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Veröffentlicht am von The Undertaker

BBFC verpflichtend ab Oktober 2020 mit neuen Freigabesymbolen

In Großbritannien wird es bald nur noch neue Freigabesymbole der BBFC auf den Heimkinoveröffentlichungen geben. Bereits seit dem 31.10.2019 werden sie fürs Kino verwendet, seit dem 06.04.2020 sind sie auch für Veröffentlichungen auf DVD, Blu-ray usw. erlaubt, aber noch nicht Pflicht.

Verpflichtend müssen die neuen Symbole dann ab dem 06.10.2020 genutzt werden. In den sechs Monaten dazwischen herrscht eine Übergangszeit, in der beide Arten erlaubt sind. Für Titel, die vor diesem Tag erschienen sind und identisch nachgepresst werden, muss kein neues Cover mit dem neuen Symbol erstellt werden. Dies gilt aber nur, wenn die Umverpackung und Discaufdruck auch identisch zu den bisherigen sind.

Quelle: BBFC

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Kommentare

29.05.2020 00:11 Uhr - Der Dicke
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Wie ich sehe, haben die Briten ihren Sinn für Humor nicht verloren.

29.05.2020 00:20 Uhr - lappi
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Mei, sind die neuen hässlich. Nichts gegen minimalistisches oder flaches Design. Aber das sieht ja mal ultra Retro und eher nach Opas Pornos aus, als nach Moderne. Allerdings sollten wir in D ganz still sein mit den Freigabesymbolen.

Ist das R18 für Pornos? Und/oder analog zu X-Rated/unrated bei den Amis zu verstehen?

29.05.2020 00:43 Uhr - Rigolax
3x
29.05.2020 00:20 Uhr schrieb lappi
Ist das R18 für Pornos? Und/oder analog zu X-Rated/unrated bei den Amis zu verstehen?


Aus der BBFC-Website:

"The R18 category is a special and legally-restricted classification primarily for explicit works of consenting sex or strong fetish material involving adults. Films may only be shown to adults in specially licensed cinemas, and video works may be supplied to adults only in licensed sex shops. R18 video works may not be supplied by mail order." https://www.bbfc.co.uk/about-classification/r18

Das R18-Symbol ist also die Extra-CN (content notice; Triggerwarnung sagt man ja nicht mehr) bzw. Ächtung bzw. Super-Sonder-Schutzmaßnahme.

Soll mal einer sagen, nur in DE gäbe es mehrere 18er-Freigaben.

29.05.2020 00:46 Uhr - Laughing Vampire
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Na ja, ändert ja wahnsinnig viel. Finde beide Varianten ganz OK, erfüllen einfach ihren Zweck, fertig. Diese ästhetischen Verbrechen in Deutschpand dagegen, damit habe ich mich auch nach 12(?) Jahren nicht abgefunden — zum Glück ist der Großteil meiner Sammlung sowieso importiert. Ernsthaft, einfach ungeheuerlich, dieser transparente Bereich vor allem, und dann auch noch diese anmaßende Texttafel immer.

29.05.2020 00:52 Uhr - Psy. Mantis
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Solange die Logos nicht so auffällig wie bei uns auf die Cover platziert werden, stört mich das neue Design überhaupt nicht.

29.05.2020 01:15 Uhr - Fratze
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29.05.2020 00:43 Uhr schrieb Rigolax
Soll mal einer sagen, nur in DE gäbe es mehrere 18er-Freigaben.

Sagt ja keiner. Aber Deutschland zelebriert seine Ab-18-Varianten schon sehr ausgiebig:

- FSK 18 (vor 2003)
- FSK KJ (nach 2003)
- Spio/JK: k.s.J.
- Spio/JK: s.u.
- juristisch geprüft
- GÜFA (für Pornos)
- ungeprüft

Da sind diese beiden Freigaben - 18 und R18 - doch noch recht überschaubar.

29.05.2020 01:46 Uhr - BedtimeStory
1x
Die UK Logos sind nun viel auffälliger.

Finde jede Art der Altersfreigabe, gehört auf die Rückseite einer Film-Verpackung, das Motiv ist meist ein kleines Kunstwerk und sollte durch ein Logo nicht verunstaltet werden.

29.05.2020 03:39 Uhr - FdM
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29.05.2020 01:15 Uhr schrieb Fratze
29.05.2020 00:43 Uhr schrieb Rigolax
Soll mal einer sagen, nur in DE gäbe es mehrere 18er-Freigaben.

Sagt ja keiner. Aber Deutschland zelebriert seine Ab-18-Varianten schon sehr ausgiebig:

- FSK 18 (vor 2003)
- FSK KJ (nach 2003)
- Spio/JK: k.s.J.
- Spio/JK: s.u.
- juristisch geprüft
- GÜFA (für Pornos)
- ungeprüft

Da sind diese beiden Freigaben - 18 und R18 - doch noch recht überschaubar.


Ist GÜFA nicht etwas anderes ? Die Gesellschaft zur Überwachung von Aufführungsrechten ... hat nur indirekt etwas mit Adult zu tun,oder habe ich da etwas falsch verstanden ?

Ungeprüft ist in dem Sinne keine Freigabe,das hat doch mit FSK auch nicht viel zu tun... hoffentlich hat da jemand genauere Infos...

29.05.2020 08:45 Uhr - Horstferatu
4x
29.05.2020 00:52 Uhr schrieb Psy. Mantis
Solange die Logos nicht so auffällig wie bei uns auf die Cover platziert werden, stört mich das neue Design überhaupt nicht.

Die Logos sind 3fach platziert:
Frontcover
Spine
Backcover

29.05.2020 08:45 Uhr - Horstferatu
1x
29.05.2020 03:39 Uhr schrieb FdM
29.05.2020 01:15 Uhr schrieb Fratze
29.05.2020 00:43 Uhr schrieb Rigolax


Ist GÜFA nicht etwas anderes ? Die Gesellschaft zur Überwachung von Aufführungsrechten ... hat nur indirekt etwas mit Adult zu tun,oder habe ich da etwas falsch verstanden ?

Genau das.

29.05.2020 08:59 Uhr - Knochentrocken
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29.05.2020 01:15 Uhr schrieb Fratze
29.05.2020 00:43 Uhr schrieb Rigolax
Soll mal einer sagen, nur in DE gäbe es mehrere 18er-Freigaben.

Sagt ja keiner. Aber Deutschland zelebriert seine Ab-18-Varianten schon sehr ausgiebig:

- FSK 18 (vor 2003)
- FSK KJ (nach 2003)
- Spio/JK: k.s.J.
- Spio/JK: s.u.
- juristisch geprüft
- GÜFA (für Pornos)
- ungeprüft

Da sind diese beiden Freigaben - 18 und R18 - doch noch recht überschaubar.


Haha, du hast noch nicht mal ALLES aufgezählt. 😆😘
- nicht freigegeben unter 18 Jahren (meines Wissens vor 2003)
- keine Jugendfreigabe
- freigegeben ab 18 Jahren



Zu den BBFC‘s... ja wow. Nix großartig Neues.
Die könnten die fetten Flatschen bei uns mal wieder hinten drauf klatschen.

29.05.2020 10:23 Uhr - Mr.Brown-1602
2x
29.05.2020 00:11 Uhr schrieb Der Dicke
Wie ich sehe, haben die Briten ihren Sinn für Humor nicht verloren.

Ich weiß, wenn man nen Witz erklären muss, isser meist leider nicht mehr so lustig, aber magst du das etwas näher ausführen? :-)

@Fratze:
Wurde vor 2013 nicht auch noch unterschieden zwischen "Nicht freigegeben unter 18 Jahren" und "Freigegeben ab 18 Jahren" oder war das kein Unterschied?
---edit---
Hab Knochentrocken übersehen ;-)

29.05.2020 10:37 Uhr - laurin
29.05.2020 01:46 Uhr schrieb BedtimeStory
Die UK Logos sind nun viel auffälliger.

Finde jede Art der Altersfreigabe, gehört auf die Rückseite einer Film-Verpackung, das Motiv ist meist ein kleines Kunstwerk und sollte durch ein Logo nicht verunstaltet werden.


Da stimme ich Dir voll und ganz zu! Nur...dies gilt für eine Gesellschaft in der sich jeder an die Regeln hält und auch ein Interesse daran besteht Kinder vor Inhalten zu schützen die diese ihr restliches Leben unnötig begleiten. In diesem Forum dürften viele sein die prägende Film-Erinnerungen aus ihrer Kindheit mitbringen und die eine oder andere Szene nur deshalb verdaut haben weil eben viel Zeit vergangen ist und mit zunehmendem Alter (bei entsprechender Entwicklung) rationales Denken die Oberhand gewonnen hat. Die Veränderungen in unserer Gesellschaft, allein in den letzten 30 Jahren, haben aber gezeigt, dass ein Übergang von Unwissenheit zu Desinteresse stattgefunden hat. Heute zeigen nicht mehr Kumpels oder große Brüder den Kindern "harte" Filme, nein selbst die Eltern haben hier oft keine Hemmungen mehr. Der Versuch mit auffälligen Hinweisen den letzten Ignoranten doch noch zu Informieren scheitert dann letzten endes an der Renitenz gegenüber jeglicher Form von Autorität. Das Resultat sehen wir (wenn wir es uns gestatten) auf der Straße. Kinder bar jeglicher Empathie die zu Ausgewachsenen ohne jede Selbstachtung heranwachsen. Die Ich-Gesellschaft! Ja, ich weiß. Viel Text für einen kleinen hässlichen Flatschen. :-)

29.05.2020 10:40 Uhr - Kaiser Soze
4x
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Naja, die neuen Siegel unterscheiden sich optisch kaum, da hatte wohl eher jemand Langeweile, als dass hier ein wirklicher Sinn dahinterstecken dürfte - oder?

@Fratze, Knochentrocken & Mr.Brown-1602
Vor April 2003 hieß die 18er-Freigabe nicht freigegeben unter 18 Jahren oder alternativ freigegeben ab 18 Jahren. Seit April 2003 heißt es Keine Jugendfreigabe, was mituner als KJ abgekürzt wird (wohl nicht offiziell) und auf den allseits beliebten Flaschen steht ein ab 18, wodurch sich die Bezeichnung FSK ab 18 im Gegensatz zur vorigen FSK 18 (vor April 2003) erklärt. Somit würde ich sagen:

- FSK 18 (vor 04.2003)
---> nicht freigegeben unter 18 Jahren
---> freigegeben ab 18 Jahren
- Keine Jugendfreigabe (nach 04.2003 + Umbenennung in 2008)
---> FSK KJ
---> FSK ab 18
- SPIO/JK
---> SPIO/JK geprüft
---> juristisch geprüft
---> Spio/JK: k.s.J.
---> Spio/JK: s.u.
- ungeprüft

Vergleich: FAQ

29.05.2020 11:30 Uhr - FDbrGS
1x
29.05.2020 01:15 Uhr schrieb Fratze
29.05.2020 00:43 Uhr schrieb Rigolax
Soll mal einer sagen, nur in DE gäbe es mehrere 18er-Freigaben.

Sagt ja keiner. Aber Deutschland zelebriert seine Ab-18-Varianten schon sehr ausgiebig:

- FSK 18 (vor 2003)
- FSK KJ (nach 2003)
- Spio/JK: k.s.J.
- Spio/JK: s.u.
- juristisch geprüft
- GÜFA (für Pornos)
- ungeprüft

Da sind diese beiden Freigaben - 18 und R18 - doch noch recht überschaubar.


Das ist so leider nicht ganz richtig.

Juristisch geprüft sowie die beiden SPIO-Freigaben sind KEINE Freigaben speziell für Filme ab 18.
Ein Film muss, um erscheinen zu dürfen, geprüft werden. Das macht entweder die FSK, die SPIO oder ein Jurist. Allerdings hat die FSK das alleinige Recht, Alterseinstufungen vorzunehmen, was sich leicht erklären lässt:
Ein Jurist kann (aufgrund seiner Expertise) bestimmen, ob ein Film beispielsweise gegen geltendes Recht verstößt. Er ist aber sicher nicht qualifiziert, eine Einschätzung darüber abzugeben, ab welchem Alter Kindern oder Jugendlichen der Film zugänglich gemacht werden sollte. Deshalb sind Freigaben, die nicht von der FSK stammen, automatisch ab 18.
Kleiner Zusatz (weil es ohne Ausnahmen nie geht): Die schwere Einstufung der SPIO bedeutet eine automatische Indizierung.
Eigentlich ganz logisch.

Und bzgl GÜFA reicht es, den Wikipedia-Artikel anzusehen, um auch das hier rauszustreichen.
Die GÜFA ist erstmal kein alternatives FSK 18 Siegel.

Und ungeprüft ist ungeprüft. Also auch nicht FSK 18.

Aber Filme, die nicht oder nur unzureichend geprüft werden, dürfen Kindern und Jugendlichen nicht zugänglich gemacht werden, das ist denke ich recht einfach nachzuvollziehen.

29.05.2020 11:36 Uhr - Eh Malla
Hässlichere Farben hätten die sich auch nicht aussuchen können, oder? Ich finde die Symbole gehören alle samt beschlagnahmt ;P

29.05.2020 11:39 Uhr - humptydumpty
3x
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29.05.2020 11:30 Uhr schrieb FDbrGS
Ein Film muss, um erscheinen zu dürfen, geprüft werden. Das macht entweder die FSK, die SPIO oder ein Jurist.
Das ist Quatsch. In Deutschland gibt es keine Prüfpflicht und Filme können auch ohne jede Prüfung erscheinen. Ungeprüfte Filme unterliegen nur gewissen Vertriebsbeschränkungen und es kann Probleme geben falls ein Film beschlagnahmt werden sollte.

29.05.2020 11:30 Uhr schrieb FDbrGS
Juristisch geprüft sowie die beiden SPIO-Freigaben sind KEINE Freigaben speziell für Filme ab 18.
SPIO/JK ist sehr wohl eine spezielle Freigabe "ab 18". Die Juristen der Spio entscheiden nämlich darüber, ob der Film nur "jugendgefährdend" ist (und bis zu einer Indizierung kann der auch wie FSK18-Filme vertrieben werden) oder ob der Film "schwer jugendgefährdend" ist (mit der Konsequenz dass der wie ein indizierter Film behandelt werden muss).

29.05.2020 11:40 Uhr - Mr.Brown-1602
29.05.2020 10:40 Uhr schrieb Kaiser Soze
Naja, die neuen Siegel unterscheiden sich optisch kaum, da hatte wohl eher jemand Langeweile, als dass hier ein wirklicher Sinn dahinterstecken dürfte - oder?

Ach dahingegen ging das ^^
Erfahren die Briten auch mal etwas vonderLeyen'schen Plakativismus ;-)

29.05.2020 10:23 Uhr schrieb Mr.Brown-1602
2013

Ach Mensch, das sollte natürlich 2003 heißen.

29.05.2020 11:46 Uhr - FDbrGS
29.05.2020 11:39 Uhr schrieb humptydumpty
29.05.2020 11:30 Uhr schrieb FDbrGS
Ein Film muss, um erscheinen zu dürfen, geprüft werden. Das macht entweder die FSK, die SPIO oder ein Jurist.
Das ist Quatsch. In Deutschland gibt es keine Prüfpflicht und Filme können auch ohne jede Prüfung erscheinen. Ungeprüfte Filme unterliegen nur gewissen Vertriebsbeschränkungen und es kann Probleme geben falls ein Film beschlagnahmt werden sollte.


Da hast du recht, das ist falsch ausgedrückt. Es ist nur unter Umständen strafrechtlich problematisch, es nicht zu tun. Also besser so: Um rechtlich sicher zu sein, muss man den Film vor einer Veröffentlichung prüfen lassen.

29.05.2020 11:50 Uhr - FDbrGS
29.05.2020 11:39 Uhr schrieb humptydumpty
29.05.2020 11:30 Uhr schrieb FDbrGS
Ein Film muss, um erscheinen zu dürfen, geprüft werden. Das macht entweder die FSK, die SPIO oder ein Jurist.
Das ist Quatsch. In Deutschland gibt es keine Prüfpflicht und Filme können auch ohne jede Prüfung erscheinen. Ungeprüfte Filme unterliegen nur gewissen Vertriebsbeschränkungen und es kann Probleme geben falls ein Film beschlagnahmt werden sollte.

29.05.2020 11:30 Uhr schrieb FDbrGS
Juristisch geprüft sowie die beiden SPIO-Freigaben sind KEINE Freigaben speziell für Filme ab 18.
SPIO/JK ist sehr wohl eine spezielle Freigabe "ab 18". Die Juristen der Spio entscheiden nämlich darüber, ob der Film nur "jugendgefährdend" ist (und bis zu einer Indizierung kann der auch wie FSK18-Filme vertrieben werden) oder ob der Film "schwer jugendgefährdend" ist (mit der Konsequenz dass der wie ein indizierter Film behandelt werden muss).


Das gilt wie gesagt für die schwerere Freigabe, für die leichte in Prinzip nicht.
Der Film ist dann zwar ab 18 (wie beschrieben) aber es ist keine spezielle Freigabe für Filme ab 18.

29.05.2020 12:29 Uhr - Rigolax
1x
29.05.2020 11:39 Uhr schrieb humptydumpty
Die Juristen der Spio entscheiden nämlich darüber, ob der Film nur "jugendgefährdend" ist (und bis zu einer Indizierung kann der auch wie FSK18-Filme vertrieben werden) oder ob der Film "schwer jugendgefährdend" ist (mit der Konsequenz dass der wie ein indizierter Film behandelt werden muss).


Bei der SPIO/JK wird wohl eher untersucht, ob
1) ein Film gegen eine Norm des Strafrechts verstößt, die ein allgemeines öffentliches Verbreitungsverbot bedingt (isnb. § 131 StGB) und
2) ob ein Film "nur" einen Tatbestand der sogenannten schweren Jugendgefährdung nach § 15 Abs. 2 Nr. 2 bis 5 JuSchG erfüllt (z. B. "den Krieg verherrlichen" oder "besonders realistische, grausame und reißerische Darstellungen selbstzweckhafter Gewalt(...), die das Geschehen beherrschen").

Die SPIO/JK entscheidet eher nur indirekt über eine "einfache" Jugendgefährdung:

Werden Inhalte im Sinne von 1) festgestellt, gibt es keine SPIO/JK-Einstufung. Der Film ist nach Ansicht des dortigen Juristengremiums allgemein in DE nicht verkehrsfähig und damit ist auch ein etwaiges Gutachten für die Privatwirtschaft recht sinnlos.

Werden *keine* Inhalte im Sinne von 1), aber solche nach 2) festgestellt, dann wird das Siegel "strafrechtlich unbedenklich" erteilt. Die Inhalte sind nach dortiger Ansicht "schwer jugendgefährdend", unterliegen aber keinem allgemeinen Verbreitungsverbot. Die Medien unterliegen aber, sollten sie tatsächlich diese Inhalte aufweisen, bestimmten Verboten nach JuSchG und JMStV (unterschiedlich geregelt; der JMStV für Telemedien ist strenger und postuliert teils Absolutverbote der Zugänglichmachung nach § 4 Abs. 1 JMStV).
[Die Bezeichnung ""strafrechtlich unbedenklich" ist hier -- leider -- übrigens etwas irreführend, da auch Inhalte nach § 15 Abs. 2 Nr. 2 bis 5 JuSchG strafbewehrt sind, man also bei ungesetzlichem Verhalten in den Knast wandern könnte (§ 27 JuSchG); korrekter wäre "kernstrafrechtlich unbedenklich", da das JuSchG zumindest nur Nebenstrafrecht ist, anders als das StGB, welches das Kernstrafrecht bildet -- aber Achtung: Kriegsverbrechen z.B. sind auch nur im Nebenstrafrecht geregelt, also gibt das keine Aussage über die "Härte" der möglichen Sanktionen oder Taten.]

Stellt der SPIO/JK-Ausschuss jedenfalls weder Inhalte nach 1) oder 2) fest, dann gibt es das Rating "keine schwere Jugendgefährdung". Die Medien dürfen nach Ansicht der dortigen Juristen bis zu einer etwaigen Indizierung oder Gerichtsentscheidung "frei" bzw. öffentlich verkauft werden -- bei Verbreitung von Filmen oder Spielen auf Trägermedien [sog. Bildträger] gilt ein sogenanntes (Jugend-)Verbot mit Erlaubnisvorbehalt, d.h. nicht FSK/USK-gekennzeichnete Bildträger gelten wie FSK/USK "ab 18"; bei Telemedien nach dem JMStV gibt es wiederum keinen strengen Erlaubnisvorbehalt und liegt im Ermessen des Anbieters, der aber auch haftbar ist für die altersspezifisch juristisch-korrekte Zugänglichmachung.

29.05.2020 11:30 Uhr schrieb FDbrGS
Allerdings hat die FSK das alleinige Recht, Alterseinstufungen vorzunehmen, was sich leicht erklären lässt:
Ein Jurist kann (aufgrund seiner Expertise) bestimmen, ob ein Film beispielsweise gegen geltendes Recht verstößt. Er ist aber sicher nicht qualifiziert, eine Einschätzung darüber abzugeben, ab welchem Alter Kindern oder Jugendlichen der Film zugänglich gemacht werden sollte.


Das ist ein interessanter Sachverhalt. Tatsächlich regelt das Gesetz aktuell nicht, welche Arten von Inhalten nun "ab 12", "ab 16" etc. eingestuft werden müssten, und sicherlich hat der Gesetzgeber auch eher intendiert, dass sich statt Juristen Pädagogen darüber Gedanken machen sollten. An sich sind das aber durchaus schon Rechtsbegriffe, denke ich, also an sich müssten auch Juristen dazu "qualifiziert" sein. Das gilt im Übrigen auch in Bezug auf die Indizierungstatbestände der BPjM.

29.05.2020 00:43 Uhr schrieb Rigolax
Soll mal einer sagen, nur in DE gäbe es mehrere 18er-Freigaben.


Hier meinte ich mit "Freigaben" auch die Indizierungen der BPjM eigentlich. Also verschiedene Altersbeschränkungen/Einstufungen "ab 18". Freigabe war von mir leider recht ungenau, sorry.

29.05.2020 12:36 Uhr - Martyr
1x
Ich verstehe nicht, warum auch im Jahr 2020 noch die Käufer/ Sammler dermaßen "bestraft" werden... mir dreifachen Warnhinweis auf den schönen Covern, obwohl der Kauf ja schon eine entsprechende Kontrollfunktion haben sollte - während man im Bereich von (leider viel häufiger genutzem) Streaming dann nach der Freigabe suchen muss (bei Prime z.b. winzig klein einmal zu sehen)...
Sollte man nicht heutzutage lieber in ein besseres System für den Jugendschutz beim Streaming sorgen? Sobald die entsprechende App installiert ist, kann man bis auf "18er" ja frei alles ansehen, egal wie alt man ist...

29.05.2020 12:43 Uhr - Martyr
1x
Zu den Flaschen allgemein: ich lasse auch nach 12 Jahren alles zurückgehen was kein Wendecover hat (findet man ja hauptsächlich bei den Major Studios wie z.b. Sony) und lasse das Label auch wissen warum ich sowas nicht kaufe!
Vor einer Weile erst Skyfall erworben. Dieser wird bei Amazon eindeutig als Wendecover (frühere Ausgaben hatten das auch definitiv) beworben (siehe Produktbild). Was man bekommt ist KEIN Wendecover und innen der lächerliche Spruch mit dem Firmware Update (für mich endgültig der Stinkefinger an seine Kundschaft) und noch dazu im halben Seastone Case ("Öko Verpackung). Ich hab kein Problem den 30 Mal umzutauschen, bis ich das erhalte was ich bezahle oder eben Amazon wenigstens sein Produktbild aktualisiert. Auf eine Auskunft vom Label/ Vertrieb warte ich seit 6 Wochen...

29.05.2020 13:53 Uhr - FDbrGS
29.05.2020 11:30 Uhr schrieb FDbrGS
Allerdings hat die FSK das alleinige Recht, Alterseinstufungen vorzunehmen, was sich leicht erklären lässt:
Ein Jurist kann (aufgrund seiner Expertise) bestimmen, ob ein Film beispielsweise gegen geltendes Recht verstößt. Er ist aber sicher nicht qualifiziert, eine Einschätzung darüber abzugeben, ab welchem Alter Kindern oder Jugendlichen der Film zugänglich gemacht werden sollte.


Das ist ein interessanter Sachverhalt. Tatsächlich regelt das Gesetz aktuell nicht, welche Arten von Inhalten nun "ab 12", "ab 16" etc. eingestuft werden müssten, und sicherlich hat der Gesetzgeber auch eher intendiert, dass sich statt Juristen Pädagogen darüber Gedanken machen sollten. An sich sind das aber durchaus schon Rechtsbegriffe, denke ich, also an sich müssten auch Juristen dazu "qualifiziert" sein. Das gilt im Übrigen auch in Bezug auf die Indizierungstatbestände der BPjM.


Ich glaube auch viel mehr, dass das in den internen Richtlinien der FSK zu finden ist und nicht im Gesetz selbst. Und auch wenn ich nichts ganz genaues gefunden habe, welche Berufsgruppen in den Gremien der FSK sind, kann man nach den vorhandenen Informationen davon ausgehen, dass es neben Pädagog*innen aller Art und Geistlichen auch Jurist*innen sind.

29.05.2020 14:45 Uhr - McMurphy
3x
User-Level von McMurphy 1
Erfahrungspunkte von McMurphy 8
R18 sieht also nicht umsonst wie 'n Verkehrsschild aus.. ä-hä hä...hä

29.05.2020 15:19 Uhr - Stoi
3x
29.05.2020 12:43 Uhr schrieb Martyr
Zu den Flaschen allgemein: ich lasse auch nach 12 Jahren alles zurückgehen was kein Wendecover hat...

Im Ernst?
Ich finde die Flatschen jetzt auch nicht sexy und als Grafik-Designer und Illustrator glaube ich auch, ein Empfinden für ästhetische Grausamkeiten zu haben aber bei einem Filmkauf kommt es mir in erster Linie auf den Film an. Der MUSS technisch in Ordnung und unzensiert vorliegen. Wenn dann noch die Cover- bzw. Verpackungsgestaltung ansprechend sind, um so besser. Aber wegen einem fehlenden Wendecover ein guten Film zurückgehen zu lassen, darauf käme ich im Leben nicht.
Aber jeder hat so seine Prioritäten. :)

Mein Spleen ist z.B. dass in meiner iTunes-Bibliothek alle CD- und Hörbuchcover ZWINGEND quadratisch sein müssen. Ich ertrage es nicht, wenn in der Liste oder der Playlist-Übersicht irgendein Cover nur ansatzweise rechteckig ist (kommt ja bei CD-Singles und DigiPaks schon mal vor). :))

29.05.2020 15:50 Uhr - Mr.Brown-1602
3x
29.05.2020 15:19 Uhr schrieb Stoi
Mein Spleen ist z.B. dass in meiner iTunes-Bibliothek alle CD- und Hörbuchcover ZWINGEND quadratisch sein müssen. Ich ertrage es nicht, wenn in der Liste oder der Playlist-Übersicht irgendein Cover nur ansatzweise rechteckig ist (kommt ja bei CD-Singles und DigiPaks schon mal vor). :))

Also laut meiner Experten-Meinung ist *das* pedantischer als BDs/DVDs zurückgehen zu lassen die trotz Produktbildbewerbung ohne Wendecover daher kommen.

;-)

29.05.2020 17:14 Uhr - Fratze
2x
DB-Helfer
User-Level von Fratze 8
Erfahrungspunkte von Fratze 809
Herrje, ich wollte jetzt keine Grundsatzdebatte um die Definition von "Freigabe" anstoßen, daher sprach ich auch ausdrücklich von "Ab-18-Varianten" (sprich filmische Werke, die nur an Ü-18-Jährige verkauft werden dürfen), von denen wir in D. halt - darum ging es mir eigentlich - eine Vielzahl haben, auch und v.a. im Vergleich zu anderen Ländern wie hier UK. Nix für ungut 8P

29.05.2020 20:53 Uhr - Martyr
1x
29.05.2020 15:19 Uhr schrieb Stoi
29.05.2020 12:43 Uhr schrieb Martyr
Zu den Flaschen allgemein: ich lasse auch nach 12 Jahren alles zurückgehen was kein Wendecover hat...

Im Ernst?
Ich finde die Flatschen jetzt auch nicht sexy und als Grafik-Designer und Illustrator glaube ich auch, ein Empfinden für ästhetische Grausamkeiten zu haben aber bei einem Filmkauf kommt es mir in erster Linie auf den Film an. Der MUSS technisch in Ordnung und unzensiert vorliegen. Wenn dann noch die Cover- bzw. Verpackungsgestaltung ansprechend sind, um so besser. Aber wegen einem fehlenden Wendecover ein guten Film zurückgehen zu lassen, darauf käme ich im Leben nicht.
Aber jeder hat so seine Prioritäten. :)

Mein Spleen ist z.B. dass in meiner iTunes-Bibliothek alle CD- und Hörbuchcover ZWINGEND quadratisch sein müssen. Ich ertrage es nicht, wenn in der Liste oder der Playlist-Übersicht irgendein Cover nur ansatzweise rechteckig ist (kommt ja bei CD-Singles und DigiPaks schon mal vor). :))


Heißt ja nicht, dass ich mir den Film dann nicht kaufe... Ich lege Wert auf eine schöne Veröffentlichung und dazu gehört eben auch das Cover. Dann besorge ich mir eben eine ausländische Fassung. Ich möchte kein Labell finanziell unterstützen, wenn ich mir dem Produkt nicht einverstanden bin und ein Wendecover anzubieten ist ja eigentlich schon Standard. Wenn ein Label nicht einmal das anbietet, ist es wohl offensichtlich wie sehr sie auf ihre Kundschaft pfeifen... Der Flaschen wirkt auf mich einfach als Bevormundung und erinnert mich an sie schlechten Zeiten, als Flintenuschi noch mit ihren irren Thesen den Jugendschutz umkrempeln wollte.

29.05.2020 20:57 Uhr - Laughing Vampire
2x
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Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 339
29.05.2020 10:37 Uhr schrieb laurin
In diesem Forum dürften viele sein die prägende Film-Erinnerungen aus ihrer Kindheit mitbringen und die eine oder andere Szene nur deshalb verdaut haben weil eben viel Zeit vergangen ist und mit zunehmendem Alter (bei entsprechender Entwicklung) rationales Denken die Oberhand gewonnen hat.

"Verdaut"? Groteske Filmszenen haben mich als Kind schon begeistert, und ich habe im Erwachsenenalter allenfalls herausgefunden, welche Gründe diese Begeisterung gehabt haben könnte. Sie waren meine Inspiration, haben mein tiefes Interesse an audiovisueller Kunst erweckt und mich (bei ernsteren Filmen jenseits von Splatter-Komödien usw.) auch zum Nachdenken über Gewalt und die Menschheit gebracht. Meine zukünftigen Kinder können sich jedenfalls auf viele Horror-Abende mit Papa freuen.

01.06.2020 04:02 Uhr - spobob13
Na ja, all diese Warnhinweisflatschen sehen, ob in GB oder DE alt und nun neu, sehen irgenwie doff auch einem Filmcover aus. Warum gibt es eigentlich keine EU einheitliche Regelung wie die kommende Ampel bei Lebensmitteln oder Abschreckungsbildern auf Zigarettenpackungen? Ach wer weiß es schon. In ein paar Jahren gibt es vielleicht schon irrwitzig neue Ideen.

01.06.2020 08:37 Uhr - Mr.Brown-1602
Nee noch besser: nicht nur sollte die USK durch das PEGI-System ersetzt werden, es sollte auch was vergleichbares für Filme entwickelt werden

01.06.2020 15:46 Uhr - Rigolax
2x
01.06.2020 08:37 Uhr schrieb Mr.Brown-1602
Nee noch besser: nicht nur sollte die USK durch das PEGI-System ersetzt werden, es sollte auch was vergleichbares für Filme entwickelt werden


Dafür müsste vor allem DE aber seine Jugendschutz-"Ansprüche" massiv eindampfen. Ich glaub z. B. nicht, dass in Frankreich substantiell größere Einschränkungen als bisher gangbar wären und dort wird öfter bei Filmen die 12er-Mindestschutzeinstufung gezückt, sodass hiesigen "Jugendschützern" schwindlig werden könnte. Die PEGI-Ratings sind ja oftmals auch nicht rechtlich bindend, sondern dienen nur der Info von Erziehungsberechtigten. (Nahezu) flächendeckende Ratings von Filmwerken auf Trägermedien wie in DE gibt's anderswo auch eher nicht, vor allem noch rigoros geführt in UK mit der dortigen Vorzensur.

Ich denk aber zumindest, dass DE irgendwann die PEGI-Ratings übernehmen wird, wahrscheinlich nach dem Model in UK, wo die Video Standards Council (VSC) bei höheren PEGI-Ratings noch immer ein UK-Zertifikat ausstellen muss. Ein solches System würde dem deutschen Wunsch nach Kennzeichnungsverweigerung respektive Indizierung respektive StGB-Relevanz Rechnung tragen können. Eine USK-Studie zeigt dabei jedenfalls, dass die PEGI-Ratings im Schnitt nicht substantiell lascher als die der USK sind, gerne mal sogar härter, vor allem im Bereich 16 vs 18 zuletzt exemplarisch zu beobachten (z.B. neuere Battlefield-Teile), und die Anzahl der Kennzeichnungsverweigerung ist ja nun auch sehr niedrig.

Zu der erwähnten Studie: https://usk.de/usk-veroeffentlicht-bericht-zur-klassifizierung-von-spielen/ ("Deckungsgrad PEGI-Klassifizierung inkl. höhere: 90,38 Prozent" im Testzeitraum 2010; S.10).

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