auf die Idee gekommen ihm Homophobie vorzuwerfen?
"Die Passion Christi" einfach nur als schlechtesten Film zu bezeichnen ist einfach nur albern, vor allem wenn man - völlig losgelöst vom Thema - eindeutig zugeben muss, dass er handwerklich hervorragend gemacht ist. Was du - und viele andere - als "schlechter Film" bezeichnest ist schlichtweg die Tatsache, dass die dargestellten Ereignisse deiner Gesinnung nicht entsprechen. Du traust dich nur nicht das zu schreiben/sagen.
Dein Urteil über die Fortsetzung hast du in deiner ach so großen Toleranz deshalb auch schon längst gefällt: "Mal sehen, wie unmöglich die Fortsetzung wird."

Der Begriff "Sequel" ist faktisch falsch, da es sich hier schlicht um ein weiteres Kapitel in EINER Geschichte handelt, die schon immer eine Geschichte war - nämlich das Wirken, der Tod und die Auferstehung Christi.

18.04.2020 12:54 Uhr - humptydumpty
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Erfahrungspunkte von humptydumpty 516
18.04.2020 10:39 Uhr schrieb dantini
18.04.2020 09:31 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Unglaublich auch Mels` Sturheit, dieses Werk in Original-Sprache zu drehen.


Wenn es denn wirklich die Originalsprachen wären... Aber aus irgendeinem Grund wurde statt auf Aramäisch und Griechisch viel auf Hebräisch und Latein gesetzt.
Wann sollen denn die Römer griechisch gesprochen haben?

18.04.2020 13:27 Uhr - Lazer_Pistolero_198X
6x
Ganz ehrlich, mich interessiert ein Bibelfilm von einem fanatischen Christen nicht die Bohne. Schade, Mel Gibson hat wirklich Talent in Regie und Schauspielerei und er hat diese gewisse künstlerische Verrücktheit um gute Filme zu drehen. Aber bei einem Film wo sich dann alle Christen dann einen darauf runterholen, bin ich raus!

Paul Verhoeven wollte ja mal einen Film über Jesus drehen, der sich alleine auf Fakten beruft. Den hätte ich gerne gesehen. Ich denke an der ganzen Messiahs Geschichte ist etwas dran, aber ganz sicher nicht so wie es in der Bibel steht. Schade, dass aus dem Projekt nie etwas geworden ist.

18.04.2020 13:51 Uhr - COOGAN
So eine Art Fortsetzung bzw. filmische Umsetzung der Auferstehung gibt es ja schon aus jüngster Zeit: Auferstehung (Risen) von Kevin Reynolds mit einem tollen Joseph Fiennes.

18.04.2020 14:04 Uhr - Björn Eklund
5x
Es gibt nur EINEN wahren Film über die damalige Zeit, auch wenn Jesus nur ganz kurz darin vorkommt: Monty Python´s Life of Brian

18.04.2020 14:06 Uhr - Rigolax
2x
18.04.2020 12:54 Uhr schrieb humptydumpty
18.04.2020 10:39 Uhr schrieb dantini
18.04.2020 09:31 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Unglaublich auch Mels` Sturheit, dieses Werk in Original-Sprache zu drehen.


Wenn es denn wirklich die Originalsprachen wären... Aber aus irgendeinem Grund wurde statt auf Aramäisch und Griechisch viel auf Hebräisch und Latein gesetzt.
Wann sollen denn die Römer griechisch gesprochen haben?


Griechisch war zu dem Zeitpunkt offenbar schlicht die lingua franca in der dargestellten Region, d.h. die Römer hätten wahrscheinlich darauf zurückgegriffen in manchen Situationen -- so wie wir heute auf Englisch.

---

Ist es zu spät für Titelvorschläge? Ich hätte noch "PoC: The Re-Deadening".

18.04.2020 14:35 Uhr - IamAlex
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Erfahrungspunkte von IamAlex 1.367
18.04.2020 11:22 Uhr schrieb elvis the king
18.04.2020 10:21 Uhr schrieb Pentegrin

Als Schauspieler ist er gut, als Regisseur ... nun ja, "Die Passion Christi" ist einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Mal sehen, wie unmöglich die Fortsetzung wird.


Wenn Du Passion Christi als eines der schlechtesten Filme bezeichnest, hast Du ganz offensichtlich noch viel zu wenig Filme in deinem Leben gesehen!


Das hab ich mir auch gedacht gg da gibts weiss Jesus schlechtere Filme gg

18.04.2020 14:37 Uhr - Skeletor
1x
Griechisch war zu dem Zeitpunkt offenbar schlicht die lingua franca in der dargestellten Region, d.h. die Römer hätten wahrscheinlich darauf zurückgegriffen in manchen Situationen -- so wie wir heute auf Englisch.


Es gab sicherlich einige Leute in der Region und zu der Zeit, die Griechisch beherrschten. Römische Soldaten jedoch haben vor allem untereinander ganz sicher KEIN Griechisch gesprochen und auch die römische Rechtssprechung fand nicht in Griechisch statt, sondern in Latein.
Gibsons Film ist in vielerlei Hinsicht sehr realistisch und faktenbezogen.

18.04.2020 14:45 Uhr - IamAlex
User-Level von IamAlex 10
Erfahrungspunkte von IamAlex 1.367
Nur eine Gewaltszene im Film war überflüssig. Wie man oben am Bild sieht hat JC seine Arme nach oben angewinkelt... Bei der Kreuzigung waren seine Arme im rechten Winkel seitlich und ihm musste der Arm ausgekugelt werden,damit beide Hände über den vorgebohrten Löchern liegen.

18.04.2020 14:51 Uhr - Pentegrin
2x
User-Level von Pentegrin 2
Erfahrungspunkte von Pentegrin 84
18.04.2020 11:22 Uhr schrieb elvis the king
Wenn Du Passion Christi als eines der schlechtesten Filme bezeichnest, hast Du ganz offensichtlich noch viel zu wenig Filme in deinem Leben gesehen!


Zu wenig Filme habe ich sicherlich gesehen, hat man ja eigentlich immer. Aber ich glaube nicht, dass es sonderlich viel gibt, was ein derart ideologisch bedenkliches, gewaltverherrlichendes und selbstzweckhaftes Werk unterbietet.


18.04.2020 12:10 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Einer der schlechtesten Filme, die Du je gesehen hast ?
Oh Mann, da liegen wir dieses mal aber um Welten auseinander.


Ja, so ist es wohl. :)

Wenn man heute - gerade bei uns in Deutschland - das Judentum etwas kritisch hinterfragt, dann drehen sich ALLE LEUTE entsetzt von einem weg.


Zurecht - Antisemitismus geht bis vor das Jahr 0 zurück und ist biblisch nahezu legitimiert. Zudem waren die Juden in beinah jeder Epoche die Gebeutelten und ihnen sind die grausamsten Grausamkeiten widerfahren. Insofern sollte man schon darüber nachdenken, was man diesbezüglich so von sich gibt.

Dass Mel Gibson, mit diversen Äußerungen, Hollywood gegen sich aufbrachte, ist klar; ähmmmm, einige der einflussreichsten Leute in Hollywood sind Juden.


Gibson hat ja noch weit mehr geäußert - frauenfeindliche, rassistische Sprüche sind da ebenso gern mal dabei.

18.04.2020 15:08 Uhr - Pentegrin
3x
User-Level von Pentegrin 2
Erfahrungspunkte von Pentegrin 84
18.04.2020 12:53 Uhr schrieb Skeletor
WO ist Braveheart denn bitteschön homophob?


In der Zeichnung des englischen Prinzen, Eduard II. Er wird nicht nur gezielt homosexuell gezeichnet - obwohl er das nicht war - sondern auch extrem schwächlich und unsympathisch, der ja nur Liebeleien im Kopf hat, hinterhältig ist und der schönen, anmutigen Frau nicht wert. Wenn man sich dazu mal Gibsons politische Ausrichtung ansieht, wird schnell klar, dass der Vorwurf der Homophobie da mehr als berechtigt ist.

Und warum wäre in den 90ern niemand auch nur auf die Idee gekommen ihm Homophobie vorzuwerfen?


Lustig, dass ich genügend Leute kenne, die auch schon 1995 auf die Idee kamen. Aber abseits dessen, war Homophobie in den 90ern noch recht verbreitet, sodass natürlich weniger Leute diesen Rückschluss zogen, als es in der heutigen, aufgeklärteren Zeit der Fall ist.

"Die Passion Christi" einfach nur als schlechtesten Film zu bezeichnen ist einfach nur albern,


Lol

vor allem wenn man - völlig losgelöst vom Thema - eindeutig zugeben muss, dass er handwerklich hervorragend gemacht ist.


Da das gute Handwerk missbraucht wird, um krude Ideologien zu verbreiten, ist das nichts, wofür man den Film loben könnte.

Was du - und viele andere - als "schlechter Film" bezeichnest ist schlichtweg die Tatsache, dass die dargestellten Ereignisse deiner Gesinnung nicht entsprechen. Du traust dich nur nicht das zu schreiben/sagen.


Wie kommst du darauf, ich würde mir das nicht trauen?

Dein Urteil über die Fortsetzung hast du in deiner ach so großen Toleranz deshalb auch schon längst gefällt: "Mal sehen, wie unmöglich die Fortsetzung wird."


Klar, nur hat das nichts mit Intoleranz zu tun, denn Intoleranz zu tolerieren, ist keine Toleranz, sondern indirekte Intoleranz.

18.04.2020 15:19 Uhr - Lukas
1x
18.04.2020 12:10 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Dass Mel Gibson, mit diversen Äußerungen, Hollywood gegen sich aufbrachte, ist klar; ähmmmm, einige der einflussreichsten Leute in Hollywood sind Juden. Mehr sage ich aber dazu heute nicht mehr.


Könnte besser sein, dazu grundsätzlich nichts mehr zu sagen, nicht nur heute...

18.04.2020 15:34 Uhr - alex_wintermute
1x
18.04.2020 15:08 Uhr schrieb Pentegrin
Klar, nur hat das nichts mit Intoleranz zu tun, denn Intoleranz zu tolerieren, ist keine Toleranz, sondern indirekte Intoleranz.


Intoleranz zu tolerieren führt zur Abschaffung der Toleranz.

18.04.2020 16:17 Uhr - Egill-Skallagrímsson
2x
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Erfahrungspunkte von Egill-Skallagrímsson 227
18.04.2020 12:10 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Ich möchte die Bibel natürlich nicht auf das "grausam" reduzieren. Über deren komplexe Themen könnten wir uns sicher stundenlang unterhalten bzw. schreiben. Nur, das ist hier oftmals nicht gerne gesehen. Für mich hat Mel Gibson jedenfalls eine grandiose Jesus-Verfilmung abgeliefert, die es so davor nie gab und die es wohl danach nie mehr so geben wird. Außer.....natürlich seine eigene Fortsetzung, wie hier angekündigt.


Wie schon so oft, sehr gut ausgedrückt! Auch ich finde "Passion Christi" ist ein sehr sehenswerter Film. Mel Gibson gefällt mir schon vor der Kamera außerordentlich, aber hinter der Kamera mag ich ihn eigentlich fast schon mehr, da der gute Mel bisher auch in einigen (IMO) weniger interessanten Filmen mitgespielt hat, aber ich all seine Regie-Arbeiten rundum schätze.
Aber zum vorletzten Satz: Meine Lieblings-Jesus-Verfilmung bleibt "King of Kings" (10/10 Punkte) von 1961. Die "Jesus von Nazaret"-Serie aus den 70ern fand ich auch ziemlich gelungen.
Generell wieder schön etwas von Mel zu hören. Die Fortsetzung ist für mich auf jeden Fall ein Grund fürs Kino!

18.04.2020 16:36 Uhr - dantini
1x
User-Level von dantini 5
Erfahrungspunkte von dantini 420
18.04.2020 14:37 Uhr schrieb Skeletor

Römische Soldaten jedoch haben vor allem untereinander ganz sicher KEIN Griechisch gesprochen und auch die römische Rechtssprechung fand nicht in Griechisch statt, sondern in Latein.
Gibsons Film ist in vielerlei Hinsicht sehr realistisch und faktenbezogen.


Ich meinte auch nicht die Soldaten, aber ich habe zum Beispiel gestutzt als Jesus und andere Juden in der Lage waren auf Latein zu antworten. Alte Sprachen zu verwenden macht einen Film noch nicht wirklichkeitsgetreu.

18.04.2020 16:46 Uhr - Splatterguz
Mal sehen, inwieweit sich der neue Film von dem 2016 entstandenen RISEN (Auferstanden!) unterscheiden wird.

Ja, ein Sequel zur Passion wurde bereits gedreht
https://ssl.ofdb.de/film/285324,Auferstanden

Aber, da CAVIEZEL wieder mit dabei ist, denke ich, es wird ein guter Film.
Schliesslich ist es ja sein Schauspiel, welches THE PASSION OF THE CHRIST so gut machte.

18.04.2020 16:54 Uhr - Pentegrin
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18.04.2020 15:34 Uhr schrieb alex_wintermute
18.04.2020 15:08 Uhr schrieb Pentegrin
Klar, nur hat das nichts mit Intoleranz zu tun, denn Intoleranz zu tolerieren, ist keine Toleranz, sondern indirekte Intoleranz.


Intoleranz zu tolerieren führt zur Abschaffung der Toleranz.


Richtig. :)

18.04.2020 17:47 Uhr - Cinema(rkus)
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Pentegrin
Damit wir uns nicht missverstehen. Ich bin ein total weltoffener Mensch. Alleine von meinem Beruf her (ich habe mit körperlich, geistig und psychisch behinderten Menschen zu tun), toleriere und akzeptiere ich jeden Menschen so, wie er ist. Herkunft und Glaube sind mir dabei völlig egal, mir kommt es auf den Menschen, sein Wesen, seinen Charakter, ja, seine inneren Werte an.
Aber es muss doch - pardon - zumindest erlaubt sein, sich mit kritischen Äußerungen gegenüber dem Judentum auseinanderzusetzen. Sich z.Bsp. mal selbst zu fragen, wo kommen die Vorbehalte gegenüber den Juden her, die sich - wie Du selbst schreibst - über die ganzen Jahrhunderte hinweg halten und gehalten haben. Nur darum geht es mir. Nicht automatisch alles im vornherein wegwischen, sondern sich auch mit Äußerungen beschäftigen, die jetzt nicht unbedingt auf der eigenen (politischen) Linie liegen.
Warum Mel Gibson als Antisemit abstempeln und sich nicht näher damit befassen ?

Den Juden ist im Laufe der Jahrtausende viel Leid wiederfahren, da gebe ich Dir 1000 % recht. Aber kann es sein, dass gerade durch diesen Umstand, die heutige Politik Israels von vielen nicht mehr kritisch hinterfragt wird, ja sogar nicht kritisch hinterfragt werden darf, da man sonst gleich in eine judenfeindliche Ecke gestellt wird ? Ist wirklich alles korrekt, wie Israel politisch agiert ? Darf man das fragen ? Oder muss man gerade hier in Deutschland den Deckmantel des Schweigens darüber legen, gerade bei uns, mit unserer Vergangenheit ?

So, das war jetzt zu diesem Thema aber mein letzter Kommentar.
Sorry, liebe Moderatoren, ich weiß, ihr seht/lest so was nicht gerne. Wie ich aber zu anderen Beiträgen schon geäußert habe, kann man manche Film-Themen nicht chirurgisch sauber von anderen Themen lösen/trennen. Wenn ein neuer Jesus-Film von Mel Gibson angekündigt wird, sein Antisemitismus in der Einleitung dabei Thema ist, dann muss dieser Bereich - so finde ich zumindest - auch gestreift werden.
Jetzt aber für heute Ende meinerseits; schönes Restwochenende noch für ALLE !!!



18.04.2020 19:23 Uhr - Lowmaker
2x
Mich persönlich interresiert Mel Gibson nur als Regisseur und Darsteller und da ist er mMn einer der Besten. Was er in seinem Privatleben macht ist seine Sache und um mal beim Thema zu bleiben: Wer ohne Schuld ist der werfe den ersten Stein ;) Auf den Film freue ich mich wie Bolle und bei dem Cast and Crew denke ich mal kann absolut nix schiefgehen !

18.04.2020 19:44 Uhr - turnstile67
2x
18.04.2020 16:36 Uhr schrieb dantini
18.04.2020 14:37 Uhr schrieb Skeletor

Römische Soldaten jedoch haben vor allem untereinander ganz sicher KEIN Griechisch gesprochen und auch die römische Rechtssprechung fand nicht in Griechisch statt, sondern in Latein.
Gibsons Film ist in vielerlei Hinsicht sehr realistisch und faktenbezogen.


Ich meinte auch nicht die Soldaten, aber ich habe zum Beispiel gestutzt als Jesus und andere Juden in der Lage waren auf Latein zu antworten. Alte Sprachen zu verwenden macht einen Film noch nicht wirklichkeitsgetreu.


Falsch. Nur Jesus antwortet Pilatus, der ihn auf lateinisch anspricht, ebenfalls auf lateinisch. Macht (aus filmischer Sicht) Sinn; = als Gottes Sohn beherrschte er alle Sprachen der Welt.

Die Juden sprechen Pilatus auf Aramäisch an (weil deren Landessprache), und Pilatus entgegnet denen ebenfalls auf Aramäisch. Macht erneut Sinn, da er als (zwar römischer) Stadthalter der Provinz aber eben auch die Landessprache des Volkes beherrschen soll/muss.

18.04.2020 20:05 Uhr - COOGAN
1x
18.04.2020 16:46 Uhr schrieb Splatterguz
Mal sehen, inwieweit sich der neue Film von dem 2016 entstandenen RISEN (Auferstanden!) unterscheiden wird.

Ja, ein Sequel zur Passion wurde bereits gedreht
https://ssl.ofdb.de/film/285324,Auferstanden

Aber, da CAVIEZEL wieder mit dabei ist, denke ich, es wird ein guter Film.
Schliesslich ist es ja sein Schauspiel, welches THE PASSION OF THE CHRIST so gut machte.


Sag ich ja

18.04.2020 20:06 Uhr - redvega389
1x
Yeahh Crazy Mel macht endlich eine Fortsetzung,die Passion Christi hat mir als Film recht gut gefallen,ob sich das alles historisch so abgespielt hat sei mal dahin gestellt zumal ich viele Kommentare darüber gelesen habe das vieles davon nicht stimmen kann,ist übrigens auch meine Meinung als reiner Unterhaltungsfilm war er Top mit einigen derben Splatter Einlagen und auch recht dramatisch denn zweiten werde ich mir auch ansehen,Mel ist als Schauspieler und Regisser eine klasse für sich was der privat treibt juckt mich nicht die Bohne.

18.04.2020 20:37 Uhr - Dr. Brot
3x
Naja, wer in eine Bibel-Verfilmung reingeht, der sollte doch wohl wissen, was ihn erwartet. Mehr als religiöse Propaganda kann da fast nicht rauskommen und wer damit Probleme hat, der sollte sich von sowas am besten fernhalten.

Ich habe die Passion Christi damals im Kino gesehen, nicht weil mich die christliche Frohbotschaft sonderlich angesprochen hätte, sondern einfach weil ich geil auf ein bißchen Jesus-Gore war, und das hat der Film auch geliefert. Ich fand den damals handwerklich ganz gut gemacht, durchaus ambitioniert und erfreulich kompromißlos umgesetzt. Selbst wenn man mit dem Ergebnis nichts anfangen kann, muß es einem doch etwas Respekt abnötigen, daß Mel Gibson seine Vision so radikal durchgezogen hat. Allerdings, eine Fortsetzung brauche ich davon auch nicht wirklich. Das was mich interessiert, wurde im ersten Teil gezeigt. Das Nachspiel kann mir nur zu fade und religiös-philosophisch werden.

Ich sage immer, man kann nur guten Gewissens Christ sein, wenn man die Bibel entweder nie gelesen, oder nicht wirklich verstanden hat. Zum Glück für die kirchlichen Herdenführer liest ein Großteil ihrer Schafe das Buch nicht, auf dem ihre Religion basiert, sonst würden die wohl in Scharen davonlaufen.

Was das Leid der Juden angeht will ich mal den Apache-Indianer Bob Haozous anführen, der in der Dokumentation "American Holocaust: When Its All Over I'll Still be Indian" sinngemäß sagte: "Die ganze Welt betrauert den Verlust von sechs Millionen Juden, aber der Verlust von 50 Millionen amerikanischen Ureinwohnern kümmert sie nicht." Man könnte statt den "amerikanischen Ureinwohnern" jede x-beliebige der zahllosen Volksgruppen nennen, die im Laufe der Geschichte verfolgt und vernichtet wurden und es wäre immer noch genauso wahr. Wie schrieb Orwell so schön: "Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher als andere."

18.04.2020 20:54 Uhr - Sir Quiekeschwein1
4x
Ist Mel Gibson ein erzkonservativer, reaktionärer Antisemit? Ich würde mal sagen: eher ja als nein. Ist die Passion Christi eine unnötig brutale Splattergranate, die im Mainstream ihresgleichen sucht? Ja. Ist dieser Film eine zutiefst ideologische und verkürzte Darbietung des Lebens und der Botschaft des Gottessohnes? Na klar. Ist der Film historisch korrekt (s. obige Diskussion bzgl. der damaligen Lingua franca)? Bestenfalls zum Teil. Interessiert mich das alles bei der Bewertung des Films? Nur am Rande.
Die Passion Christi ist, genau wie die anderen Regiearbeiten von Mel, einfach ein perfekt inszenierter Film und die Fortsetzung wird in dieselbe Kerbe schlagen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Gibson ist für mich der beste Regisseur der letzten Jahrzehnte und der Einzige in Hollywood, der sich auf einem bestimmten finanziellen Level noch etwas traut (Verhoeven hat ja schon vor fast 20 Jahren adios gesagt). Man könnte das jetzt noch ellenlang weiter ausführen, aber die Quintessenz in der Beurteilung von (Gibsons) Filmen ist für mich weder die politische/gesellschaftliche Ansicht des Regisseurs noch die historische Korrektheit dieser Machwerke. Filme sind Entertainment, nichts weiter. Will man sich weiterbilden oder korrekt informieren, liest man Bücher. Ich habe noch nie einen Film gesehen, der historisch korrekt war. Politische und gesellschaftliche Zusammenhänge sind viel zu komplex, um in einem Film adäquat dargestellt werden zu können.

18.04.2020 23:18 Uhr - Pentegrin
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18.04.2020 17:47 Uhr schrieb Cinema(rkus)
Damit wir uns nicht missverstehen. Ich bin ein total weltoffener Mensch. Alleine von meinem Beruf her (ich habe mit körperlich, geistig und psychisch behinderten Menschen zu tun), toleriere und akzeptiere ich jeden Menschen so, wie er ist. Herkunft und Glaube sind mir dabei völlig egal, mir kommt es auf den Menschen, sein Wesen, seinen Charakter, ja, seine inneren Werte an.


Das ist schön und gehört sich ja auch so. ^^

Aber es muss doch - pardon - zumindest erlaubt sein, sich mit kritischen Äußerungen gegenüber dem Judentum auseinanderzusetzen. Sich z.Bsp. mal selbst zu fragen, wo kommen die Vorbehalte gegenüber den Juden her, die sich - wie Du selbst schreibst - über die ganzen Jahrhunderte hinweg halten und gehalten haben. Nur darum geht es mir. Nicht automatisch alles im vornherein wegwischen, sondern sich auch mit Äußerungen beschäftigen, die jetzt nicht unbedingt auf der eigenen (politischen) Linie liegen.


Woher die ganzen Vorurteile kommen, kann ich Dir gern erklären - aus der Bibel. Der Name "Judas" geht, genauso wie das Word "Juden", auf einen der zwölf Gründungsväter Israels zurück, "Jehuda", was übersetzt "Jude" bedeutet. Der schlimmste Verräter der Christenheit, Judas, heißt also Jude. Und das Lustige ist, dass Judas mit forschreitenden Evangelen in der Bibel immer mehr wie das klischeehafte Aussehen des "typischen" Juden beschrieben sowie immer mehr zum einseitigen Verräter sterilisiert wird. Dem folgend war auch Luther ziemlicher Antisemit und der Antisemitismus, aus dem all die Vorurteile resultieren, ist biblisch eben legitimiert, da dieser aus dem neutestamentarischem Antijudaismus hervorging. Und das Einzige, was die Juden dem ursprünglich zugetan haben, ist eben eine Konkurrenzreligion zum Christentum zu sein.

Warum Mel Gibson als Antisemit abstempeln und sich nicht näher damit befassen?


Gerade WENN man sich damit auseinander setzt, wird doch klar, dass Gibsons Äußerungen sehr wohl in eine antisemitische Richtung gehen.

Den Juden ist im Laufe der Jahrtausende viel Leid wiederfahren, da gebe ich Dir 1000 % recht. Aber kann es sein, dass gerade durch diesen Umstand, die heutige Politik Israels von vielen nicht mehr kritisch hinterfragt wird, ja sogar nicht kritisch hinterfragt werden darf, da man sonst gleich in eine judenfeindliche Ecke gestellt wird? Ist wirklich alles korrekt, wie Israel politisch agiert? Darf man das fragen? Oder muss man gerade hier in Deutschland den Deckmantel des Schweigens darüber legen, gerade bei uns, mit unserer Vergangenheit?


Natürlich darf man Israels Politik kritisieren. Aber man muss aufpassen, was man kritisiert und warum man es kritisiert. Und es ist wichtig, sich die Geschichte und vor allem die definitive Existenzberechtigung des Landes immer wieder vor Augen zu führen. Zudem muss man immer im Hinterkopf behalten, wie viele Siedlungen Israel (zum Beispiel im Gazastreifen) schon freiwillig aufgegeben hat, um dort den Frieden zu wahren.

Jetzt aber für heute Ende meinerseits; schönes Restwochenende noch für ALLE !!!


Gleichfalls. :)

18.04.2020 23:37 Uhr - Horstferatu
18.04.2020 20:54 Uhr schrieb Sir Quiekeschwein1
Ist Mel Gibson ein erzkonservativer, reaktionärer Antisemit? Ich würde mal sagen: eher ja als nein. Ist die Passion Christi eine unnötig brutale Splattergranate, die im Mainstream ihresgleichen sucht? Ja. Ist dieser Film eine zutiefst ideologische und verkürzte Darbietung des Lebens und der Botschaft des Gottessohnes? Na klar. Ist der Film historisch korrekt (s. obige Diskussion bzgl. der damaligen Lingua franca)? Bestenfalls zum Teil. Interessiert mich das alles bei der Bewertung des Films? Nur am Rande.
Die Passion Christi ist, genau wie die anderen Regiearbeiten von Mel, einfach ein perfekt inszenierter Film und die Fortsetzung wird in dieselbe Kerbe schlagen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Gibson ist für mich der beste Regisseur der letzten Jahrzehnte und der Einzige in Hollywood, der sich auf einem bestimmten finanziellen Level noch etwas traut (Verhoeven hat ja schon vor fast 20 Jahren adios gesagt). Man könnte das jetzt noch ellenlang weiter ausführen, aber die Quintessenz in der Beurteilung von (Gibsons) Filmen ist für mich weder die politische/gesellschaftliche Ansicht des Regisseurs noch die historische Korrektheit dieser Machwerke. Filme sind Entertainment, nichts weiter. Will man sich weiterbilden oder korrekt informieren, liest man Bücher. Ich habe noch nie einen Film gesehen, der historisch korrekt war. Politische und gesellschaftliche Zusammenhänge sind viel zu komplex, um in einem Film adäquat dargestellt werden zu können.


Also eigentlich ist Passion Christi der Mainstreammigste Exploitationfilm ever :D

19.04.2020 00:54 Uhr - Skeletor
7x
Woher die ganzen Vorurteile kommen, kann ich Dir gern erklären - aus der Bibel. Der Name "Judas" geht, genauso wie das Word "Juden", auf einen der zwölf Gründungsväter Israels zurück, "Jehuda", was übersetzt "Jude" bedeutet. Der schlimmste Verräter der Christenheit, Judas, heißt also Jude. Und das Lustige ist, dass Judas mit forschreitenden Evangelen in der Bibel immer mehr wie das klischeehafte Aussehen des "typischen" Juden beschrieben sowie immer mehr zum einseitigen Verräter sterilisiert wird. Dem folgend war auch Luther ziemlicher Antisemit und der Antisemitismus, aus dem all die Vorurteile resultieren, ist biblisch eben legitimiert, da dieser aus dem neutestamentarischem Antijudaismus hervorging. Und das Einzige, was die Juden dem ursprünglich zugetan haben, ist eben eine Konkurrenzreligion zum Christentum zu sein.


@Pentegrin: Ich hoffe wirklich, dass du nicht als Lehrer arbeitest...
Das Christentum ist nicht nur aus dem Judentum entstanden, Jesus selbst war Jude und der jüdische Glaube alles andere als eine Konkurrenzreligion. Der jüdische Glaube dominierte zu dieser Zeit, was der Film auch sehr anschaulich darstellt. Wenn jemand eine Konkurrenzreligion darstellte, dann waren es die noch jungen Christen, die zu dieser Zeit eine verhältnismäßig kleine und verwundbare Gemeinschaft darstellten.
Weiterhin, deine Schlussfolgerung, dass die "ganzen Vorurteile" aus der Bibel kommen ist hanebüchener Unsinn - gerade wenn man bedenkt wie weit antisemitische Vorurteile in der islamischen Welt verbreitet sind, die sich ganz sicher nicht auf die Bibel bezieht.
Natürlich gibt es Antisemitismus gelegentlich auch in der christlichen Kirche, genauso wie in ideologisch extrem weit links positionierten Kreisen, denen du anscheinend angehörst. Wer aus dieser Tatsache heraus jedoch ein derartig plattes Pauschalurteil fällt, kann unmöglich an einem fairen Dialog interessiert sein.
Du bezeichnest einen Film, der sich an überlieferte Fakten hält (Die Lehren Jesu, seine ungerechte Verurteilung und seinen qualvollen Tod) als "krude Ideologie" nur weil das Endergebnis sich nicht mit deiner Ideologie deckt und fällst dein Urteil über eine Fortsetzung, die du noch nicht einmal gesehen hast!
Und DU redest von Toleranz?!

19.04.2020 02:10 Uhr - Cocoloco
4x
18.04.2020 23:18 Uhr schrieb Pentegrin

Woher die ganzen Vorurteile kommen, kann ich Dir gern erklären - aus der Bibel. Der Name "Judas" geht, genauso wie das Word "Juden", auf einen der zwölf Gründungsväter Israels zurück, "Jehuda", was übersetzt "Jude" bedeutet. Der schlimmste Verräter der Christenheit, Judas, heißt also Jude. Und das Lustige ist, dass Judas mit forschreitenden Evangelen in der Bibel immer mehr wie das klischeehafte Aussehen des "typischen" Juden beschrieben sowie immer mehr zum einseitigen Verräter sterilisiert wird. Dem folgend war auch Luther ziemlicher Antisemit und der Antisemitismus, aus dem all die Vorurteile resultieren, ist biblisch eben legitimiert, da dieser aus dem neutestamentarischem Antijudaismus hervorging. Und das Einzige, was die Juden dem ursprünglich zugetan haben, ist eben eine Konkurrenzreligion zum Christentum zu sein.

Jesus war Jude.


19.04.2020 08:23 Uhr - Dr.Ro Stoned
3x
@ pentegrin.
Du muss ich mich den beiden hier drüber anschließen.
Das solltest du dir unbedingt alles noch mal sehr genau zu Gemüte führen, bevor du die Geschichte des judentums beschreibst.
Das würde jetzt den Rahmen komplett sprengen, wenn ich auch noch alles aufzählen würde.
Nur zwei Sachen: guck mal nach " inri " und guck mal, woran die Juden glauben.
Das Christentum entstand eigentlich aus dem Judentum. Nur, daß die Juden bis heute nicht daran glauben, daß der Messias schon auf der Welt war und warten immer noch.
Bei wirklichem Interesse solltest du dir das unbedingt nochmal ganz genau mit Hilfe von seriösen Quellen durchlesen.

19.04.2020 11:06 Uhr - Pentegrin
2x
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19.04.2020 00:54 Uhr schrieb Skeletor
@Pentegrin: Ich hoffe wirklich, dass du nicht als Lehrer arbeitest...


Weil ich etwas anderes lehren würde, als es in dein Weltbild passt? ^^

Das Christentum ist nicht nur aus dem Judentum entstanden, Jesus selbst war Jude


Und dennoch findet sich im neuen Testament beschriebener Antijuda- bzw. Antisemitismus. Insofern ein unsinniger Einwand, der mit meinen Erklärungen nichts zu tun hat.

und der jüdische Glaube alles andere als eine Konkurrenzreligion.


Lustig, wo er in der Bibel doch indirekt zu einer solchen erklärt wird. Hast du dich überhaupt mit dem Thema befasst?

Der jüdische Glaube dominierte zu dieser Zeit, was der Film auch sehr anschaulich darstellt. Wenn jemand eine Konkurrenzreligion darstellte, dann waren es die noch jungen Christen, die zu dieser Zeit eine verhältnismäßig kleine und verwundbare Gemeinschaft darstellten.


Und das hat jetzt genau welche Relevanz, wo ich ja vom neuem Testament schrieb?

Weiterhin, deine Schlussfolgerung, dass die "ganzen Vorurteile" aus der Bibel kommen ist hanebüchener Unsinn - gerade wenn man bedenkt wie weit antisemitische Vorurteile in der islamischen Welt verbreitet sind, die sich ganz sicher nicht auf die Bibel bezieht.


Es ging aber um Mel Gibsons Antisemitismus - soweit ich weiß, ist er Katholik, nicht Moslem.

Natürlich gibt es Antisemitismus gelegentlich auch in der christlichen Kirche,


"Gelegentlich". Wie sehr diese Gelegenheiten ausarten, sah man gut zur Zeit der Pest. Lass also lieber die fragwürdigen Relativierungen.

genauso wie in ideologisch extrem weit links positionierten Kreisen, denen du anscheinend angehörst.


Aus welchen Punkten ziehst du nun diesen Rückschluss? Weil alle, die ein anderes Weltbild als du besitzen, "linksgrünversiffte Gutmenschen" sind?

Wer aus dieser Tatsache heraus jedoch ein derartig plattes Pauschalurteil fällt, kann unmöglich an einem fairen Dialog interessiert sein.


Mein berechtigtes, auf Fakten beruhendes Urteil über biblischen Antisemitismus resultierte nicht nur aus einem fairen Dialog, sondern auch aus umfassender Recherche und dem Lesen der Bibel. :p

Du bezeichnest einen Film, der sich an überlieferte Fakten hält (Die Lehren Jesu, seine ungerechte Verurteilung und seinen qualvollen Tod) als "krude Ideologie" nur weil das Endergebnis sich nicht mit deiner Ideologie deckt


Ernsthaft? Dass der Film gern deutlich machen will, wie ehrenwert und "göttlich" Jesus Opfer für die gesamte Menschheit war, dass er damit indirekt zeigt, wie "gut" der christliche Glaube ist, dass er eben doch antisemitische Züge aufweist, DAS ist die krude Ideologie, die aus dem Film hervorgeht. Und ja, das bezeichne ich auch so.

und fällst dein Urteil über eine Fortsetzung, die du noch nicht einmal gesehen hast!


Ja. Weil ich mir bei Mel Gibsons Weltbild, dem vorherigen Teil und dem oben geschilderten Ansatz sehr sicher bin, dass das nichts werden kann. Nur sehe ich da dein Problem nicht, wenn mir eine bestimmte Filmrichtung nicht zusagt, hat das nichts mit Intoleranz zu tun. Wenn der nächste MCU-Film erscheint, weiß ich auch schon vorher, dass er nicht so mein Fall werden wird - na und?

Und DU redest von Toleranz?!


Ja.

19.04.2020 11:07 Uhr - Pentegrin
1x
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19.04.2020 02:10 Uhr schrieb Cocoloco
Jesus war Jude.


Ja, ich weiß, nur widerspricht das zu keinem Zeitpunkt meinen Erklärungen.

19.04.2020 08:23 Uhr schrieb Dr.Ro Stoned
Das solltest du dir unbedingt alles noch mal sehr genau zu Gemüte führen, bevor du die Geschichte des judentums beschreibst.
Nur zwei Sachen: guck mal nach " inri " und guck mal, woran die Juden glauben.
Das Christentum entstand eigentlich aus dem Judentum. Nur, daß die Juden bis heute nicht daran glauben, daß der Messias schon auf der Welt war und warten immer noch.
Bei wirklichem Interesse solltest du dir das unbedingt nochmal ganz genau mit Hilfe von seriösen Quellen durchlesen.


Auch hier: Ja, das weiß ich doch. Aber das widerspricht ebenso nicht meine Erklärungen, im Gegenteil. Gerade wegen des Auseinanderdriftens der Religionen, welches Du beschreibst, bestätigen sich meine Erklärungen.
P.S.: Ich habe seriöse Quellen genutzt, im Rahmen meines Projektes dazu habe ich mich mit Religionsforschern unterhalten und die Bibel gelesen. Und dort findet sich genau das wieder, was ich beschrieben habe.

19.04.2020 12:39 Uhr - Cocoloco
18.04.2020 15:34 Uhr schrieb alex_wintermute
18.04.2020 15:08 Uhr schrieb Pentegrin
Klar, nur hat das nichts mit Intoleranz zu tun, denn Intoleranz zu tolerieren, ist keine Toleranz, sondern indirekte Intoleranz.


Intoleranz zu tolerieren führt zur Abschaffung der Toleranz.

Das ist so ein Bullshit was ihr labert xD.

19.04.2020 13:00 Uhr - Pentegrin
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19.04.2020 12:39 Uhr schrieb Cocoloco
Das ist so ein Bullshit was ihr labert xD.


Gutes Argument.

19.04.2020 13:06 Uhr - Cocoloco
19.04.2020 13:00 Uhr schrieb Pentegrin
19.04.2020 12:39 Uhr schrieb Cocoloco
Das ist so ein Bullshit was ihr labert xD.


Gutes Argument.

Das ist kein Argument, sondern ein auf Fakten beruhendes Urteil xD

19.04.2020 13:23 Uhr - Pentegrin
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19.04.2020 13:06 Uhr schrieb Cocoloco
Das ist kein Argument, sondern ein auf Fakten beruhendes Urteil xD


Nein, im Gegenteil: Um zu diesem Urteil zu gelangen, hast du scheinbar jegliche Fakten gezielt ignoriert. ^^

19.04.2020 16:08 Uhr - ItGrows
2x
Gut geschrieben Pentegrin.

Habe selten so einen offenen Relativismus gesehen wie in manchen der hier getätigten Aussagen.

Der Film interessiert mich jetzt eigentlich gar nicht. Gibt wichtigeres als ein 2000 Jahre altes Buch, das manche als Fakten verkaufen wollen.

19.04.2020 17:23 Uhr - Pentegrin
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19.04.2020 16:08 Uhr schrieb ItGrows
Gut geschrieben Pentegrin.
Habe selten so einen offenen Relativismus gesehen wie in manchen der hier getätigten Aussagen.
Der Film interessiert mich jetzt eigentlich gar nicht. Gibt wichtigeres als ein 2000 Jahre altes Buch, das manche als Fakten verkaufen wollen.


Pente dankt! <3

20.04.2020 11:05 Uhr - Mr.Tourette
3x
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Da sieht man wieder alleine an der kurzen Diskussion, wie friedensstifftdend Religionen sind. Geht doch nichts über den Streit, wer den tollsten imaginären Freund aus der Wüstengegend hat bzw. wen, man wie mit Samthandschuhen anfassen darf, damit niemand beleidigt ist. Hauptsache die Atheisten und Agnostiker sind immer die Bösen und Blöden...

Der Film selbst ist solide, der einzige Skandal ist und bleibt die FSK 16 Freigabe, die der Splatterorgie eine Art Bildungslegitimation gibt.

Fundamentale Christen werden sich wieder jubelnd über Teil 2 in die Arme fallen. Amen


20.04.2020 11:41 Uhr - Pentegrin
2x
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20.04.2020 11:05 Uhr schrieb Mr.Tourette
Da sieht man wieder alleine an der kurzen Diskussion, wie friedensstifftdend Religionen sind. Geht doch nichts über den Streit, wer den tollsten imaginären Freund aus der Wüstengegend hat bzw. wen, man wie mit Samthandschuhen anfassen darf, damit niemand beleidigt ist. Hauptsache die Atheisten und Agnostiker sind immer die Bösen und Blöden...


Das war leider schon immer so. Atheismus war in der Religionsgeschichte unsinnigerweise sogar noch verpönter als Konkurrenzreligionen. Das liegt daran, dass andere Religionen nur die Art des Glaubens "anzweifeln", der Atheismus bzw. der Agnostizismus allerdings den Glauben an sich. Für Religionen, die Glauben ja zwangsläufig als heilig sehen, ein gewaltiger Frevel.
Natürlich lässt sich das nicht auf alle Religionen verallgemeinern, dennoch lässt sich dieses Schema in tausenden Jahren Religion - und auch heute noch - nachweisen.

20.04.2020 16:13 Uhr - Distefano
Ohha .. wird sicher seine Abnehmer finden.

Ich wäre noch für ne Fortsetzung mit dem Zusatz : in Space

21.04.2020 17:52 Uhr - Dr. Jones
1x
Alles in allen würde ich hier zur Hauptperson sagen wollen das Jesus ein guter Mensch mit guten Charakter gewesen sein muss.

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